Der Künstler Gero von Hutten wird bei einem Unfall so schwer verletzt, dass er seinen Körper nicht mehr bewegen kann. Seine Hände, die unerlässlich sind für seine Arbeit, wird er nie mehr benutzen können. Die einzige Hoffnung für ihn und seine Frau Yvonne liegt in einer riskanten, noch nie gewagten Operation: Geros Körper soll durch den eines anderen Unfallopfers, des hirntoten Studenten Josef Metzig, ersetzt werden. Doch nachdem die spektakuläre Operation erfolgreich verlaufen ist, werden alle Beteiligten vor neue Fragen und Herausforderungen gestellt: Ist dieser Mensch, mit dem Yvonne nach der Operation zusammenlebt, noch Gero – oder liebt sie nun Josef, den Körper? Wo befindet sich der Sitz unseres Wesens, was macht uns aus, und sind wir mehr als unser Gehirn? – Charlotte Kerner erzählt von einem Experiment, das die Frage nach der menschlichen Identität ganz neu stellt – mit verhängnisvollen Folgen.
Charlotte Kerner, geboren 1950 in Speyer, studierte Volkswirtschaft und Soziologie in Mannheim, Studienaufenthalte in Kanada und der Volksrepublik China folgten. Als Buchautorin hat sie sich besonders durch ihre Frauenbiografien (alle im Verlag Beltz & Gelberg) einen Namen gemacht: 1987 gewann sie mit "Lise, Atomphysikerin" zum ersten Mal den Deutschen Jugendliteraturpreis, ihr Klon-Roman "Blueprint-Blaupause" erhielt die begehrte Auszeichnung im Jahr 2000. Diese Zukunftsgeschichte wurde mit Franka Potente in der Hauptrolle erfolgreich verfilmt und in 13 Sprachen übersetzt.
Charlotte Kerner lebt als freie Journalistin und Buchautorin in Lübeck.
Überraschend- anders kann ich es gerade nicht sagen. Der Klappentext erzählt schon fast die ganze Geschichte und ich war doch etwas enttäuscht, als der Kopf bei Seite 120 immer noch nicht ab war. Das Ende hat mich dann doch wieder sehr milde gestimmt, weil ich es logisch und stimmig fand, aber so nicht erwartet hatte. Durch die nüchterne Schreibweise habe ich leider keinen emotionalen Zugang zu den Protagonisten aufbauen können, auch wenn ich so gerne gewollt hätte. Die Zwiegespräche zwischen Gero und Josef fand ich großartig, die wissenschaftlichen Erklärungen hätte ich hingegen nicht gebraucht. Es kam mir manchmal so vor, als hielte Frau Kerner mich für zu blöd, einige Aussagen zu verstehen, deshalb hängte sie oft (anscheinend zur Sicherheit, für mich aber völlig unnötig und fast schon schulmeisterhaft) nochmal die Erlärung hintendran. Fazit: Tolle Idee und eigentlich auch gut umgesetzt. Für mich standen jedoch die falschen Prioritäten im Vordergrund