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Neanderthal: Roman

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Waren sie die besseren Menschen?

Deutschland in der Zukunft. Krankheiten, Schönheitsfehler und Suchtprobleme sind abgeschafft, Gesundheit ist das höchste Ideal. Eine Welt, in der sich Kommissar Philipp Nix nur schwer zurecht findet. Als er eines Tages auf eine seltsam aussehende Leiche stößt, führt ihn das zu einem grausigen Massengrab in einem Tal bei Düsseldorf. Sind es Neandertaler? Aber warum sind die Überreste nur dreißig Jahre alt? Nix' Ermittlungen enthüllen einen Skandal, der die Gesellschaft der Zukunft in ihren Grundfesten erschüttert …

529 pages, Kindle Edition

Published November 13, 2017

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Jens Lubbadeh

7 books14 followers

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7 (8%)
1 star
2 (2%)
Displaying 1 - 14 of 14 reviews
Profile Image for Brina.
2,051 reviews122 followers
December 26, 2017
„Neanderthal“ von Jens Lubbadeh klang für mich anfangs noch nach einer spannenden und interessanten Dystopie, sodass ich dem Buch sehr gerne eine Chance gegeben habe und hier eine ereignisreiche und packende Geschichte erwartet habe. Leider konnte ich mich letztendlich mit dem Buch nicht anfreunden, sodass ich es eher enttäuscht beendet habe.

Dabei kann man dem Autor an sich noch nicht mal Vorwürfe machen, denn dieser hat eine beklemmende und interessante Welt geschaffen, die durchaus zu gefallen weiß. Mein Problem war jedoch, dass ich mit dem Szenario immer wieder Schwierigkeiten hatte und mich nie voll und ganz auf die Geschichte einlassen konnte, sodass ich auch immer wieder Probleme hatte, mich auf die Figuren und dem Szenario zu konzentrieren und immer häufiger den Faden verloren habe.

Die Art und Weise, wie Deutschland im Jahr 2053 dargestellt und u.a. mit Krankheiten umgegangen wird, ist an sich faszinierend und erschreckend zugleich, denn hier gibt es nicht nur eine interessante Zukunftsvision, sondern auch gleichzeitig einen waschechten Kriminalfall, nachdem ein Massengrab in Düsseldorf gefunden wurde. Wie gesagt, an sich ist das alles interessant, allerdings wollten kleinere Szenen für mich einfach nicht zusammenpassen, gleichzeitig gab es auch immer wieder langatmige Szenen und einige Wiederholungen, die nicht sein mussten. Leider haben mich auch die meisten Figuren vollkommen kalt gelassen, da ich mich mit ihnen weder identifizieren, noch mich in sie hineinversetzen konnte.

Das Cover wirkt dagegen sehr stimmig und hat mich direkt angesprochen, gleiches gilt für die Kurzbeschreibung, die ebenfalls sehr spannend klang. Sehr schade, dass der Plot letztendlich nicht für mich funktioniert hat.

Kurz gesagt: Obwohl „Neanderthal“ an sich sehr spannend und interessant klang, wollten die Geschichte und ich einfach nicht zusammenpassen, sodass ich nie wirklich in das Buch hineingefunden habe, was sehr schade ist. Wer jedoch Dystopien und Thriller mag, sollte einen genaueren Blick auf das Buch werfen.
Profile Image for Chrissie.
302 reviews121 followers
January 27, 2018
3,5 Sterne

Jens Lubbadeh hat wirklich sehr interessante Zukunftsvisionen. In "Neanderthal" stell man sich die Frage, wohin unser Wahn nach Perfektionismus in Sachen Gesundheit und äußerem Erscheinungsbild und bringen könnte.
"Unsterblich", sein Debüt, gefiel mir besser, aber auch dieses Buch habe ich gerne gelesen. Mir waren manche Dinge nur etwas zu sehr überspitzt und ich fand, dass der rote Faden, der die Geschichte zusammenhalten sollte, teilweise etwas ausgefranzt daherkam. Zudem gefiel mir der teilweise sehr explizite Gebrauch von Sexualität nur bedingt, ich denke nicht, dass diese Geschichte dies gebraucht hat.
Profile Image for Nisnis Bücherliebe.
192 reviews8 followers
January 27, 2018
Gesellschaftskritische Zukunftsvision – Vielschichtig, spannend und informativ

