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Die Wolkenfischerin

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Charmant und gewitzt hat sich Claire Durant auf der Karriereleiter eines Berliner Gourmet-Magazins ganz nach oben geschummelt. Denn niemand ahnt, dass die Französin weder eine waschechte Pariserin ist noch Kunst studiert hat – bis sie einen Hilferuf aus der Bretagne erhält, wo sie in Wahrheit aufgewachsen ist: Ihre Mutter muss ins Krankenhaus und kann Claires gehörlose Schwester nicht allein lassen. Claire reist in das kleine Dorf am Meer und ahnt noch nicht, dass ihre Gefühlswelt gehörig in Schieflage geraten wird. Denn ihr Freund Nicolas aus gemeinsamen Kindertagen ist längst nicht mehr der schüchterne Junge, der er einmal war, und dann taucht aus heiterem Himmel auch noch ihr Chef auf. Claire muss improvisieren, um ihr Lügengespinst aufrechtzuerhalten – und stiftet ein heilloses Durcheinander in dem sonst so beschaulichen Örtchen Moguériec …

400 pages, Paperback

First published December 18, 2017

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About the author

Claudia Winter

21 books16 followers

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Community Reviews

5 stars
26 (19%)
4 stars
53 (40%)
3 stars
36 (27%)
2 stars
12 (9%)
1 star
4 (3%)
Displaying 1 - 19 of 19 reviews
Profile Image for Sarah Kallus.
317 reviews196 followers
March 30, 2018
Ganz nett, aber gab mir leider überhaupt nichts Nachhaltiges. Auch von den Emotionen her war es einfach lasch. Schade.
Profile Image for Geli.
245 reviews11 followers
August 2, 2018
Eine wirklich schöne Geschichte mit interessanten Figuren und französischen Flair,
Mein erstes, aber bestimmt nicht mein letztes Buch von Claudia Winter.
Profile Image for Jil.
121 reviews2 followers
December 19, 2017
Achtung: Evlt. leichte Spoiler.

Rezension – Fische nach deinen Träumen, du bist selbst dafür verantwortlich
‚Die Wolkenfischerin‘ ist bereits der dritte Roman, den ich von der Autorin aus dem Goldmann Verlag lese, und auch er begeistert wieder. In der gewohnten Eleganz und gefühlvollen Note, die jeder einzelne Satz ins Leserherzen treibt. Claudia Winters Schreibstil hat klasse, ist flüssig und eloquent, malt wundervolle Bilder und webt packende Gefühle, entführt einen direkt an den Ort des Geschehens und lässt einen reisen – durch die Geschichte, die Schauplätze, das Leben. Sie hat es somit zum wiederholten Mal geschafft, mich am Ende vollkommen zufrieden zurückzulassen. Bisher waren ja die ‚Glücksterne‘ mein Favorit von ihr, doch ich muss sagen, dass diese durch ‚Die Wolkenfischerin‘ um einen Platz nach hinten verschoben worden sind. Claudia Winter ist mit dieser Erzählung schriftstellerisch gewachsen, hat sich an ein zum Teil sehr persönliches Thema (Gehörlosigkeit ist auch in ihrer Familie bekannt) herangetraut und dieses voller Leben und Kraft in die Geschichte gebaut. Davor ziehe ich meinen Hut, denn es kostete mit Sicherheit eine Menge Mut und Tränen, doch es ist ihr gelungen. In jedem Wort spürt man die unendliche Liebe, die sich nicht an äußerlichen und innerlichen Begebenheiten festmacht, sondern die einfach ist. Rein und klar. Ich bin ein Fan ihrer Art, Geschichten zu erzählen – voller Stil, Wortwitz, Esprit und immer passend zum jeweiligen Thema. Claudia Winters Romane sind voller Genuss, Zuneigung und schmiegen sich wie ein lieb gewonnener Freund um die Leserseele.
So natürlich auch in diesem kleinen Schmuckstück, indem wir zu Beginn der jungen Gwen begegnen, die ihren Vater verloren hat und damit vorerst auch, ihren Träumen nachzujagen. Ihre Schwester ist gehörlos, ihre Mutter seit dem Tod des Mannes seltsam kalt und distanziert, wenn es um Gwen geht, welche sich missverstanden und ein Stück weit auch im Stich gelassen fühlt. Vor dem harten Schicksalsschlag war die Familie geprägt von Liebe, Zuneigung und Lebensfreude, jetzt ist sie erfüllt von Einsamkeit, fehlender Hoffnung und der Bitterkeit des Lebens. Die Trauer droht Gwen zu ersticken, nimmt ihr jede Antriebskraft, die sie gerade in den Jahren einer Teenagerin so dringend benötigte. Doch dann entscheidet sich die von Schmerz und Verlust durchsetzte Familie, die etwas schrullige Tante in Paris zu besuchen und mit Gwen wird mit einem Mal alles anders, sie lernt wieder zu leben und ihren Schmerz hinter der Fassade der grand dame zu begraben. Flüchtet vor ihrer Vergangenheit, um sich eine fehlerlose Zukunft aufzubauen. Plötzlich taucht auch noch eine gewisse Claire in Gwens Leben auf und weist ihr den Weg die Träume- und Karriereleiter hinauf. Das Ganze hat nur einen hohen Preis: die Abkehr von Mutter und Schwester, der sie doch ein baldiges Wiedersehen versprochen hatte … ein ›Bald‹, das eine Ewigkeit dauern sollte …
Wenn das Leben neue Chancen verteilt und ein übermächtiger Beamter zum Überbringer dieser wird. Wenn eine gehörlose Schwester, eine sich über die Jahre abschottende Mutter und eine Tante voller Charme, Esprit und Grande Dame-Allüren zum Wegweiser nach Hause werden. Wenn ein Chef, der so ganz anders ist als die vergangenen Jahre zum Anker wird und in der Heimat Gwens unerwartet auftaucht. Wenn eine Gwen sich selbst zu finden versucht. Wenn Fassaden, die wir alle von Zeit zu Zeit auflegen, bröckeln, weil der Blick dahinter uns erst die Wirklichkeit zeigt. Ja, dann ist es Schicksal, ein Schicksal, das uns offenbart und mit viel Mut erkennen lässt, dass Finistère womöglich doch nicht das Ende der Welt ist. Sondern erst der Beginn, man muss sich einfach nur von den bretonischen Wellen tragen lassen. Sie führen einen schon genau dahin, wo das Herz gesunden kann.

