Ich bin Leon, dreiundzwanzig. Alles andere geht euch nichts an. Ihr wollt meine Geschichte lesen? Nun, wer einen Fantasyroman erwartet, den muss ich enttäuschen. Mein Leben ist definitiv kein Roman – auch mit noch so viel Fantasie nicht. Und selbst die Tatsache, dass eines Tages ein Geistermädchen auf meiner Türschwelle stand und mein Leben auf den Kopf stellen wollte, war alles andere als fantastisch. Okay, sie war ja nett anzusehen, mit ihrem roten Pony und den nussbraunen Augen. Aber ehrlich ... dieses ›Leon, Leon, du musst dein Leben ändern und dein Glück finden‹-Gerede braucht keiner. Solltet ihr nun auf einen schnulzigen Liebesroman mit ›Und wenn sie nicht gestorben sind, dann knattern sie noch heute‹ hoffen, werdet ihr hier ebenfalls nicht fündig. Jetzt mal unter uns: Ihr wisst schon, dass das Leben kein rosaroter Ponyhof ist, oder? Warum ihr das Buch dennoch lesen solltet? Keine Ahnung. Mir egal. Ich weiß nur, dass ich mir einen Türspion anschaffen werde, denn der hätte mir diese ganze Geschichte erspart.
Die Schweizer Autorin Corinne M. Spoerri wurde am 21. September 1983 geboren und lebt mit ihrem Mann in der Nähe von Zürich. Nach ihrem Abitur studierte sie Psychologie und promovierte 2013 mit summa cum laude in Klinischer Psychologie und Psychotherapie. Schon immer galt ihre große Leidenschaft dem Lesen fantastischer und romantischer Geschichten und so begann sie noch während ihrer Arbeit als Psychotherapeutin, ihren ersten eigenen Fantasy-Jugendroman zu schreiben. »Alia« heißt die fünfteilige Reihe, welche nicht nur die Bestsellerlisten, sondern auch die Herzen vieler Fantasy-Fans eroberte. Der Leser begleitet darin die sechzehnjährige Alia auf ihrem Weg durch eine Welt voller Abenteuer, Intrigen, Liebe und Magie. Gleich darauf folgte Spoerris nächste dreiteilige Fantasy-Reihe »Die Greifen-Saga«, die an den Erfolg von »Alia« anknüpfte, sowie »Die Legenden von Karinth«, ein vierteiliges Prequel. Die Fantasy-Geschichten von C. M. Spoerri spielen größtenteils in derselben High-Fantasy-Welt, was für die Leser ein Nachhausekommen und Wiedersehen mit altbekannten, liebgewonnenen Figuren darstellt. Trotzdem lassen sich alle Reihen unabhängig voneinander lesen. Inzwischen sind mit »Der rote Tarkar« und »Damaris« weitere Geschichten aus dieser Welt erschienen und die Autorin hat noch viele Ideen für fantastische Abenteuer. Aber nicht nur dem Genre Fantasy gehört ihr Herz, sondern auch den Liebesromanen. So schreibt sie erfolgreiche New-Adult-Romane, die mit Humor, Erotik, Drama und Herzschmerz punkten. Ihre Liebe zu Büchern führte dazu, dass Spoerri sich 2015 als Autorin selbständig machte und zusammen mit ihrem Mann den Sternensand Verlag gründete – einen Verlag für Jugendliche und junggebliebene Erwachsene, die ebenso wie Spoerri den Belletristik-Genres Romance und Fantasy zugetan sind. Sowohl dem Schreiben als auch dem Verlegen kommt C. M. Spoerri mit viel Herzblut und Engagement nach. Ihre Devise: »Ich möchte den Lesern die Sterne vom Himmel holen und dafür greife ich selbst danach.«
Ich will euch meinen ersten Gedanken beim Beenden des Buches nicht vorenthalten: „Wenn das Glück aufs Schicksals trifft, krachts gewaltig.“ Der zweite Gedanke war: Wie „zur Hölle“ soll ich das rezensieren? Muss ich Abstriche auf meinem Glücksbarometer machen, wenn ich nur vier statt fünf Sterne vergebe? Mir Sorgen machen, dass mich das in einen Strudel aus Negativität reißt? Die Antwort auf beide Fragen lautet Nein. (Auch wenn das schon leicht an den Sarakasmus des Protagonisten grenzt.)
