Uno strepitoso affresco mondiale dell’anno che segna il destino d’Europa.
1517 è un libro inebriante che offre una prospettiva insolita su quello che è l’anno della Riforma. Schilling però non si concentra su Wittenberg, anzi accompagna il lettore in un viaggio emozionante attraverso il mondo intero, dall’Italia e dalla Spagna fino all’Impero ottomano, alla corte imperiale cinese senza dimenticare l’America, l’Impero azteco e gli Oceani. Si impara moltissimo sugli eventi e sui luoghi dentro e fuori le frontiere europee, cogliendo come territori lontani siano stati interconnessi tramite percorsi commerciali, movimenti di denaro, invenzioni scientifiche, libri e scoperte di viaggiatori e avventurieri. Uno dei contributi più originali sull’anno cardine della storia europea.
Until his retirement in 2010 Heinz Schilling was Professor of Early Modern History at the Humboldt University, Berlin. His main areas of research are in early modern European history, including studies in religion, politics, migration studies, foreign policy, and social and cultural history.
È un libro bellissimo e non solo per "addetti ai lavori" o storici in genere. Libri come questo permettono di "mettere a sistema" la storia dell'Europa e del mondo che abbiamo faticosamente studiato per sommi capi (e con ampie semplificazioni ed omissioni) negli anni scolastici oltre a rappresentare una chiara indicazione del percorso di quella roba che oggi chiamiamo "modernità", anche se non direi proprio che si limiti ad essere una lettura "utile": è DAVVERO un bel libro. Con titolo e copertina davvero azzeccati, per quanto mi riguarda.
Con un compasso puntato su Wittenberg nel 1517 questo saggio ci fa fare il giro del mondo e della storia. Ci sono i viaggi transoceanici con le loro scoperte e le loro conseguenze, con le lotte per il dominio delle nuove aree, ci sono le navi che tornano dai viaggi cariche di spezie e di meraviglie destinate alle wunderkammer delle ricche corti europee. Ci sono i popoli del Nuovo Mondo sterminati dall'acciaio e dalle malattie dei conquistatori, c'è la Cina che chiude i battenti alla penetrazione straniera ammantandosi di quel mistero del lontano oriente che ancora oggi echeggia nella nostra cultura, ci sono le guerre con il temibile impero ottomano il cui esito ha determinato la geopolitica moderna. Ci sono corti sfarzose con i loro Raffaello, Michelangelo, Giulio Romano, Durer, Cranach, Leonardo che va in Francia portandosi la Gioconda, le indulgenze per pagare San Pietro, c'è la diffusione della stampa, la traduzione della Bibbia. I matrimoni e i giochi dinastici che danno forma a quelli che saranno gli Stati moderni. E ovviamente Lutero con le sue tesi e le loro conseguenze. Un anno importante sotto ogni punto di vista, un bellissimo viaggio nello spazio e nel tempo, un saggio mai pesante, mai banale, pieno di vita.
Ein sehr gutes Etwas anderes Buch über 1517, das sich nicht nur auf die Reformation konzentriert, sondern den Blick weitet und auf vielfältige Weise darstellt, warum dieses Jahr trotzdem unsere Aufmerksamkeit verdient.
1517, genau 500 Jahre ist her, dass der Mönch und Theologe Martin Luther mit seinem Thesenanschlag in Wittenberg die Reformation einleitete. Doch was geschah eigentlich noch in diesem Jahr und wie sah die Welt aus? Heinz Schilling beleuchtet die Geschehnisse zu Beginn des 16. Jahrhunderts und zeigt, dass dies nicht nur für das Christentum ein besonderes Jahr war, sondern wie sich die ganze Welt zu der Zeit entwickelt hat.