Deutschland in der Zukunft. Krankheiten, Schönheitsfehler und Suchtprobleme sind abgeschafft, Gesundheit ist das höchste Ideal. Eine Welt, in der sich Kommissar Philipp Nix nur schwer zurecht findet. Als er eines Tages auf eine seltsam aussehende Leiche stößt, führt ihn das zu einem grausigen Massengrab in einem Tal bei Düsseldorf. Sind es Neandertaler? Aber warum sind die Überreste nur dreißig Jahre alt? Nix' Ermittlungen enthüllen einen Skandal, der die Gesellschaft der Zukunft in ihren Grundfesten erschüttert …

Der Autor:

Jens Lubbadeh ist freier Journalist und hat bereits für Die Zeit, NZZ, Bild der Wissenschaft, Technology Review, Spiegel Online und viele weitere Print- und Digitalmedien geschrieben. Für seine Arbeit wurde er mit dem Herbert Quandt Medien-Preis ausgezeichnet. Der Science-Thriller »Unsterblich«, sein Romandebüt, hat auf Anhieb Kritiker und Leser gleichermaßen begeistert. Jens Lubbadeh lebt in Hamburg. (Quelle: Heyne Verlag)
Reflektionen:

Die Inhaltsangabe zu Neanderthal von Jens Lubbadeh verspricht einen rasanten Thriller, doch Neanderthal ist weder rasant, noch ein waschechter Thrill. Ist man als Leser flexibel und lässt die unglückliche Mainstream-Genre-Kategorisierung außer Acht, darf man einen spannenden und interessanten Roman erwarten, wenn man sich für Gentechnologie, Anthropologie, Urmenschen und eine visionäre Zukunftsphilosophie interessiert, die durch kriminelle Machenschaften beeinflusst und vorangetrieben wird.

Jens Lubbadeh ist es gelungen, eine komplexe Handlung zu kreieren, die intelligent Authentizität und Dystopie vermischt. Vor allem aber zeichnet er eine Zukunftsidee, die im Jahr 2053 von der Regierung und dem Ministerium für Glück und Gesundheit gesteuert wird und so abwegig gar nicht erscheint.

Gen-Architekten sind gefragt wie nie und bieten perfekt optimiertes Editing am ungeboren Kind an. Nimm zwei Edits und erhalte eines umsonst, optimiere deine Fitness, unterziehe dich Schönheits-OPs, erhalte so Bonus-Punkte und zahle niedrigere Krankenkassenbeiträge.

Das einzige was zählt und richtig ist, ist die perfekte Gesundheit. Gendefekte sind weitestgehend ausgemerzt und doch kämpft diese Gesellschaft mit „der großen Depression“. Das Ausmaß dieser Gesundheits-Optimierung verstößt jeden Menschen, der körperliche Andersartigkeit aufweist. Ob asymmetrisches Gesicht, körperliche- oder seelische Behinderung, in diesem Roman wird die Andersartigkeit zum Feind. Immer wieder weist die Geschichte unsympathische Parallelen auf, die an die Arisierung und an die grauenvollen Lager der Deutschen Geschichte erinnern. Der Verzicht darauf, wäre eine kluge Entscheidung gewesen. Zum Teil wirkt die Geschichte überstrapaziert, doch sie fasziniert zu gleich.