Denn Leon ist nicht einfach nur eine Figur in einem Roman. Diese Geschichte ist viel mehr ein Schlag ins Gesicht für alle Hater/Antimenschen da draußen, auch wenn die Autorin das vermutlich nicht damit bezwecken wollte. Dennoch habe ich das im Endeffekt ein bisschen so gesehen.
Leon ist das genaue Gegenteil von dem perfekten Schwiegersohn. Er ist laut, er ist knurrig, er hasst alles und jeden und zieht seine Kraft aus dem Zurechtstutzen anderer Leute. Es bereitet ihm kurzweilige Freude, andere runterzuputzen, zu deprimieren und zu verletzen. Über Konsequenzen denkt er nicht nach, wozu auch? Die wenigen richtigen Freunde, die es interessieren würde, kann er an einer Hand abzählen.
Bis Feli auftaucht. Feli ist der sinnbildliche Eimer mit Eiswasser, der über ihm ausgekippt wird. Sie ist ein wahrer Sonnenschein, sieht immer das Positive und versucht aus Leon einen besseren Menschen zu machen. Leon macht es ihr allerdings nicht sehr einfach.
Ich habe von Fr. Spoerri schon viele Geschichten gelesen. Fantasy, sowohl als auch Romance und diese ist keins von beidem. Für mich ist es das, was es sein soll (laut Schlusswort der Autorin) - ein Roman, der uns den Spiegel vorhalten soll. Ein Roman über das Leben, verpackt in einen hübschen Umschlag. Mit viel Witz, Sarkasmus und der mir bereits bekannten Lockerheit.
Das Bedürfnis etwas zum Schreibstil zu sagen habe ich nicht, denn ich finde, dass die Wirkung der Geschichte eine viel größere Rolle spielt. Und so sitze ich hier und stelle mir die Fragen: Bin ich glücklich? Bin ich immer glücklich? Sollte man immer glücklich sein? Ja, nein und nein.
Denn die Botschaft des Buches ist bei mir angekommen. Für mich lautet sie: Schätze jeden Moment deines Lebens. Such das Glück, denn es steht nicht hinter der nächsten Ecke und winkt dir zu. Es ist okay auch mal unglücklich zu sein, solange man keine negativen Vibes verbreitet.
Fazit:
Mit Leon hat die Autorin nicht nur eine unterhaltsame Geschichte geschaffen, sondern auch gesellschaftskritisch für mich einen Standpunkt bezogen, den ich voll und ganz nachvollziehen kann. Themen wie Cybermobbing, Selbstfindung und Einsamkeit werden hier verarbeitet. Ich kann nicht sagen für welche Art von Lesern dieses Buch geeignet ist, das müsst ihr selbst herausfinden. Wer wissen will, welche Rolle Feli und auch Stella in der Geschichte spielen, der sollte sich auf die Suche nach seinem Glück machen (sprich lesen ;)).
Und obwohl Leon auf seine charmante Hals-über-Kopf Art und Weise mein Herz erobert hat, vergebe ich „nur“ 4 von 5 Sterne. Denn diese Geschichte reflektiert das Leben und das Leben ist nun mal nicht perfekt.
Ich sitze hier und bin so froh, dass es diesen Monat #ghostbustersday als #zeilenspringerlesereise gab. Ansonsten hätte ich dieses schöne Buch bestimmt noch nicht gelesen. Leon - Glück trägt einen roten Pony von C.M. Spoerri ist schon auf den ersten Seiten voller Humor und nimmt Bezug auf das echte Leben (z. B. Cybermobbing oder negative Grundeinstellung). Jetzt fragt ihr euch, wie kann man so ernste Themen und Humor in ein Buch verpacken. Corinne kann es ❤️. Dieses Buch ist so flüssig und mit Freude zu lesen und man erkennt ziemlich schnell, wie tiefgründig es ist. Ich kann das gar nicht genau beschreiben, was ich fühle 😊.