Heinz Schilling, em. Professor für Europäische Geschichte der frühen Neuzeit an der Humboldt-Universität zu Berlin, gibt auch gut 300 Seiten der Weltgeschichte des Jahres 1517 Platz sich zu entfalten, die ca. 50 letzten Seiten der insgesamt 364 Seiten fallen auf den Anhang, der aus Anmerkungen, Quellen-, Literatur- und Bildnachweisen sowie einem Personen- und Ortsregister besteht. Diese Nachweise gehören für mich zu einer gut recherchierten Arbeit dazu, weshalb ich dies hier auch erwähnen möchte. Weiterhin hat man so auch den Vorteil, dass man sich ggf. über das eine oder andere Thema leichter weiterbilden kann, sofern einem den die angegebene Literatur zur Verfügung steht. Das Niveau der Sprache von Heinz Schilling ist hoch, aber dennoch sehr angenehm zu lesen und dennoch fand ich es als interessant genug zu lesen, dass ich manchmal mehr als nur einen geplanten Abschnitt gelesen habe und plötzlich schon ein paar Seiten weiter war. Schließlich passiert ja viel im Jahre 1517.
Das vorliegende Werk gliedert sich wie folgt: Prolog I. Zwei Weltreiche und ein Drittes Rom kündigen sich an, aber auch Sturm gegen Unterdrückung und Willkür II. Um Frieden und Stabilität des Geldes III. Europa und die weitere Welt IV. Die Renaissance und ein neues Weltwissen V. Kollektive Ängste und Sehnsucht nach Sicherheit VI. Der Papst in Rom- italienischer Souverän und universeller Pontifex VII. Der Mönch in Wittenberg – ex oriente lux oder die Morgenröte des Protestantismus an den Grenzen der Zivilisation Epilog Anhang
Anhand dieser Gliederung wird schon sehr deutlich, dass sich Schilling zunächst den Ereignissen in Europa und der Welt widmet, die Ereignisse in Wittenberg werden auch erst im letzten Kapitel zur Gänze aufgegriffen und thematisiert. Viel mehr versucht der Autor darzustellen, welchen Veränderungen sich die Alte Welt gegenüber der Neuen Welt stellen musste, aber greift auch die entstehenden Ängste auf und versucht vielmehr sich den Ereignissen in Wittenberg anzunähern, sie gar in einem globalen Zusammenhang zu sehen. Was dem Historiker auch gelungen ist, denn er beleuchtet viele verschiedene Aspekte der Zeit von der Gesellschaft, über den Papst in Rom, Wirtschaft bis hin zum Militär und letztendlich auch der Reformation, wodurch ein gelungenes Grundlagenbuch entstanden ist, das allerdings nicht immer in die Tiefe gehen kann, aber dazu ist das Thema auch zu weitläufig.
Wer sich speziell für Martin Luther und die Ereignisse in Wittenberg interessiert, dem würde ich raten, zu einem anderen Buch zu greifen. Diejenigen allerdings, die über den Tellerrand hinausschauen möchten und sich dafür interessieren, was sich alles 1517 auf der Welt ereignet hat, für die ist dieses Buch wie geschaffen. Jedoch sollte man sich im Klaren darüber sein, dass das Buch nicht immer ins Detail gehen kann. Dies hätte vermutlich auch den Rahmen gesprengt. Ich bin mit der Hülle an Informationen sehr zufrieden und füllte mich nicht nur gut unterhalten, sondern habe auch viel gelernt.
Bietet eine lesenswerte Darstellung der Weltgeschichte des Jahres 1517. Heinz Schilling verbindet hier Ereignisse aus Europa mit Vorgängen in China, dem arabischen Raum und Mittelamerika und zeigt, warum uns 1517 nicht nur wegen Luther's Thesenanschlag interessieren sollte.
Trotz des Titels ein recht eurozentristisches Buch, die Zusammenfassung am Ende ist aber sehr aufschlussreich. Die Sprache ist leider eher großväterlich. Eine Empfehlung meines verstorbenen Großonkels, Gott hab ihn selig. Wenn man wie ich kaum Ahnung von Geschichte hat insgesamt lesenswert, habe allerdings das Gefühl dass es in englischer Sprache bestimmt was zum Thema gibt was sich frischer liest.
A good review of the many, many factors that came to a head in 1517. The organization could have been better done, but overall, it was pleasant synthesis.
Ich habe es gemocht aber es war irgendwie ein bisschen langweilig. Es kam mir als zu weit und zu eng gleichzeitig gefasst. Trotzdem hab hier und da was gelernt.