• Ob es Gwen so auch ergehen wird?
• Wird sie es schaffen, zu ihrer Familie und ihren wahren Träumen zurückzufinden?
• Frisst der Schmerz um den bitteren Verlust sie innerlich auf und macht eine Rückkehr zu Mutter und Schwester unmöglich?
• Wird es am Ende überhaupt noch eine Familie geben, die sie willkommen heißt?
• Und was hat es mit dieser Claire auf sich, die später noch zu Gwens Wegweiser in Richtung Wahrheit werden soll?
• Nicht zu vergessen, ein gewisser Hellwig, der dieser nicht nur das Herz höherschlagen lässt, sondern sie auch dazu zwingt, eine wichtige Entscheidung zu treffen?
• Was wird es am Ende sein: Wahrheit oder Lüge?
Lest selbst und lasst Euch abwechselnd entführen nach Berlin, Paris und in die Bretagne. Lasst Euch dabei wie die Wolken treiben und nehmt jedes noch so leise Detail auf. Der Herzschlag der Geschichte sitzt in jeder Zeile. Es ist eine Liebesgeschichte: um die unendliche Liebe einer Familie, um Vergebung, Neubeginn und die Erkenntnis, dass ein Zuhause nicht durch Lügen und Abkehr verschwindet, sondern sich immer im Herzen befindet.
»[…] und es war so still dort, während hier sogar die Nacht einen Herzschlag hatte.«
Ein besonderes Merkmal an Winters Romanen, das ich sehr zu schätzen gelernt habe, ist: Die Autorin gibt nicht durch knappe Randbemerkungen ein nur angedeutetes Flair der Kulisse der Geschichte wieder, sondern zeichnet das Bild mit ausgewogener Fülle, mit Charme, mit Authentizität. Die Schauplätze sind gut recherchiert und um die perfekte Note eigener Inspiration ergänzt. Damit lockt sie einen wirklich in die Bretagne. Ich habe mich durch ihre Worte direkt heimisch gefühlt, den Ort/die Gegend ins Herz geschlossen. Ergänzt wird das in Winters Fall immer durch landes-/regionstypische Rezepte, die sich am Ende des Buches finden und in Bezug zur Geschichte stehen. Man bekommt somit wahrlichen Genuss auf das volle Entdecken. Winters Romane sind mehr als bloße, kurzweilige Geschichten. Sie sind ein Gesamtpaket, das ins Herz geht und einen auf vielen Ebenen voller Gaumenfreude und Zufriedenheit erfüllt. Und das darüber hinaus mit einzigartigen Anekdoten und Verweisen geschmückt ist, die für mich persönlich von Bedeutung sind, als würde die Autorin mein Herz kennen. Das ist ein besonderes Talent, für ein großes Publikum zu schreiben und doch jeden Einzelnen auf seine Weise zu erreichen. In meinem Fall war es Folgendes: »Der kleine Prinz«, wie er in der Geschichte erwähnt wird, ist auch eine meiner Lieblingsgeschichten. Zu lesen, dass er auch Einzug in die Herzen anderer findet, war nur ein weiteres von vielen Schmankerln in der Wolkenfischerin.
Darüber hinaus vermag es Claudia Winter, jeden Charakter voller Stärke und Liebe bis ins Detail zu zeichnen, dass man sich einem jeden davon beim Lesen nahe fühlt. So nahe, als begleite man nicht nur Gwen, sondern auch die anderen durch die Bretagne, die Reise des Lebens. Aber vor allem: Als begleite man sie auf ihrem Weg nach Hause. Ja, alle Charaktere sind auf ihre eigene Weise ausnahmslos stark. Winter schreibst einfach mit Tradition, Esprit und einer würzigen Prise Humor (vor allem in den schrulligen und herzallerliebsten Nebencharakteren), die das Ganze abrunden.
»Nun denn, ich finde, der Name Claire Durant klingt wie eine ganz wundervolle Eintrittskarte.«
• Doch eine Eintrittskarte wohin? Zurück ins echte Leben?
Der Roman ist für mich eine einzigartige Erzählung mit dem perfekten Gespür für das, was uns als Leser in unseren Herzen berührt: große Träume, Liebe, Erfolg, aber auch die Bewältigung tiefer Trauer, das Erlenen von Vertrauen (vor allem in sich selbst), und Vergebung – allein die Mischung daraus ist der Weg in die Zukunft, in eine ehrliche Zukunft. Auf Lügen lässt sich nichts mit dauerhaftem Bestand aufbauen – die Botschaft dieses Buches. Irgendwann fällt das erschaffene Konstrukt zusammen, wie eine Pusteblume im Wind verweht. Die eigene Vergangenheit vergisst einen nie. Man kann niemals vor sich selbst davonlaufen. Etwas, das die Protagonistin in diesem Werk aufs Schärfste selbst erfahren wird.

Kommen wir nun zur äußeren Aufmachung. Es ist eines dieser wenigen Cover, die einen direkt im Herz berühren und an den Ort des Geschehens entführen. Voller Farbe, voller Hoffnung, voller Urlaubsfreude – wie auch die Geschichte selbst. Die Blau-und Rottöne harmonieren gekonnt und in Verbindung mit dem Hafen im Hintergrund und dem Titel des Romans lassen sie einen sich direkt an den Ort der Geschichte träumen, durch die Cafés und kleinen Läden flanieren, nach den großen Wünschen greifen, ja nach Wolken fischen. Für mich wirklich einfach besonders. Ich nahm das Buch in die Hand und wusste sofort, es ist wie nach Hause kommen, an einen Ort, der mir bisher unbekannt war. Ein Ort, der mir nach der Geschichte aber zu einer Heimat des Herzens geworden ist. Darüber hinaus muss ich an dieser Stelle erwähnen, dass das auf der Rückseite des Buches abgedruckte Autorenfoto farblich perfekt zum restlichen Cover passt, zudem wirkt die Autorin sehr sympathisch. Im Inneren glänzt es auch. Die Schwalben (?) über den Kapiteln, gekonnt ausgewählt und so passend und schön gestaltet, fischen quasi auch im Himmel nach den Wolken.
Abschließend und zusammenfassend:
So viel Liebe zum Detail vermochte die Autorin in die zu Beginn auf zwei Zeitebenen erzählte Geschichte, ja in die Ausgestaltung der malerischen Kulisse zu legen. Zusammen mit den Rezepten am Ende, die zu bretonischem Hochgenuss einladen, und dem frz. Glossar bildet es einfach ein Gesamtschmuckstück. Etwas Besonderes, das die Wolkenfischerin in unsere Herzen malt wie die kleine Schwester Gwens ihre Träume auf der Leinwand verewigt. Und so seine Spuren hinterlässt und nachhallt wie eine liebevolle Erinnerung.
Also, Ihr habt inzwischen gemerkt, dieser Roman ging direkt in mein Herz. Ich kann ihn Euch daher nur wärmstens empfehlen, auch für das kommende Weihnachtsfest, gerade falls Ihr Euch der Kälte des Winters entträumen wollt. ‚Die Wolkenfischerin‘ hat mich daran erinnert, nach meinen eigenen Wolken zu fischen, zu träumen und wahrhaft und aufrichtig zu leben. Danke dafür, und Euch ein frohes Fest.

