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Rattatatam, mein Herz

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Angststörungen treten laut einer internationalen Studie häufiger auf als Depressionen. Und doch sind sie immer noch ein Tabuthema. Franziska Seyboldt will dies mit »Rattatatam, mein Herz« ändern.
Die Angst hat sich schon früh eingeschlichen in Franziska Seyboldts Leben. Und sie ist weit über das hinausgegangen, was man allgemein unter »ängstlich« versteht. Angst davor, mit der U-Bahn zu fahren, zum Arzt zu gehen, in beruflichen Situationen zu versagen, kurz: generalisierte Angststörung. Panikattacken. Millionen von Menschen kämpfen sich mit dieser Erkrankung und der daraus resultierenden Angst vor der Angst durchs Leben und sind wahre Meister im Ausredenerfinden geworden, notgedrungen. Warum spricht niemand darüber? Warum ist die Angststörung nicht so »normal« wie Depressionen oder Burn-out? Diese Fragen stehen am Anfang von Franziska Seyboldts poetischem und mutigen Buch, das ihren Weg durch die Angst beschreibt. Sie ist nie eingeladen, diese Angst, und doch immer dabei. Indem sie unter ihrem Klarnamen schreibt, befreit sich Franziska Seyboldt aus dem Zwang nicht aufzufliegen, keine Schwäche zu zeigen: »Ist man schwach, wenn man Schwäche zeigt, oder holt man sich gerade so die Kontrolle zurück?«, fragt sie.
Ein wegweisendes Buch, das eines der wichtigsten Themen unserer durchperfektionierten Gesellschaft aufs Tapet bringt.

256 pages, Hardcover

First published January 1, 2018

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About the author

Franziska Seyboldt

5 books2 followers

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6 (2%)
1 star
1 (<1%)
Displaying 1 - 23 of 23 reviews
Profile Image for Tasmin.
Author 8 books128 followers
January 11, 2018
Ich bin hin- und hergerissen mit diesem Buch.
Ja, es ist wichtig und wird sicher auf zwei Ebenen die Menschen bereichern:
1. Wiedererkennen. Menschen mit Angststörung werden sich sehr verstanden fühlen, endlich etwas lesen, in dem sie sich selbst wiedererkennen und sich dadurch endlich so normal fühlen, wie sie es sind.
2. Verstehen. Ich glaube, dass Menschen, die noch nicht in engeren Kontakt mit einer Angststörung gekommen sind, durch dieses Buch besser verstehen können, wie es Menschen mit dieser Diagnose geht. Und das auch noch auf sehr unterhaltsame Weise - Seyboldt schreibt nämlich absolut fantastisch.
Und so wichtig diese beiden Punkte auch sind, fehlte mir dennoch etwas. Denn das Buch ist ein einziger, riesiger Trigger. Ich selbst habe zwar keine Angststörung, würde mich aber zu den Hochsensiblen zählen / bin sehr empathisch und nachdenklich. Und ich hatte so viele Momente, in denen ich selbst nervös wurde. Und in denen ich an eine Person (die ich sehr gut kenne & die eine Angststörung hat) denken musste und wie sie auf diese Stellen im Buch reagiert hätte. Nämlich mit - Überraschung - Angstzuständen. Sie würde nach dieser Lektüre vermutlich nicht mehr in eine Ubahn, in ein Auto oder ein Flugzeug steigen, Ärzte und Partys meiden, usw. Dieses Buch bräuchte eine große TRIGGERWARNUNG. Denn es triggert ungemein, hilft aber - über das "verstanden werden" hinaus - nicht weiter. Es erzählt unverblümt, wie es ist, hilft einem aber nicht dabei, diesen Ist-Zustand zu verändern. Und das empfand ich als beunruhigend.
Am Ende muss jeder selbst entscheiden, was er oder sie mit diesem Buch anfängt. Eigentlich sollte man es gar nicht erst bewerten, da dieses Buch vermutlich bei jedem Leser eine ganz individuelle Reaktion hervorruft.
Profile Image for Mia.
154 reviews2 followers
Read
January 14, 2018
Rattatatam, da ist sie, die Angst. Jeder kennt sie. Jeder weiß, wie sie sich anfühlt. Manchmal aufwühlend, das Herz poltern lassend, manchmal einengend, sich ganz klein machen wollend. Die Angst kommt in vielen Formen und Farben, mal mehr, mal weniger stark und sie kann über ihre eigentliche Aufgabe, das Warnen und Beschützen hinauswachsen. Nämlich dann, wenn die Angst übermächtig wird und vor Situationen warnt, die uns eigentlich ganz alltäglich vorkommen. Beim Bäcker in der Schlange stehen, mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren, vor anderen Menschen reden, zu einer Routineuntersuchung zum Arzt gehen. (Um nur einige wenige Beispiele zu nennen.)

