Unser Trainer ist weg! Okay, ich weiß, das klingt erst mal nicht so dramatisch. Ist es aber, weil wir eine echte Loser-Truppe sind und beim größten Basketballturnier Deutschlands ohne ihn überhaupt keine Chance haben. Wir sind einfach zu klein. Und zu langsam. Und werfen kann bei uns auch keiner richtig. Deshalb hat uns niemand was zugetraut. Selbst ich nicht. Aber dann haben wir uns gar nicht mal so doof angestellt, und alle von uns haben angefangen, ein bisschen an sich zu glauben. Bis plötzlich der Trainer verschwunden ist. Einfach so, mitten im Turnier. Dabei ist ihm der Wettbewerb total wichtig gewesen. Irgendwas stimmt da nicht. Wir müssen unbedingt rausfinden was. Und wo er ist. Sonst können wir das mit dem Gewinnen vergessen.
Hamburg: Der 13-jährige Luca möchte mit seiner neu gegründeten Basketballmannchaft am „Night Move“ teilnehmen. Der Siegermannschaft winkt eine Reise in die USA. Doch die bunt zusammengewürfelten Spieler müssen sich erst einmal zusammenraufen. Trainiert wird „Schlamm Hamm“, wie sie sich nennen, ausgerechnet vom Hausmeister der Schule! Doch dann ist der Hausmeister plötzlich verschwunden – mitten im Turnier! Luca und seine Freunde wollen ihn suchen und ahnen nicht, in welche Gefahr sie sich damit bringen. *** Mein Leseeindruck: Dieses Jugendbuch hat mir sehr gut gefallen, was mich selbst sogar ein bisschen überrascht hat. Eine große Rolle spielt Basketball, und eigentlich habe ich mit dieser Sportart kaum Berührungspunkte. Dennoch konnte mich die Geschichte total gefangen nehmen, und ich habe sehr mit Luca und seinen Freunden mitfühlen können. Das Thema Freundschaft spielt auch eine große Rolle in diesem Buch. Es geht um einige Jugendliche, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, die Außenseiter sind, die arm sind und doch etwas erreichen wollen und zusammenhalten. Außerdem ist die Geschichte auch sehr spannend, denn die Suche nach ihrem Trainer bringt die Freunde in abenteuerliche Situationen. Eine Familiengeschichte ist im Buch enthalten und eine zarte Romanze. Ich glaube, so ist wirklich für jeden etwas dabei, und das Buch wird sicherlich sowohl Jungen als auch Mädchen ansprechen. Mir hat das Lesen auf jeden Fall sehr viel Freude gemacht, und ich kann das Buch weiterempfehlen an alle, die einmal ein etwas außergewöhnliches Jugendbuch lesen möchten!
Zunächst möchte ich die optische Gestaltung von Absolute Gewinner loben, denn das besondere ist, dass sich das Cover anfühlt wie ein Basketball, was das Leseerlebnis noch authentischer macht. Auch gefielen mir die kleinen Illustrationen mit passenden kurzen Zitaten an den Kapitelanfängen richtig gut.
Der Protagonist Luca war mir leider wenig sympathisch. Ich hatte zwischendurch das Gefühl, dass er, obwohl (oder weil?) er eher in einer Außenseiterposition war, wenig Empathie und Feingefühl besaß, manchmal wirkte er ziemlich skurril und vor allem intolerant. Der Schreibstil war jugendlich und locker, dadurch dass die Geschichte in der Ich-Perspektive verfasst wurde kam es so rüber, als würde Luca einem Kumpel von den Geschehnissen berichten, was ich zweckgemäß fand, zumindest was die Erzählweise anging. Im Buch gab es allerdings zahlreiche Vorurteile, die vor allem optische Eigenschaften von Menschen betrafen, beispielsweise blieben kleine Männer nie locker und Dunkelhäutige hätten ein typisches riesiges Afro-Lachen, was ich in dem Kontext irgendwie unangenehm fand, besonders wenn man bedenkt, dass Luca selber sehr unter einer körperlichen, störenden Eigenschaft leidet.