Eure Jil Aimée
Profile Image for witchy.
123 reviews
May 14, 2018
Vollständige Rezension: http://isabellsbooks.blogspot.de/

MEINE MEINUNG

Wieso ich zu diesem Buch gegriffen habe

Da ich den Titel des Buches ziemlich abstrakt und für mich eher abschreckend finde, hätte ich dieses Buch vermutlich nicht gelesen, wenn ich nicht letztes Jahr bereits ein Buch der Autorin gelesen und sehr gemocht hätte. (Klicke hier um zu meiner Rezension zu kommen.)
Sowohl der Titel als auch das Cover berauben das Buch meiner Meinung nach um ein Publikum, das seine Bücher nach diesen Kriterien auswählt, was ich sehr schade finde, da in dem Buch definitiv mehr drin steckt, als der Titel und das Cover vermuten lassen.
Auch wenn der Begriff "Wolkenfischerin" innerhalb des Romans des Öfteren aufgegriffen wird, ist er mir dennoch nicht geläufig und klingt in meinen Ohren eher sehr vage und seltsam altmodisch.


Mein Leseerlebnis

Schauplätze

Der Einstieg in den Roman fiel mir sehr leicht und dieses einfache Gefühl des Lesens blieb auch durch das ganze Buch hinweg bestehen. Claudia Winter fängt einen als Leser sofort auf und nimmt einen mit auf eine Reise in die Vergangenheit der Hauptfigur, in verschiedene Städte, und vor allem nach Frankreich. Von Anfang bis Ende besticht "Die Wolkenfischerin" für mich vor allem durch ihren durchdringenden französischen Charme, der mir sehr gut gefallen hat. Das Buch ist mit der französischen Sprache besprenkelt und fängt das Französische wirklich wunderbar ein. Die meisten Bücher spielen wohl in einer interessanten Stadt, doch nur sehr wenige schaffen es, den Charme des Landes, der Stadt, des Dorfes, in dem sie spielen, auch so an den Leser zu vermitteln, dass man als Leser selbst das Gefühl hat, dort gewesen zu sein.

Dieses Buch schafft dies hervorragend mit der Bretagne, seinem Hauptschauplatz. Es gefällt mir immer gut, wenn man beim Lesen merkt, dass in ein Buch viel Recherchearbeit seitens der Autorin geflossen sein muss, und das war hier definitiv der Fall. Für dieses Buch musste die Bretagne detailliert analysiert werden, um dem Leser das Gefühl zu vermitteln, dass die Figuen dort heimisch sind. Dies ist Claudia Winter definitiv gelungen. Das Meer, der Hafen, die Fischerei, das Gefühl von Einheimischen - all das war sehr prägend für das Buch und ließ die Geschichte nicht nur in der Bretagne spielen, sondern machte die Bretagne selbst zur wichtigen Figur.

Neben der Bretagne, von der ich bereits wusste, dass das Buch dort spielen würde, bekommt auch Paris eine wichtige Rolle in "Die Wolkenfischerin", was mich sehr erfreut hat. Zwar wird Paris nicht annähernd so ausführlich wie die Bretagne thematisiert, doch dennoch haben mir die Szenen die sich mit Paris beschäftigen, sehr gut gefallen.

Daneben wird auch Berlin eine Rolle zugeteilt, und wieder wird die Stadt nicht nur erwähnt, sondern auch im Bezug auf die Figuren charakterisiert und analysiert.
Der Umgang mit den verschiedenen Städten hat mir wirklich sehr zugesagt.


Die Charaktere

Ich konnte mich sehr schnell mit Claire anfreunden und fand sie als Protagonistin sofort sehr interessant. Auch schaffte es die Autorin, dass man als Leser Claire nicht nur auf einem einzigen Abenteuer begleitete, sondern sie sehr viel tiefer kennenlernte, was ich sehr mochte und was eine engere Bindung zu ihr zuließ. Die Verbindung von Claires Vergangenheit und Gegenwart empfand ich als sehr schön dargestellt und toll aufgebaut.

Die Schwester von Claire, Maelys, ist taub, was in dem Buch jedoch nicht in den Fokus gerückt wird, da sehr deutlich gemacht wird, dass das nicht das ist, was Maelys ausmacht, sondern nur das ist, was andere daran hindert, zu ihr durchzudringen. Da ich bisher noch keine Geschichte mit einer tauben Figur gelesen habe, fand ich es sehr interessant, mehr darüber zu erfahren und zu sehen, wie fein die Autorin Maelys ganz eigene Geschichte mit in den Roman eingesponnen hat.

Gleich zu Beginn des Buches tauchte eine Figur auf, Sasha, die mich ziemlich genervt hat, weshalb ich froh war, dass sie den Großteil des Buches abwesend war. Dennoch finde ich es etwas unvorteilhaft, einem anstrengenden Charakter gleich zu Beginn eines Romanes sehr viele Szenen zu geben, obwohl dieser Charakter für die eigentliche Geschichte von gar keiner großen Wichtigkeit ist, da dies den Leser erstmal eher vom Buch abschrecken könnte, was im Endeffekt dann schade wäre.


Die Liebesgeschichte(n)

Mein größtes Problem mit diesem Buch waren wohl die Liebesgeschichten..
Der erste Auftritt des potentiellen männlichen "Love Interest" wirkte für mich extrem klischeehaft und schreckte mich eher ab. Dieser Typ, bei dem mir nach den erwähnten "grünen Augen" schon klar war, worauf das hinauslaufen wird, da attraktive Typen in Büchern seltsamerweise immer dazu neigen, außergewöhnliche Augenfarben zu haben, war mir sofort unsympathisch. Leider hatte ich bis zu dem Zeitpunkt als er auftauchte und nebenbei Claire's Handy zerstörte, nicht erwartet, dass dieses Buch sich dazu herablassen müsste, seiner doch sehr selbstbewussten und eleganten Hauptfigur, auf diese klischeehafte "unglücklicher Zwischenfall"-weise einen Kerl aufzudrängen..
Ich konnte wirklich nicht fassen, dass dieser stereotypische, schmierige, machohafte, furchtbar-von-sich-selbst-überzeugte Kerl jetzt ernsthaft die Gefühle der Hauptfigur wecken sollte. Da diese Szene zu einem Zeitpunkt im Buch stattfand, in der noch weitere hunderte Seiten folgten, sank meine Lust, weiterzulesen extrem ab.
Nach einer weiteren Szene zwischen den beiden, bei der mir der Kerl so absolut zuwider war, dass ich das Buch wegen ihm schon fast abgebrochen hätte, war ich schließlich heilfroh, dass auch Claire feststellen musste, dass ihr seine Art dagegen ging und ihr ebenso unwohl wie mir zumute war.
Ich war wirklich sehr positiv überrascht von dem Buch, dass es nach meiner Befürchtung dann doch die Kurve bekam und seine Protagonistin nicht im Stich ließ.