Genau darüber schreibt Franziska Seyboldt in „Rattatatam, mein Herz: Vom Leben mit der Angst.“ Ein Titel, der nicht nur toll und sehr persönlich gewählt ist, sondern gleich zeigt, dass hier viel mehr drinsteckt als ein blasses Sachbuch mit Ratgeberanteil. Die Autorin berichtet von sich selbst, wie es ihr geht und ergeht mit dieser ominösen, meist nicht greifbaren, oft irrational denkenden und handelnden Angst zu leben, in welchen Situationen sie sie begleitet und wie sie lernt, mit einem zu viel an Angst umzugehen. Nämlich von den Tagen, an denen sie aufwacht und keine Schildkröte, sondern vielmehr ein Sieb ist, das Geräusche, Gerüche, Farben hindurchplätschern lässt. (Vgl. S. 15/16) Darüber zu schreiben gelingt ihr scheinbar mit einer Leichtigkeit, hinter der vermutlich sehr viel Mut steckt und mit einem Humor, unter dem sich sehr viel Stärke verbirgt. Franziska Seyboldt breitet vor uns, ihren Leser|innen, ihr ganzes Leben mit der Angst dar, von der lange Zeit kaum jemand wusste. Wann sie sich zum ersten Mal anschlich, nicht leise, sondern direkt mit einem – BAMM – zuschlug, wie sie sich bei ihr einnistete und wie sie beschloss zu bleiben. So lange, bis sich die Autorin entscheidet, einen Weg zu finden, wie sie ihr die Stirn bieten kann – noch mehr, als sie es bisher schon getan hat. Dabei geht es in dem Buch aber keineswegs hauptsächlich darum: wie besiege ich die Angst?, sondern vielmehr zeigt es einen authentischen Blick in den Alltag mit ihr - und das ist wichtig, dass man, wenn man kann, darüber spricht und nicht schweigt. Daher werden sich in diesem Buch nicht nur explizit Betroffene wiederfinden, sondern vielleicht sogar ein Stück weit jeder und wenn nicht, so schafft sie es doch mit viel Witz und Sachverstand, die Thematik der Angst und der Angststörung spielend leicht verständlich zu machen. So dass auch Leser|innen, die mit diesem Thema bisher nicht in Berührung gekommen sind, einen Zugang finden.

Deshalb ist dieses Buch nicht nur ein gutes, sondern vor allem auch ein wichtiges, denn immer mehr Menschen leiden unter einer Angststörung, aber kaum einer mag öffentlich darüber reden. Aus dem „einfachen Grund“: Angst. Angst davor, was andere denken. Angst davor, nicht mehr ernst genommen zu werden. Angst davor, Job und Freunde zu verlieren. - Mir hat an manchen Stellen noch ein wenig Tiefgang im Text gefehlt und der Humor der Autorin, den ich zwar wichtig und gut finde, um das Thema aufzulockern und verständlich zu machen, versteckt doch ab und an etwas die Ernsthaftigkeit des Themas. Davon abgesehen halte ich das Buch für enorm wichtig und absolut lesenswert – sowohl für Betroffene als auch nicht explizit Betroffene.
Profile Image for Christina .
355 reviews40 followers
June 10, 2019
3,5 Sterne
Teilweise erkannte ich mich eins zu eins wieder, manchmal kam es mir aber auch so vor, als nähme die Autorin sich und/oder die Angst nicht wirklich erst. Best Erkenntnis: Die Angst kommt nie in der Gegenwart, sondern immer nur bei "Was wäre wenn"-Spielchen.
Profile Image for Hazel McNellis.
Author 11 books21 followers
June 16, 2018
INHALT
Franziska Seyboldt erzählt von ihrer Angststörung. Was die Angst mit ihr macht. Und wie sie das Leben trotz Angst und Panikattacken meistert.