Eine der Hauptfiguren ist einer der Andersartigen. Wissenschaftler Max ist gehörlos und kommuniziert mit seiner Umwelt durch die Gebärdensprache. Diese Figur ist äußerst intensiv gezeichnet und sie spiegelt einen Charakter wieder, der die Ausgrenzung und Diskriminierung als behinderter Mensch nicht akzeptieren will und dagegen ankämpft.

Nicht jede Figur genießt in diesem Roman eine Charakterzeichnung mit Tiefe, doch Jens Lubbadeh hat zahlreichen Figuren eine lebendige und interessante Legende zugeschrieben. Insgesamt liegt der Fokus nicht auf den einzelnen Figuren, sondern eher auf dem kompakten Gesamtkonstrukt der fiktiven Geschichte. Überwältigende Spannung und Tempo ist nicht sonderlich präsent und vereinzelt kommt es gar zu Längen, doch die Grundstimmung stimmt, so dass man neugierig der Geschichte folgen will, die in einer angenehm, flüssigen Sprache geschrieben ist.

Dieser Roman ist thematisch äußerst vielschichtig und informativ. Er hat sicher zeitintensive Recherchen eingefordert, die stimmig und fundiert glaubwürdig in die Handlung einfließen. Die Kultur der Amische, das Leben eines Gehörlosen, Gentechnologie, internationale wissenschaftliche Erkenntnisse, Medizinisches, politische Strukturen, historische Geschichte und aktuelles Zeitgeschehen sind intelligent in der Handlung verwoben.

Eine Perspektive, die vereinzelt die Kapitel der Story durchbricht, erzählt die Geschichte von einem Stamm der Neandertaler. Ich muss leider gestehen, dass ich diese irgendwann überblättert habe, da sie mir uninteressant erschien und ich zu neugierig auf den Fortgang des Haupterzählstrangs war, der von Gesellschaftskritik nur so trotzt.

Fazit und Bewertung:

Neanderthal von Jens Lubbadeh

Die Inhaltsangabe zu Neanderthal von Jens Lubbadeh verspricht einen rasanten Thriller, doch Neanderthal ist weder rasant, noch ein waschechter Thrill. Ist man als Leser flexibel und lässt die unglückliche Mainstream-Genre-Kategorisierung außer Acht, darf man einen spannenden und interessanten Roman erwarten, wenn man sich für Gentechnologie, Anthropologie, Urmenschen und eine visionäre Zukunftsphilosophie interessiert, die durch kriminelle Machenschaften beeinflusst und vorangetrieben wird.

Trotz meiner kritischen Anmerkungen war ich spannend unterhalten und würde jederzeit wieder etwas von Jens Lubbadeh lesen.

©nisnis-buecherliebe
Profile Image for Gabis Laberladen.
1,271 reviews
January 31, 2018
Darum geht’s:

In naher Zukunft hat sich die Wissenschaft in Deutschland weiterentwickelt und das Leben der Durchschnittsbürger verändert. Krankheiten und Behinderungen werden bereits vor der Geburt durch einen Eingriff ins Erbgut behoben. Fitness, Gesundheit und Glück sind die Werte, die mit allen Mitteln angestrebt werden und die Krankenkasse fördert und kontrolliert seine Bevölkerung in ihren Bemühungen darum. Umso unerklärlicher ist es, dass man die Leiche eines Mannes findet, die anders aussieht als gewöhnlich. War er behindert? Die hinzugezogenen Anthropologen haben eine Vermutung, die sie zu einem Massengrab ins Neandertal führt.

So fand ich’s:

Einerseits wird der Mensch schon vor der Geburt „optimiert“ und ungesunder Lebensstil ist verpönt, andererseits ist die „große Depression“, ein nicht behandelbarer und schwerer Verlauf der Depression, auf dem Vormarsch und beraubt besonders die Jugend jeder Lebensqualität. Und dann tauchen Hinweise darauf auf, dass Neandertaler vor wenigen Jahren erst im Neandertal beerdigt wurden, obwohl es eigentlich nicht sein kann, dass vor kurzem noch Neandertaler in Deutschland lebten. Als die beiden Anthropologen Max Stiller und Sarah Weiss die Spur der neuen Neandertaler verfolgen, bekommen sie relativ schnell Probleme von höchster politischer Seite – man macht Jagd auf sie, um sie mundtot zu machen.