Leider sollte "Die Wolkenfischerin" aber dennoch nicht ohne eine Liebesgeschichte auskommen, was mich jetzt nicht unglaublich gestört hat, aber meiner Meinung nach nicht hätte sein müssen. Ich wünschte mir einfach, dass es mehr Bücher gäbe, in denen die Protagonisten eine ähnliche Reise wie in diesem Buch durchleben, danach stärker hervortreten und nicht noch einen Typen als Preis dazugewinnen müssen.

Aber nun gut, wenigstens handelte es sich um einen diesmal ziemlich freundlichen Mann, der nicht alle Klischees erfüllte, und Claire gut behandelte. Dennoch konnte ich mich mit dieser Liebesgeschichte nicht 100 %ig anfreunden.
Das lag zum einen an der beruflichen Stellung des Mannes im Bezug auf die Protagonistin, und zum anderen an seinem Namen, bzw. seinen Namen. Die meiste Zeit des Buches wird von dem Mann unter seinem Nachnamen gesprochen, was für mich einfach wie eine Barriere ist, um irgendeine romantische Bindung zwischen ihm und der Protagonistin herzustellen - und um ihn als potentiellen "Love Interest" zu sehen. Meiner Meinung nach spricht man nicht von jemanden, in den man verliebt ist, mit dessen Nachnamen, aber gut.
Wenn jedoch dann von seinem Vornamen die Rede war, war das für mich leider auch nicht viel besser, da der Name für mich - ja, das mag jetzt komisch und möglicherweise klischeehaft von mir wirken - nicht anziehend ist. Damit möchte ich niemanden mit dem Namen beleidigen, nur ist es meine persönliche Meinung, dass jener Name, wenn er deutsch ausgesprochen wird, nicht gerade sexy ist. Englisch und französisch ausgesprochen ist das dann schon wieder was anderes, weshalb ich versucht habe, seinen Namen so auszusprechen, um irgendwie mit der Liebesgeschichte warmzuwerden, was aber leider auch nicht geklappt hat.



FAZIT

Bei "Die Wolkenfischerin" von Claudia Winter handelt es sich um einen Roman, der sich einfach wunderbar leicht weglesen lässt. Und obwohl es keine weltbewegende oder wahnsinnig spannende Geschichte ist, hatte ich dennoch eine sehr schöne Zeit mit dem Buch und habe es sehr gerne gelesen und mich in die Bretagne entführen lassen. Die Art, mit der dieser Roman es schafft, den französischen Charme und das Lebensgefühl der Bretonen einzufangen, ist für mich die größte Stärke der Geschichte. Der Titel und das Cover finde ich persönlich leider relativ nichtssagend, auch wenn das Coverbild eigentlich eine sehr schöne Szene zeigt ist es nunmal schwer einzuordnen und ermutigt nicht wirklich zu einem Coverkauf, und obwohl der Titel immer wieder im Buch Erwähnung findet, kann ich dennoch nicht wirklich etwas damit anfangen.
Die Wendungen im Buch sind alle ziemlich vorhersehbar, aber irgendwie tut dem Buch das keinen wirklichen Abbruch, da ich persönlich trotzdem gerne weitergelesen habe, um zu wissen, wie genau sich die Dinge nun entpuppen werden.
Was mich an diesem Buch am meisten gestört hat, sind die zwei Liebesgeschichten, von denen ich eine furchtbar fand, und mit der anderen leider einfach nicht warm wurde.
Wie schon in Claudia Winters letztem Buch, Glückssterne, hat sich die Autorin auch in "Die Wolkenfischerin" sehr intensiv mit dem spezifischen Land, bzw. Ort, auseinandergesetzt und ihre Geschichte damit geprägt. Da Claudia Winter es sehr schön schafft, einem als Leser mit ihren Büchern ein Land und einen Ort näher zu bringen, habe ich nun auch Lust darauf, ihr erstes Buch "Aprikosenküsse" zu lesen.

Am Ende des Buches, nach der Geschichte, befinden sich Rezepte, welche die Figuren während der Geschichte selbst gebacken und gekocht haben, sowie ein bretonisch-französisches Glossar, was ich beides sehr charmant finde, und was dem Buch noch einen sehr schönen, feinen Schlussstrich verleiht. Außerdem geben die Rezepte dem Leser die Möglichkeit, sehr sanft aus der Geschichte zu gehen und erstmal in Gedanken noch bei den Figuren zu sein, während man selbst einen gâteau breton backt, wie Maelys.


MEINE BEWERTUNG
Ich verleihe diesem Buch 3,5 von 5 Sternen.
Profile Image for Blog-A-Holic.
267 reviews1 follower
April 29, 2018
Zum Inhalt: 

Charmant und gewitzt hat sich Claire Durant auf der Karriereleiter eines Berliner Gourmet-Magazins ganz nach oben geschummelt. Denn niemand ahnt, dass die Französin weder eine waschechte Pariserin ist noch Kunst studiert hat – bis sie einen Hilferuf aus der Bretagne erhält, wo sie in Wahrheit aufgewachsen ist: Ihre Mutter muss ins Krankenhaus und kann Claires gehörlose Schwester nicht allein lassen. Claire reist in das kleine Dorf am Meer und ahnt noch nicht, dass ihre Gefühlswelt gehörig in Schieflage geraten wird. Denn ihr Freund Nicolas aus gemeinsamen Kindertagen ist längst nicht mehr der schüchterne Junge, der er einmal war, und dann taucht aus heiterem Himmel auch noch ihr Chef auf. Claire muss improvisieren, um ihr Lügengespinst aufrechtzuerhalten – und stiftet ein heilloses Durcheinander in dem sonst so beschaulichen Örtchen Moguériec …





Über die Autorin: 

Claudia Winter, geboren 1973, ist Sozialpädagogin und schreibt schon seit ihrer Kindheit Gedichte und Kurzgeschichten. Als Tochter gehörloser Eltern lernte sie bereits mit vier Jahren Lesen und Schreiben, gefördert von ihrem Vater. Neben ihren bisher im Goldmann Verlag erschienenen Büchern hat sie weitere Romane sowie diverse Kurzgeschichten in Anthologien veröffentlicht. Die Autorin lebt mit ihrem Ehemann und den Hunden Kim und Luca in einem kleinen Dorf nahe Limburg an der Lahn.

Mehr über Claudia Winter erfahrt ihr auf ihrer Homepage, ihrer Facebookseite und auf Instagram.