MEINUNG
Ich mag das Buch. Vielleicht weil auch ich von Natur aus ein ängstlicher und vorsichtiger, hochsensibler Mensch bin - auch ohne Ohnmachtsanfälle. Vielleicht weil die Geschichte so unverblümt und direkt die Angst nach vorne holt. Vielleicht weil sie zeigt, dass ein Leben auch mit der Angst im Gepäck möglich und glücklich sein kann. Wichtig ist, dass man Bescheid weiß. Dass man seine Angst kennt und weiß wie man (und die Angst) tickt.

FAZIT
Ich finde, das Buch ist in jeder Hinsicht eine Bereicherung. Deshalb gebe ich 5 Sterne. Allerdings könnte ich mir auch gut vorstellen, dass einige Menschen durch die persönliche, unmittelbare Art und das Thema eventuell getriggert werden.
Profile Image for Steffi.
100 reviews2 followers
January 30, 2019
Franziska Seyboldt, Autorin und Redakteurin bei der taz, leidet seit ihrer Kindheit an einer Angststörung. In ihrem Buch schreibt sie sehr bewegend, persönlich und unglaublich mutig über ihre psychische Erkrankung und wie sie gelernt hat damit umzugehen. Dabei wird schnell klar, dass diese rein gar nichts mit Schüchternheit zu tun hat.

Auch wenn ich selbst keine Angststörung habe, hätten viele ihrer Geschichten auch von mir stammen können; ich habe mich an zahlreichen Stellen wieder gefunden. Als externe Doktorandin aber (erschreckenderweise) gerade hier: „30 Jahre, Konto nicht gedeckt, letzte Beziehung gescheitert, keine Rücklagen. Nur Rückschläge. Die Panik wirft mich fast um.“

Rattatatam wird mich noch einige Zeit beschäftigen. Seyboldts Appel „Aber vor allem müssen wir endlich mehr über psychische Leiden reden.“ unterstütze ich voll. Schluss mit der Stigmatisierung und Ausgrenzung!
Profile Image for Melissa.
5 reviews
March 13, 2025
Ein wirklich tolles Buch, welches auf sehr zugängliche und poetische Weise das Thema Angststörung behandelt.
Es ist ein wichtiger Beitrag und sollte vor Allem Personen erreichen, die sich davor nicht damit auseinandergesetzt haben, um sich besser in andere Menschen hineinzuversetzen.
2 reviews
November 2, 2024
Unfassbar schön und berührend geschrieben, eine absolute Leseempfehlung!
Profile Image for Steffi | Lesenslust.
141 reviews18 followers
January 15, 2019
Etwa jeder sechste Deutsche leidet unter einer Angststörung, doch kaum einer traut sich darüber zu sprechen. Franziska Seyboldt schon. Im August 2006 entscheidet sich die Autorin und Redakteurin der taz zu einem Geständnis. In Kontrolle, Kontrolle, Kontrolle – Leben mit einer Angststörung spricht sie offen über ihre Angststörung. Einer Krankheit, die als häufigste psychische Erkrankung, noch vor Depressionen und Alkoholismus, gilt. Die Resonanz auf ihren Artikel war überwältigend. Deshalb entschied sich Seyboldt ein Buch daraus enstehen zu lassen. Eines, das auch mich letztes Jahr erreichte und jedem Menschen ans Herz gelegt sei.

Rattatatam, mein Herz

Zugegeben, als das Buch bei mir ankam, habe ich mir nicht allzu viel davon versprochen. Weder leide ich an einer Angststörung, noch bin ich der typische Ratgeber-Typ. Doch die Zeilen auf der Rückseite des Buches hatten mich sofort. Es war die ihnen anhaftende Mischung aus tiefer Ehrlichkeit und Intensität, die mich in ihren Bann zogen.

„An guten Tagen wache ich auf und bin eine Schildkröte. Dann spaziere ich bepanzert bis an die Zähne durch die Straßen und verrichte gemächlich mein Tagewerk, Tunnelblick an und los, im Bauch ein Gefühl wie Hühnerfrikassee: warm, weich und muskatig. (…) An schlechten Tagen wache ich auf und bin ein Sieb. Geräusche, Gerüche, Farben, Stimmungen und Menschen plätschern durch mich hindurch wie Nudelwasser, ihre Stärke bleibt an mir kleben und hinterlässt einen Film, der auch unter der Dusche nicht abgeht. (…) Als Sieb ist immer Tag der offenen Tür. Herzlich willkommen, treten Sie ein und treten Sie zu, die Fassade bröckelt schon.“

