Jump to ratings and reviews
Rate this book

Super und dir?

Rate this book
Marlene Beckmann ist 31 Jahre alt und lebt das Leben, das sie sich gewünscht hat. Auf die Frage, wie es ihr geht, antwortet sie meistens: »Super, und dir?« Marlene hat sich äußerlich im Griff. Bis der Urlaub, auf den sie seit Monaten gewartet hat, nicht genehmigt wird. Bis ihr Freund deshalb alleine nach Teneriffa fliegt und Marlene einfach nicht zur Arbeit geht.

Kathrin Weßling seziert mit schillernder Sprache eine gnadenlose Arbeitswelt, in der Ersetzbarkeit, fehlende Perspektiven und der Zwang zur (Selbst-)Optimierung eine ganze Generation unter Druck setzen.

256 pages, Paperback

First published April 5, 2018

18 people are currently reading
1318 people want to read

About the author

Kathrin Weßling

11 books248 followers

Ratings & Reviews

What do you think?
Rate this book

Friends & Following

Create a free account to discover what your friends think of this book!

Community Reviews

5 stars
315 (20%)
4 stars
526 (34%)
3 stars
485 (31%)
2 stars
151 (9%)
1 star
43 (2%)
Displaying 1 - 30 of 89 reviews
Profile Image for Lotte.
631 reviews1,134 followers
April 28, 2019
2.75/5. Sehr wichtige und treffende Gedanken zu Leistungsgesellschaft, Produktivitätswahn und Social Media "Fakeness", verpackt in einer eher lauwarmen Geschichte, die sich vor allem in der zweiten Hälfte in ausschweifenden Beschreibungen von Rauschexzessen verliert.
Profile Image for Isabella.
504 reviews118 followers
July 24, 2018
Content-Warnung für Alkohol- und Drogenmissbrauch.

Super und dir? war für mich von Anfang an eines dieser Hit-and-Miss-Bücher: entweder, es macht klick, oder eben nicht. Letztendlich gab es viele Klick-Momente – Aspekte, in denen ich mich so noch gar nicht in Literatur wiedergefunden habe –, aber ebenso viele Augenblicke, in denen die Sogwirkung des Buches überhand nahm und der Rest in den Hintergrund trat. Ich schließe mich den anderen begeisterten Meinungen insofern an, dass sich das Buch leicht inhalieren lässt, dass es in vielerlei Hinsicht den Nerv der Zeit trifft (auch wenn die Protagonistin im Marketing arbeitet und bei den Blogger-Kampagnen kein einziges Mal Instagram erwähnt wird, was mir ein Rätsel ist :D, und ich fest überzeugt bin, dass kein Mensch Facebook so ausgiebig nutzt, aber nun gut). Angst, Perfektionismus, Druck, Glorifizierung des Stresses und der Arbeit – das kennen wir alle nur zu gut, und Weßling hält der Gesellschaft gekonnt den Spiegel vor.
Mein größter Kritikpunkt ist letztendlich – abgesehen von der teils ausbleibenden Resonanz –, dass man so viel mehr aus dem Buch hätte herausholen können. Die Kapitel sind völlig durcheinander, man weiß nie so ganz, wann und wie man Marlene verorten muss, was mich erst irritiert und mir dann richtig gut gefallen hat, aber gerade aus ihrer Unzuverlässigkeit hätte man so viel mehr herausholen können.
Außerdem kann ich offene Enden nicht ausstehen, und das hier ist so offen, dass der letzte Eindruck dann doch ein frustrierender ist.
Profile Image for Winterhummel.
537 reviews17 followers
January 14, 2020
Es lässt mich traurig zurück. Ich habe diese Verzweiflung so stark gefühlt.
Profile Image for Gosila.
149 reviews8 followers
August 20, 2022
Wow das war erfrischend gut. Hatte irgendwie gar nichts erwartet und am Ende ne Menge Spaß mit dem Buch.

Finde die Arbeitswelt sehr zutreffend beschrieben, wie wir in Schläuchen arbeiten, Bullshit produzieren und Bullshit konsumieren. Habe mich da an ein paar Stellen wieder entdeckt. Es gab aber auch eine Szene bei einem Arzt, die in meinen Augen komplett unrealistisch war. Zumindest habe ich noch nie so eine Reaktion von einem Arzt erhalten. Aber es soll ja alles geben.

