Wie sieht das Leben aus, wenn man nicht mehr trinken darf? Was erlebt man, wenn man zum Wasser greift, während die anderen sich auf ihre ganz individuellen Berauschungspfade begeben? Was hat einem die Nacht dann noch zu bieten? Benjamin von Stuckrad-Barre erzählt davon, was bleibt, wenn man nicht mehr mitmachen kann. Und wie die anderen wirken, die weiter munter dabei sind. Selten ist so verdichtet darüber geschrieben worden, wie der Umgang mit der legalen Droge Alkohol die Menschen unterscheidet und das Leben prägt.
Und dann führt Benjamin von Stuckrad-Barre den Gegenversuch durch, indem er am Weltnichtrauchertag eben nicht aufhört, sondern seinen Tagesablauf als Raucher protokolliert, von der ersten Zigarette im Stehcafé über diverse Schreibtischzigaretten, Spazierganglungenzüge und die letzte spätabends auf dem Balkon. Nach dem Bestseller »Panikherz«: die B-Seite der Nacht.
Possibly Germany’s most well-known young author of the past 15 years, von Stuckrad-Barre stands at the forefront of a new literary movement that moved from Germany’s wartime past and into the 21st century.
After working for Rolling Stone, von Stuckrad-Barre’s 1998 book Soloalbum (written when he was only 23) captured the emotions of young love to the soundtrack of Oasis and Pearl Jam. After the follow-up Livealbum, von Stuckrad-Barre embarked on various ambitious projects. His self-described goal has always been to reflect “what is going on [in the world]”, and he continues to do so in unconventional ways, sometimes being refered to as the ‘bad boy’ of the German literary scene.
Der Nüchternheitstext ist gut, den kannte ich aber schon. Dann kommt noch ein nicht besonders interessanter Text über das Rauchen, und dann ist das Buch zu Ende. 7,99 hat es gekostet, Lesezeit etwa eine halbe Stunde. So geht das nicht weiter, ich muss mir die Amazonbewertungen vor dem Kauf anschauen und darf nicht IMMER AUF DIE VERDAMMTEN LESEPROBEN REINFALLEN.
Kurzes Hörbuch für zwischendurch (60 Minuten). Übers Nicht trinken und herrlich schräge Vergleiche. Außerdem über den kläglichen Versuch mit dem Rauchen aufzuhören. Das Ende kommt leider doch sehr unvermittelt. Ein Fazit oä fehlt hier mmn
Man sollte kein Geld dafür ausgeben weil es genau 20 Minuten dauert dieses Buch zu lesen. Was heißt Buch. Es sind Essays, zwei, einer übers Nichttrinken und einer übers Vielrauchen und ich habe sie beide gerne gelesen (vielleicht lese ich auch einfach gerne). Sie werden schlechter wenn man sich in den Kopf ruft dass sie von Stuckrad-Barre geschrieben wurden (ich finde ihn unsympathisch), sie sind gut, wenn man sie für sich genommen nimmt, also, im Sinne von, schöne Gedanken, drei Sätze die ich mir merken wollte, Sprache gut, Konzept nett, aber auch nichts schrecklich besonderes oder so. Was mir nach etwa der ersten Hälfte der ersten Hälfte aufgefallen ist, ist dass Sophie Passmann wirklich schrecklich dolle schreibt wie er. Dann hat sich die Stimme in meinem Kopf in eine Millenial-Frau verwandelt, die immer die Sätze sehr gelangweilt beginnt und am Ende so eine Spannung hat, und ich habe es irgendwie im Kopf, „Ich finde es ja wirklich schrecklich interessant, wie“ Punkt Punkt Punkt und das schrecklich wird höher und interessierter als der gelangweilte Rest.
Ich werde weiterhin jedem Buch das ich gerne gelesen habe vier Sterne geben, ich kann nicht anders. Vier Sterne fürs Rauchen am Nichtrauchertag. Ich sag nicht wie viele Zigaretten!
Der erste Teil übers Nüchternsein auf Partys ist sehr pointiert und ziemlich hilarious. Gespräche, die wir alle kennen, wenn wir mal in so einer Situation waren. Musste schon paarmal schmunzeln. Der zweite Teil übers Rauchen war für mich nicht so relatable, außer dass die Raucherräume in Flughäfen echt krass ekelig sind und bestimmt die beste Methode, um Leuten das Rauchen zu vermiesen. Und ja, ich find 21 Zigaretten an einem Tag echt viel...