Wer nicht locker blieb, war der General. Wie das so ist bei kleinen Männern. (Absolute Gewinner, S. 222)
Zu Beginn wurde der Aspekt, dass Luca eine sehr hohe, krächzige Stimme besaß, immer wieder thematisiert, sodass ich das Gefühl hatte, dass es wichtig für den Verlauf sein würde. Doch später habe ich das nicht mehr auf dem Schirm gehabt, auch wurde es nicht mehr erwähnt, was ich unpassend fand, denn letztendlich stellte genau das anfangs einen sehr wichtigen Punkt in Lucas Leben dar, mit dem er nicht gut zurecht zu kommen schien. Ich hätte mir dahingehend gewünscht, dass dies nochmal aufgegriffen wird und nicht während der rasanten Ereignisse völlig aus den Augen verloren wird.
Ich persönlich habe zuvor kein Buch gelesen, das sich mit der Sportart Basketball beschäftigt, somit fand ich die Thematik sehr erfrischend, auch wenn es zahlreiche spezifische Begriffe gab, die mir größtenteils fremd waren, sich aber meistens aus dem Zusammenhang ergeben haben. Insgesamt gefiel mir die inhaltliche Umsetzung ganz gut, das Tempo wurde durch krimihafte Aspekte angehoben. Nicht nur, dass der Trainer der bunten, jugendlichen Truppe von heute auf morgen verschwand, plötzlich hatten zwielichtige Gestalten ihren Auftritt und die Kids mussten sogar einen Ausflug nach St. Pauli unternehmen, um etwas über die Hintergründe ihres Trainers zu erfahren. Es gab ein paar Wendungen, die insbesondere Jana – eines der Mannschaftsmitglieder – betrafen und mich überraschen konnten.
Neben jugendlichen Angelegenheiten wie Verliebtsein, Vereinssport und Konflikte mit den Eltern wurden außerdem Gesichtspunkte wie unklare familiäre Hintergründe und dessen Erforschung, Macht, Selbstvertrauen, korrupte Wettbüros und besondere Fähigkeiten im Computerbereich angesprochen. Daraus ergaben sich zahlreiche krimihafte, gefährliche, aber auch humorvolle und skurrile Situationen, in denen mir die Rolle des Coaches am besten gefiel. Auch hätte ich ehrlich gesagt nicht erwartet, dass der Handlungsverlauf so ernst und tiefgründig sein würde. Besonders von Heinrichs Talenten konnte die Gruppe profitieren, wodurch er zu einer wichtigen Basis wurde – und für mich zum Helden.
Die Auflösung fand ich angemessen, auch wenn noch ein paar Fragen meinerseits offen geblieben sind. Letztendlich handelte es sich für mich um eine spannende, jugendliche Geschichte für Zwischendurch, die mich gut unterhalten hat und die man aufgrund des lockeren Schreibstils und der übersichtlichen Seitenzahl recht flott lesen kann. Mit dem Protagonisten bin ich leider nicht wirklich warm geworden, die Nebencharaktere, vor allem Heinrich und Jana, aber auch den Coach, empfand ich persönlich als viel interessanter und ihre Geschichten gehaltvoller als Lucas.
Absolute Gewinner gefiel mir im Ansatz zwar gut, jedoch fehlte mir etwas. Bezüglich der erhofften Gruppendynamik zwischen den Jugendlichen wurden ein paar wichtige Aspekte angesprochen, die leider nicht alle ausgebaut worden sind. Dennoch eine unterhaltsame Geschichte mit interessanten Nebenfiguren, bei der das Tempo zwischendurch durch krimihafte Anteile angehoben wurde.
Danke an den Magellan Verlag für das Rezensionsexemplar.
I like the book ! Never thought i would read a book that contained basketball and the balkan mafia
At some point in the book a adult ( i think ) tried having sex with the main character but stopped when he said that he had no money😰 he had a few coins , so she allowed him to touch her breast ( very weird ) .
( i already saw the plotwist from a mile away but it was still quite interesting how the female lead reacted to that )
This entire review has been hidden because of spoilers.