Singh explains highly complex astronomical theories entertaining, vivid and memorable.
Please note that I put the original German text at the end of this review. Just if you might be interested.
A journey through the last two and a half millennia of astronomical discoveries begins in the myths and legends of various high cultures, grazes Greek astronomers and the heretical ideas of a Kepler to shift the focus ever closer to the present and the 19th and 20th centuries.
The lightness and humor with which Singh leads through the chapters opened with amusing quotes, which is scientifically often quite hearty, even more, unexpected and enjoyable. It does not diminish the fun in the least that you always know in advance who will win the race of competing hypotheses. However, what models have been designed, elevated to doctrine, and overthrown would provide material for more than one book. With what arguments and conclusions the respective defenders of an idea sought to substantiate the own truth seems bizarre sometimes.
However, if you look at the current state of research with black holes, dark matter, string theory, quantum foam and consorts, the old models seem almost harmless, innocent and understandable. In some cases, one can speak of the fortune of the father of the thesis that one of the unimaginable theories has proven in retrospect to be correct, without one could blame the conclusion of the respective scientist a mistake of reasoning. It was merely the luck or bad luck to be able to support the right or wrong idea with a more or less logically comprehensible thought building. Whether it collapsed afterward or disciples rallied around it was sometimes fate.
Moreover, they were always dazzling and bizarre figures, the scientists then and probably today. Just this display of humanity, including private anecdotes of various greatness, loosens by reading to chuckle stimulating quirks and peculiarities on the reading and dismantled in part, the high reputation of some luminaries. One may have been scientifically ingenious, but the human was sometimes still a misanthrope.
What seemed bizarre and inexplicable to the respective times of a Newton, Einstein, Hubble, Galileo, Brahe or Copernicus can be as well translated to our present-day knowledge. This is embarrassingly still in its infancy over the very nature of all the stroboscopic twinkling lights in the night sky.
Just as only fragments of the sky have been considered, mapped, and interpreted in the first place, not even to speak of exploration or understanding, the glimpses of the more profound quality are even rarer and less accurate in their correctness. In many ways, either theory has developed that result from using the effects of something unknown on known phenomena, such as gravity or light, as an explanation for the same.
Alternatively, random contemplations of cosmic events that contradict any physical order and must be filed under the note of inexplicability for the time.
So it is amusing to know that there will always be one or the other scientist who believes he has the final formula or universal explanation theory in his hands. Be it thousands of years ago, in the present or the distant future. No matter in which era, just for the sake of entertainment and cognition, these knowledge fighters should be respected on the front lines of understanding. Also, one of them will always be right, allowing a nanometer of progress in understanding the infinite and glorious complexity around, in and about us.
Singh erklärt hochkomplizierte astronomische Theorien unterhaltsam, anschaulich und einprägsam.
Eine Sternenfahrt durch die letzten zweieinhalb Jahrtausende astronomischer Erkenntnisse nimmt ihren Anfang in den Mythen und Legenden verschiedener Hochkulturen, streift griechische Astronomen und die ketzerischen Gedanken eines Kepler, um das Hauptaugenmerk immer näher zur Gegenwart und dem 19. und 20. Jahrhundert hin zu verlagern.
Die Leichtigkeit und der Humor, mit dem Singh durch die, mit amüsanten Zitaten eröffneten Kapitel führt, treffen einen bei wissenschaftlich oft doch recht deftiger Kost umso unerwarteter und erfreulicher. Es mindert den Spaß auch nicht im Geringsten, dass man vorab immer weiß, wer das Rennen der konkurrierenden Hypothesen gewinnen wird. Allein welch Modelle entworfen, zur Lehrmeinung erhoben und wieder gestürzt worden sind, würde Stoff für mehr als ein Buch liefern.
Mit welchen Argumenten und Schlussfolgerungen die jeweiligen Verfechter einer Idee die jeweilige Wahrheit zu untermauern trachteten mutet mitunter bizarr an. Wenn man sich den momentanen Stand der Forschung mit schwarzen Löchern, dunkler Materie, Stringtheorie, Quantenschaum und Konsorten jedoch betrachtet, erscheinen sie beinahe harmlos, unschuldig und nachvollziehbar. In manchen Fällen kann man vom Glück des Vaters der These sprechen, dass sich eine der jeweils unvorstellbaren Theorien im Nachhinein als richtig erwiesen hat, ohne dass man der Schlussfolgerung des jeweiligen Wissenschaftlers einen Denkfehler anlasten könnte. Es war schlichtweg das Glück oder Pech die richtige oder falsche Idee mit einem mehr oder minder logisch nachvollziehbaren Gedankengebäude untermauern zu können. Ob es danach in sich zusammenbrach oder sich Jünger darum scharten, war mitunter Schicksal.
Und schillernde und skurrile Figuren waren sie allemal, die Wissenschaftler damals und wahrscheinlich auch heute. Gerade diese Zurschaustellung der Menschlichkeit samt privater Anekdoten diverser Geistesgrößen lockert durch zum Schmunzeln anregende Macken und Eigenheiten die Lektüre auf und demontiert teilweise auch das hohe Ansehen mancher Koryphäen. Man mag wissenschaftlich genial gewesen sein, aber menschlich blieb man mitunter doch ein Misanthrop.
Was zu den jeweiligen Zeiten eines Newtons, Einsteins, , Hubbles, Galileis, Brahes oder Kopernikus bizarr und unerklärlich anmutete, kann man genau so gut auch auf unsere heutige, peinlicherweise noch immer in den Kinderschuhen steckende Erkenntnis über die wirkliche Beschaffenheit all der stroboskopisch funkelnden Lichter am Nachthimmel ummünzen. So wie nur Bruchstücke des Himmels überhaupt erst betrachtet, kartographiert und interpretiert worden sind, von Erforschung oder Verständnis gar nicht erst zu sprechen, so sind die Blicke in die tiefere Beschaffenheit noch rarer und in ihrem Richtigkeitsgehalt unsicherer.
In vielerlei Hinsicht werden entweder Theorien entwickelt, die daraus resultieren, dass man die Wirkung von etwas Unbekanntem auf bekannte Phänomene, wie etwa Schwerkraft oder Licht, als Erklärung für selbiges heranzieht. Oder es ergeben sich zufällige Betrachtungen von kosmischen Ereignissen, die jeglicher physikalischen Ordnung widersprechen und bis auf weiteres unter dem Vermerk der Unerklärlichkeit abgeheftet werden müssen.
So ist es doch amüsant zu wissen, dass es immer den einen oder anderen Wissenschaftler geben wird, der die endgültige Allformel oder die universelle Erklärungstheorie in petto zu haben glaubt. Sei es vor Jahrtausenden, in der Gegenwart oder ferner Zukunft. Egal in welcher Epoche, allein des Unterhaltungs- und Erkenntniswertes wegen ist diesen Kämpfern an der vordersten Front des Verstehens Respekt zu zollen. Und einer von Ihnen wird immer recht haben, was einen Nanometer Fortschritt im Verständnis der unendlichen und herrlichen Komplexität um, in und über uns ermöglicht.