Chaos, Pickel und Hormone - Wie der Wahnsinn in der Familie weitergeht. Inzwischen hat es der Pubertier-Forscher nicht mehr nur mit einem weiblichen, sondern auch mit einem männlichen Exemplar der Gattung zu tun. Zu einigen Erkenntnissen ist er bereits Pubertiere bewohnen am liebsten schlecht belüftete Räume, in denen sich Müllberge türmen. Die Unterschiede zwischen männlichen und weiblichen Vertretern dieser Art erscheinen Während das weibliche Pubertier durch maßlosen Konsum, unverständliches Monologisieren und multiples Dauermeckern auffällt, verbringt das Pubertier-Männchen seine Lebenszeit im Wesentlichen mit drei lautlosen Tä Schweigen, Müffeln – und Zocken. Das klingt alles schlimm, schlimm, schlimm. Doch ohne Pubertiere wäre das Leben arm und öde. Und das Haus zu still und zu leer.
Uih. 1,5 Sterne. Es wurde natürlich nicht besser als Band 1. Aber nur ein Stern ist natürlich zu wenig. Die Bücher sind ja keinesfalls schlecht, treffen nur leider so gar nicht meinen Geschmack. 😅 Ich glaube wer den Humor von Mario Barth mag, kommt auch bei Jan Weiler auf seine Kosten. Ich werde die Reihe nicht weiter verfolgen, hoffe aber, dass die anderen Bücher wie „Maria, ihm schmeckt’s nicht!“ zumindest interessanter sind.
Hach, wie ich den Humor liebe. Es ist einfach nur zum Kugeln! Wer wirklich wirklich mal einen schlechten Tag hat, der kann sich dieses Büchlein gerne kaufen. Gern geschehen.
Und das Nachwort ist mit so viel Verständnis geschrieben und macht so vieles richtig, was sonst falsch verstanden oder gemacht wird. Danke dafür!
Knappe zwei Sterne. Im Vergleich zu Das Pubertier deutlich weniger lustig/tief, zum Teil arg bemüht, was vielleicht durch die Art des Vortrags von Weiler (Live-Mitschnitt) stärker auffiel, als wenn ich es in Buchform konsumiert hätte.
Kurzes Buch – kurze Rezension. Halten wir uns hier nicht mit Nebensächlichkeiten auf 😉
Grundsätzlich unterscheiden sich das erste Buch Das Pubertier und Im Reich der Pubertiere nur dadurch, dass nun auch Weilers Sohn mittlerweile mit 13 im Teenager-Alter angekommen ist und seiner Tochter Carla in Sachen Andersartigkeit Konkurrenz macht. Doch wie das so mit Jungen und Mädels ist, die Pubertät läuft bei beiden komplett anders ab. Carla mit ihren mittlerweile 16 Jahren beherrscht das Buch und die Erzählungen weitestgehend, auch wenn ihr Bruder nun auch manch Anekdote hinzufügt. Dennoch ist dieser eher das gemütliche Pendant zu seiner hochemotionalen Schwester.
Mir hat Das Pubertier doch ein wenig besser gefallen, da Jan Weiler in Im Reich der Pubertiere doch so manches Mal arg abschweift oder ins Abstruse trudelt. Allerdings hat dieses Buch auch einige Highlights. So konnte ich die Tränen vor Lachen kaum zurückhalten, als es um das Thema Rasierschaum/Beinchenschaum ging oder als Weiler von seiner Verschwörung mit Carlas Freund erzählte. Grad das Thema Beinchenschaum kam mir unglaublich bekannt vor. :D, hab ich doch selber ein weibliches Pubertier zuhause.
Worauf ich noch speziell hinweisen möchte ist das Nachwort in diesem Buch. Allein dies ist es Wert das – in meinen Augen – überteuerte kleine Buch zu lesen. Im Nachwort steckt mehr Wahrheit, als man sich wünschen würde.
fazitblau Humorig, wenngleich ein wenig abschweifend präsentiert Jan Weiler weitere Geschichten aus der Pubertät seiner Kinder Nick und Carla. Ob sie es ihm später übel nehmen werden? Ich kann durchaus Vergleiche ziehen zum weiblichen Pendant und fühlte mich im Großen und Ganzen unterhalten, daher gibt es 4 von 5 Sternen.