Ich fand außerdem super interessant, wie mit dem Thema Social Media in dem Buch umgegangen wird. Da wird der typische Vorwurf gemacht, dass alles auf Social Media schlecht, fake ist und die Leute nur Dinge posten, um anderen zu zeigen, wie geil und glücklich sie sind. Habe mir Gedanken dazu gemacht und mich gefragt, in wie weit die Leute, die ihr Leben auf Social Media teilen, das Problem sind oder die Leute, die die Inhalte konsumieren und diese auf ihr eigenes Leben projizieren. Ich tendiere zu letzterem.

Ich finde es etwas kurzsichtig/einfach, Leuten bei Social Media vorzuwerfen, ihr Leben besser darzustellen als es ist, denn ich glaube, die Motivation Dinge zu teilen, kann sehr vielfältig sein. Selbstdarstellung kann natürlich eine sein, aber es kann auch einfach Freude/Spaß sein, andere inspirieren, andere informieren. Wenn auf der anderen Seite aber eine Person sitzt, die von klein auf ständig bewertet wurde, dann kann jeder Post durch den reflexhaften Vergleich ein Angriff auf die eigene Selbstwahrnehmung sein und das kann weh tun. Wenn man dann den Urlaub von einem Freund sieht oder jemand etwas kreatives postet, denkt man nicht "Ach schön, dass er mal im Urlaub ist" oder "Cooles Hobby" sondern "Fuck sein Leben ist viel besser als meins". Immer nur Ich Ich Ich. Das macht mich etwas wahnsinnig, wenn ich ehrlich bin:/

Eine weitere Sache, die das Buch sehr gut veranschaulicht, ist, wie viel Druck auf die Lebensplanung bei Frauen ausgeübt wird. Mir ist beim Lesen bewusst geworden, wie viel krasser das sein muss als bei mir.

Ich führe seit Jahren ein Einsiedler Leben und glaube, dass das viel häufiger hinterfragt werden würde, wenn ich eine Frau wäre. Das Leben von Frauen wird genau wie ihr Körper einfach so viel öfter bewertet als die von Männern. Quasi von klein auf. Mir fällt aber auch wenig ein, was man dagegen machen könnte. Außer Leute zurecht zu weisen, wenn sie mal wieder dumme Fragen stellen wie "Wieso bist du Single?" "Wie siehts mit Kindern aus?" "Wann heiratet ihr?". Genau wie Fragen oder Aussagen zum Aussehen. Solche Dinge gehen einen einfach einen Scheiß an;)

Mir hat das Buch auf jeden Fall Spaß gemacht und werde vielleicht mehr von ihr lesen! <3

".. ich weiß nicht, wohin ich gehe, aber ich denke unablässig daran, dass ich allein sein will, aber nicht allein sein sollte .."
Profile Image for Miss Bookiverse.
2,236 reviews87 followers
March 11, 2019
Dass Kathrin Weßling gut schreiben kann, war mir schon nach ihrem Debüt klar. Und mit gut meine ich nicht voll opulenter Metaphern und verzaubernder Beschreibungen, sondern direkt, flüssig, modern und ohne Abgedroschenheiten. Diese ausdrucksstarke Treffsicherheit nutzt sie, um messerscharfe Beobachtungen über die Millenials-Generation in Worte zu fassen: von Social Media über Achtsamkeitstrends bis zu Leistungsdruck und dem Aufrechterhalten einer künstlichen Realität.