Ich bin eher auch ein pessimistischer Mensch, aber jetzt sitze ich hier, bin voller Wärme und hab ein Lächeln im Gesicht mit kleinen Tränchen in den Augen. Ich glaub, die Schlussworte von Corinne sollte ich mir ausdrucken und irgendwo hinhängen, wo ich sie immer sehen kann. 🥰
Mein erster Gedanke nachdem ich nun Leon seine Geschichte beendet habe ist, wie soll ich dazu bloß eine Rezension schreiben. Das Buch konnte mich gut unterhalten und ich finde auch das es wichtige Punkte unserer heutigen Gesellschaft aufgreift, jedoch war die Geschichte an sich für mich einfach nicht einleuchtend. Evtl. hätten ihr 50 Seiten mehr gut getan, damit es für mich glaubwürdiger gewesen wäre. Ich möchte nicht genau im Detail sagen was, da ich dadurch spoilern würde. Aber vielleicht geht es dem ein oder anderem ja genau so, nachdem er das Buch beendet hat. Ansonsten fand ich den Schreibstil der Autorin aber super und werde bestimmt auch noch weitere Bücher von ihr lesen. Alles in allem eine tolle Geschichte für zwischendurch die meiner Meinung nach etwas mehr Tiefe vertragen könnte.
Leon ist ein echter Ekel. Er hat nur einen einzigen Freund und seine gesamte Freizeit verbringt er als sogenannter Internet-Troll. Das heißt, er beleidigt Leute übers Internet. Ich habe mich schon oft gefragt, was Menschen dazu treibt ihre kostbare Zeit mit so etwas Sinnlosem und Negativem zu vergeuden. Zumindest bei Leon bekommt man nun erstmals einen Einblick in das Leben eines solchen Menschen. Eigentlich kann Leon auch nett sein, nur hat er das irgendwie verlernt. Er versteckt sich hinter einer Maske und stößt anderen mit seiner Art vor den Kopf. Trotzdem habe ich Leon ins Herz geschlossen. Denn man merkt, dass da noch viel mehr in ihm steckt und möchte unbedingt mehr über ihn und seine Vergangenheit erfahren. Doch wer könnte die andere Seite von ihm heraus kitzeln? Diese Aufgabe hat Feli, ein Glücksgeist, der Leon Glückseligkeit bringen soll. Ihr könnt Euch vielleicht vorstellen, was bei dieser brisanten Mischung alles passiert. Leon, immer schlecht gelaunt und höchst sarkastisch und Feli, die die ganze Zeit einen Glückskeksspruch nach dem anderen rausschmettert, sorgen dafür, dass ich wahnsinnig viel Spaß beim Lesen hatte und mir tatsächlich während des ganzen Buches ein fettes Grinsen im Gesicht stand. Ich habe mich riesig amüsiert und wollte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Doch auch die Message die das Buch vermittelt ist nicht zu verachten. Denn an Feli’s ganzen Sprüchen ist viel Wahres dran und jeder kann sich davon etwas zu Herzen nehmen und die Augen immer nach seinem eigenen Glück offen halten. Es sind die kleinen und positiven Dinge, die man achten sollte.
Ja und dann ist da auch noch Stella, die sich von Leons Art nicht so einfach abschrecken lässt und ihm offen die Meinung sagt. Das stellt Leons Welt nun komplett auf den Kopf.
