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Life: A Critical User's Manual

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How can we think of life in its dual expression, matter and experience, the living and the lived? Philosophers and, more recently, social scientists have offered multiple answers to this question, often privileging one expression or the other - the biological or the biographical. But is it possible to conceive of them together and thus reconcile naturalist and humanist approaches? Using research conducted on three continents and engaging in critical dialogue with Wittgenstein, Benjamin, and Foucault, Didier Fassin attempts to do so by developing three concepts: forms of life, ethics of life, and politics of life.

In the conditions of refugees and asylum seekers, in the light of mortality statistics and death benefits, and via a genealogical and ethnographical inquiry, the moral economy of life reveals troubling tensions in the way contemporary societies treat human beings. Once the pieces of this anthropological composition are assembled, like in Georges Perec's jigsaw puzzle, an image appears: that of unequal lives.

150 pages, Hardcover

Published July 16, 2018

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About the author

Didier Fassin

93 books119 followers
Didier Fassin is a French anthropologist and sociologist. He is currently the James D. Wolfensohn Professor of Social Science at the Institute for Advanced Study in Princeton and holds a Direction of Studies in Political and Moral Anthropology at the École des Hautes Études en Sciences Sociales in Paris.

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Displaying 1 - 11 of 11 reviews
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158 reviews7 followers
January 2, 2020
Ich habe Das Leben in einem Laden fuer gebrauchte Buecher gefunden und fand den Titel samt Klappentext interessant. Gelesen habe ich ein Buch, von dem ich nicht genau weiss, was ich zu halten habe. Zunächst aber erst einmal ein grober Umriss des Buches.

Das Leben ist in drei Teile geteilt, die sich mit den Formen, der Ethik und der Politik des Lebens beschäftigen.
Obwohl der erste Teil - die Formen des Lebens - zwar grundsätzlich mit einer spannend Frage öffnet (Hat das Leben Formen?), muss ich dem grossteil diesen Kapitels leider ein ueberintellektuelles Rumgefasel attestieren. Während sich die ersten Seiten relativ unuebersichtlich und vorallem trocken durch die Sichtweisen verschiedener Philosophen auf die Fragestellung wuehlen, fehlt dem Kapitel vorallem ein klarer roter Faden. Man wird von einer Theorie in die nächste geschmissen, ohne dass fuer mich an irgendeinem Punkt deutlich wurde inwiefern all diese verschiedenen Puzzleteile beim beantworten der Fragestellung hilfreich sein sollten. Als jemand, der die meisten Sachbuecher mit mehreren Highlightern bearbeitet, gibt es in diesem Teil nicht eine Stelle, die ich markiert habe. Dass ich das Kapitel, ueber ein oberflächliches Verständnis, dass es eben verschiedene Leben gibt, schlichtweg nicht verstanden habe, darf man mir an dieser Stelle gerne unterstellen, wobei sich dieser nicht in einem Mangel an Interesse oder einem ehrlichen Versuch begruendet.

Das zweite Kapitel, das sich grundsätzlich um Ethik und Moral dreht, hat mir wahrscheinlich am besten gefallen, wobei mich hier vorallem Fassin's Analyse der Fluechtlingssituation in Europa interessiert hat. Ein interessanter Punkt wird in der Verlagerung "von einer politischen [hin] zu einer biologischen Qualifizierung fuer eine Aufenthaltserlaubnis" (p.104) beschrieben. Fassin zitiert das Beispiel, der sich veränderten Akzeptanz von Fluechtlingen in Frankreich, wo sich die Bewilligungsrate binnen drei Jahrzehnte von 90% auf 10% verringerte. Die im Zusammenhang vorgestellte Problematik ob man das Leben an sich (also jedes Leben) oder die Gleichwertigkeit aller Leben als höchstes Gebot sehen sollte und wie sich daraus verschiedene individuelle und instutionelle Verhaltensspielräume, vorallem in der Fluechtlingsarbeit, ergeben, empfand ich als besonders interessant. Auch die Unterscheidung des politischen und des biologischen Lebens, speziell im Hinblick auf das angefuehrte Beispiel des Israel-Palestina Konfliktes, wird anschaulich diskutiert.

Das dritte Kapitel schaut sich diese Unterscheidung des biologischen und des politischen Lebens genauer an. Nach einer weiteren Diskussion einschlägiger Literatur, thematisiert Fassin u.a. dass verschiedene Leben "verschieden viel wert sind", was sich z.B. in Lebensversicherung, der Zahlung von Blut- oder auch Brautgeld, oder der Reaktion auf verschiedene Katastrophen wie etwa 9/11 vis-a-vis Oklahoma bemerkbar macht. Auch dieses Kapitel ist zwar grundsätzlich interessant, weisst in meinen Augen jedoch kaum einen originellen Gedanken auf, den man nicht auch shcon an anderer Stelle gehört/gelesen hat. Das lässt sich recht deutlich am Schlusswort des Kapitels absehen, wenn Fassin schriebt:
Allgemeiner gesagt, reichen bei manchen Indivduen ihre Hautfarbe, ihre soziale Klasse, ihre sexuelle Orientierung, ihr Geschlecht und ihre Religion oftmals schon als Erklärung aus, warum sie auf diese Weise behandelt werden. Und es erklärt auch, warum viele darueber hinwegsehen und so zulassen, dass die huimmelschreienden Ungleichheiten in der Politik des Lebens sich immer weiter fortsetzen. (p.180)

In Anbetracht der Tatsache, dass es ich hier um ein Buch aus dem Jahr 2017 handelt, finde ich dieses Schlusswort irgendwie enttäuscht, einfach weil es absolut nichts Neues zur Debatte beiträgt.