Zitat, Seite 15/16

Ein Rauschen wie heranrollende Wellen

Das erste Mal ohnmächtig wird Seyboldt mit zwölf Jahren bei einer Untersuchung beim Arzt. Plötzlich ist da ein Rauschen in ihren Ohren, das einer Ohnmacht vorausgeht und wie heranrollende Wellen eiskalt über ihre Extremitäten schwappt. Schwarze Punkte beginnen vor ihren Augen zu tanzen, ehe sie sie schließt und sich der Ohnmacht hingibt. Später wird ihr klar, dass es ihre erste Begegnung mit der Angst war. Einer Angst, die sich von da an in ihrem Leben einnistet und nicht wieder abschütteln lässt. Auch die Leser von „Rattatatam, mein Herz“ machen mit dieser Angst Bekanntschaft. Der lästige Begleiter spielt in Seyboldts Buch nicht nur eine zentrale Rolle, er ergreift auch noch ständig das Wort.

„Die Angst und ich sind auf dem Spielplatz und wippen. (…)

„Wer hat dich eigentlich so verkorkst?“, fragt die Angst. Diplomatie ist nicht so ihr Ding.

„Na, du.“

„Kann gar nicht sein!“

„Warum nicht?“

„Ist doch klar: Wenn du normal wärst, wär ich gar nicht da.“

„Moment mal. Was soll das heißen?“

„Ich stoppe die Wippe, indem ich mich nach hinten lehne. Die Angst thront hoch oben wie ein Cowboy auf seinem Pferd. Enspannte Zügelführung, Sonne im Rücken, wehendes Haar. (…) Sie ist übertrieben lässig. Dazu dieser selbstsichere Ausdruck um den Mund, der bei mir reflexhaft Argwohn auslöst. Kann man so jemandem trauen? Nein.“


Zitat, Seite 51/52

Therapie ist nicht gleich Therapie

Und so berichtet Seyboldt von ihrem Leben mit der Angst. Wie sie erst nach einer ganzen Weile lernt mit ihr und nicht gegen sie zu leben und was dafür nötig war, um das zu begreifen. Was mit einem miserablen Therapeuten beginnt, der wie Hannibal Lecter aussieht und ihr lediglich ein Buch empfiehlt, dessen Angsttest sie bewältigen muss, endet bei einem empathischen Menschen, der sie dazu auffordert, über alles zu sprechen, was sie beschäftigt. So kommt sie nicht nur auf ihre Angst, sondern auch über ihre Kindheit, ihre Zukunftssorgen und Beziehungsprobleme zu sprechen. Endlich wird sie nicht mehr nur ausschließlich auf ihre Angst reduziert. Durch diese Sitzungen erkennt sie, dass es die unterschiedlichsten Ursachen für ihre Angststörung gibt. Und dass sie sich dafür nicht zu schämen braucht!

„Bei Dr. Goldberg war ich ein Mensch mit einer Angststörung. Bei Hannibal Lecter eine Angststörung mit einem lästigen menschlichen Anhängsel.“

Zitat, Seite 45

Franziska Seyboldt hat hier keinen klassischen Ratgeber geschrieben, sondern vielmehr einen persönlichen Erfahrungsbericht mit ermutigender Botschaft. Mit ihren schonungslos ehrlichen Zeilen gibt sie nicht nur den Weg in ihr Innerstes frei (durch das sie Angstpatienten sicherlich zu einem offeneren Umgang mit ihrer Krankheit ermutigt), sondern öffnet vielleicht auch dem ein oder anderen nicht betroffenen Leser die Augen. Vielleicht gelingt es ihr sogar der Stigmatisierung, die in unserer Gesellschaft immer noch fest verankert scheint, ein kleines bisschen entgegenzuwirken. Denn die Symptome der Krankheit nehmen leider immer noch viel zu viele Menschen zum Anlass, jemanden als verweichlicht, nicht gesellschaftsfähig, irrational oder unproduktiv einzuordnen. Dabei sehen sich selbst Nicht-Angst-Patienten häufiger einer Angst vor dem persönlichen Scheitern konfrontiert als ihnen lieb ist. Wir alle haben täglich ein stetig wachsendes Arbeitspensum zu bewältigen und hangeln uns dabei durch eine Reihe von Stressituationen, die uns körperlich wie geistig einiges abverlangen. Das darf einen schon mal in Angst versetzen!

