Ein pechschwarzer Alpenwestern packend bis zum letzten Satz.
Während ein Schneesturm von biblischem Ausmaß die Umgebung von Graz heimsucht, spült eine Gefängnisrevolte das versunkene Böse zurück an die Oberfläche der Gesellschaft. Kurz darauf wird Mordermittler Armin Trost von Unbekannten entführt – und zum Spielball eines perfiden Racheplans. Eingeschlossen in ein winterliches Bergdorf muss er einsehen, dass nicht nur sein eigenes Leben in Gefahr ist, sondern auch das seiner Familie. Und dann schnappt die Falle zu. Die Falle, die dem Ermittler den Verstand raubt...
Zwischendurch war ich ab und zu etwas verloren: Was passiert im Kopf was ist real? Es passiert sehr viel und sehr schnell. Manchmal musste ich nochmal zurückblättern, weil ich den Zusammenhang nicht so ganz mitgekriegt hatte.
Trost gefällt mir ganz gut. Er scheint zwar verschroben und wie er seine Familie behandelt ist nicht okay, aber er kann auch einiges einstecken und behält (komischerweise) doch irgendwie einen klaren Kopf.
Die anderen Charaktäre gefiehlen mir auch gut, zum Teil sind sie etwas überzeichnet. Das stört jedoch nicht und macht es ganz einfach sich sofort ein Bild im Kopf zu machen. Nur die Lemberg, die mag ich nicht :-) Aber auch das gefällt mir, einen Charakter zu schaffen, der mich so richtig nervt, nicht ganz so einfach.
Insgesamt hat mir etwas die Struktur gefehlt, am Ende fehlt mir die Rafinesse. Den Vorgänger und den Nachfolger werde ich trotzdem lesen. Vor allem der Vorgänger würde mir glaub ich helfen noch etwas besser in die Geschichte zu finden.
Zum Schluss muss ich mir aber noch eine Frage erlauben: Was ist den in Österreich bitte mit der Polizei und dem Heer los? Da bekommt man ja Angst :-D