Ich liebe die tollen Charaktere die die Autorin C.M. Spoerri hier geschaffen hat. Sie könnten unterschiedlicher nicht sein, aber genau dadurch ergänzen sie sich perfekt. Sie fordern sich gegenseitig und dadurch kommt niemals lange Weile beim Lesen auf. Ganz im Gegenteil. Man kann die Reaktionen und auch die Veränderungen, die die Protagonisten erleben kaum erwarten und fiebert ständig mit. Der Schreibstil von C.M. Spoerri ist unglaublich humorvoll und fesselnd. Gleichzeitig schafft sie es auch noch ein ernstes Thema zu verarbeiten und eine wundervolle Message zu vermitteln. Natürlich wird es aber auch romantisch. Ihr solltet Euch das Buch auf keinen Fall entgehen lassen.
Cover:
Das Cover zeigt einen ernsten Leon und Feli die über seine Schulter schaut. Das passt toll zum Buch. Noch besser ist der Klappentext. Wer einen Einblick in den Schreibstil des Buches erhalten will, ist beim Klappentext genau richtig. Wenn er Euch gefällt, dann werdet Ihr das Buch lieben.
Fazit:
Eine großartige Geschichte mit viel Sarkasmus, einer tollen Message und auch Liebe.
Als ich das erste mal den Klappentext gelesen habe, wusste ich, dass ich das Buch unbedingt lesen muss, weil es so anders wirkte wie alles was mir zuvor untergekommen ist. Der Gedanke hat sich bestätigt: Das Buch ist tatsächlich etwas ganz Neues für mich.
Leon ist kein Held. Er ist auch nicht besonders nett. Im Gegensatz dazu ist er ein richtiges Ekelpaket, das Frauen verachtet und seinen Spaß daran hat die Frustration anonym im Internet an fremden Leuten auszulassen. Die Geschichte wird aus seiner Perspektive erzählt, sodass wir an all seinen Gedanken teilhaben.
Obwohl er alles andere als ein Charakter ist, mit dem man sich als Leser*in identifizieren möchte, wird man dennoch von seinem Sarkasmus angelockt, der in den meisten seiner Gedankengänge steckt. Mich hat es sehr amüsiert dieses Buch zu lesen.
Es werden wichtige Themen aufgegriffen wie Cybermobbing und die Negativität, an der wir Menschen so viel lieber festzuhalten scheinen als an den glücklichen Momenten.
C.M. Spoerri sagt dazu in ihren Schlussworten viel Inspirierendes. Was mir besonders gefallen hat ist ihr folgender Vorschlag: „Wenn ihr das nächste Mal einen bissigen Kommentar einer anderen Person im Netz seht und euch denkt >Hey, schau an, da ist ja Leon<, nimmt das dem Kommentar direkt die Negativität. Ihr werdet euch an diese Geschichte erinnern und schmunzeln, weil ihr euch gerade Leon vorstellt, der auf Biegen und Brechen jemanden provozieren möchte. Das - dieses Schmunzeln - ist es, was mehr Macht hat als jede noch so gut überlegte Antwort, die ihr unter den Kommentar setzen könntet.“ (S. 240)
Mich hat das Buch berührt, weshalb ich es nur weiterempfehlen kann.
Erster Eindruck zum Buch: Das Hauptaugenmerk des Covers liegt auf Leon und es passiert nicht zu viel darauf und ist trotzdem sehr liebevoll und detailliert gestaltet. Die Kapitelgestaltung gefällt mir wahnsinnig gut, genauso wie die humorvollen Überschriften, die mir stark in Erinnerung blieben.
Protagonisten: Leon ist jemand mit dem man sich sehr schnell identifizieren kann. Wenn nicht auf den ersten, dann definitiv auf den zweiten Blick. Durch sein Verhalten steht er sich selbst im Weg und wie sich das entwickelt, ist gut gelöst worden. Der weibliche Part in der Geschichte, ist stark und schwach zugleich, aber das macht es nur umso menschlicher und echter. Es wird nichts beschönigt und für mich war die Botschaft die sie mitteilen wichtig und auch ausschlaggebend für den Verlauf.