Alles wird super, wenn ich nur fest genug daran glaube, wenn ich nur oft genug Sport mache und zu geheimen Elektropartys gehe, wenn ich nur genug Facebook-Freunde und Instagram-Follower sammle, wenn ich süße Selfies mache, unter die ich deepe Gedanken schreibe oder schlaue Zitate, wenn ich meinen Bachelor im Ausland mache und für meinen Master in eine andere Stadt ziehe. (S. 119)


Obwohl genau diese Observationen zu den Stärken des Buches zählen, können sie keinen ganzen Roman tragen und werden spätestens beim vorletzten Absatz doch ermüdend. Auch die Handlung selbst hat einige Schwächen, an denen ich mich gestörte habe. Marlene hält mit eisernem Willen an ihrer schönen Fassade fest, bittet nie um Hilfe, spricht nicht über ihre Ängste und gesteht sich selbst die Wahrheit selten ein. Hauptsache die Welt kriegt nicht mit, wie schlecht es ihr geht. Um dieses extreme Verhalten zu begründen, gibt es den plumpen Versuch, Episoden aus Marlenes Jugend einzustreuen, die mir aber sowohl inhaltlich als auch von ihrer Platzierung zu konstruiert wirken. Hier wird das Buch dem Debütroman der Autorin, Drüberleben, strukturell immer ähnlicher und was mir da schon nicht gefiel, läuft in der Wiederholung kaum besser, denn auch in Super, und dir? werden auf der Hälfte des Romans plötzlich vergangene Erfahrungen erwähnt, die durch ihre Enthüllung unnötig reißerisch wirken.

Dazu kommt, dass ich mich immer frage: Warum so extrem? Warum all das Kokain und die Betrügerei? Wo sind die Geschichten über Menschen, die unter Leistungsdruck und Depressionen leiden, die aber nicht zu harten Drogen greifen? Lohnt es sich nicht, deren Geschichten auch mal zu erzählen? Offensichtlich ist das nicht Weßlings Vorhaben und das muss es auch nicht sein, aber ich sehne mich sehr nach einem ebenso treffend formulierten Roman dieser Art, der nicht all diese fragwürdigen Entscheidungen trifft.
Profile Image for Lina.
37 reviews8 followers
July 31, 2019
3,5*
Ich habe etwas ganz anderes von diesem Buch erwartet. Da wurde ich etwas enttäuscht.
Es waren ein paar Gesellschaftskritische Aspekte dabei gewesen aber für meinen Geschmack zu wenige.
Es ging dann zu sehr um andere Dinge, die mir etwas den Spaß genommen haben.
Aber an sich ein recht gutes Buch, was man gut nebenher mal lesen kann.
Profile Image for Katja.
257 reviews78 followers
January 20, 2022
Weßling hält unserer Gesellschaft hier gekonnt den Spiegel vor, so viel ist wahr. Leistungsgesellschaft, Perfektionismus, die Definitiion des Selbstwertes über die Arbeit, das verkehrte Selbstbild welches über die Sozialen Medien in Szene gesetzt wird, Selbstoptimierung und letztendlich die Tatsache, diesem Druck auf Dauer nicht standhalten zu können und Auswege zu suchen - genau so wie Wege um weiter zu funktionieren.

Einiges war hier very close to home, so sehr, dass ich hin und wieder unterbrechen musste und erst am nächsten Tag weiterlesen konnte. Inzwischen habe ich persönlich aber einen Ausweg gefunden der sich anders gestaltet als der von Marlene.

Das Buch ist wirklich gut, nur hat mir irgendwie ein wenig mehr.. Tiefe gefehlt. Vor allem gegen Ende hin verliert sich Marlene im Rausch und ja, diese Teile sind gut geschrieben, aber ich hätte mir gern noch etwas mehr Gesellschaftskritik gewünscht.
Profile Image for ˗ˏˋ lia ˎˊ˗.
623 reviews439 followers
March 23, 2025
der erste teil hatte sehr interessante gedanken, die im zweiten teil leider nur noch dem rausch der protagonistin verfallen sind.
Profile Image for Katischakalaka.
79 reviews12 followers
November 12, 2019
„Irgendwas treibt mich, irgendwas ängstigt mich, irgendwas sagt mir, dass ich nicht stehen bleiben darf.“ (S. 250)

Kathrin Weßling wirft mit „Super, und dir?“ einen gekonnt nüchternen Blick auf unsere Gesellschaft und die Erwartungen, die diese an uns - die Generation um die 30 - stellt.