Das Buch startet als Krimi, doch aus der anfänglichen Mordermittlung verschiebt sich die Handlung schnell in Richtung wissenschaftlicher Dystopie. Der Kriminalfall ist nur der Aufhänger für einen weitaus größeren Skandal, der durch die aufgefundene ungewöhnliche Leiche erst entdeckt wird. Deshalb tritt Ermittler Nix auch bald in den Hintergrund und die beiden Wissenschaftler Stiller und Weiss übernehmen hauptsächlich die Erzählung. Sarah Weiss empfindet sich selbst als „Mutante“, da sie gewisse körperliche Besonderheiten aufweist, die sie von der Masse abheben. Und Max Stiller ist gehörlos, was ihn in einer Zeit, in der alle Menschen optimiert sind, wie einen bunten Hund hervorstechen lässt. Schon alleine die Reaktionen der Menschen auf diese Besonderheiten waren spannend zu beobachten.

Die Zukunftsvision, die Lubbadeh uns aufzeigt, empfand ich als realistisch und möglich, wenn auch ziemlich bedrückend, denn Machtstreben und unkontrollierbare Wissenschaftler ergeben zu allen Zeiten eine schlimme Kombination. Die Erzählung war in weiten Teilen eher ruhig, durchsetzt mit Informationen und Szenarien von Lubbadehs Vorstellung einer möglichen nahen Zukunft. Erfreulicherweise wurde es aber niemals zu wissenschaftlich, sondern man bleibt bei griffigen, leicht verständlichen Erläuterungen der Dinge, die Stiller und Weiss nach und nach ans Licht bringen. Es wird uns gezeigt, wie es im zukünftigen Deutschland zugeht, und man bekommt auch eine praktische Vorstellung davon, wenn man den Personen über die Schulter schaut. Auch wenn es zwischendurch immer mal Action, Verfolgungsjagden und durchaus spannende Szenen gab, überzeugte mich der eher sachliche Erzählstil, die lebensnahen Charaktere und die Themen, die hier behandelt werden.

Ein typischer Thriller ist das nicht. Eher ein dystopischer Roman mit wissenschaftlichen und politischen Verwicklungen, der es geschafft hat, mich von Anfang bis Ende bei der Stange zu halten und der auch für die Entwicklungen der Gegenwart einige Ansätze liefert, über die man nachdenken sollte.
Profile Image for Kristin Herzog.
Author 31 books9 followers
December 30, 2017
Dystopien sind die Bücher, die uns am meisten faszinieren und verängstigen können. Denn was wäre, sollten Ideen Realität werden, ähnlich wie bei George Orwells „1984“? „Neanderthal“ klang nach einer Geschichte, die mich in ihren Bann ziehen würde. Klang…

Jens Lubbadehs Roman verpackt einen Thriller in eine Dystopie und mischt die beiden Genres fabelhaft. Während auf der einen Seite Leichen analysiert und deren Herkunft bestimmt werden muss, schlägt sich der Protagonist durch eine Welt, der es an nichts zu mangeln scheint, außer an Menschlichkeit…

Nix – der Protagonist – ist ein Charakter, der, von der ersten Seite an, die Empathie des Lesers weckt. Er befindet sich in dieser fremden Welt und versucht sich gegen sie zu stellen. Wem sonst könnte die Sympathie des Lesers gehören?

Jens Lubbadehs Schreibstil erschafft beeindruckende Sätze und Erklärungen, die eine Welt plausibel erscheinen lassen, die womöglich nur noch Jahre in der Zukunft liegt. Leider geht durch diese eher wissenschaftliche Sprache die Emotion verloren und es fiel mir schwer zu einem der Charaktere im Roman eine wahre Beziehung aufzubauen. Manchmal fühlte es sich fast so an, als legte der Autor es genau auf diese Distanz an.