Mein Fazit und meine Rezension: 

Claire Durant ist in ihrem Beruf als Ressortleiterin eines Gourmet-Magazins oben angelangt und dabei hat niemand bemerkt, dass sie - um diese Stelle zu erhalten - ihren Lebenslauf etwas getuned hat: sie ist weder Pariserin, noch hat sie Kunstgeschichte studiert. Doch das scheint niemanden zu stören, bis sie ein Hilferuf aus ihrer einstigen Heimat, der Bretagne, erhält. Und schon gerät ihr mühsam aufgebautes Leben aus den Fugen und ihre Vergangenheit holt sie wieder ein. Doch schafft Claire es, sich gegen ihre Vergangenheit zu schützen und wieder in ihr jetziges Leben zurückzukehren? Oder war ihre Mühe umsonst? Eine Geschichte, die vor lauter Irrungen und Wirrungen amüsanter nicht sein könnte!

Claire Durant hat alles, was sie wollte: einen guten Job und eine tolle Wohnung. Sie ist in ihrem Traumleben angekommen. Nur weiß sie nicht, wie schnell ihre Vergangenheit sie einholen kann, denn immerhin hat sie ihr jetziges Leben etwas verziert und extra Glitzer drüber gestreut. Und - ja - es scheint tatsächlich zu klappen! Bis zu dem Augenblick, in welchem ihre Vergangenheit sie einholt: Claire muss in ihre Heimat zurück, denn ihre Mutter liegt im Krankenhaus und kann ihre gehörlose Schwester nicht alleine lassen. Nach 19 Jahren verschlägt es Claire wieder nach Moguériec und dort trifft sie nicht nur auf ihre gehörlose Schwester Maelys, die alles andere als hilfsbedürftig ist, sondern auch auf ihrer Jugendliebe Nicolas, der sich vom schüchternen Jungen zu einem richtigen Macho entwickelt hat. 

Einzig und allein das Dorf hat sich nicht verändert. Für Claire steht eines fest: sobald ihre Mutter wieder aus dem Krankenhaus ist, möchte sie so schnell wie möglich zurück in ihr altes, neues Leben. Doch leider hat sie ein Händchen dafür, die Fettnäpfchen nicht nur zu finden, sondern auch mit Anlauf rein zu springen, denn wie es der Teufel so will, steht bald darauf ihr charmanter und äußerst attraktiver Chef Sebastian vor ihr. Der hat nämlich in einem Magazin über Moguériec viel gelesen und möchte dort seinen Urlaub verbringen. Und ehe Claire sich versieht - und der Leser es wahrnimmt - verstrickt sie sich von einer Lüge in die nächste und weiß gar nicht mehr, wie sie sich aus diesem Lügengespinst befreien soll. Da ist guter Rat teuer. 

Für mich war es das zweite Buch der Autorin Claudia Winter und es war ebenso unterhaltsam und amüsant, wie das erste Buch! Leider hatte ich zu Beginn ein paar Probleme so richtig in die Geschichte zu finden, da sie mir etwas zu zäh dahin floss, doch mein Durchhaltevermögen wurde belohnt, denn schon bald schien das Chaos perfekt zu sein und ich als Leserin am richtigen Ort! Natürlich hat mir die Protagonistin Claire ab und an Leid getan, immerhin wollte sie einfach nur weg aus Moguériec, sich ein neues Leben aufbauen und hat es - trotz der Hilfe einiger Lügen - auch geschafft. Da sieht man, dass man alles erreichen kann, wenn man nur will! Und dann gab es eben diese Momente, an denen ich sie einfach nur an den Schultern packen und kräftig schütteln wollte ... 

Auch das Dorfleben in Moguériec kommt nicht zu kurz und wird realitätstreu wiedergegeben. Nein, ich war noch nicht vor Ort, doch stamme ich selbst aus einem Dorf und weiß, was dort los ist und wie sehr sich so ein Dorfleben ändert - kaum. 

Leider waren einige Fettnäpfchen oder Probleme vorhersehbar, sodass ein Spannungsmoment kaum gegeben war, doch trotz allem fühlte ich ich immer unterhalten und zu keiner Zeit hatte ich das Bedürfnis, das Buch aus den Händen zu legen. 

Wenn ihr also auf der Suche nach einer Urlaubslektüre seid, die nicht nur die Schönheit der Bretagne, sondern auch viel Humor, Flair und Liebe beinhaltet, dann seid ihr mit Claudia Winters Wolkenfischerin gut beraten!
Profile Image for Tinstamp.
1,100 reviews
April 21, 2018
"Lügen haben kurze Beine" - dieses Sprichwort könnte der rote Faden für diese amüsante Geschichte sein, die in Berlin, Paris und der Betragne spielt.
Zu Beginn haben wir zwei Zeitebenen und lernen die 15-jährige Gwenaelle kennen, die vor kurzem ihren Vater verloren hat. Mit ihrer Mutter und ihrer jüngeren gehörlosen Schwester Mealy reist sie vom kleinen Küstenstädtchen Moguériec zu ihrer exzentrischen Tante Valerie in die Großstadt Paris. Der wütende Teenager, der sich nie gut mit ihrer Mutter verstanden hat, beschließt weiterhin bei ihrer Tante zu bleiben. Dort genießt sie die Pariser Lebensart, geht zur Schule und lauscht an der Uni als Gasthörerin jedem Vortrag über Kunstgeschichte.

Nach einigen Wechseln von der Vergangenheit in die Gegenwart und zurück, bleiben wir anschließend in der Gegenwart und lernen Claire Durant kennen. Sie arbeitet für ein Berliner Gourmetmagazin und steht kurz vor der erhofften Beförderung. Doch dann kommt ein Hilferuf von ihrer Mutter, die im Krankenhaus liegt und ihre Tochter um Hilfe bittet. Claire hat sich in Berlin als waschechte Pariserin ausgegeben und ihre ländliche Herkunft verschwiegen. Ein Flug in das klein Dorf an der Küste, ist unvermeidlich, da ihre gehörlose Schwester Hilfe benötigt. Doch zuvor soll sie noch in Paris einen Bericht über eine Kunstausstellung schreiben. Claire muss sich etwas einfallen lassen und hat auch schon eine Idee....
Kaum in Moguériec angekommen, steht sie ihrer ehemaligen Jugendliebe Nicoals gegenüber und ihre kleine Schwester ist alles andere als hilfsbedürftig. Im Gegenteil: Sie begegnet Claire alles andere als liebenswürdig. Was hat sich ihre Mutter nur dabei gedacht? Einzig das Dorf hat sich nicht verändert. Das Chaos wird perfekt, als Claire's Chef Sebastian ebenfalls in der Bretagne eintrifft. Sebatsian möchte seinen Urlaub in Moguériec verbringen, nachdem er in einem Gourmetmagazin einen Bericht darüber gelesen hat. Daraufhin steht Claire's Leben auf dem Kopf, denn eine Lüge nach der anderen holt die junge Französin ein...