Ueber eine Beschreibung der Kapitel hinaus gäbe es sonst noch drei Dinge zu sagen.
Erstens, ist mir auch nach Abschluss des Buches vollkommen schleierhaft, warum der Untertitel des Buches "Eine Kritische Gebrauchsanweisung" heisst. Das Leben stellt fuer mich jedenfalls eine solche nicht dar, sondern sollte eher als eine Diskussion Einschlägiger Linker Philosophen, mit Einschueben von Berichten von Fassin's Auslandsaufenthalten, angesehen werden.

Zweitens, vertraut Fassin meines Erachtens nach zu stark auf die Arbeit Foucault's. Auch wenn dessen Name zwar im Klappentext genannt wird, hatte ich nicht damit gerechnet, dermassen von dessen Theorien geflutet zu werden. Als jemand, der sich schlichtweg nicht mit Foucault's eindimensionaler Analyse des Lebens als eine ewige Schlacht um Macht identifizieren kann, gingen mir die Verweise auf dessen Arbeit irgendwann einfach nur noch auf die Nerven.

Drittens, und wahrscheinlich am Wichtigsten, ist dieses Buch zu grossen Teilen nahezu unlesbar. Ob das an einer schlechten deutschen Uebersetzung oder Fassin's eigenen ueberambitionierten Satzstrukturen liegt, kann ich nicht beurteilen. Hier aber einfach zwei "kurze" Kostproben:
Durch die Analyse, wie es sein kann, dass die abstrakte Wertschätzung des Lebens als höchstes Gut in den demokratisch geltenden Gesellschaften nicht verhindert dass die konkreten Leben unterschiedlich bewertet werden, dass die internationale Verpflichtung zum Schutz von Leben in tödlicher Gefahr mit einer unerbitterlichen Unterdrueckung der solchermassen bedrohten Personen vereinbar ist und dass das humanitäre Prinzip des Rettens von Leben sich als symmetrische Ensprechung des Märtyrer-Prinzips erweist, sich fuer eine Sache zu opfern, und darueber hinaus durch die Untersuchung der ungleichen Umgangsweiseen mit dem Leben hoffe ich gezeigt zu haben, dass eine andere Perspektive auf die Welt nicht ausschliesst, dass man sich um ihre Veränderung kuemmert, und dass die Hinterfragung des Selbstverständlichen der Auftakt zur Anfechtung dessen sein kann, was es als solches erscheinen lässt. (p.190)

Oder noch besser:
Ein Beleg fuer die unfaire Behandlung von Afroamerikanern durch die Strafbehörden ist, dass Kokainkonsumenten bis 2010 fuer den Besitz einer 100-mal geringeren Menge von Crack, das hauptsächlich in den schwarzen Armenvierteln verbreitet ist, zu Gefängnisstrafen verurteilt wurden, als es bei dem Kokain in Pulverform der Fall war, das vornehmlich in der Oberschicht erhältlich ist, obwohl die Wirkung und die Risiken vergleichbar sind. (p.165)

Ein Grossteil des Buchen liest sich wie diese zwei Sätze, wobei in der Regel syntaktische Fehler wie im zweiten Beispiel vermieden werden. Was mich dabei am meisten nervt ist, dass es zu dem Thema ja eigentlich sehr viel zu sagen gibt, wie auch die beiden angefuehrten Beispiele illustrieren sollten. Aber Fassin's Sprache ist dermassen unuebersichtlich und, wie gesagt, ohne jeglichen roten Faden, dass sich das gesamte Buch wie ein elendiger Muessiggang anfuehlt. Ja, es ist ein Buch, in dem rumphilosophiert wird. Aber es gibt einen grossen Unterschied zwischen Rumgelaber mit intellektuellem Wasserkopf und der präzisen Sprache von jemandem, der weiss wovon der spricht, und das Gewusste eben auch zu vermitteln weiss. Wer sich ein Beispiel dessen wuenscht, dem empfehle ich Wie wollen wir leben? von Peter Bieri. Der gibt nämlich eine Gebrauchsanweisung fuer's Leben, obwohl davon im Titel gar nichts steht - also genau annersrum vom Fassin, quasi.
Profile Image for Ietrio.
6,948 reviews24 followers
September 16, 2018
If I say I was surprised with the quality of this volume I'd be lying. Fassin is a political wise guy. The kind that does not extend the healthcare services to the uninsured, but rather poses as a founder of a Medical Unit that he is not going to pay or do anything about it later.

