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Rosa Post-it #1

Einsame Wut

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SEAL Ian Sawyer wollte nur die Hochzeit seiner Schwester feiern, bevor er mit seinen Rekruten zur nächsten Übung aufbricht. Das hätte wahrscheinlich funktioniert, wäre da nicht Blair Monroe. Die beste Freundin der Braut hat ihm schon so manche schlaflose Nacht bereitet. Drei Tage bleiben ihnen miteinander. Drei Tage, in denen Blair mehr über ihre Vergangenheit preisgibt, als ihr lieb ist. Und Ian im Gegensatz um den Verstand bringt. Vier Monate später ist Blair auf der Flucht. Und der Einzige, der ihr helfen kann, ist ausgerechnet der Mann, der ihr auf einem Post-it das Herz gebrochen hat.

421 pages, Kindle Edition

First published November 3, 2017

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About the author

Faye Donaghue

6 books2 followers

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Community Reviews

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Displaying 1 - 3 of 3 reviews
Profile Image for Sophia Wordworld.
1,264 reviews22 followers
October 15, 2019
Diesem Buch stehe ich ein wenig zwiespältig gegenüber. Um ehrlich zu sein: ich mochte die Geschichte zu Beginn absolut nicht. Die ersten 80 Seiten waren für mich einfach unrund, ein wenig seltsam und gar nicht mein Ding, was ich später noch genauer erklären werde. Ein Glück habe ich trotzdem durchgehalten und nicht gleich aufgegeben, denn sonst hätte ich eine wirklich spannende Wendung in ein ganz anderes Genre mit einer ganz anderen Leseatmosphäre verpasst.

Das Cover ist von der Farbgebung und Einteilung der einzelnen Elemente her meiner Meinung nach sehr gut gelungen. Mit dem dunklen Farbverlauf im Hintergrund, dem unaufdringlichen aber klaren Titel und dem Hauptfokus auf der Frau im Vordergrund, ist es stimmig gestaltet und passt wunderbar zur Geschichte. Ich war nur leider noch nie ein Fan von Models auf Coverbildern, auch wenn die abgebildete Frau wirklich gut zu Blair passt, sodass es mir trotz der angenehmen Gestaltung nicht ganz so gut gefällt. Dennoch hat das Cover eine anziehende und ein wenig geheimnisvolle Ausstrahlung und der Blick der Frau, der gleichermaßen ein wenig verträumt wie gehetzt wirkt, deutet auf die facettenreiche Handlung hin. Der Klapptext klingt für mich sehr spannend, lässt aber den Fokus der Geschichte ein wenig unklar verschoben.


Erster Satz: "Sie war viel zu spät dran."


Die Geschichte startet wie versprochen mit Blairs Anreise zur Hochzeit ihrer besten Freundin Serena, auf der sie nach einigen Jahren wieder Ian treffen wird, Serenas älterer Bruder. Das Schicksal der beiden ist klar: schon auf einer Raststätte laufen sie sich das erste Mal über den Weg und es kommt wie es kommen muss. Die beiden können der gegenseitigen Anziehungskraft nicht widerstehen und beginnen eine Affäre. In der Handlung mal bis hierhin. Vom Klapptext verleitet, dachte ich eigentlich, dass sich hier eine romantische Liebesgeschichte anbahnen würde, die dann tragisch in die Büche geht. Es traf mich so ein wenig unvorbereitet, dass die beiden Protagonisten schon nach 10 ausgetauschten Sätzen, 20 Seiten am ersten Tag ihrer Wiederbegegnung im Bett landen. Einige Widersprüche wie zum Beispiel, dass Ian sie bei ihrer ersten Begegnung an der Tankstelle sie nicht erkannte, wo er doch noch alles von ihr weiß und nie über sie hinweggekommen ist oder dass er sich alle fünf Minuten um entscheidet, ob er es nun mag, wenn Blair sein entstelltes, vernarbtes Bein berührt oder nicht, haben mich davon abgehalten, diese Entwicklungen zu akzeptieren. Ständige Rückblenden zu einer Schlüsselszene aus seiner Vergangenheit geben Aufschlüsse zu seinem seltsamen, oft widersprüchlichen Verhalten, er gibt jedoch zu wenige Gefühle preis, als dass ich verstehen konnte, warum er Blair immer wieder von sich stößt.