Meinung: Das Buch greift sehr wichtige Themen auf, die so nicht oft zur Sprache kommen. Auf der einen Seite hat es humorvolle Momente und auf der anderen ist der Ton ernster und regt zum Nachdenken an. Es war anders als ich erwartet habe, daher war ich sehr überrascht von dem was ich bekommen habe. Die Art wie der große Wendepunkt herbeigeführt wurde, war nicht so meins, was mich enttäuscht hat. Es wirkte neben all dem anderen etwas lapidar und zu „einfach“. Dennoch hat mir die Geschichte super gefallen und auch die Botschaft, die zwischen den Zeilen lesbar war, empfand ich als sehr wichtig und toll.
Klappentext: Ich bin Leon, dreiundzwanzig. Alles andere geht euch nichts an. Ihr wollt meine Geschichte lesen? Nun, wer einen Fantasyroman erwartet, den muss ich enttäuschen. Mein Leben ist definitiv kein Roman auch mit noch so viel Fantasie nicht. Und selbst die Tatsache, dass eines Tages ein Geistermädchen auf meiner Türschwelle stand und mein Leben auf den Kopf stellen wollte, war alles andere als fantastisch. Okay, sie war ja nett anzusehen, mit ihrem roten Pony und den nussbraunen Augen. Aber ehrlich ... dieses 'Leon, Leon, du musst dein Leben ändern und dein Glück finden'-Gerede braucht keiner. Solltet ihr nun auf einen schnulzigen Liebesroman mit 'Und wenn sie nicht gestorben sind, dann knattern sie noch heute' hoffen, werdet ihr hier ebenfalls nicht fündig. Jetzt mal unter uns: Ihr wisst schon, dass das Leben kein rosaroter Ponyhof ist, oder? Warum ihr das Buch dennoch lesen solltet? Keine Ahnung. Mir egal. Ich weiß nur, dass ich mir einen Türspion anschaffen werde, denn der hätte mir diese ganze Geschichte erspart.
Mein Eindruck: Als ich damals auf der Seite der Autorin die Leseprobe gelesen habe, stand für mich fest, dieses Buch muss ich haben!! Daher war es klar, dass ich mir das Buch sofort beim Verlag bestellt habe, als es hieß, Vorbestellungen sind ab sofort möglich.
C. M. Spoerri hat mit diesem Buch zwei Themen verarbeitet, die ihr sehr am Herzen liegen. Cypermobbing und die Angewohnheit der Menschen, sich immer auf das Negative in ihrem Leben zu konzentrieren, anstatt auf die noch so kleinen positiven Dinge zu sehen.
Leon, der Protagonist, hat ein außergewöhnliches Hobby, Cybermobbing und sich in seiner Negativspirale zu verkriechen. Er findet es „witzig“ andere Menschen im Netz zu beleidigen und ihnen üble Dinge an den Kopf zu werfen. Und warum? Weil er anscheinend nur einen Blitzableiter sucht, da er mit seinem Leben unzufrieden ist, er ist einsam und frustriert und anstatt sein Leben zu ändern, macht er anderen Menschen das Leben schwer.
Eigentlich fange ich nie damit an, das Ende eines Buches zu bewerten, aber hier muss ich mal eine Ausnahme machen. Die Autorin hat für dieses Buch sehr schöne Schlussworte gefunden, die einfach erwähnt werden sollten. Sie erzählt, wie sie auf die Idee kam und was sie dazu verleitet hat, dieses Buch zu schreiben. Außerdem erzählt sie uns aus ihrer Sicht als klinische Psychotherapeutin, wie man die negative Sicht ein wenig ändern kann. Selten sieht man so ein schönes Schlusswort in einem Buch. Hier ein fettes Lob meinerseits.
So kommen wir dann mal zum Hauptteil des Buches.