Witziges Wiedersehen mit dem inzwischen 16-jährigen Pubertier und seinem nun 13-jährigen Bruder. Die Anekdoten waren sehr unterhaltsam und als Mama von zwei Pubertieren findet man sich doch häufig wieder. Toll fand ich das Nachwort, in dem der Autor darauf hinweist, dass es natürlich auch nicht so lustige Momente im Familienleben gibt, sein Buch aber vor allem amüsieren soll. Das hat das Ganze noch glaubwürdiger und rund gemacht. Ich wurde auf jeden Fall gut unterhalten und freue mich auf den nächsten Teil!
Dieses Hörbuch war - Im Gegensatz zu Band 1 - leider nicht mehr so spannend. Ja, es gab ein paar Lacher, aber wenn man das Hörbuch hört, fehlen Mimik und Gestik des Sprechers, der auf der Bühne mit Sicherheit brilliert. Da aber keine Vertonung seiner Mimik stattgefunden hat, diese aber einen Großteil dieser Geschichte ausmacht, hat mir etwas gefehlt.
Insgesamt fand ich auch die Themen nicht mehr so gut gewählt. Es war sehr gewollt, aber viel zu erzählen hatte er nicht.
Schade, denn die Welt der Pubertiere bietet sicher noch ganz viel Potenzial.
Jan Weiler schreibt auch im zweiten Band seiner Pubertier-Reihe so lustig wie scharfsinnig über Jugendliche im Allgemeinen und seine eigenen Kinder im Besonderen.
Ich habe schon den Vorgänger “Das Pubertier” geliebt. Die kurzen, knackigen Geschichten über Teenagermarotten sind einfach zum Schießen! Umso mehr habe ich mich darüber gefreut, als ich das neue Buch im Neuerwerbungsregal der Bibliothek entdeckt habe (wo es aufgrund des winzigen Formates leider etwas unterging).
Mittlerweile ist das weibliche Pubertier 18, hat Abi und wird erwachsen. Doch bis es soweit ist, passieren viele skurrile Dinge im Hause Weiler. Papas geklauter Rasierschaum, Telefonzentralenatmosphäre und Aufräumfaulheit sind nur drei Ausprägungen der weiblichen Charaktereigenschaften eines übellaunigen Teenagers. Jan Weiler erzählt wieder mit viel Witz, spitzer Zunge und sicherlich auch der ein oder anderen Übertreibung, welche Eskapaden diesmal auf das Konto seiner Kinder gehen. Mittlerweile ist auch Nick im Pubertieralter angekommen und wird auf die Schippe genommen.
Er klingt wie ein Dudelsack, wächst wie ein Schnittlauchhalm und futtert wie ein Maurer nach der Doppelschicht. (S. 8)
Im Gegensatz zu seiner kommunikativen Schwester hört man von ihm nicht viel. Dafür macht sich das Teenageralter bei ihm auf andere Weise bemerkbar: durch vor-sich-hingammeln, mangelnde Körperhygiene und versaute Witze zum Beispiel.
In 24 kurzen Geschichten widmet sich Weiler dem Verhalten seiner Kinder. Alle Kapitel sind unterhaltsam und witzig. Ich habe mich keine Sekunde gelangweilt. Viel eher sollte man beim Lesen aufpassen, nicht durch lautes Lachen unangenehm in der Öffentlichkeit aufzufallen. In manchen Geschichten habe ich sogar mein früheres Ich wiedererkannt und konnte herrlich schmunzeln.
Besonders schön fand ich die Geschichte, in der Weiler versucht, seine Tochter durch perfide Tricks und geschickte Manipulation wieder mit ihrem Exfreund zusammenzubringen. Vater und Ex-Schwiegersohn haben sich immerhin so gut verstanden, dass der Junge es so manches mal gar nicht bis ins Zimmer der Tochter geschafft hat, weil er viel lieber mit Schwiegerpapa Fußball geguckt hat.
Schön fand ich auch die Geschichte über die Abiturfeier der Tochter. Am Sektstand eingeteilt muss Weiler so manch pathetische Rede über sich ergehen lassen und betrinkt sich ganz unabsichtlich so sehr, dass er am Ende zu nichts mehr zu gebrauchen ist. Einfach herrlich!
Wer wissen möchte, welche kreative Methoden des Spickens heute in der Schule angesagt sind, wird hier auch aufgeklärt. Auf welche Ideen die Schüler kommen, um sich Lernstress zu ersparen – sehr kreativ. Ich konnte herzhaft lachen!