Die Konstruktion einer packenden Story ist nicht planbar, sondern muss erschaffen werden. Es muss ein Zusammenspiel aus Story, Charakteren und Schreibstil geben, das aufeinander abgestimmt ist und den Leser von sich überzeugen kann. Leider war dieses Gleichgewicht in „Neanderthal“ gestört und so spannend der Klappentext des Romans klang, so enttäuscht war ich, als ich den Roman beendet hatte.

Ich hoffe, ich konnte Euch einen Einblick geben, auch wenn es mir bei „Neanderthal“ wirklich schwer gefallen ist, meine Gefühle zu beschreiben.
Profile Image for Steffi.
3,301 reviews184 followers
gave-up
December 17, 2017
DNF @ 47%

Thematisch fand ich das Buch unglaublich interessant und ich war zu Beginn sehr gespannt wohin mich die Reise mit diesem Buch hinführen wird.

Leider konnte es mich so gar nicht packen. Die Geschichte plätschert an vielen Stellen nur so vor sich hin und entwickelt sich nur wenig. Andere Entwicklungen waren mir dann einfach zu abstrus und weit hergeholt. Davon ab wirkten diese auf mich nur wenig kreativ und von anderen Ideen inspiriert. Die Charaktere wirkten auf mich sehr blass und ich konnte überhaupt keine Verbindung zu ihnen aufbauen.

Ich fand das Buch jetzt nicht wirklich schlecht, aber insgesamt konnte es mich einfach zu wenig packen. Es hat mich jetzt bis zu diesem Zeitpunkt auch nicht wahnsinnig interessiert wie es weitergeht.
Profile Image for Angelika.
333 reviews7 followers
January 20, 2018
Tolle Zukunftsperspektiven für die nächste Generation oder? Zivilisationskrankheiten sollen der Vergangenheit angehören. Schönheit ist alles. Menschen mit äußerlichen Makel gibt es fast nicht mehr im Deutschland der Zukunft. Drogen und Alkohol sind verpönt und nur in versteckten Etablissements erhältlich. Gesundheit steht über allem, die Bevölkerung wird mit technischen Mitteln überwacht, damit sich auch jeder daran hält.

Die Geschichte beginnt mit dem eines jungen Mannes, der, im vergleich zu anderen Menschen, ein seltsames Aussehen hat. Während der Ermittlungen stoße Nix und seine Kollegen auf ein Massengrab in Neandertal. Da es sich um einen historisch geschützten Ort handelt, werden Max Stiller und Sarah Weiss an den „Tatort“ gerufen. Sie sind Anthropologen und auf die Spezies Homo neanderthalensis spezialisiert. Im Zuge ihrer Untersuchung fallen den beiden Wissenschaftlern Seltsamheiten an den Überresten auf. Bald schon überschlagen sich die Ereignisse. Stiller, Weiss und alle anderen die mit dem Fall zu tun hatten, werden von der Staatssicherheit abgeführt und an einen geheimen Ort gebracht ……

Mehr über den Science Fiction Thriller möchte ich an dieser Stelle nicht verraten. Die Handlung hat es auf jeden Fall in sich. Eine Zukunftsperspektive, die nicht nur für glückliche zufriedene Menschen sorgt. In der über mehrere Generationen aufgebauten Handlung werden wissenschaftliche Thematiken sehr genau durchleuchtet.

„Gene wirken sich mitunter in mehrerlei Weise auf den Körper aus. Eines, das eine Krankheit auslöst, kann trotzdem auch schützende Wirkung haben. Wenn man es korrigiert, erkauft man sich damit einen Nachteil anderswo.“
Seite 62

Eine Pageturner ist der Thriller nicht, dafür ist der Themenaufbau zu komplex. Spannend ist dies aber allemal. Lügen, Intrigen, Machtmissbrauch, daraus hat der Autor ein gutes Gerüst konstruiert, das sich um Genmanipulation und deren Auswirkungen auf die Menschheit dreht. Sehr vielschichtig, umfassend und gut recherchiert.