Neben dem Leistungsdruck beherrscht die Protagonist Marlene vor allem ein Gefühl innerer Zerrissenheit. Nicht nur die biografischen Gemeinsamkeiten (Job und Alter), sondern auch die bedrückende Stimmung und der stete Drang zur Selbstbestätigung sorgten dafür, dass ich mich sehr stark mit Marlene identifizieren konnten. Auch wenn ich mich selbst nicht als so innerlich zerrissen betrachte und einen deutlich gefestigteren Background habe, sorgte die Erzählweise dennoch für das Gefühl, selbst von diesem Leben betroffen zu sein. Denn Kathrin Weßling zieht den Leser/die Leserin zusammen mit Protagonistin Marlene immer tiefer in ein Leben und eine Geschichte hinein.

Dass das Ende offen bleibt, ist eher Gewinn als Kritikpunkt. Alles wirkt endgültig - und doch bleibt die Hoffnung, sich dem System zu entziehen.
Profile Image for kusu.
2 reviews
June 15, 2021
Eine im schroffen Ausdruck durchweg depressiv-nüchterne, nicht enden wollende Katharsis einer Person, die von sozialen Zwängen, Trauma, Drogensucht, interpersonellen Konflikten und existenzieller Angst förmlich zerquetscht wird, jedoch bis zum Schluss scheinbar nicht schafft und oder gewollt ist, in all der selbstbemitleidenden Egozentrik Verantwortung für einen Handlungsumbruch zu übernehmen. Meine anfänglich positive Resonanz mit dem Geschichtsinhalt wurde schnell ertrunken in den monotonen, weinerlichen und zynischen Selbstgesprächen, welche sich wie in einem Delir unaufhörlich mit den wiederkehrenden Beschreibungen von Drogenexzessen und flachen Dialogen abwechselten. Die Darstellung und Kritik der modernen Arbeits- und Internetkultur wirkt etwas primitiv, jedoch nachvollziehbar.
Profile Image for Kathrin .
183 reviews33 followers
August 16, 2018
Ich habe dieses Jahr einen neuen Job angefangen – im Online Marketing und betreue unteranderem auch Social Media Kanäle.
Eine Gemeinsamkeit, die ich mit der Protagonistin Marlene habe.
Anders als bei ihr ist kein so großer Leistungsdruck da – und der Zwang super zu sein.
Gott sei Dank.
Dennoch hatte ich das Gefühl, dass mir Kathrin Weßling eine potentielle Zukunft zeigt – eine erschreckende Version eines Lebens – und das hat mich etwas schockiert zurückgelassen.

Marlene Beckmann, frisch von der Uni, hat sich gegen einen Pool an Bewerbern durchgesetzt und tritt eine Volontariatsstelle im Community Management einem großen und beliebten Unternehmen an.
Nicht nur beruflich scheint alles super zu sein, sondern auch privat.
Super Freund, Super Freunde, alles ist super.
Aber so scheint es auch nur – sie versucht die Maskerade eines Perfekten Lebens aufrecht zu halten – doch langsam merkt sie selbst, dass etwas nicht stimmt.
Doch sie traut sich nicht mit jemandem darüber zu sprechen, der Zwang den schönen Schein zu wahren ist zu groß. Und irgendwann kommt wie es kommen muss – der große Fall.

Das erste Drittel des Buches ging mir sehr nahe – neuer Job, neue Herausforderungen, neue Ängste. Vor dem Szenario wie es ihr erging, hatte ich zu meinem Berufseinstieg Angst, und werde es vermutlich auch in Zukunft sein.