Für mich war es das erste Buch der Autorin und die Geschichte, in die ich sehr gut hineingekommen bin, hat mir sehr gut gefallen. Corinnes Schreibstil ist einfach herrlich leicht und den Humor, den sie hat, ist ganz nach meinem Geschmack. Ich muss zugeben, dass ich während des Lesens immer mal wieder an die FBM 2017 denken musste. Ich hatte Corinne damals am Stand getroffen und eine lebenslustige und fröhliche Frau kennengelernt und während des Lesens habe ich immer wieder gedacht, wie gut doch der Schreibstil zur Autorin passt. So habe ich mir ihren Schreibstil vorgestellt und ich wurde nicht enttäuscht.
Durch die Charakterbeschreibung fiel es mir leicht, mich in Leon, Stella oder in Feli hineinzuversetzen. Sie kamen alle sympathisch und authentisch rüber, auch die Nebencharakter. Ok, ob ein Geist in einem Buch authentisch sein kann, darüber kann man sich streiten. Je nachdem ob man daran glaubt oder nicht. Aber Felis Charakter gefiel mir sehr gut und sollte es Geister geben, wäre es doch schön, wenn sie so wären wie Feli.
Fazit: Ein tolles Buch, das mit Humor und Leichtigkeit ernste Themen anspricht. Es war definitiv nicht das letzte Buch, das ich von der Autorin gelesen habe.
Wenn ein Glücksgeist und das Schicksal in dein Leben funken ist nichts mehr so wie es mal war…
Zum Inhalt: Leon ist nicht nur ein Arschloch. Er ist auch der König unter den Internet- Trollen, dass heißt eine seiner Lieblingsbeschäftigungen ist es im Internet irgendwelche wildfremde Leute zu beleidigen und zur Schnecke zu machen und dass machte er verdammt gern. Bis plötzlich ein Glücksgeist in sein Leben tritt. Schlimm genug das er überhaupt einen Geist sieht, aber dieser verfolgt ihn jetzt auch noch und führt sich auf wie seine Mutter. Als dann auch noch Stella in sein Leben tritt, ändert sich plötzlich alles und das Schicksal nimmt seinen Lauf.
Vom Cover kann ich nur schwärmen, denn das ist absolut fantastisch geworden. Diese Farben die mit einander verknüpft sind, der junge Mann den man automatisch mit Leon verbindet und das Mädchen im Hintergrund passen absolut perfekt zur Story. Hier muss ich nun auch noch ein paar Worte zum Klappentext finden. Ich bin eigentlich selten jemand der sich von Klappentexten beeindrucken lässt, aber dieser hier hat es geschafft. Denn ich MUSSTE dieses Buch danach einfach lesen. Mir blieb nichts anderes übrig! Und ich wurde nicht enttäuscht, denn genau der Witz, die lockere Art und dieser mitreißende Schreibstil herrscht auch im Buch.
Am Anfang war ich ja regelrecht entsetzt von Leon und von seiner Art sein Leben zu leben. Er ist eben ein richtiger Bad Boy und macht diesen Begriff all Ehre. Am liebsten hätte ich ihn mal geschüttelt und gesagt das er endlich mal etwas aus seinem Leben machen soll, aber das hat ja dann Feli für mich getan und sie hat ihren Job sehr gut gemacht. Von Stella war ich einfach nur begeistert und war froh das sie ein paar mal ihren Weg zu Leon gefunden hat, auch wenn an einigen Stellen der Zufall geholfen hat. Oder war es Schicksal?
Auf jeden Fall bin ich absolut begeistert. Vom Cover, von der Story, von den Charakteren und von der wichtigen Botschaft die die Autorin mit verbaut hat. Damit es kein Internettroll mehr gibt von den man sich klein machen lässt und diese so ihre Lust verlieren. Sehr bewegend fand ich auch das Nachwort und so bekommt ihr zwei Zitate aus dem Buch. Das erste von dieser fantastischen Geschichte und das zweite aus diesem bewegenden Nachwort.