„Angstschweiß stinkt übrigens immer, trotz Deo. Er riecht viel beißender als der Schweiß an einem heißen Tag oder beim Sport, vielleicht, um den Angreifer olfaktorisch in die Flucht zu schlagen. Was einigermaßen sinnlos ist, wenn sich der Angreifer in meinem Kopf befindet.“

Zitat, Seite 28

Das Buch ist ein interessanter und unglaublich unterhaltsamer Exkurs in das das Krankheitsbild einer Angststörung. Man mag es kaum glauben, wie leichtfüßig und locker sich die Autorin durch ihr Buch bewegt. Es scheint mir, als könnte Seyboldt mittlerweile mit Leichtigkeit ihrer Angst die Stirn bieten. Seyboldts Zeilen haben mich auf Anhieb abgeholt. Auch ohne Angststörung konnte ich mich wunderbar in die Lage der Autorin versetzen und mich in der ein oder anderen Situation sogar wiederfinden. Das Rattern von Seyboldts Herzschlag begleitet einen durch das gesamte Buch und macht es damit zu einem unglaublich emotionalen Unterfangen. Ratta-ta-tam!

„Es ging um meine Einstellung zum Leben und darum, wie ich mit Belastungen umgehe, ganz egal, ob sie objektiv nachweisbar sind oder nicht. (…) Stress ist keine Währung, die für jeden den gleichen Wert hat.“

Zitat, Seite 65/66
Profile Image for ❄ Pixelflocke ❄.
337 reviews42 followers
May 9, 2018
Das Buch war großartig. Ich habe mich in so vielen Kapiteln wiedergefunden und einfach verstanden gefühlt.

Seyboldt hat einen sehr angenehmen, lockeren Schreibstil, der sich richtig gut lesen lässt. Das Buch ist sehr humorvoll, ohne jedoch das Thema Angst / Angststörung lächerlich wirken zu lassen. Durch die kurzen Kapitel hat man zusätzlich das Gefühl, durch dieses Buch nur so hindurchzufliegen.

Was ich besonders mochte: Seyboldt zeichnet das Bild einer Frau, welche Angststörungen hat und damit leben muss, aber sie reduziert sich nicht nur auf ihre Angst. Die Angst ist ein Teil von ihr, der mal mehr mal weniger stark in den Vordergrund rückt, aber sie ist keineswegs alleiniges Identitätsmerkmal.
6 reviews
August 9, 2018
Mir hat das Buch gut gefallen, aber komplett umgehaut hat es mich leider nicht. Obwohl ich es so sehr wollte! Es ist ein wahnsinn, dass so wenig öffentlich über Angst und Angststörungen oder Panikattacken gesprochen wird. Umso notwendiger, dass es solche Romane gibt, die sich biographisch damit auseinandersetzen. Ich denke, es wird für viele spannend sein, dass hier eine erfolgreiche, im Leben stehende Person berichtet - mit Angststörungen assoziieren wohl die meisten ganz andere Leute. Es ist sehr zugänglich und berührend geschrieben. Die Abschnitte, in welchen die Protagonistin mit der Angst spricht haben mir allerdings nicht so gefallen, die hatten etwas Schulaufsatz-mäßiges für mich. Dennoch, ein schönes Buch.
Profile Image for Sarah.
4 reviews2 followers
May 16, 2018
Ich finde, es ist ein sehr wichtiges Buch, das meiner Meinung nach jeder Mensch in der heutigen Gesellschaft wenigstens ein mal in die Hand nehmen sollte. Angststörungen sind immer noch ein Tabuthema, leider. Ich hoffe, dass durch dieses Buch es sich ein bisschen ändern wird. Ich kann mich mit Franziska Seyboldt sehr gut identifiezieren, denn diese Ängste sind mir überhaupt nicht fremd. Ich weiß ganz genau, wie dieser Kampf aussieht. Vielen Dank für dieses Buch! Wie aus meiner eigenen Seele geschrieben...
Profile Image for Shimona.
179 reviews9 followers
February 13, 2018
Ein Buch, das notwendig war. Mutig und genau auf den Punkt gebracht von Frau Seyboldt. Die Lektüre ist nicht nur den Leidenden sondern auch den ihnen nahe stehenden Menschen ans Herz gelegt.
Desto mehr darüber gesprochen wird umso besser!