Schon alleine beim Lesen der Inhaltsangabe weiß man, dass es in dieser Geschichte turbulent zugehen und die Liebe nicht zu kurz kommen wird. Doch ebenso hatte ich das Gefühl bereits sämtlich Katastrophen, die hier heraufbeschwört werden, zu kennen. Viele Wendungen und Überraschungen sind vorhersehbar und trotzdem lässt sich das Buch wahnsinnig gut lesen. Man hat ein wohliges Gefühl dabei und fliegt durch die Seiten. Ich musste öfters herzhaft lachen und schüttelte dann wieder unglaublich den Kopf, wenn Claire sich schon wieder in eine prekäre Situation bringt.
Trotzallem greift der Roman neben den üblichen Liebeswirren und Katastrophen auch Themen wie Gehörlosigkeit auf oder bringt die Oberflächlichkeit der Menschen ziemlich genau auf den Punkt. Wie oft ist doch alles nur mehr Schein als Sein.... Dies beherrscht vorallem Tante Valerie sehr gut, die für mich die interessanteste und sympathische Figur im Buch ist. Aber auch Mealy hat sich sehr schnell in mein Herz geschlichen, ebenso wie Claire's Chef Sebastian. Bei Claire konnte ich nicht anders und musste des öfteren unglaublich den Kopf über sie schütteln. Trotzdem hat auch sie das Herz auf den rechten Fleck.

Das Dorfleben und die Zusammengehörigkeit der teilseiwe sehr schrulligen Menschen wird sehr lebendig erzählt. Auch das Thema Tourismus und Arbeitslosigkeit kommen zur Sprache. Viele Situationen sind hier mitten aus dem (Dorf)leben gegriffen. Da ich selbst in einem kleinen Kaff wohne, kenne ich einige erwähnte Situationen sehr gut.

Am Ende des Romans gibt es noch ein paar leckere Rezepte aus der Bretagne.

Schreibstil:
Der große Pluspunkt von "Die Wolkenfischerin" ist der Schreibstil der Autorin. Dieser ist spritzig, humorvoll und lässt sich wunderbar lesen. Die Landschaftsbeschreibungen sind absolut gelungen. Man fühlt sich direkt vor Ort. Ich hatte die salzige Meeresluft in der Nase und den Geschmack des Gateau bretons auf der Zunge.

Wer bereits grübelt, wo er seinen Sommerurlaub verbringen möchte, der überlegt nach dieser Lektüre nicht mehr lange und fasst die Bretagne sehr schnell ins Auge.

Fazit:
Ein absoluter Wohlfühlroman zum Abtauchen, der den Leser an die bretonische Küste entführt. Die chaotische und humorvolle Geschichte, die leider sehr vorhersehbar ist, gewinnt vorallem durch die bildhafte Erzählweise der Autorin. Zum Entspannen und Wohlfühlen....
Profile Image for Marion2505.
300 reviews5 followers
July 24, 2020
Meine Meinung:

Ein wunderschönes Buchcover

Das Buchcover von „Die Wolkenfischerin“ ist einfach ganz wundervoll, da es mich sofort wieder nach Moguériec entführt und absolut perfekt zur Geschichte des Buches passt.

Der Schreibstil

von Claudia Winter ist unglaublich toll. Ich war schon im Prolog völlig verzaubert von der Geschichte und war mir sicher, dass ich auf eine ganz besondere Lesereise aufbrechen werde. Denn Claire und ihre Geschichte habe ich von Beginn an als absolut geheimnisvoll und undurchsichtig empfunden. Dadurch, dass das Buch zu Beginn abwechselnd in der Gegenwart und der Vergangenheit erzählt ist, konnte ich zwar einige Fragen relativ schnell klären, hatte aber keine Ahnung, was mit unserer Ankunft in der Bretagne noch alles zu erforschen sein wird. Besonders toll fand ich, dass am Ende des Buches wirklich jedes klitzekleine Fragezeichen, das ich im Laufe der Zeit eigentlich schon wieder fast vergessen hatte, geklärt war. Diesen Ach-ja-das-wollte-ich-ja-auch-noch-wissen-Moment hatte ich nicht nur einmal und war sehr, sehr begeistert von diesem Erzählstil.

Darüber hinaus gab es viele Kleinigkeiten, die das Lesen für mich sehr kurzweilig gemacht haben. Da waren z.B. Valéries Stimme, die immer wieder in Claires Gedanken aufgetaucht ist, und mich so unglaublich oft zum Lachen gebracht hat. Oder die wundervollen Beschreibungen des kleinen Heimatörtchens von Claire, die mich in eine ganz wundervolle Umgebung entführt haben. Ganz besonders toll finde ich auch die Rezepte am Ende des Buches, von denen ich sicherlich das ein oder andere ausprobieren werde.

Eine hoffnungslos chaotische, aber so geniale Protagonistin

hat Claudia Winter für dieses Buch geschaffen. Ich habe sie vom ersten Moment an gemocht und ihre Geschichte mit großem Interesse verfolgt. Sie hat mich in vielen Situationen absolut beeindruckt und oft zum Schmunzeln gebracht. Das Chaos, das sie in Moguériec veranstaltet, war einfach unglaublich. Ich habe von Entsetzen über Erstaunen und lautem Lachen wirklich jede Gefühlslage empfinden dürfen, was einfach großartig war. Aber nicht nur Claire konnte mich mit ihrer Geschichte begeistern, sondern auch ihre Tante Valérie habe ich von Beginn an in mein Herz geschlossen. Sie hat sehr interessante, aber durchaus logische Handlungsweisen an den Tag gelegt und ich verstehe schon, warum Claire so geworden ist, wie sie ist.

Aber auch Maelys, Claires gehörlose Schwester, hält eine besondere Geschichte für den Leser bereit. Ihre Geschichte geht übrigens in „Wie sagt man ich liebe dich“ weiter. 🙂

Und auch die Herren der Schöpfung konnten mich mit ihren besonderen Charakterzügen für sich einnehmen. Lange habe ich überlegt, ob ich Nicolas oder Sebastian lieber mag und habe mich dann am Ende dafür entschieden, dass sie beide einfach super sind.

Und das sind nur ein paar der absolut wunderbaren Protagonisten, denen ich hier begegnet bin. Es gibt viel zu entdecken in Moguériec, aber auch in Berlin oder Paris.

Perfekte Unterhaltung vor wunderschöner Kulisse

Abschließend möchte ich noch einmal erwähnen, dass das Buch für mich eine wundervolle Lesereise in die Bretagne war, wobei mir auch die Teile in Berlin sehr gefallen haben. Ich habe zu Beginn eine Idee gehabt, was mich wohl erwarten könnte, bin dann aber doch völlig überrumpelt worden von vielen interessanten Handlungssträngen, die diese Geschichte einfach perfekt gemacht haben. Wieder ist mir klar geworden, dass ich noch ganz viele Bücher dieser wunderbaren Autorin lesen möchte.