Marlene hat ihren Traumjob bekommen und müsste eigentlich glücklich und euphorisch sein, aber das ist sie nicht.
Am ersten Arbeitstag hat sie sich nicht getraut allein etwas essen zu gehen, sie kennt keinen den sie fragen kann und keiner ihrer neuen Kollegen hat sie gefragt.
Stattdessen geht sie rauchen und ruft ihre Mutter an. Aber anstatt ihr die Wahrheit zu sagen, wie es ihr in dieser Situation geht, erzählt sie ihr wie toll alles ist und wie super es ihr geht.
Und genauso geht die Story weiter – immer wieder erzählt Marlene ihrem Umfeld wie gut es ihr geht.
Der berufliche Druck steigt, ihre Privatleben geht den Bach runter. Sie hat keine Zeit – für gar nicht. Mit illegalen Substanzen muss sie sich über Wasser halten – besser arbeiten, mehr arbeiten, weniger Schlafen. Immer bereit sein, alles für den Job zu tun – doch gewürdigt wird ihre Anstrengung nicht. Alles geben heißt nicht alles erreichen können – eine bittere Lehre des Lebens. Kathrin Weißling bringt das Dilemma auf den Punkt – wir müssen mehr geben als wir können und scheitern trotzdem.
Eine Geschichte, die ehrlich und bitter ist. Die Menschen wachrüttelt und so schnell nicht in Vergessenheit gerät.
Profile Image for _Leselust_.
295 reviews38 followers
February 17, 2020
Nachdem mir "Nix passiert" so gut gefallen hatte, musste ich gleich noch mehr von der Autorin lesen. Und "Super, und dir?" hat mir sogar fast noch besser gefallen. Die Geschichte fand ich noch mitreißender, noch bewegender und ich konnte mich auch einfach noch mehr mit der Hauptfigur identifizieren. Auch die Thematik hat bei mir einen Nerv getroffen. Die Darstellung auf Social Media, die Selbstoptimierung, der unglaubliche Druck in der Arbeitswelt. Alles unter einen Hut zu bekommen: Familie, Partnerschaft, ein Job, der die Wohnung finanziert und am besten Gleichzeit sinnstiftend ist. Die Vorstellungen, die man im Studium hat, die Hoffnungen und Perspektiven, die dann auf einen Arbeitsalltag treffen, der oft ganz anders aussieht. Und darf man dann mit jemandem darüber sprechen? Das es einem nicht so gefällt? Das man fertig ist? Das es einem nicht "super" geht? Ja, man darf! Und man darf (und sollte) dieses Buch lesen.
Profile Image for Steph.
178 reviews
March 19, 2019
Was ein absolut großartiges Buch! Ich habe es regelrecht verschlungen. Marlenes Situation ist sehr zugespitzt, aber ich konnte mich in vielen Bereichen wiedererkennen und wollte eigentlich die ganze Zeit nur "JA! JA! JA!" rufen. In denke jeder kann Marlenes Geschichte in verschiedenen Variationen nachempfinden und erkennt sich eventuell selbst wieder. Kathrin Weßling beschreibt hier unheimlich gut was der Optimierungs- und Leistungsdruck unserer Generation mit uns macht und wie wir ihm hilflos ausgeliefert sind wenn wir wertvoller, respektierter und funktionierender Teil der Gesellschaft sein wollen. Mehr bleibt eigentlich gar nicht zu sagen. Ich habe dieses Buch einfach nur gefeiert, während mir aber auch unsere Generation unglaublich Leid tut mit was sie konfrontiert wird und was von ihr erwartet wird. Eine absolute Leseempfehlung von mir!
Profile Image for Luise Unser.
43 reviews1 follower
August 18, 2023
Ab der ersten Seite hat das Buch mich gefesselt. Der Schreibstil in Bezug auf die Formulierung hat mir sehr gut gefallen. Die Gedanken von Marlene spiegeln die Probleme und Sorgen dir unterschwellig brodeln der derzeitigen Generation gut wieder. Leider ein so offenes Ende, dass ich mich erschrocken habe, als die Danksagung folgte…
Dass es wirr und durcheinander geschrieben ist, finde ich eigentlich passend und spannend beim lesen.
Profile Image for Mizuki.
1 review
September 19, 2020
Puh... Das Buch ist insgesamt nicht schlecht, es zeigt die Sucht insgesamt sehr realistisch und gibt zu denken, wie unsicher unsere Gesellschaft heutzutage ist.
Was mich an dem Buch stört ist jedoch besonders die Perspektive und die Hauptcharakterin. Im ganzen Buch geht es nur um Marlene und ihre Probleme. Marlene sorgt sich nur um sich selbst und spielt sich die kleinste Violine der Welt, während sie melodramatisch darüber nachdenkt wie übel ihr das Leben in Allen lagen mitspielt, obwohl sie an sehr vielem selbst schuld ist.
Es heißt das Buch zeigt wie falsch unsere Gesellschaft ist und wie sehr jeder versucht Glück vorzuspielen, aber das wahre Problem ist meiner Meinung nach eher, dass Menschen ihre eigene Traurigkeit und ihr Leid fetischieren, sowie ins unermessliche hochspielen. Jedem geht es etwas schlecht als dem anderen. Und wenn man etwas an seinen Problemen ändern will sollte man die Flasche Vodka aus dem Kühlschrank holen.
