This monograph—published to coincide with the Bauhaus exhibition at the MoMA (November 8, 2009-January 25, 2010)—celebrates the work of twenty women artists who created feverishly in all the teaching, workshop, and production branches of the Bauhaus—women who should have been included in the major art histories of the twentieth century long ago, but whose names, masterpieces, and extraordinary lives have only gradually become known to us. Recognized figures such as Anni Albers—the first textile artist to be exhibited at the MoMA—and Marianne Brandt—whose elegant geometric tableware have become classic Alessi designs—are showcased alongside previously unknown artists such as Gertrud Grunow, who taught "Harmonizing Science"; Helene Börner, who led the textile workshop; and Ilse Fehling, a sculptor and the most sought-after set and costume designer of her generation. Founded in 1919, the Bauhaus and most of its students were poor and lacking in just about everything. What it did have, however, was an abundance of enthusiasm, talent, and innovative creativity. Furthermore, over half of those seeking to enroll at the school were women. This tornado of the "fairer sex" was initially seen as a threat, and the weaving mill was quickly turned into a separate "women’s facility." Nevertheless, over the years the mill became a hotbed of groundbreaking production, whose impact far surpassed national borders, as demonstrated by the international acclaim of photographers Lucia Moholy, Florence Henri, and Grete Stern.
Wenn eines auf mich in Kunst und Literatur große Anziehung ausübt, dann solcherlei kleine Splitterepochen, denen kaum ein paar Jahre zugedacht waren. Seit dem Studium bin ich z.B. fasziniert von der Neuen Sachlichkeit, vielleicht verwundert es da nicht, dass mich auch der BAUHAIS-Stil nicht kalt ließ. Das Buch fand eher durch Zufall den Weg zu mir: alles begann mit der Lesung von Theresia Enzensbergers „Blaupause“ – einen Abend, den ich Dank Sympathie zur Autorin sehr genoss, jedoch sagte mir das Vorgelesene aus dem Roman absolut nicht zu. Es flammte aber ein Interesse für die Kunst-Thematik des Buches auf. Das erste Drittel des 20. Jahrhunderts ist geprägt vom weiblichen Aufbruch in der Kunst, Frauen beginnen an Kunstgewerbeschulen zu studieren und einige finden in den 1920er Jahren zum Weimarer Bauhaus. Die neue Ausbildungsstätte bietet jungen Kreativen einen Ort für künstlerische Experimente, die bald eng mit dem Industriedesign verbunden werden. Es gilt Einfachheit, Schnörkellosigkeit und Funktionalität der bloßen Ästhetik voranzustellen. Klingt langweilig? Wenn man sich die Werke der Bauhäusler beschaut, wird man zum Glück eines Besseren belehrt! (: Das Vorwort versucht die Gründung des Bauhaus durch Gropius, Itten und Co möglichst schnell abzuhandeln, um die Frauen, die zu Bauhauszeiten Anfeindungen, Ausgrenzungen und patriarchalen Strukturen* ausgesetzt waren, ins Zentrum zu rücken.
„Kunst und Technik, eine neue Einheit!“
Das Buch widmet sich in ausführlicheren Portraits u.a. folgenden Künstlerinnen:
- GETRUD GRUNOW (1870-1944) Die einzige Frau, die am Bauhaus als ‚Formmeisterin‘ wirkte und an die StudentInnen eine praktische Harmonisierungslehre vermitteln wollte. Nur ein Mensch, der mit seiner Umwelt und sich selbst in Harmonie lebe, kann ihrer Meinung nach schöpferisch tätig sein. Die Lehrmethoden müssen definitiv etwas verschroben gewesen sein, wenn den TeilnehmerInnen ihrer Seminare, die Aufgabe gegeben worden sein soll, sie sollen die Farbe Blau tanzen. In ihren Kursen ging es eindeutig mehr um Identitätsbildung als um ein künstlerisches Handwerk. - GUNTA STÖLZL (1897-1983) Eine der erfolgreichsten Bauhaus-Frauen, die vor allem die Webereiwerkstatt geprägt hat. Die Weberei schaffte den Schritt zum modernen Industriedesign, das die Einkünfte des Bauhaus sicherte. Dass sie letztlich einen jüdischen Mann heiratet, wird ihr Untergang im Bauhaus, aus dessen Gemeinschaft man sie rausekelt. - ANNI ALBERS (1899-1994) In ihrem Kapitel wird viel über das Experimentieren am Bauhaus geschrieben. Wie Gunta Stölzl war sie erfolgreich in der Weberei-Werkstatt tätig. Mit der Entwicklung eines schalldichten, lichtreflektierenden Wandbespannungsstoffs gelingt ihr eine wahre Innovation in der Werkstatt. Auch sie muss Deutschland 1933 aufgrund ihrer jüdischen Herkunft verlassen. - OTTI BERGER (1898-1944) Eine Frau, die erst zum Dessauer Bauhaus dazustieß, auch sie ging in die Weberei. Sie sah im Stoff etwas organisches, das sie formen konnte. Zur NS-Zeit schafft sie es nicht mehr rechtzeitig auszureisen und wird im KZ Auschwitz umkommen.