"Keine Verantwortung - kein Schmerz"


Mir haben zu dieser Teilhandlung definitiv Erklärungen und mehr Zeit zum Entwickeln gefehlt. So wurde beispielsweise zwar angesprochen, dass die beiden eine gemeinsame Vergangenheit hatten, wie die aber aussah oder warum sie nie zusammengekommen sind, wenn sie doch schon seit Jahren so auf sich stehen, bleibt unklar. Als dann nach 80 Seiten Bettgeschichten ein recht unglaubwürdiger Bruch geschieht und die Handlung sich ganz auf Blair konzentriert, der einige höchst seltsame Dinge geschehen, die für mich einfach gar nicht in mein derzeitiges Bild der Handlung passten, wurde mir das ständige Stirnrunzeln zu viel und ich hätte mir beinahe entgehen lassen, was es mit den übrigen 180 Seiten auf sich hat. Das hätte ich mir nicht verziehen, denn der folgende Teil 2 wartete mit vielen interessanten Verstrickungen und spannenden Szenen auf.

Bald wird klarer, was es mit den vielen Unfällen und seltsamen Zufällen auf sich hat, die Blair geschehen und worin sie sich verstrickt hat, ohne es zu wissen. Ohne Vorwarnung befinden wir uns zusammen mit der ebenso ahnungslosen Blair auf de Flucht, sie ist Zeugin eines Mordes und Opfer von eiskalten Verfolgern, die sie beiseite schaffen wollen. Als die Geschichte plötzlich Themen wie Mafia, Drogenhandel, Zeugenschutz, CIA und Personenschutz umfasst und Blair bei KNIGHT Security vor ihren Verfolgern Schutz sucht und dabei wieder auf Ian trifft, hat sich der Plot, die Atmosphäre und auch der Stil des Buches komplett gewandelt und konnte mich endlich mitreißen! Viele Dinge, die mich zuvor verwirrt und enttäuscht hatten, werden endlich aufgeklärt, als die beiden Protagonisten zusammen untertauchen und sich ihren Gefühle und auch ihrer Vergangenheit stellen müssen. Diese Veränderung im Genre hat mich wirklich umgehauen und total überrascht. Ich wurde gefesselt, sodass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen konnte und wo ich zuvor die Stirn runzelte, kam nun Romantik auf.

Bis zum Ende werden dann immer mehr Register gezogen, die überraschen und insgesamt überzogen wirken könnten, wäre die Handlung nicht so authentisch und spannend erzählt. Denn Solvigs treffender Schreibstil mit den schlichten aber doch passend formulierten Sätzen hat mir auch hier wieder super gefallen. Er ermöglicht wieder ein schnelles, flüssiges Lesen und schafft es immer wieder, die Gefühle der Charaktere gut zu transportieren.


"In seinen Ohren dröhnte es. Er blinzelte mehrmals. Über ihm der blaue Himmel. Das war nicht real. Das war schon längst vergangen. Ja, er lag bei Blair im Bett, die sich eng an ihn kuschelte. Oder? Er schüttelte den Kopf.
"Ghost. Wieso hast du mich nicht gerettet?"
Ian dreht seinen Kopf und blickte geradewegs in die blauen Augen von Baby. Sein Gesicht ist schmerzverzerrt. Blut rinnt an seiner Schläfe herab, der rechte Arm fehlt beinahe komplett.
"Das habe ich doch versucht."
"Du hast mich sterben lassen!"
"Ian."
"Du hast uns alle sterben lassen!"


Mit den Charakteren hatte ich wie mit eigentlich allem in dieser Geschichte einen schlechten Start gehabt, konnte sie aber im Laufe der Geschichte immer mehr ins Herz schließen. Mit der jungen, hübschen und erfolgreichen Anwältin Blair Monroe haben wir eine selbstbewusste Frau als Protagonistin, die sich nichts sagen lässt und nicht auf den Mund gefallen ist. Dennoch hat sie eine verletzliche Seite und (wie könnte es in diesem Genre eigentlich auch nur ein einziges Mal anders sein, seufz) eine tragische Vergangenheit, die sie immer noch beschäftigt. Sehr sympathisch macht sie außerdem ihr Hund Shadow.