Irgendwann muss man als Erwachsene die Verantwortung für sich selbst übernehmen und nicht alles auf die Eltern schieben. In diesem Punkt ist Marlene nicht besser als ein 16 jähriges Mädchen. Insgesamt ist mein Fazit einfach, dass dieses Buch wichtige Aspekte unserer verkorksten Gesellschaft anspricht, das jedoch komplett übertönt indem Marlene so unsympathisch ist, dass es wehtut.
Profile Image for Nils.
170 reviews7 followers
October 10, 2021
Einfach too much. Die Hintergrundgeschichte der Protagonistin hat keine traumatische Tragödie ausgelassen und ihr Handeln in der Gegenwart setzt stetig einen drauf, weshalb das Buch auf mich platt und überzogen wirkt. Hier fehlen feine Nuancen und das Subtile. Die durchaus angebrachte Kritik an der Lebensrealität von Millennials verliert dadurch an Glaubwürdigkeit und Relevanz. Für mich war das Buch einfach zu oft auf 120% statt 100%. Manchmal ist weniger eben doch mehr. 250 Seiten Millennialnabelschau 🤢
Profile Image for Saskia.
411 reviews32 followers
December 25, 2019
Ich habe das Gefühl, dass dies ein Buch ist, dass bei einem entweder total den Nerv trifft oder einen absolut kalt lässt. Mich hat es vom Stil her an Mittwoch also erinnert. Leider hat es mich inhaltlich total enttäuscht. Der Fokus auf den Drogen hat mich einfach nicht interessiert und hat auch meinen Erwartungen widersprochen. Schade.
Profile Image for Laura.
130 reviews3 followers
May 4, 2019
Wichtiges, interessantes Thema. Hätte was werden können, leider war ich beim lesen zunehmend genervt von Marlene und den meisten anderen Personen. Ich konnte schon mitfühlen und hatte Verständnis aber irgendwann wurde alles zu abstrus und durcheinander und drogenlastig und wirr und „eben noch schnell nen selfie für Facebook damit alle sehen wie gut es mir geht“ ..
Profile Image for Brianna.
81 reviews1 follower
October 18, 2021
Ich bin hin und her gerissen. Auf der einen Seite hat mich der Schreibstil absolut gepackt und das Buch habe ich verschlungen und werde mir die anderen Bücher der Autorin mal anschauen. Es gab außerdem so viele Momente, in denen ich mich / unsere Generation so gut erkannt habe, wie bisher sehr sehr selten.
Auf der anderen Seite hätte ich gerne mehr alltägliche Gesellschaftskritik gehabt, weniger von der Drogenthematik (für die eine Triggerwarnung zu Beginn des Buches vermutlich auch ganz gut wäre...). Die Entwicklung hat dadurch eine vollkommen andere Wirkung und es kommt von ganz alleine die Frage auf, wie sehr sich die Umstände wie beeinflussen.
Profile Image for Barbara.
722 reviews27 followers
June 1, 2018
Die 31-jährige Marlene befindet sich mitten in einer Lebensphase, der für die heute 30-Jährigen hippen Städter nicht ungewöhnlich scheint. Es ist "alles super", obwohl der Job von ihr alles verlangt und nichts zurückgibt, ihr Freund Jakob sich immer größere Sorgen um sie macht und Marlene selbst merkt, dass ihr Drogenkonsum aus dem Ruder läuft. Diese nimmt sie nicht zum Spaß, sondern um die langen Arbeitswochen durchzustehen, mithalten zu können mit dem locker-tollen Leben, das man halt so haben muss in dem Umfeld. - Was sich erst wie ein überdrehter Lifestyle-Roman liest, vermittelt immer stärker den Druck, den Marlene sich macht und unter dem sie fast zerbricht. (solide 3,5 Sterne)
Profile Image for Petya.
300 reviews23 followers
February 19, 2023
Jede Seite hat mich getriggert :( In zwei Nächten hatte ich das Buch durch. Ich habe keine Erfahrung mit Drogen, aber der Rückzug, die Leugnung und das (selbst-) zerstörerische Verhalten im Burnout und unter solchen Arbeitsumständen gingen mir wirklich unter die Haut. Die daraus resultierenden Beziehungsschwierigkeiten taten auch weh. Gut und echt geschrieben, übertraf meine Erwartungen.
Profile Image for lara.
80 reviews
February 3, 2025
2.5⭐️
was alright but nothing special
Profile Image for Ziska Who.
83 reviews3 followers
April 29, 2018
Okay, das ging schnell. Aber das Buch hat schnell einen Sog aufgebaut, dass man einfach weiterlesen muss und dann ist man verwirrt auf Grund der Zeitsprünge und Rückblenden und auch wenn alles gar nicht so super läuft, will man trotzdem wissen, wie es weitergeht und was noch alles passieren könnte.
Profile Image for Steffi.
100 reviews2 followers
February 3, 2019
Wer kennt es nicht? Auf die eigene Befindlichkeit gefragt, antwortet man gerne mal mit „Super, und dir?“, dabei tobt in einem ein Sturm. Genau hierum geht es im aktuellen Roman von Kathrin Weßling.