Großartig, wie einem in Bezug auf die beiden größten Laster unserer Gesellschaft der Spiegel vorgehalten wird, ohne jedoch wirklich zu verurteilen. Der lästernd-verständnisvolle Ton und geniale Wortschöpfungen ("Notgemeinschaftsromantik") sorgen für spontanes Auflachen an diversen Passagen. Danach trinkt man entweder bis zum Rausch weiter oder lässt es ganz ;-)
„eine brillante erzählung über die obsessionen unserer westlichen kultur“, sagt der spiegel. man kann von stuckrad-barres popliterarischen einfluss wohl kaum negieren, aber richtig umgehauen hat mich bis jetzt noch nichts von ihm. trotzdem schöner einblick in was sucht mit einem macht.
joa bisschen boomer humor hier und da aber schon relatable wenn man selber so gut wie nie alkohol trinkt und die kommentare dazu die man sich immer anhören muss (und auch noch ehemaliger raucher ist)
Hab es angehört. 2x Beim ersten Mal habe ich noch geraucht und getrunken. Beim 2. mal war ich fast 6 Monate trocken und über 2 Jahre rauchfrei. Kann mich ans erste hören kaum mehr erinnern. Eventuell weil es lange her ist oder weil es eben in Alkohol und Nikotingeschwängerter Auffassung untergegangen ist. Ich wünschte ich könnte dieses Hörbuch schrecklich finden. der Autor macht sich, bei Gott, nicht sympathisch. Er ist nüchtern und dabei irgendwie besser als andere Nüchternen, denn die gehen in Selbsthilfegruppen und damit kann er ja gar nichts anfangen. Er ist nüchtern, dass ist scheinbar keiner seiner sehr beeinträchtigten Freund:innen und das ist (wie er intensiv und mit Nachdruck ausführt) auch unerträglich. Er findet also Menschen unerträglich die sind wie er aber auch die, die nicht so sind wie er. Denke, dass ist eher etwas was tatsächlich nicht in Konsum begründet ist. Das alles, das unsympathische und pathetische ist aber irgendwie wenigstens ehrlich. Er hat keine sonderlich neuen Gedanken zur Nüchternheit aber die, die er hat sind so valide wie er sie nunmal fühlt. Ich wünsche mir ganz fest, dass er nicht mehr diese Freund:innen hat, denn die verachtet er wohl zutiefst. Finde seine Sicht auf substanzgebrauchsstörungen nicht ganz so klug, wie er sie selbst findet aber wenn es ihn in seiner Nüchternheit stärkt und andere eventuell zur Nüchternheit oder dem Erhalt dieser bewegt ist es ein absolut faires Buch. Nun zum zweiten Teil des Hörbuches, des Nichtrauchertags: Finde bissi unspektakulär. Auch hier kein Gedanke, der noch nicht gedacht wurde aber hab es dennoch anhören können und mir gedacht: junge, wie geil das ich diese eklige scheisse nimma mache und noch geiler, dass ich dazu keinen Tagebucheintrag veröffentlicht habe, so wie der Autor hier.
Yes yes yes! Spannender Blick auf diese zwei Laster. No no no, ich scheine ganz anders zu funktionieren. An der ein oder anderen Stelle ärgerte ich mich kurz über den verallgemeinernden Ton à la "man" statt "ich".
Fast jeder kennt das, er ist auf einer Party oder mit Freunden unterwegs und es wird Alkohol getrunken. In seinem Buch „Nüchtern am Weltnichtrauchertag“ Schilder Benjamin von Stuckrad-Barre eindrucksvoll wie es sich anfühlt nüchtern zu sein.
Auf eine sehr einfühlsam art und weise, führt uns Stuckrad-Barre durch den Alltag eines Nüchternen. Das ständige fragen: „Ach du trinkst nur Wasser“ bis hin zu Bezeichnungen als „Spaßbremse“. Jeder der eine Party mal nüchtern erlebt hat, wird sich hier wieder erkennen. Ein atemberaubender Text, der mit viel Humor durch das Leben eines ehemaligen Süchtigen führt.