Am besten haben mir die Kapitel gefallen, als die Angst in Dialog mit der Autorin tritt. Dies sind die amüsantesten Kapitel. Aus dieser Perspektive ist mir auch aufgefallen wie symphatisch gerade diese Menschen doch sind, die gerade solch eine Störung haben. Im Grunde müßte es nun für wirklich jeden Menschen nachzuvollziehen sein in welcher Gefühlswelt solch ein Mensch lebt und dass es eine große Bürde ist, die schwer ist zu tragen, die aber durch zwischenmenschliches Verständnis gelockert werden kann.
Profile Image for V.
104 reviews10 followers
June 30, 2018
Ja tatsächlich, Rattatatam, mein Herz.
Ich empfehle dieses Buch für jeden, der jemals einen kleinen Panikfuchs hatte. Wundervoll geschrieben, hat mir das Herz erwärmt, mir Hoffnung gegeben und mich mehrmals zu Tränen gerührt.
(Näher am Wasser gebaut als ich ist höchstens ein Steg.)
Profile Image for Lese_pirat.
199 reviews6 followers
July 13, 2018
Es war wunderbar, clever, verständnisvoll, grandios!! Es hat mir geholfen, viele Dinge besser zu verstehen und drückt bestimmte Sachen so gut aus, wie ich sie nie hätte beschreiben können. Eine bombastische sprachliche Leistung!!
Profile Image for Evesmindfulplace .
388 reviews6 followers
February 28, 2019
Vermutlich sollte man zu diesem Buch keine Bewertung abgeben, aber ich möchte hiermit nicht die Thematik angreifen, denn diese ist ungemein wichtig und sollte nicht als Tabuthema gelten. Allerdings fand ich die Umsetzung nicht wirklich überzeugend.. Die ausführliche Rezension folgt demnächst
66 reviews
October 23, 2021
Die Angst kommt ehrlich, gruselig, aber auch komisch daher. Man findet sich wieder. Dabei wird die personifizierte Angst durch Humor tollerabler, in ihrer Garstigkeit ist sie ziemlich witzig. Schwerer Stoff, der leicht zu lesen ist.
Profile Image for Alexia.
32 reviews1 follower
October 9, 2022
Ein unglaublich tolles Buch, sehr zu empfehlen. Von Anfang bis Ende sowohl unterhaltsam, informativ als auch schön auf der Reise so mitgenommen zu werden und einfach einzutauchen. Vollsten Respekt an die Autorin - sehr stark und mutig! Wirklich klasse!
Profile Image for Lorena.
124 reviews12 followers
July 10, 2025
Ein Erfahrungsbericht über das Leben mit einer Angststörung.

Ich finde es so mutig und bewunderswert, dass Franziska Seyboldt so offen darüber spricht und so viel von sich preisgibt. Gerade weil ich weiss, dass man Ängste am liebsten aus Scham versteckt.

Ich fand die Unterhaltungen im Buch mit ihrer eigenen Angst auch sehr humorvoll, durfte mich darin auch einige Male selbst erkennen und musste etwas schmunzeln.

~~~
»Ich wollte wissen«, sagte die Angst, »ob es dir nicht peinlich ist, so aufgeregt zu sein.«

»Sag mal, was stimmt nicht mit dir? Ich habe eben Lampenfieber. Das ist ganz normal.« »Tja«, sagte die Angst, »das denke ich nicht. Überleg doch mal. Der Schwindel, die kalten Hände, das Herzklopfen …«

»Einmal ist zweimal. Du könntest jederzeit wieder umkippen.« Die Angst beugte sich nach vorn und stützte ihre Hände auf den Tisch. »Und was sollen dann deine Klassenkameraden denken?«

Vor allem eine Sache hat sich verändert, seit ich meine Angststörung öffentlich gemacht habe. Ich verschwende meine Energie nicht mehr damit, die Angst zu verstecken.
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Profile Image for Milly.
25 reviews1 follower
April 14, 2022
Relatable, have same/similar symptoms but some different fears. Was interesting, learned some new things about anxiety and hypersensitivity. Think it was nice that she put some things that helped her and sessions with her therapist. I found it funny to have fear as a person, an alter ego. But it was strange as well because of course it isn't the reality of the situation. When I am anxious, I feel very much alone. Anyway, can't say I enjoyed this book in itself because I did feel uneasy reading it. But that means that it was very well written. I also really like the design of the book.
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