Mein Fazit:

„Die Wolkenfischerin“ von Claudia Winter ist eine wunderschön erzählte Geschichte, die mich in die Bretagne entführt und mit einzigartigen und ganz wundervollen Protagonisten begeistert hat. Ich habe das Buch nur sehr ungern am Ende geschlossen, denn eigentlich wäre ich gerne noch viel länger bei Claire geblieben. Ich denke, sie wird einen besonderen Platz in meinem Bücherherzchen erhalten. Von mir gibt es eine begeisterte Leseempfehlung!
Profile Image for Babs.
670 reviews4 followers
January 21, 2018
"Die Wolkenfischerin" von Claudia Winter habe ich als Rezensionsexemplar erhalten und war mein erstes Buch der Autorin und hat mir direkt auf Anhieb gefallen. Die Autorin schafft es mit einer sehr emotionalen und bildhaften Sprache einen als Leser sofort in ihren Bann zu ziehen.

In diesem Roman dreht sich alles um die junge Claire Durant, die sich nach einem Missverständnis ein wenig durchs Leben geschummelt hat. Alle halten sie für waschechte Pariserin, die Kunst studiert hat. Als Claire gerade kurz davor steht einen Chefredakteurinnenposten bei einem deutschen Gourmet-Magazin zu bekommen, erhält sie einen Anruf aus der Bretagne, wodurch ihr Schummelkonstrukt zusammenzubrechen droht. Ihre Mutter, zu der sie seit über zehn Jahren keinen Kontakt mehr hat, hatte einen Unfall und Claire muss sich um ihre gehörlose Schwester kümmern. Indem sie ihrem Chef vorgibt, zu einer Kunstausstellung nach Paris zu reisen, um über diese zu berichten, versucht sie ihre Lüge aufrechtzuerhalten. In Wahrheit reist sie jedoch in den kleinen Ort Moguéric, in dem sie aufgewachsen ist, nur um dort nicht nur ihre Jugendliebe Nicolas wiederzutreffen und sich mit ihrer sonderbaren Schwester abzumühren, sondern dort auch zufällig ihren Chef anzutreffen. Dabei entsteht ein heilloses Durcheinander, das plötzlich sehr viel Leben in das kleine Örtchen bringt.

Dieser Roman verbreitet einen wunderbar leicht französischen Flair, auch wenn es im kleinen Fischereiörtchen eher rau zugeht. Man fliegt förmlich durch die Handlung, da die Handlung immer wieder neue Überraschungen und Wendungen bereit hält. Jedes Mal wenn man denkt noch verrückter kann es schon fast nicht mehr werden, wird man positiv überrascht.
Zwar ist die ein oder andere Spannungsspitze teils mit etwas leicht übertriebenen Missgeschicken verknüpft. Allerdings empfand ich dies nicht wirklich als störend, sondern eher wunderbar belebend.

Gleichzeitig verleihen die teils echt skurrilen Figuren der Handlung Lebendigkeit. Dir Figuren wirkten auf mich wohldurchdacht und lebensnah. Insbesondere das erneute Zusammentreffen von Claire und Nicolas offenbart die wahre Realität: Menschen verändern sich oftmals im Laufe ihres Lebens und das ist manchmal schmerzlich festzustellen.
Claire ist als Figur bewundernswert und teils auch verachtend zugleich. Man mag mit ihren Handlungen und Ansichten nicht immer einer Meinung sein. Jedoch wirkt sie dadurch real. Ich für meinen Teil fand sie anfangs ein wenig anstrengend und egoistisch. Im Laufe der Handlung stellt man jedoch fest, dass dies zur auf den ersten Blick so scheint, und dass sie in Wahrheit sehr mitfühlender und liebesbedürftiger Mensch ist.

Einen kleinen Kritikpunkt muss ich jedoch dahingehend anbringen, dass ich das Gefühl hatte, als würde Claire perfektes Deutsch sprechen. Hier hätte ich mir zumindest bei den Szenen, die in Berlin spielen bzw. bei den Szenen mit ihrem Chef, den ein oder anderen leichten Grammatikfehler gewünscht. Dies hätte die Handlung meiner Ansicht nach noch viel realistischer gemacht.

Fazit:
"Die Wolkenfischerin" verbreitet einen locker leichten französischen Charme, selbst wenn es zwischendurch in der Handlung rau zugeht! Dieser Roman lebt von diesem Flair und den wundervoll skurrilen Figuren.
Dies war mein erster Roman von Claudia Winter und wird mit Sicherheit nicht mein letzter gewesen sein! Für mich hat dieser Roman eine unbedingte Leseempfehlung verdient!

Note: 1- (💗💗💗💗💗)
82 reviews2 followers
October 14, 2018
Meine Meinung:

Claires Leben war alles andere als langweilig, und doch hatte ich anfangs ein paar größere Probleme in die Geschichte hineinzufinden. Die Autorin begann das Buch mit zwei Handlungsstränge, welche für mich sehr verwirrend waren. Es dauerte dann auch ungefähr ein Drittel vom Buch, bis ich wirklich in der Geschichte ankam.

Das empfand ich als etwas langatmig, auch wenn ich danach sofort gefesselt war von der Erzählung und den Ereignissen. Es fühlte sich ein bisschen so an, als wenn man erst durch einen unbeleuchteten Tunnel gehen muss, um hinterher im Sonnenschein tanzen zu können.

Die Protagonistin war schlau, tiefgründig und absolut liebenswert – auch wenn sie ihre Schwächen und Fehler hatte. Aber genau das machte sie zu einer sehr authentischen Buchheldin, welche mich emotional berühren und ergreifen konnte. Hatte sie ein Ziel im Blick, dann strotzte sie nur so vor Energie. Aber sobald es um ihre Gefühlswelt ging, erlebte man schnell wie verletzlich und sensibel Claire sein konnte. Kurzum, sie war unheimlich faszinierend für mich.

Stück für Stück erkämpfte man sich mit Claire das Leben zurück. Jeder umgefallene Stein musste einzeln wieder aufgehoben und an die richtige Stelle für das Fundament “Leben” gesetzt werden. Um die Fesseln der Vergangenheit loszuwerden, musste Claire alte Pfade verlassen und neuen Wegen eine Chance geben – auch diesen, welche noch ein paar Stolperfallen bereit hielten.