Ganz oft sind die modernen Medien Thema der Geschichten. Vom Minecraft-zockenden Sohnemann, über das Schulreferat, das bis morgen fertig sein muss (natürlich ohne Wikipedia), oder dem Quizduell mit einem heißen Typen namens Pussylover2005 (hinter dem sich natürlich nur Matthias Schweighöfer höchstpersönlich verbergen kann) bis hin zur Telefonseelsorge für gefühlsgebeutelte Mädels ist alles dabei.
Neben all dem Witz bleibt aber auch Platz für etwas Melancholie. Kindermöbel, Lieblingsbands und Kuscheltiere werden irgendwann ausgemistet. Und so wird auch der Herr Papa traurig beim Gedanken daran, eines Tages vielleicht auf dem Abstellgleis zu landen, wenn die Kinder ausziehen. Bis es soweit ist, hoffe ich aber noch auf viele lustige Geschichten. Gerne über Nick, der ja jetzt im besten Pubertieralter ist. Und ich bin mir sicher, dass es auch über Carla noch viel zu erzählen gäbe.
Zitate:
“Heute Morgen stand eine frische Dose Rasierschaum vor meinem Spiegel. Gut, es ist natürlich kein richtiger Rasierschaum, sondern Beinchenschaum für Sechzehnjährige. Aber die Geste finde ich rührend. Und ich rieche jetzt wie eine frisch rasierte, achtundvierzig Jahre alte Mango.” (S. 14)
“Er stand barfuß vor mir. (…) Er ist jetzt dreizehn Jahre alt, aber seine Füße sind schon siebzehn. Hoffentlich ruckelt sich das irgendwann wieder zurecht. Oder unser Sohn ist ein Hobbit.” (S. 30)
Jan Weiler ist übrigens noch bis Anfang 2017 auf Lesereise. Die Tourdaten gibt’s hier. Ich bin mir sicher, dass es sich lohnt. Genauso sicher bin ich mir, dass sich als Alternative zum Buch auch das Hörbuch lohnt. Die Geschichten sind genau das Richtige für eine langweilige Autofahrt. Vom Preis des Buches bin ich allerdings etwas abgeschreckt. Zwar beinhaltet es tolle Illustrationen, ist fest gebunden und enthält ein Lesebändchen, aber dennoch frage ich mich, ob es ein Taschenbuch – womöglich eins, das beide Pubertier-Bücher zusammenfasst – nicht auch getan hätte. Aber zum Verschenken oder Schwelgen in Erinnerungen an die eigene Jugend ist dieses kleine Büchlein trotz des hohen Preises sehr zu empfehlen.
Von mir gibt es für dieses rundum gelungene und sehr witzige Buch volle Punktzahl.
Fazit:
Die Pubertiere sind zurück! Diesmal sind sie zu zweit und lassen garantiert kein Auge trocken. Zum Verschenken an teenagergeplagte Eltern oder zum Schwelgen in der eigenen Jugend ist dieses Buch das Richtige für Zwischendurch. Lachgarantie inklusive! Diesen Familienirrsinn sollte man sich nicht entgehen lassen.
Ganz ehrlich, ich fand schon das erste Buch "Das Pubertier" von Jan Weiler absolut köstlich, weil es einfach unglaublich humorvoll und liebevoll erzählt wurde, andererseits erkannte man sich selbst in vielem wieder. Aber in seinem Nachfolgeroman "Im Reich der Pubertiere" toppt Jan Weiler noch mal alles. Es gibt nicht eine Episode/Geschichte, die ich langweilig fand, die so als Füller diente oder dergleichen. Vielleicht, weil Jan Weiler sich nicht nur auf seine Pubertiere Nick und Carla konzentriert, sondern auch um Elterabende oder Besuche bei Freunden etc.
Das Erzählte ist jedenfalls alles so dermaßen auf den Punkt gebracht, dass ich hier teilweise Tränen gelacht habe. Es ist abwechslungsreich und witzig, aber nie despektierlich oder dergleichen. Ja, charmant und witzig trifft es vermutlich am Besten.
Und man kann nur hoffen, dass es noch ein weiteres Buch mit derlei Erzählungen gibt. Gerne wieder vom Autoren selbst vorgelesen, der das gekonnt und witzig vorträgt. Ich habe mich die knapp 2 Stunden jedenfalls bestens amüsiert.
Wie gesagt, wer das 1. Buch schon mochte, der wird dieses lieben. lol
Fortsetzung des Buchs "Das Pubertier". Der Autor schrieb hier weitere Anekdoten aus seinem Familienleben. Auch diesmal findet man hier ein Buch zum Abschalten und Schmunzeln.