Die blonde Fotoreporterin Bettina mag sein, wo sie will, immer ist sie bereit, einen Schnappschuß zu machen. Manchmal aber muß sie große Geduld aufbringen, bis sie das gesuchte "Objekt" richtig vor die LInse bekommt. Jedoch ist eine solche Wartezeit bei Bettina nie langweilig; ein Ereignis jagt das andere. So auch in jenen Tagen, als Bettina ihren großen "Fall" verfolgt, an dem sich die "alten Hasen", die erfahrenen Reporterkollegen, die Zähne ausbeißen. Sie fliegt aus diesem Grund sogar nach Frankfurt.
Hans Erich Seuberlich (* 8. September 1920 in Riga; † 25. Dezember 1984 in Meckenheim) war ein deutscher Schriftsteller, der besonders in den 1950er Jahren als Kinderbuchautor sehr beliebt war. 1956 wurde er Berufsoffizier (zuletzt: Oberst) und Militärschriftsteller.
Seine Schulzeit verbrachte Hans Erich Seuberlich in Riga. Er nahm freiwillig am II. Weltkrieg teil und war zuletzt Oberleutnant. Er lebte in Posen, wo er als Sippenforscher arbeitete und Ariernachweise beschaffte.[1] Nach seiner Flucht aus amerikanischer Gefangenschaft bildete er sich autodidaktisch weiter. Von 1947 bis 1956 lebte er als freier Schriftsteller in Wien, Salzburg und Bad Reichenhall. Sein erstes Buch, der Roman „Morgen vergessen“ erschien 1948 bei Adolf Swoboda & Söhne in Wien. Im gleichen Verlag erschien 1949 bis 1951 seine erste Jugendbuchreihe um den Jungen Robbi und seine Freundin Reni. Bekannt wurde Hans Erich Seuberlich durch seine Zusammenarbeit mit dem Boje-Verlag. Neben Lizenzausgaben der Robbi und Reni-Geschichten gab Boje drei Mädchenbuchreihen und zwei Einzelbände von Seuberlich heraus. Am bekanntesten wurde die zehnbändige Reihe um Bettina, das Vespa-Mädel. Als „Onkel“ Seuberlich vom Boje-Verlag erwarb er sich eine treue Leserschaft. Immer wieder bat er in seinen Büchern seine jungen Leserinnen – meist Mädchen zwischen 10 und 12 Jahren – um Zuschriften und ihre Meinung zu seinen Geschichten. Bis 1957 schrieb er 28 Jugendbücher, die eine Gesamtauflage von 1,4 Millionen erreichten.
Danach wurde er aktiver Soldat und Oberst der Bundeswehr. Er arbeitete an militärfachlichen Büchern und Aufsätzen mit, war Pressereferent des Kyffhäuserbundes und Vizepräsident von EUROMIL (Europäische Organisation der Militärverbände). 1977 erhielt er das Bundesverdienstkreuz.
Nach seiner Bundeswehrzeit war er ab 1980 wieder als freier Schriftsteller tätig. Mit seiner letzten Mädchenbuchreihe um die Titelheldin Tina, einer modernen Version der Bettina-Reihe, versuchte er an frühere Erfolge anzuknüpfen. Hans Erich Seuberlich war 1984 Vorsitzender der Deutsch-Baltischen Gesellschaft und im Dezember 1984 kurzzeitig Generalsekretär des Bundes der Vertriebenen.