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Calvin und Nuri #3

Feuerfrühling

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Ein Feuer wütet in Arsal:
Die kleine Stadt im Libanon, in der Calvin und Nuri mit den Kindern Zuflucht gefunden haben, wird Ziel des IS. Die Zelte der Flüchtlinge stehen in Flammen.

Ein Feuer wütet in Europa:
Ein Feuer aus Hass gegen alles Fremde.
Europa verbarrikadiert seine Grenzen - mit Gesetzen, Stacheldraht, Waffengewalt.
Gemeinsam mit den Kindern machen sich Calvin und Nuri auf den Weg zurück nach Deutschland, ohne gültige Papiere. Ihre Reise wird zu einer Odyssee über das Meer, durch Internierungslager, über Grenzen aus Hass, Mauern und Stacheldraht - eine gefährliche, eine tödliche Reise.

Ein Feuer wütet in Calvin:
In ihm brennen die Wunden der erlebten Gewalt, er hat sich immer weniger unter Kontrolle und hasst sich für seine Ausbrüche von ohnmächtiger Wut.

Ein Feuer wütet in Berlin, ein Feuer der Erinnerung:
Endlich kommt es zum Prozess gegen Pascal und seine Clique.

Werden Nuri und Calvin Berlin rechtzeitig erreichen, um im Prozess gegen Pascal auszusagen, der damals das Feuer im Flüchtlingsheim gelegt hat? Kann es doch noch Gerechtigkeit geben? Kann ihre Liebe all dies überstehen?
Oder bleibt nur das Feuer, das am Ende alles vernichtet?

Für Jugendliche und Erwachsene ab 16 Jahren

524 pages, Paperback

First published October 13, 2017

40 people want to read

About the author

Peer Martin

13 books10 followers
Peer Anders Martin wurde 1968 in Hannover geboren. Schon als Jugendlicher interessierte er sich neben Basketball, Eckkneipen und Schwarzweißfilmen für das Schreiben, kam allerdings über merkwürdige Kurzgeschichten nie hinaus. Nach einem Sozialpädagogikstudium in Berlin (wo er seine ganz erstaunliche Frau und erste Leserin kennenlernte) arbeitete er mehrere Jahre mit Jugendlichen in Berlin, Brandenburg und Vorpommern, zuletzt auf der Insel Rügen.
Diese Erfahrungen und die Erzählungen eine syrischen Freundes brachten ihn schließlich dazu, seinen ersten Roman niederzuschreiben, der auf seinen vielen langen Spaziergängen an den Stränden der Ostseeküste entstand, wo er seine Geschichte zuerst der geduldigen Hündin Lola erzählte.
Seit kurzem lebt er mit seiner Frau, drei Kindern und Lola in Quebec und konzentriert sich ganz auf seine Geschichten (und natürlich seine Kinder).

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Community Reviews

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Displaying 1 - 4 of 4 reviews
Profile Image for Lu.
14 reviews
November 4, 2024
Als ich mich am Anfang des Buches mit dem Ende gespoilert hatte, war ich zerstört. Zwar auf eine gute Weise (ist das möglich?) aber fix und fertig
Die Geschichte von Nura und Calvin ist die schönste (und traurigste), die ich seit langem gelesen habe.
Auch wenn es für die Hauptcharaktere ein Happy End gibt, ist es keinesfalls eine Geschichte mit Happy End. Die Probleme bleiben ungelöst. Wie nicht?
Trotz dass beide Protagonisten leben, sterben gegen Ende ein paar Nebencharaktere, die man im Verlauf der drei Bücher lieb gewonnen hat.
Dieses Ende macht die Geschichte natürlich nochmal um einiges trauriger als sie so schon ist.
Genau diese Message macht diese Buchreihe aber zu 5 Sternen. Sie wird nichts verändern, ist aber trotzdem wichtig
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for Caterina (Catas Welt).
164 reviews4 followers
February 5, 2018
Meine Meinung zum Buch

Gestaltung: Peer Martin ist ein Autor, der unglaublichen Mut vorweist und düstere Themen, vor denen man immer wieder die Augen verschließt, anspricht. Dafür ziehe ich meinen imaginären Hut. Schon in "Sommer unter schwarzen Flügeln" hat der Autor mich bewegt, wütend gemacht und unglaublich zum Nachdenken gebracht. In seinem zweiten Teil "Winter so weit" war es nicht anders. Nun sollte es also einen dritten Teil geben. Und ich muss sagen, ich hatte Angst diesen Teil zu lesen. Nicht weil er schlecht sein könnte, sondern a) weil ich nicht wusste, was mich in diesem Abschlussband erwarten und b) weil er vermutlich nicht an seine Vorgänger herankommen könnte. Ich wollte unbedingt, dass alles gut wird, weiß aber nicht, ob ich im Nachhinein damit zufrieden bin, wie es letztendlich ausgegangen ist.

