Ich habe parallel zum Original diese Nacherzählung von Frau Lechner gelesen und sie hat mir sehr gut gefallen. Sie hat den Originaltext prima und vollständig nacherzählt, behält die antike Note bei und fasziniert durch eine spannende Erzählweise. Anders als im Original baut sie die Geschichte rein chronologisch und auktorial auf, was ich im Rückblick klasse finde.
Ich schreibe diese Bewertung Jahre nachdem ich das Buch gelesen habe und vielleicht hätte ich mittlerweile, als erwachsene Person, eine andere Meinung. Dennoch muss ich sagen: Ich ging als Kind, als großer Fan von Odysseus und der Saga in dieses Buch und es hätte mich fast meine Liebe zu klassischen Mythen gekostet. Mir war zu diesem Zeitpunkt sowohl die Odyssee, wie auch die Ilias bereits bekannt und ich hatte mich über eine spannende Schullektüre sehr gefreut. Fairerweise muss bemerkt werden, dass Schullektüren immer einen gewissen Unwillen mit sich führen werden, doch ich war zunächst durchaus positiv eingestellt gewesen. Und wurde zutiefst enttäuscht. Ich denke die Illias und Odyssee sind wohl zwei der besten mythischen Beispiele, warum ein real existierendes Pantheon aus Göttern mehr hinderlich als hilfreich wäre. Aus diesem Grund finde ich es einen wahnsinnigen Einfall, die Götter aus der Geschichte zu entfernen.
Damit sich dies nicht in eine einzige Tirade verwandelt, werde ich zum Schluss sagen: Ich werde dieses Buch nie wieder lesen. Vielleicht war ich zu jung, um es damals richtig zu wertschätzen, aber von allen Lektüren, die mir in der Schule aufgegeben wurden, hatte mich diese am meisten frustriert. Sehr viel mitreißender fand ich als Kind hingegen die Griechischen Sagen Hörbücher von Dimiter Inkiow und (natürlich) "Percy Jackson" von Rick Riordan. Wer lebenslange Begeisterung für die Klassiker erwecken möchte, sollte sich an den versuchen.
ich musste das buch für die schule lesen und war deshalb schonmal nicht sehr begeistert und eher unmotiviert, das buch zu lesen. es hat mich dann aber doch ziemlich gepackt und ich fand es eigentlich ziemlich gut (im gegensatz zu den anderen büchern, die wir für die schule lesen müssen). was mich aber ziemlich gestört hat, war, dass man immer schon ziemlich genau wusste, was passieren wird bzw. dass odysseus alles immer überlebt und irgendwie schafft, das hat für mich die spannung etwas verdorben..
Es ist ein Klassiker der Weltliteratur, schon klar. Ich hatte mir die Irrfahrten irgendwie schlimmer vorgestellt. Irgendwie hat mich gestört, dass Odysseus für das meiste selbst verantwortlich ist, da er so neugierig war und unbedingt bei dem Riesen eindringen musste. Hätte er dem nicht das Auge ausgestochen und wäre dann dessen Vater Poseidon nicht sauer gewesen, so wäre Odysseus und seinen Freunden einiges erspart geblieben und vielleicht hätten ein paar mehr überlebt. Die Sprache von Auguste Lechner muss ich aber positiv herausstellen, so versteht diesen Klassiker wirklich jeder und es macht Spaß ihn zu lesen. Das Ende war, wahrscheinlich auch im Original, etwas plump. Aber trotz allem: ein Klassiker.
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Der Einschätzung "ab 12 Jahren" würde ich nicht vertrauen - das Vokabular ist doch etwas in die Jahre gekommen, die Geschichte ist recht ausführlich erzählt und es gibt nur wenige Namenserklärungen in einem Register am Ende.
Ich fand das Buch wunderbar zu lesen - die Geschichte von Odysseus ist faszinierend, spannend und von wurde von Auguste Lechner unterhaltsam niedergeschrieben. Sehr kurzweilig zu lesen, bei der die griechische Mythologie dennoch einfach im Kopf bleibt.
Ich interessiere mich jetzt gerade sehr für griechische Mythologie und da gehört die Odyssey natürlich zu den berühmtesten Werken. Ich kannte die Geschichte schon wage und finde die Nacherzählung für Jugendliche geeignet. Ich habe nie den Faden verloren und auch so fand ich es recht interessant. Falls man sich aber nicht für griechische Sagen interessiert sollte man es meiner Meinung nach nicht lesen, dann ist es wahrscheinlich langweilig und etwas verwirrend.