Warum scheitern Frauen immer wieder an den eigenen Ansprüchen? Und warum ziehen sie alle beim Sex den Bauch ein? Dies ist ein Buch über alle Facetten der Weiblichkeit: Die schönen, weniger schönen und manchmal auch absurden. Ein Buch über Beziehungen, Sex, Sieben-Achtel-Hosen, Body Shaming, Besuche beim Frauenarzt, Diät-Shakes, Dating-Plattformen, das eigene Spiegelbild – und über das permanente Gefühl, nicht perfekt zu sein. Nicole Jäger findet: Jede Frau ist mehr als eine Zahl auf einer Waage und hat ein Recht auf ein gutes Körpergefühl, auf Weiblichkeit und darauf, verdammt glücklich zu sein – und auf all die Katastrophen, die ihr auf dem Weg dahin passieren.
Ein Blick auf Weiblichkeit aus der Sicht einer dicken Frau – witzig, unverblümt und schonungslos ehrlich.
Ich mag Nicole Jäger einfach. Punkt. Sie bohrt den Finger genau dort hinein wo es eh schon weh tut und gleichzeitig schafft sie es einem ein gutes Gefühl zu geben, weil ihre Worte einfach so wahr sind. Niemand versteht eine dicke Frau so gut wie eine dicke Frau. Und das ist es eben: ich fühle mich verstanden, wenn ich ihre Bücher lese.
Ich hab gelacht, geweint, zugestummen, verneint, gefragt, gewundert, mitgefühlt, hinterfragt und das wichtigste, verstanden. Ich sie und sie mich.
Nicole weiss wie Sche*sse es ist. Sie weiss von was sie redet. Alle Ängste die Dicke (und Menschen mit Essstörunen) haben. Ängste die Frauen (und Männer?) haben. Vielleicht nicht Alle, aber vielleicht verstehen Menschen die anders fühlen, die "Anderen" danach ein bisschen besser.
Nicht nur Essen ist ein Thema, sondern auch Sex und der Umgang Miteinander.
Seit ein bisschen verständnisvoller und netter Zueinander. Ihr seit schon genug gemein zu euch selber.
Leider konnte mich das Buch nicht so recht überzeugen. Ich kannte Nicole vorher nicht, bin zufällig auf das Buch gestoßen, als ich etwas über Body Positivity gesucht habe - die Zuordnung passt jedenfalls und inhaltlich hab ich auch wenig auszusetzen. Besonders gut haben mir die Kapitel zu Menstruation und Emanzipation/Feminismus gefallen. Leider bin ich aber mit dem Schreibstil nicht so recht klargekommen, das war mir zum Teil einfach zu plakativ und meinen Humor hat es auch nicht so recht getroffen. Deswegen gibt es von mir leider nur zwei Sterne, aber trotzdem eine Leseempfehlung, da ich glaube, dass das ein klassischer Fall von "es liegt nicht an dir, es liegt an mir" ist ;)
Ich kann mich noch ganz genau erinnern, wann ich „Nicht direkt perfekt“ gelesen habe und wie sehr es mich positiv beeinflusst hat. Das Buch nahm ich nämlich zum Strandurlaub mit. Für viele ist es ne sehr entspannte und schöne Zeit, worauf man sich freut, für mich der reinste Horror. Denn ich habe schon seit einem sehr sehr jungen Alter mit dem Thema Essstörung zu kämpfen. Das Buch zeigt dir einfach wie wundervoll du bist, so wie du gerade bist.