Im zweiten Teil des Buches protokolliert Stuckrad-Barre am Weltnichtrauchertag seinen Zigaretten Konsum. Stuckrad-Barre raucht eigentlich zu jeder sich ihm bietenden Gelegenheit: während sein Computer hochfährt, wenn er seinen Text überarbeitet, während er telefoniert, wenn er Hunger hat…
Stuckrad-Barre berichtet über die Einschränkungen eines Rauches, durch das Nichtrauchergesetz bis hin zum Wetter.
Ich glaube, jeder der raucht, wird sich in dieser kleinen Gesichte wieder erkennen.
Mit viel Humor und sehr einfühlsam führt uns Stuckrad-Barre durch die alltäglichen Süchte. Ein leider sehr kurzes, dafür aber sehr gutes Buch.
Wie ist es, auf einer im wahrsten Sinne des Wortes rauschenden Feier als einziger keinen Alkohol zu trinken, weil man seit 10 Jahren bereits kein Bierglas mehr in der Hand gehalten hat und auch an diesem Abend bei Wasser bleibt? Und wie ist es, dagegen sich als Raucher hochleben zu lassen und am Weltnichtrauchertag 21 Zigaretten zu rauchen? “Nüchtern am Weltnichtrauchertag” ist eine präzise Beobachtung des gesellschaftlich genormten Alkoholkonsums aus Sicht eines ehemaligen Süchtigen - und gleichzeitig ein das Rauchen zelebrierendes Tagesprotokoll auf rund 80 Seiten. Von Stuckrad-Barre schreibt nüchtern und gleichzeitig atemlos, spielend leicht folgt man seinen Gedankengängen. Während der erste Teil sehr reflektiert geschrieben ist, habe ich diesen Zugang in Bezug auf das exzessive Rauchen dagegen vermisst.
Ich habe mir das Ganze als Hörbuch angetan. Möglich, dass es auch am Sprecher lag, jedoch empfand ich durchgehend eine starke Abneigung gegenüber dem Erzähler, sodass ich mich regelrecht dazu zwingen musste, nicht vorzeitig abzubrechen. Ich bin froh, dass das Buch nur so kurz ist und ich dafür keinen Cent bezahlen musste. Das Buch wirkt wie eine sehr lang gezogene Einführung zum eigentlichen Hauptteil, welcher dann aber auf sich warten lässt. Kann leider absolut keine Empfehlung aussprechen.
Wasser allein macht noch keine gute Laune, aber man kann auch ohne Alkohol lustig sein. Wer jedoch nicht trinkt, nur Wasser eben, muss sich rechtfertigen. Und das tut der Autor in seinem Aufsatz sehr gut. Der zweite Text ist ein ebenso vergnügliches Protokoll eines Zigarettensüchtigen, ausgesprochen geistreich, wenn auch etwas kürzer.
Manche Takes (zB Schmidt/Kiesinger) schießen über den ironisch-sarkastischen Ton hinaus, grundsätzlich aber finde ich (als erklärte Raucherin und Manchmal-Nicht-Trinkerin) schon sehr gelungen und die unwirsche Art des Erzählens war für die beiden Essays auch unterhaltsam, wobei mir der zweite fast etwas besser gefallen hat.
Ich weiß auch nicht... ich mag den Schreibstil und das Thema Nüchternheit spricht mich an, das Thema Rauchen eher nicht. Es ist kurzweilig und interessant, aber länger hätte es auch nicht sein müssen.
Ich habe vorher öfters den Namen Stuckrad-Barre gehört und deshalb mehr erwartet.Der erste Teil beschreibt, wie es ist in einer Gesellschaft mit Alkohol keinen Alkohol zu trinken und der zweite Teil beschreibt seinen Zigarettenkonsum für einen Tag. War ok.
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Großartig! Der erste Teil übers Nüchtern sein auf Partys ist sehr pointiert. Mit ironischem Ton und tollen Wortneuschöpfungen wird unserer Gesellschaft der Spiegel vorgehalten, jedoch ohne jedoch wirklich zu verurteilen.
Wäre ich ein Mann, würd ich wohl auch ein Buch über meine Nüchternheit schreiben, in dem rauskommt, dass ich mich insgeheim für was Besseres halte. Um dann in Teil Zwei stolz zu erzählen, dass ich 21 Zigaretten am Tag rauche.
Honest but still entertaining read. Though it's sometimes missing the sharp and on target humour of Stuckrad-Barre's first novels, it's serious subject-matter makes up for the loss...