Aufgebaut ist die Geschichte über mehrere Teile, zeitlich springt sie auch mal in die Vergangenheit. Deutschland steht aufgrund dieser „Populationsgesundheit“ Weltweit im Fokus der Kritik. Schlagzeilen, TV-Shows und Interviews erweitern die verschlungene Handlung noch um einiges. Auch das Leben der Neandertaler, vor tausenden von Jahren, ist Teil der Geschichte und schildert auf interessante Weise von deren Leben und Aussterben.
Mein Fazit:

Neanderthal ist definitiv kein klassischer Thriller. Eine Mischung aus Dystopie und Science Fiction würde ich sagen. Sehr spannend, interessant und beängstigend, welche Zukunft der Autor da kreiert hat. Doch entspricht vieles schon der Realität was die Gentechnik betrifft. Für dieses Buch braucht man sicherlich Zeit und dank Internet findet man viel Information zu der Thematik. Lesenswert!
Profile Image for Nada.
259 reviews
July 29, 2025
Am Anfang hab ich mich etwas schwergetan reinzukommen.
Erst dachte ich, es geht um einen ganz anderen Charakter, das hat sich während der Geschichte geändert. In der Mitte gab es für mich einen kleinen Hänger, aber der Schluss ist absolut spannend. Dran bleiben lohnt sich. Auch spannend finde ich, dass ein gehörloser Charakter eine Hauptrolle spielt. Ich glaube zu wissen, dass sich der Autor da gut auskennt und ich muss zugeben, ich hätte das Buch anders gelesen, hätte ich das nicht im Hinterkopf gehabt. Ich habe zu dem Thema eine Menge Fragen und hoffe, dass ich dem Autor bald nochmal begegne :)
Profile Image for Claudio.
355 reviews
August 3, 2021
Non male. Idea interessante, e leggendo si impara anche qualcosa. Mi ha disturbato il continuo riferimento alla cosiddetta "lingua dei segni". Troppo presente, troppo continuo: un cenno qua e là bastava. Per il resto un ottimo romanzo.
Letto in tedesco.
Profile Image for Sandra.
127 reviews2 followers
January 21, 2018
Neanderthal hat mir gut gefallen. Es wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, die anfangs schwierig zu verfolgen waren. Teilweise werden die einzelnen Stränge meiner Meinung nach nicht richtig zu Ende erzählt. Die Hintergründe sind sehr gut recherchiert und es wird ein realistisches Zukunftsszenario gemalt. Das Ende war super!
Profile Image for Estrelas.
1,002 reviews
June 3, 2021
In einer nahen Zukunft steht in Deutschland die Gesundheit an oberster Stelle, und Genveränderungen sind gang und gäbe, um diese zu erreichen. Dabei stellt sich die Frage, ob Neandertaler die besseren Menschen waren. "Sie saß mit einem Gehörlosen und einem Roboter in der Pferdekutsche eines Amish-Mannes, und sie waren auf dem Weg zu einem verschollenen Neandertaler." Der Autor nimmt uns mit auf eine spannende Reise in die Urzeit und in die Zukunft. Nicht nur lernen wir dabei, wie die Neandertaler gelebt haben könnten, auch werden wir mit einer Zukunftsvision konfrontiert, in der Klonen, Roboter und Genkontrolle normal sind. "Neanderthal" ist packende Science Fiction. Wissenschaftliche Erklärungen schaffen eine glaubhafte neue Welt. Dies kombiniert mit Politik und persönlichen Schicksalen bildet eine unterhaltsame Mischung. Auf mich hatte der Roman eine Sogwirkung. Mehr davon bitte!
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