Einstieg: Band zwei war turbulent. Aber das kannte ich schon aus "Sommer unter schwarzen Flügeln". Immer wieder gab es Momente, in denen ich schockiert war, traurig aber auch unsagbar wütend. Gerade durch den Aspekt, dass - Achtung Spoiler zu Band 1 & 2 - Nuri das Feuer im Asylheim doch überlebt hat, hat der Autor einen Hoffnungsschimmer geschaffen, der über den gesamten zweiten Teil schwebte. So ließ mich Peer Martin mit einem recht zufriedenen Ende zurück, das in mir die Hoffnung breit machte, dass Nuri und Calvin vielleicht doch trotz des düsteren Themas ihr Happy End bekommen könnten. Allerdings wird diese Hoffnung im dritten Band schnell zu nichte gemacht. Denn obwohl mir der Einstieg wieder recht gut gefiel, so machte sich schnell ein dicker Kloß im Hals breit - denn dieser Abschlussband würde sich so ganz anders entpuppen, als die anderen Bücher.

Charaktere: Schon in den Vorgängern hat Peer Martin einiges von seinen Figuren verlangt, wo ich manchmal ganz schön schlucken musste. Gerade einige Momente aus dem zweiten Band kommen mir da in Erinnerung. Im dritten Band sieht es nicht anders aus. Nuri reiste also Hals über Kopf zu Calvin, an sich eine völlig irrwitzige Idee, trotz allem liegen sich beide am Ende vom zweiten Band in den Armen. Nun steht aber eine neue Herausforderung für sie bereit: Sie müssen den Rückweg vom Libanon nach Deutschland auf sich nehmen. Und dieser Weg wird schnell zur Odyssee mit vielen Höhen und Tiefen. Gerade bei Calvin merkt man, dass die Zeit in Syrien und die Fängen des IS nicht ungeschadet an ihm vorbeigehen, so muss er im finalen Band, nicht nur dafür sorgen, dass die Kinder, die ihm seit einiger Zeit begleiten halbwegs über die Runden kommen und nebenbei versuchen die Liebe zu Nuri aufrechtzuerhalten, sondern er hat selber noch seinen eigenen Feind. So verliert er immer wieder die Kontrolle und stürzt in Wutausbrüche. Ich muss ganz ehrlich sagen, das war abzusehen, denn schließlich geht so eine traumatische Erfahrung nicht irgendwie an einem vorbei. Früher oder später holt sie einen ein.  
Nuri wirkte auf mich in diesem Band etwas distanzierter, dafür bekam Cindy in Deutschland mehr Spielraum. Sie nahm für mich stellenweise die Rolle von Calvin aus dem ersten Teil ein. Eine ganz besondere Figur. Ebenso Nuri und Calvin. Aber ich muss sagen, so sehr ich die Figuren ins Herz geschlossen habe, so fehlte mir gerade in "Feuerfrühling" etwas ganz besonderes. Dass Nuri und Calvin nicht mehr die selben Protagonisten wie aus dem ersten Band sind, war deutlich, dennoch sind es für mich eben diese Eigenschaften, die sie so besonders gemacht haben. So war Calvin Mitglied einer rechten Jugendbande, welches allmählich Zweifel bekommt und Nuri das Flüchtlingsmädchen aus dem Asylbewerberheim. Aber das sind sie im dritten Teil nicht mehr.

