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Die Spiegel von Kettlewood Hall

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Was wohnt in den Spiegeln von Kettlewood Hall? Düster-romantische Gothic Fantasy im viktorianischen England aus der Feder von Maja Ilisch: Gaslight-Fantasy vom Feinsten!

Gruselige Bewegungen in den Spiegeln und ein magisches Schachspiel: Eine Schachfigur, der einzige Nachlass ihrer Mutter, weist der jungen Iris den Weg nach Kettlewood Hall. Tatsächlich wird sie weit freundlicher aufgenommen, als es der unehelichen Tochter einer Dienstmagd gebührt. Über die Rückkehr der Figur herrscht besondere Freude, vor allem bei Victor, dem Sohn des Earls, doch schon bald mutet das Verhalten der Hausbewohner seltsam an. Als Iris das Schachbrett entdeckt, zu dem der Springer gehört, macht sie einen Zug, der prompt am nächsten Tag beantwortet wird. Iris ahnt nicht, dass sie mit ihrem Leben spielt – und mit dem Victors.

448 pages, Paperback

First published February 1, 2018

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About the author

Maja Ilisch

12 books16 followers
Maja Ilisch, geboren 1975 in Dortmund, studierte Öffentliches Bibliothekswesen an der FH Köln und absolvierte eine Ausbildung zur Fachbuchhändlerin. Sie schrieb unter anderem für TV-Serien auf SAT1 und RTL sowie für ein Hörspiellabel, für das sie auch eine Phantastikreihe konzipierte. Außerdem betreibt sie die Website des von ihr gegründete Fantasy-Autorenforums TINTENZIRKEL. Heute lebt sie als Bibliothekarin und freie Autorin mit ihrem Mann in Aachen, wo sie sich mit Büchern umgibt und ausgewählte Gäste mit ihrer Puppensammlung erschreckt, die fast nur aus Köpfen besteht. „Das Puppenzimmer“ ist ihre erste Romanveröffentlichung.

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5 stars
15 (26%)
4 stars
22 (38%)
3 stars
15 (26%)
2 stars
2 (3%)
1 star
3 (5%)
Displaying 1 - 17 of 17 reviews
Profile Image for Elea Brandt.
Author 17 books51 followers
July 22, 2018
Ich gestehe - gekauft habe ich dieses Buch bereits auf der Leipziger Buchmesse, aber dann lag es sehr lange angelesen in meinem Regal. Eigentlich eine Schande, denn "Die Spiegel von Kettlewood Hall" ist ein großartiges Buch und hat mich von Anfang bis Ende in seinen Bann gezogen.

Definitiv eines meiner Jahreshighlights bisher!

Kurzzusammenfassung
England, 1886. Kettlewood Hall. Mehr als den Namen kennt Iris nicht von dem alten Herrenhaus, in dem ihre Mutter einst gearbeitet hat und über das sie niemals auch nur ein Wort verliert. Nach ihrem Tod findet Iris verborgen in der Wand sie eine kostbare alte Schachfigur und ihr wird klar: Diese Figur gehört nach Kettelwood. In der Hoffnung, dem kargen Leben einer Fabrikarbeiterin zu entkommen, macht sich Iris auf den Weg dorthin, doch in Kettlewood ist nichts wie es scheint. Welches Geheimnis verbergen die Bewohner des Hauses vor ihr? Was hat es mit dem alten Schachspiel auf sich, das niemand in der Bibliothek anzurühren wagt? Und was wohnt in den Spiegeln von Kettlewood Hall?

Handlung
Viel mehr als in der Kurzzusammenfassung geschrieben, möchte ich über die Handlung gar nicht erzählen, denn genau darin liegt die ganz große Stärke des Romans: Geheimnisse fügen sich ineinander, Antworten bringen neue Fragen mit sich, und bis zum Ende klebt man als Leserin regelrecht an den Seiten, um mehr zu erfahren. Genau wie Iris, aus deren Ich-Perspektive die Geschichte erzählt wird, erkundet der Leser Kettlewood nur Stück für Stück, tastet sich vorwärts und wird immer wieder von neuen Erkenntnissen und Wendungen überrascht. Maja Ilisch gelingt es bravourös, die Leser durch ein Labyrinth aus Lügen, Halbwahrheiten und Geheimnissen zu lotsen, ohne dass es jemals aufgesetzt wirkt.