Empty words. Name dropping to show the ignorant what an erudite he can be.

> Rather than choosing between these two options, I propose to shift the issues in three complementary ways.

So instead of two, he offers three. And he is willing to jump start yet another governmental institute for his many nephews and nieces.

He is also a nice example of what state mandated education can produce. He used to be a medical doctor. With a basic understanding of Biology. Now, when he has to talk about "Forms of life", he is going to quote Philology graduates. And he will not shy away from medieval monastic philosophy. Because, you know, a barely literate barefoot mystic can explain life so much better than someone who knows some basic Chemistry.

Obscurantism at best. Just a few steps away from chemtrails and reptilian conspiracies.
Profile Image for Whitney.
103 reviews22 followers
April 17, 2019
I would say that this is a book with an inaccurate title. I think that contributes to some its bad reviews. People don't like bait and switch. Not saying that is intentional on the author's part, but I can see someone picking this up because of the title and not liking what they find inside.

It is not pop philosophy, as the title would suggest. It is also not prescriptive, as the title also suggests. This book was a 3/5 for me until the last two pages where he sums up his aim for this book better than I expected.

LIFE is an analysis and critique much more than a "manual". He looks at the ways in which life is lived and valued by society. He points out absurdities in our valuation of lives and the inequalities that arise from thos absurdities.

What I liked about it is that he actually spent time with people whose lives have been devalued and studied their situations. He applies abstract concepts to the real lived experiences of occupied Palestine, AIDS stricken South Africans, Syrian refugees, and more.

He leans heavily on Foucault and Wittgenstein, so if you are unfamiliar with or disagree with them, I would not recommend this book.
Profile Image for SpaceBear.
1,794 reviews66 followers
November 28, 2018
This was not what I was expecting; it leans heavily on Foucault and Adorno, especially for Foucault's notion of biopolitics (the governing of populations). The 'critical' in the title really is referring to the Frankfurt School of criticism, and the subtitle "user's manual" is definitely misplaced. This book will be great for those who love the critical approach, or Foucault, but not as enjoyable to the rest.
82 reviews
March 5, 2025
4,8/5, j'ai beaucoup aimé lire ce livre qui est très intéressant et important, selon moi. j'ai cependant eu du mal à comprendre certains passages très philosophiques comme le premier chapitre... j'ai donc mis 2 mois à lire les 60 premières pages, puis j'ai pu finir le reste en l'espace de 1 ou 2 jours. livre tres important qui porte sur les inégalités des vies, en abordant l'axe de l'éthique puis de la ou des politiques intervenant sur les différentes vies.
Profile Image for Sophie.
7 reviews7 followers
October 31, 2018
This is the thoughtful essay on bio-politics which Foucault did not, and could not, produce. Fassin considers the politics of life itself. This is a politics, he writes, that is both economic and moral, and necessarily a politics of inequality. Fassin writes with care, both in his attention to analytical clarity and coherence, and in his empathetic discussion of people whose lives are devalued.
Profile Image for Darcia Helle.
Author 30 books741 followers
March 24, 2019
I tried. I really tried. But I just couldn't get a foothold with this book. I'm shocked by how much I didn't like the writing style, the content - all of it. My eyes would glaze over after just a few paragraphs. I started to hear "blah, blah, blah..." in my head. The book is only 127 pages without the notes. I made it to page 47.

*I received a review copy via Amazon Vine.*
Profile Image for eris.
332 reviews7 followers
March 20, 2021
Read for a class, but has interesting ideas and I enjoyed how Foucault’s concept of biopolitics was problematized and reworked as well as how Fassin presents morals and ethics, especially within the context of anthropology. Pretty light read in terms of syntax and clarity of ideas.
Profile Image for Eman Shehata.
2 reviews1 follower
Read
April 15, 2023
While the book makes a good critique of Foucault’s biopolitics, my issue with it is that much of what Fassin contends has been said better by critical race theorists. Fassin makes it seem like looking at inequality is a novel contribution but it only comes across this way because he is situating his thoughts within a Eurocentric genealogy of theorizing life.
Profile Image for Luca Gatto.
150 reviews3 followers
February 18, 2020
Fassin ti colpisce dritto allo stomaco, non con la crudità del suo racconto, ma con la realtà che riporta. “Le vite ineguali” è un percorso filosofi, sociologico e antropologico della percezione e del valore che noi e la nostra società da delle vite. Con un solidissimo impianto teorico e avvalorato dai suoi studi sul campo, ripercorre tematiche attualissime ma evidentemente troppo oscure per molti di noi. Le forme di vita, le etiche della vita e le politiche sella vita sono tre aspetti delle diseguaglianze che viviamo e alimentiamo ogni giorno. Opera fondamentale per capire il mondo di oggi.
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