Sandra Konrad vermittelt auf leicht verständliche Art und Weise, wo es noch hakt in der Beziehung zwischen Mann und Frau. Viele Probleme, die immer noch vorherrschen, sind auf das Machtgefälle zurückzuführen. Und auch, wenn ich selber schon Sexismus erlebt habe, so waren mir manche aufgeführten Tatsachen dann doch neu. Es gab einige schockierende Stellen in Warum sie will, was er will, aber es ist ja korrekt, wenn Missstände angesprochen werden.
Und auch, wenn ich mich selbst als Feministin definiere und mich auch im Studium viel damit beschäftigt habe, so haben mir manche Kapitel doch noch die Augen geöffnet (das Kapitel zur Prostitution beispielweise).
Oft wird hier kritisiert, dass Quellen fehlen. Nun, der Anhang des Buches bietet ein ausführliches Literaturverzeichnis. Da es sich hierbei zwar um ein Buch nach wissenschaftlichen Methoden handelt, es aber nicht den Anspruch erhebt, ein rein wissenschaftliches Werk zu sein, brauche ich persönlich keine Fußnoten nach jedem Absatz, was vielleicht auch den Lesefluss stören würde. Wer sich weiter belesen möchte, kann dies mithilfe des Anhangs machen, ansonsten haben wir es hier eher mit einem Umriss der Problematik zu tun (ja, sowas ist doof, wenn man das Buch als Quelle für eine eigene Arbeit verwendet, aber wie gesagt, dafür gibt es dann auch wieder andere Werke).
Negativ fand ich hingegen, dass sich die Autorin an mancher Stelle dann doch ein bisschen wiederholt hat. Manches hätte man dort auch kürzer fassen können.