Handlung:  Dass dieser Abschlussband sich bald ganz anders gestaltet, als noch seine Vorgänger, merkte ich recht schnell. Irgendetwas fehlte mir und je weiter ich voran kam, umso deutlicher wurde es, WAS mir fehlte. Gerade im ersten Band, verfloch Peer Martin neben der sehr düsteren Thematik immer wieder Poesie in seine Geschichte, so dass immer ein gewisser Zauber bzw. Hoffnungsschimmer, dass am Ende doch alles gut werden könnte, über der Geschichte schwebte. Im zweiten Band verblasste diese Atmosphäre. Jedoch fehlte sie mir im dritten Teil ganz besonders. Der Hoffnungsschimmer war zwar nicht verschwunden, aber er war eben nicht mehr so präsent, weshalb mir das Buch sehr "schwer" vorkam. Es fühlte sich an manchen Stellen wirklich erdrückend an und ich konnte nicht so viel lesen, wie ich gewollt hatte. Ein ganz großer Bestandteil dieses Buches ist natürlich die Heimkehr nach Deutschland. So macht sich Nuri also das zweite Mal als Flüchtling in dieses Land. Aber auch der Gerichtsprozess des Brandanschlages übernimmt eine einnehmende Rolle. In diesem Buch müssen die Figuren einige Schicksalsschläge in Kauf nehmen und werden immer wieder auf harte Proben gestellt. Es gab Momente, in denen ich das Buch weglegen musste, um erst einmal das zu verdauen, was ich gerade gelesen habe. Es gab aber auch Momente, die mich wirklich wütend gemacht haben, aber auch welche, in denen mir das Herz zerbrach. Aber der Autor schockierte mich auch mit Wendungen, die ich so nicht akzeptieren wollte. Und immer wieder brachte mich Peer Martin zum Nachdenken.

Schreibstil:  Peer Martin schreibt großartig. Schonunglos, mutig und ehrlich - das merkte ich schon in seinem Auftakt. Damals dachte ich "Sommer unter schwarzen Flügeln" sei ein Einzelband, und ich war froh, dass er sich den Themen des Rassismus, Fremdenhasses aber auch des IS widmete. Themen, vor denen man lieber die Augen verschließen will. In zweiten Teil sah es nicht anders aus. Hier wurden Geschehnisse des IS plötzlich in einer ganz anderen Dimension erzählt. Und im dritten Band beschäftigt sich der Autor mit Themen der Flucht, und wie Flüchtlinge teilweise behandelt werden. Auch wenn ich seine Erzählweise wirklich liebe und allein dafür auch in Zukunft seine Bücher lesen werde, so fand ich seinen Schreibstil stellenweise sehr erdrückend, aber das kam vermutlich durch das Thema des Buches. Trotz allem steht ganz viel zwischen den Zeilen und ich musste mehr als einmal ganz genau lesen, um ja keine Info zu "überlesen".



Mein Urteil 
 
"Feuerfrühling" entpuppte sich schnell als etwas ganz anderes als seine Vorgänger. Mir fehlte an manchen Stellen die Atmosphäre, ja in irgendeiner Weise der Zauber aus dem ersten Band. Sie ist im Laufe der Reihe ein wenig verloren gegangen, besonders im dritten Buch ist mir das aufgefallen. Auch sind Nuri und Calvin nicht mehr die Figuren, die ich im ersten Band so bewundert habe. Alles in allem fiel es mir manchmal schwer dieses Buch zu lesen, weil es an vielen Stellen wirklich beklemmend war. Trotz der Kritik bin ich so froh, diese Reihe gelesen zu haben, denn Peer Martin erzählt ehrlich und schonungslos, was in der Welt passiert. Er hält hiermit der Gesellschaft einen Spiegel vor Augen, dass man im Hinblick auf Rassismus in den eigenen Reihen, wie auch im Ungang mit Flüchtlingen nicht die Augen verschließen soll. Und diese Message, war der Grund, warum ich die Bücher so besonders finde. Für mich kommt Band drei bei weitem nicht an den ersten Teil heran, trotzdem erhält das Buch sehr gute 4 von 5 Welten, weil es unglaublich zum Nachdenken anregt.
Profile Image for laven.
84 reviews
July 25, 2019
I just... What can I say? This is the book. The best and hardest book I've ever read. I want you all to read this series and most importantly this one, the third part. But as much as I praise this book, I had issues with it that need to be addressed:
Firstly, the trivialisation of suicide, which, even though happened, was handled quite well, so I can excuse it and agree that it should be in the book, but secondly the trivialisation of domestic abuse.
Having said that, the rest of the book is unbelievable. Y'all know what this is about so... Let me just say, Peer Martin, you deserve so much more attention for your work. And we all deserve more books by you :)))
Displaying 1 - 4 of 4 reviews

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