Doch auch andere schafften es, sich einen Platz in meinem Herzen zu erobern, darunter Familienmitglieder, einige Dorbewohner und Arbeitskollegen, aber natürlich gabe es auch einen Mann, der mein Herz höher schlagen ließ. Nein es war nicht nur ein Mann, sondern er war DER Traummann. Lieber Sebastian, falls du irgendwann meine Heimat besuchst, klopfe bitte an meiner Tür, ich back dir dann auch gerne einen Kuchen. 😉

Ein gigantisches Leseerlebnis, mit traumhafter Urlaubskulisse in Paris und der Bretagne, leckeren Kaffeesorten, Cocktails und leckerem Essen. Gott ich schwöre, mir lief ständig das Wasser im Mund zusammen und aus den Seiten strömte immer wieder ein neuer köstlicher Duft, der mir die Nase lang ziehen wollte. Ob es noch einfach ein Buch war, oder eine Geschichte die lebendig wurde? Das wird sicherlich jeder anders empfinden, aber für mich war es wie eine Reise durch ein fremdes Leben.
Profile Image for Zombieleins-Bücherschmaus.
593 reviews3 followers
August 5, 2018
Erstmal geht mein Dank an den Goldmann Verlag für das kostenlose Rezensionexemplar :)

Leider hat das Buch nur Drei Viren geschafft, aber ich erkläre auch warum.
Das Buch war mir zu überladen mit den Charakteren, ich kam sehr oft durcheinander. Es gab starke Figuren die sehr Dominant waren im Buch mit ihrer Erscheinung , andere Verblichen fast schon. Claire war mir eine zu künstliche Frohnatur es war für mich leider zu übertrieben, auch nervte sie mich öfters.

Zum Buch selber, eine Geschichte für nebenbei, sie lies sich dennoch flüssig lesen und auch die Geschichte selber war nicht schlecht. Die Figuren waren öfters oberflächig ,möchte ich sagen, ich konnte sie nicht greifen. Wenn ich lese stelle ich mir die Geschichte vor , aber hier hatte ich echt Schwierigkeiten.


Hier lernt man Claire kennen die ganz oben auf ihrer Karriereleiter geklettert ist, mit nicht ganz der Wahrheit über sich selber.
Dann erhält sie die Nachricht das sie szu ihrer Mutter reisen muss, nach Hause, das was so keiner Kennt, den ihre Mutter muß ins Krankenhaus und jemand muß auf ihrer Schwester aufpassen die auch noch Gehörlos ist.Dort angekommen läuft sie ihren Ex über dem Weg und Claire verwickelt sich immer mehr in Lügen als der Chef von ihr Auftaucht.

Ein heilloses Durcheinander mit Claire , ihr Leben ist so nur eine Lüge und sie muß selber zu sich zurück finden.


Das Cover ist wieder genial es passt einfach zu dem Buch.
Ich habe von der Autorin schon was gelesen daher ist das halt für mich nicht so packend . Sie hat mich mit ihren Buch Aprikosenküsse überzeugt gehabt . Daher wird sie mich als Leserin nicht los.
Lest es selber, macht euch ein Bild darüber und entscheidet bitte selber

Und vergesst nie, jeder Geschmack ist anders
Profile Image for Anyah Maria.
467 reviews8 followers
December 27, 2017
Im lockeren und einnehmenden Ton erzählt die Autorin Claudia Winter ihre zauberhafte Geschichte um die junge Claire. In zwei Strängen und zwei Zeitspannen lässt Claudia Winter uns Leser zum einen teilhaben am Schicksal der 15jährigen Gwendaellle, die ihren Vater verloren hat und fortan nicht mehr im kleinen Nest in der Bretagne leben möchte und lieber bei ihrer Tante in Paris leben will – ein freies Leben, ohne Bevormundungen. Zum anderen ist da Claire, die in einem Berliner Gourmet-Magazin gerne noch so viel mehr erreichen möchte. Genial lässt die Autorin ihre zwei Stränge gekonnt zusammen laufen. Eine Geschichte, die mich gefesselt und und deren Figuren ich liebgewonnen habe. Die Protagonistin Claire hat mich mit ihrem Charme beeindruckt und einen Platz in meinem Herzen gebucht.

Sehr gerne vergebe ich dem Buch seine wohlverdienten fünf von fünf möglichen Sternen und empfehle es selbstverständlich weiter, an Leser, die der stressigen Welt für eine Weile entfliehen möchten und die sich entführen lassen möchten, in die Welt der Claire Durant voller kleiner Schummeleien und ganz viel Herz.
Profile Image for Shanoe.
1,946 reviews17 followers
September 6, 2020
Für mich leider der schwächste Roman der Autorin, von der ich bislang auch zwei weitere Liebesromane gelesen habe. Das liegt einerseits daran, dass ich bei der Hauptfigur kaum Entwicklung feststellen kann - ich hatte immer mehr den Eindruck, dass es ihr leid tut, dass sie bei ihren Lügen ertappt wird und nicht, dass sie eigentlich gelogen hat - und damit einhergehend auch mit der Moral der Geschichte. Zudem fand ich es unmöglich, wie sich stellenweise selbst bedauert, aber ganz vergisst, was sie anderen Menschen mit ihrem Verhalten antut und wie gönnerhaft sie teilweise mit ihrer jüngeren Schwester umgeht. Vom Narrativ her könnte man glauben, die Schwester sei im Alter von 5 Jahren stecken geblieben aus Sicht der Protagonistin, wie sehr von oben herab sie da teilweise urteilt, das fand ich komplett unmöglich. Die jüngere Schwester ist taub(-stumm), aber nicht dämlich. Daher gibt es leider auch nur einen Stern von mir.
Profile Image for Kaho_liest.
601 reviews4 followers
March 20, 2021
Schade!Flache Charaktere die mich nicht erreichten.Auch die Geschichte ist was für zwischendurch,mehr nicht. Mir fehlten Emotionen und ich brauchte echt lang um anzukommen. Eigentlich mag ich ihre Bücher, dieses hat mich wenig überzeugt.
Profile Image for Buchweltenreise.
209 reviews
September 22, 2018
Kurz und knapp: Eine Geschichte wie die Bretagne selbst - ein auf und ab der Gefühle

Bewertung: 4 von 5 Sternen
Profile Image for Keileen.
106 reviews3 followers
October 13, 2020
Es war einfach nicht meins und hat mich nicht abgeholt. Die Zeit- und Szenensprünge waren verwirrend. Das mag am Hörbuch gelegen haben. Aber ich habe es letztendlich abgebrochen.
Profile Image for kati_lx.
85 reviews
July 25, 2023
Die Geschichte zog sich wie Kaugummi. Etwas Spannung oder ein leichterer Schreibstil hätte der Geschichte gut getan.
Profile Image for Eva.
56 reviews1 follower
January 25, 2021
Für zwischendurch

Sehr nette Geschichte für zwischendurch! Ich mochte das etwas chaotische Leben von Claire - sie war mir von Beginn an sympathisch (auch wenn ihre Lebensgeschichte etwas unreal wirkt).
Claudia Winter schreibt sehr einfach und mit einem kleinen Hauch von Humor. Die Geschichte von Claire liest sich am besten auf dem Balkon, denn man bekommt Lust auf Sommer, aufs Reisen und auf ein kleines Abenteuer in der Bretagne! ;)
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