Aus „LEON – Glück trägt einen roten Pony“ von C. M. Spoerri: „Glück und Liebe verbrennen dich nicht. Sie wärmen, geben Geborgenheit. Und ja, es tut weh, wenn sie gehen, aber das Ziel ist es, immer wieder danach zu suchen, sie festzuhalten, solange sie bei einem bleiben, und sich daran zu wärmen, daran zu erfreuen.“
Aus dem Schlusswort der Autorin zu „LEON – Glück trägt einen roten Pony: „Keiner von uns ist gegen Negativität gefeit. Wir alle tendieren ab und an dazu, auf unseren Schatten zu blicken, statt die Wärme der Sonne zu fühlen, die diesen erzeugt. (…) Dabei geht Fröhlichkeit so einfach. Ein Lächeln braucht weniger Muskeln als eine traurige Miene.“
Leon ist ein wunderbarer Roman, der einen zum Nachdenken anregt. Natürlich ist das Buch sehr unterhaltsam und man hat häufig auch etwas zum schmunzeln, aber es geht in Endeffekt um sehr ernste Themen, wie Cybermobbing und das wir Menschen eher negativ eingestellt sind, als positiv. Dabei ist es eigentlich so einfach ein bisschen Glück zu verbreiten. Allein schon, wenn man anderen Menschen mit einem lächeln begegnet, gibt es demjenigen ein gutes Gefühl und man bekommt bestimmt auch ein lächeln zurück.
Die Story ist gut durchdacht und sehr angenehm umgesetzt. Leon ist sehr speziell, was sein tägliches Leben angeht und es ist sehr interessant zu sehen, wie er sich im laufe des Buches entwickelt und über sich hinaus wächst.
Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen. Es wird aus Leos Sicht berichtet, sodass man einen sehr guten Überblick über seine Gedanken und Gefühle bekommt. Ich liebe seinen Inneren Kampf, wenn ihm ein fieser Spruch auf dem Lippen liegt und er mit aller Macht versucht ihn für sich zu behalten.
Die Protagonisten sind sehr individuell und liebevoll beschrieben und man muss sie einfach gern haben. Leon ist wie schon gesagt ein sehr eigensinniger Mensch, der es liebt im Internet andere Menschen zu beleidigen und nierderzumachen. Feli ist ein Geistermädchen, das erst wieder aus seinem Leben verschwinden kann, wenn sie ihre Aufgabe erfüllt hat. Stella ist eine junge Frau, die scheinbar zufällig an Leons Tür geklingelt hat.
Das Cover läd zum streicheln ein, denn es fühlt sich sehr samtig an und liegt sehr gut in der Hand. Es zeigt Leon und im Hintergrund, das Mädchen mit dem roten Pony. Ich mag den Farbverlauf und finde das Cover sehr ansprechend.
Fazit: Leon - Das Glück trägt einen roten Pony, ist vollkommen anders als erwartet und hat mir sehr gut gefallen. Es ist kein typischer 08/15 Roman sondern hat eine sehr wichtige Message für seine Leser.
Ein wirklich großartiges Buch mit viel tiefem Sinn, das zum nachdenken anregt. Allerdings ging mir der Sinneswandel von Leon zu schnell... und das Schicksal ging mir auf den Keks! Aber okay. Dafür einen Stern Abzug. Ansonsten wirklich super und lesenswert
Leon ist das erste Buch was ich von der lieben Corinne gelesen habe und ich muss sagen, ich habe bis dahin noch sie so viel Spaß beim lesen gehabt. Ich habe mich regelrecht kaputt gelacht :D Ich mochte alle Protagonisten von Anfang an. Leon war mir am sympathischsten, was er sich an manchen Stellen gedacht hat war einfach zum wegschmeißen.
Meine Schwester und ich lesen eher selten die gleichen Bücher. Als ich ihr allerdings ein paar Stellen aus dem Buch gezeigt hatte, musste sie es auch unbedingt lesen und war genauso begeistert wie ich. :)
Wenn jemand eine spannende Geschichte sucht mit viel Humor, dann ist dieses Buch genau das richtige.