Ihr gegenübergestellt wird Ian Sawyer, der unerschrockene und mutige SEAL Commander, der versucht, seine Gefühle für Blair zu unterdrücken, was ihm aber eher weniger gut gelingt. Traumatisiert von einem vergangenen Einsatz, bei dem fast alle seine Kameraden grausam getötet wurden, macht er sich Vorwürfe und steht sich selbst sehr kritisch gegenüber. Doch auch wenn er selbst viele Probleme hat, ist er sofort zur Stelle, um für Blairs Sicherheit zu sorgen und auf sie aufzupassen.

Dadurch, dass wir die Geschichte abwechselnd aus beiden Perspektiven geschildert bekommen, können wir uns ein gutes Bild der Lage machen und es macht viel Spaß, die beiden auf ihrem Weg zu begleiten und gebannt zu verfolgen, wie sie sich in viele Probleme verstricken und anschließend versuchen, sich wieder aus dem Netz zu befreien.


"Jemanden zu retten ist nicht gleichbedeutend damit, sein Leben zu retten"


Das Ende hat mir sehr gut gefallen, auch wenn es vielleicht ein wenig knapp ist und einiges offen bleibt. Dafür gibt es ja aber noch weitere Teile ;-)



Fazit:

Eine Geschichte mit großen Startschwierigkeiten, die sich dann aber in eine spannende Hetzjagd mit vielen Thriller-ähnlichen Elementen, Leidenschaft, Freundschaft, Humor und einer kleinen Prise Tragik entwickelt. Insgesamt ein interessantes Leseerlebnis.
Profile Image for Kristin Herzog.
Author 31 books9 followers
January 2, 2018
Es gibt Geschichten, die durch ihre Komposition begeistern. Manche entwickeln sich auch erst im Laufe der Kapitel. Doch manchmal bleibt der Funke aus, den man sich so sehr gewünscht hat…

„Einsame Wut“ appelliert schon im Klappentext an die Empathie des Lesers. Die wenigen Sätze versetzen den Leser in ein Gefühl, das nur schwer zu beschreiben ist. Wehmut, Trauer und die Faszination der wahren Liebe. Im Roman wird diese Idee fortgeführt und lässt den Leser noch immer an einigen Stellen seufzen oder lächeln.

Doch leider konnte mich die Geschichte nicht so abholen, wie ich es erwartete hatte. Die Handlung bleibt eher oberflächlich und versucht sich auf die Emotionen zu stützen, ohne Hintergrundinformationen oder wichtige Entwicklungen mit einzubeziehen. Diesem Phänomen schließt sich auch der Schreibstil der beiden Autorinnen Faye Donaghue und Solvig Schneeberg an. Sie konstruieren teils recht lange Sätze, die den Lesefluss unterbrechen und die Geschichte konstruiert wirken lassen, anstelle den Worten die Macht zu geben, die sie so nicht entfalten können.

Wie ich nicht müde werde zu betonen, sind Rezensionen subjektiv und ich möchte ehrlich sein. „Einsame Wut“ konnte mich leider nicht von sich überzeugen, da die Geschichte für mich zu unrund war und der Schreibstil zu holprig.
Profile Image for Vera.
19 reviews
March 8, 2019
„Einsame Wut“ hat mich durchgängig begeistert.

Der Schreibstil ist brilliant - super flüssig zu lesen und, da das Buch aus zwei Perspektiven geschrieben ist, dem jeweiligen Charakter sehr gut angepasst, was es mir erleichtert hat mich einzufühlen. Auch die Charaktere sind toll. Blair fand ich sofort sehr sympatisch und auch Ian ist zum verlieben. Normalerweise bin ich kein Fan davon aus der Sicht des love interests zu lesen, doch Ians Perspektive hat mir so gut gefallen, dass ich seine Kapitel an manchen Stellen regelrecht herbeigesehnt habe.
Das ganze Buch über fühlt es sich an, als schaue man zwei Menschen dabei zu sich zu verlieben - dabei passiert in „Einsame Wut“ noch so viel mehr! Die tiefgründigen Charaktere (Nebencharaktere eingeschlossen!) und sorgfälitig recherchierten Hintergründe, z.B. über Ians Einsatz und dessen verherende Folgen, haben mich gefesselt.

Den zweiten Band dieser Reihe kann ich gar nicht erwarten. Da das Buch in meinen Augen Romance vom Feinsten ist und mich die Thematik nicht nur sehr angesprochen hat, sondern auch hält was sie verspricht, kann ich gar nicht anders als „Einsame Wut“ 5 Sterne zu geben.
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