Dass der Webereiwerkstatt so viel Aufmerksamkeit zukommt, liegt vornehmlich daran, dass die meisten der Bauhaus-Frauen in dieses Gebiet abgedrängt wurden. Dennoch weiß das Buch auch von Frauen zu berichten, die andere Werkstätte wählten und sich in diesen [oft als einzige Frau] durchzusetzen versuchten:
MARGARETE HEYMANN-LOEBENSTEIN-MARKS (Keramikerin, sehr androgyn, bekannt geworden durch ihre Haël-Keramik), MARGUERITE FRIEDLAENDER-WILDENHAIN (Keramikerin, bekannt geworden durch die Halleschen Formen ihrer Tongefäße), FRIEDL DICKER (jüdische Malerin, die sich abstrakten Formen zuwendet, die selbst im KZ Auschwitz noch Zeichenstunden für Kinder gibt), LOU SCHEPER-BERKENKAMP (Malerin, die viel mit geometrischen Formen experimentiert und später Kinderbücher illustriert), LILLY REICH (Gestalterin und Innenarchitektin, Frau von Mies van der Rohe), MARIANNE BRANDT (die junge Frau auf dem Buchcover, Fotografin, Collagen zur ‚Neuen Frau‘, später auch in der Metallwerkstatt), GRETE STERN (jüdische Fotografin, akribisch genaue Abbildungen der Wirklichkeit, viele Fotomontagen) und LUCIA MOHOLY (Hausfotografin des Bauhaus, Vertreterin der Neuen Sachlichkeit, arbeitete rezeptiv).
In den Einzelportraits werden immer wieder Herausforderungen und Probleme des Bauhaus beschrieben. Das Bemühen, unpolitisch zu bleiben, flackert oft auf, die Spaltungen innerhalb der Gründer, die sich in verschiedene künstlerischeRichtungen entwickeln wird erwähnt und doch zeigt das Buch vor allem das künstlerische und schöpferische Potential jeder einzelnen Frau und holt diese aus der Vergessenheit. Ein sehr würdiges Portrait der Bauhaus-Frauen.
*Itten: Frauen sei zweidimensionales Denken angeboren, sie sollen lieber in der Fläche arbeiten. Klee: Genie sei ausschließlich männlich. Schlemmer/Kandinsky: Schöpfertum und Männlichkeit seien identisch
I'm really glad this book exists. All of the women it profiles deserve the recognition and more. However, I was hoping that it would serve as a primer on the Bauhaus, through the lens of the women within. It failed to do that for me. It is merely a series of profiles of women artists that assume prior knowledge of the Bauhaus and the cultural conditions of the time. So, meh.
I am so glad this book was made! I took a typography class a few years ago and chose to focus my project on Bauhaus. As I was doing research I kept coming across journal articles that briefly mentioned that women were all funneled into the weaving program, despite their artistic capabilities. Then I read about how admissions were skewed to keep the number of women low. But I wasn’t coming across much info about the women themselves so I set out to focus on them for my project. I pieced together whatever I could, but THANKFULLY, someone else was as frustrated as me about the lack of materials out there highlighting the incredible women artists at Bauhaus. No, this book is not so much a primer on Bauhaus, but it doesn’t need to be. It’s a complement to other materials you may have already read. It has a sole purpose of profiling the women at Bauhaus, and for that, I love it.
I referenced this book in my project and did a quick skim, but I finally decided to read it cover to cover. I’m once again utterly inspired but also mad as hell again at the egregious patriarchy and misogyny from the men (and some women) of Bauhaus.
I don't know a lot about the Bauhaus, but I know even less about the women artists of the Bauhaus school. That, as it turns out, is not entirely an accident of history. It seems the Bauhaus was only too happy to exclude, downplay, and dismiss the women who designed for it. Enraging, but alas, not a suprise. This book was a wonderful introduction to the amazingly rich work of these neglected artists. There is some spectacular stuff in here, and well worth a look!
Vor langer Zeit erinnere ich mich, welches Buch ich als erstes in englischer Sprache las. Es war The Painted Veil von Somerset Maugham. Heute lese ich mein erstes deutschsprachiges Buch — Die Bauhaus-Frauen. Je schwieriger es am Anfang ist, desto leichter wird es am Ende, aber das Ergebnis ist das gleiche.
Interesting overview of women who were part of the Bauhaus school. - their art, influence and the discrimination and channeling they encountered into weaving, textiles and other “womanly” arts. The transition from the German is not great and sometimes very stilted.
Relegadas en la historia del diseño un grupo importante de mujeres sentó precedente al estudiar en esta mítica escuela. Durante el verano de 1919 la Bauhaus abrió sus puertas en Weimar, nacía una de las más importantes escuelas en la historia del diseño, sin embargo pocos saben que solicitaron ingresar como estudiantes una mayor cantidad de mujeres que de hombres. Gropius, quien fue el director fundador de la institución pregonaba que la naciente escuela era sin duda la más democrática y liberal de las academias de la época, discurso que tuvo que moderar para que ésta pudiera sobrevivir ante la enorme presión de la sociedad de la época. Ya a finales del siglo XIX el hecho que las mujeres se entusiasmaran con el arte y que lo estudiaran comenzó a ser algo aceptado, aún así las labores artesanales productivas les estaban prohibidas, no era algo bien visto en sociedad. La fina línea entre industria, artes aplicadas y artes plásticas definía precisamente el espacio en el que la Bauhaus encontró su razón de ser y por supuesto en el que se desarrollaría la naciente disciplina del diseño como hoy lo conocemos. Este singular volumen les abre un espacio a las mujeres que participaron en el nacimiento de esa disciplina que hoy conocemos como diseño. Desde sus trincheras lograron una pequeña revolución, en particular en el taller de cerámica y desde los telares. Una revolución que llega hasta mis mismos orígenes, al ser mi madre la primera egresada de la carrera de Diseño Industrial en México, una mujer en una maravillosa coincidencia. La autora recopila la biografía de 20 mujeres que a lo largo de las tres etapas de la escuela forjaron las bases para que el mundo del diseño se abriera democráticamente a todos los géneros, una realidad a la que estamos acostumbrados y cuyos orígenes podemos conocer a fondo en las páginas de este pequeño tesoro.