Marlene Beckmann, 31, lebt das Leben, dass sie sich immer gewünscht hat. Äußerlich läuft bei ihr alles super: Sie hat den Job als Social Media Managerin, den sie immer wollte und führt eine glückliche Beziehung mit Freund Jakob. Was aber, wenn die Abwärtsspirale beginnt und sich immer schneller zu dreht?

Das Buch hat mich ab der ersten Seite gepackt. Schon wieder ein Buch, in dem ich mich an zahllosen Stellen wiedergefunden habe. Was ist da los?
Profile Image for Josefine Praline.
13 reviews2 followers
February 13, 2023
Triggerwarnung: Alkohol- und Drogenmissbrauch, Selbstzerstörung,… trotzdem gut und lesenswert! Ich mag einfach Ihren Stil zu schreiben. Danke 💜
Profile Image for Mia.
154 reviews2 followers
May 11, 2018
Mit »Super, und dir?« piekst Kathrin Weßling mitten hinein in die Wunde unseres Zeitgeistes bestehend aus Influencer-Marketing, dem permanenten Gedanken funktionieren zu müssen und der stetigen Angst vor der Ersetzbarkeit durch andere. Marlene Beckmann, die 31-jährige Hauptfigur des Romans, hat eigentlich alles, was sie sich wünscht: u.a. einen verständnisvollen Partner, 532 Freunde auf Facebook und einen wahnsinnstollen Job als Social Media Managerin, um den sie viele beneiden. Moment, das muss gleich mal auf sämtlichen Sozialen Kanälen geteilt werden. Wenn jemand fragt, wie es ihr geht, antwortet sie: „Super, und dir?“, dabei ist eigentlich gar nicht alles super. Im Gegenteil, sogar sehr wenig. Und das bisschen was noch super ist, löst sich Mithilfe von Marlenes Dealer Ronny in einzelne Buchstaben auf, die sie zwar immer noch reflexartig als Antwort zusammenbasteln kann, schon längst aber nicht mehr fühlt. Das Buch liest sich genauso rauschhaft und sogartig wie Marlenes Leben zu sein scheint und begleitet sie durch flüsterleise sowie knallhart laute Momente bis hin an den Abgrund. Mit scharfem Blick, von zartbitterem Sarkasmus durchwoben und mit einer emotionalen Eindringlichkeit erzählt der Roman eine Geschichte darüber, was passiert, wenn der Druck von außen wie innen immer größer wird und trifft so den Kern unserer Selbstoptimierungsgesellschaft.
Displaying 1 - 30 of 89 reviews

Can't find what you're looking for?

Get help and learn more about the design.