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Schwarz und weiß

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Manche Geheimnisse sind so groß, dass wir sie nicht nur vor der Welt, sondern auch vor uns selbst verstecken müssen. Es beginnt als Liebesgeschichte. Im New York der frühen 70er Jahre werden Lili und Duke ein Paar: Sie, die Tochter einer weißen Intellektuellen-Familie, mit allen Möglichkeiten aufgewachsen, die sich jedoch für die Arbeit als Krankenschwester entschieden hat und er, der schwarze junge Mann aus dem Süden. Sie leben eine Liebe, die verheerende Zerstörung in Kauf nimmt und doch alles zu verzeihen scheint. Während Duke zu einem gefeierten Weinexperten avanciert, wird die verträumte Lili als Model entdeckt. Ihr gemeinsames Leben entwickelt sich schnell zu einem rasanten Auf und Ab, voller Möglichkeiten, Verführungen, Rückschläge. Ihre Liebe scheint jedoch unzerbrechlich. Erkennt Duke jede noch so kleine Facette eines besonderen Weines, so entgehen ihm meist die Hintergedanken und Manipulationen der Menschen. Ganz anders Lili, die wie gemacht scheint für das Spiel mit der Oberfläche, das die Mode- und Werbewelt beherrscht. Beide verlassen sich aufeinander, doch hinter Lilis Schönheit, ihrem Charme, ihrer Klugheit und Raffinesse, verbirgt sich nicht zuletzt eine mörderische Wut, die alles und jeden zu verschlingen droht. Mit Schwarz und Weiß durchschreitet Irene Dische die letzten drei Jahrzehnte des letzten Jahrtausends, um nichts weniger als unsere Gegenwart auszuleuchten. Was als großartiger, scharfsinniger wie auch scharfzüngiger New York-Roman beginnt, entwickelt sich nach und nach zu einer brillanten Auseinandersetzung mit Projektionen und Heilsversprechen, mit individuellen Träumen und sozialen Realitäten. Ein Roman, der große Fragen stellt, ohne sich der Illusion auf Antworten hinzugeben.

496 pages, Hardcover

First published April 15, 2015

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About the author

Irene Dische

34 books13 followers
Irene Dische is an American writer, born and raised in the Washington Heights district of New York City.
She has studied Literature and Anthropology on the Harvard University. She was a freelance journalist (The New Yorker, The Nation). In the early 1980s, Dische moved to Berlin, Germany, and now she devides her time between Berlin and Rhinebeck, New York. A lot of her work is written in English, but often first published in German.

Irene Dische ist eine Amerikanisch, geboren und aufgewachsen in Washington Heights, New York City.
Sie hat Literatur und Anthropologie studiert an der Harvard University . Sie war freelance journalistin (The New Yorker, The Nation). In den frühen 1980er Jahren zog sie nach Berlin, Deutschland, und jetzt lebt sie abwechselnd in Berlin und in Rhinebeck, New York. Viele ihrer Werke sind in englischer Sprache verfasst, aber zuerst in deutscher Sprache herausgegeben.

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Displaying 1 - 2 of 2 reviews
362 reviews5 followers
June 4, 2019
Dies ist das erste Buch von Irene Dische, dass ich gelesen habe. Es gelingt ihr spielend, mich in die dort geschilderte Welt zu ziehen und fast 500 Seiten zu halten. Dafür hätte sie vier Sterne verdient.

Trotzdem erhält das Buch von mir nur drei Sterne, und zwar aus folgenden Gründen:
Zum einen ist für mich die Geschichte des Farbigen Duke in einer weiß dominierten Welt mehr die Geschichte eines gesellschaftlichen Aufsteigers, die Hautfarbe kommt als Zugabe eher oben drauf. Daher empfinde ich den Buchtitel als ein wenig irreleitend.
Zum anderen schildert die Autorin in diesem Buch nahezu ausschließlich Menschen, die völlig unreflektiert durchs Leben treiben und in einigen Situationen ohne moralischen oder ethischen Kompass ihren Gefühlen folgen und ohne Rücksicht auf andere handeln. Einfach gesagt, fand ich alle wichtigen Figuren abstoßend. Die beiden selbstlosen und gütigen Ausnahmen, der Weinhändler und der Modelagent, sterben an Demenz bzw. an Krebs und sind für die Hauptfiguren finanzielle Melkkühe.

Dass der es Irene Dische gelang, mich dennoch an das Buch zu fesseln, spricht für die Qualität der Autorin. Deshalb werde ich bei Gelegenheit einem anderen Buch von ihr eine Chance geben.
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399 reviews39 followers
March 19, 2020
Uff, das Buch hat mich arg genervt, auch wenn die Charakterisierungen doch gut gemacht sind, reicht es nicht, um daraus auch ein gutes Buch zu machen.
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