Ein winziger Kritikpunkt bleibt in Bezug auf den Schluss: Das Finale ist mitreißend und spannend, aber

Atmosphäre
Auch darin liegt eine ganz, ganz große Stärke des Romans. Wer subtilen Horror, Schauergeschichten und Mystery-Romane mag, der kommt hier voll auf seine Kosten. Es sind die leisen Töne, die subtilen Andeutungen und die allgegenwärtige Schachthematik, die dem Leser schon in den ersten Kapiteln einen Schauer über den Rücken jagen. Genauso stelle ich mir das bei einem guten Gothic Novel vor! Auch die Hintergründe sind stimmig und haben einen leichten lovecraftschen Beiklang, der mir sehr gefiel. Ich gestehe, ich hatte schon manchmal das Bedürfnis, lieber alle Spiegel abzuhängen, bevor ich weiterlese ...

Auch das Flair des ausgehenden 19. Jahrhunderts wird glaubwürdig in all seinen Facetten eingefangen und vor allem das Elend der Arbeiterklasse sehr authentisch und schonungslos wiedergegeben. Maja Ilisch gelingt es, ganz ohne Klischees ein stimmiges Bild der Zeit zu zeichnen und den Leser mit hineinzuziehen.

Charaktere
Besonders möchte ich hier auf die Protagonistin Iris eingehen, obwohl auch die anderen Figuren in Kettlewood Hall glaubwürdig gezeichnet sind. Sie fungieren dennoch - mit einigen Ausnahmen - eher als Ornamente für das Setting und weniger als ausgefeilte Individuen. Der Geschichte tut dies aber keinen Abbruch, im Gegenteil, es hält den Mantel der Undurchdringlichkeit aufrecht.

Mit Iris schafft Maja Ilisch eine hervorragende Identifikationsfigur. Einerseits fügt sie sich glaubwürdig in das historische Setting ein, z.B. indem sie sich als sehr religiös erweist, über wenig Allgemeinbildung verfügt und sich zu Beginn auch angemessen unterwürfig gegenüber den hohen Herrschaften verhält. Andererseits lernt Iris auch schnell, ihre Rolle zu hinterfragen, sich zu behaupten und ihren eigenen Standpunkt zu vertreten. Gerade aus dem Kontrast zwischen einer starken, dickköpfigen Persönlichkeit und den gesellschaftlichen Zwängen ergeben sich spannende Konflikte, die Iris sehr sympathisch machen.

Stil
Maja Ilischs Schreibstil passt in seiner bildhaften Art hervorragend zu der erzählten Geschichte. Die Dialoge werden authentisch inszeniert und die beiläufig eingestreuten Eindrücke erzeugen eine permanente Spannung.

Fazit
"Die Spiegel von Kettlewood Hall" ist für mich einer der besten Mystery-Romane, die ich seit langem gelesen habe. Die zahlreichen Fragen, Geheimnisse und offenen Fäden ließen mich regelrecht durch die Seiten fliegen und die großartige Atmosphäre des unheimlichen Herrenhauses bescherte mir so manchen Gänsehautmoment.

5 Sterne für Atmosphäre - intensiv und schaurig, ohne billige Schockeffekte
5 Sterne für die Handlung - spannend von Anfang bis Ende mit innovativem Hintergrund
5 Sterne für den Schreibstil - bildhaft und anschaulich, ohne dabei überladen zu wirken
4.5 Sterne für die Charaktere - tolle Protagonistin bei eher knapp skizzierten Nebenfiguren

Alles in allem sehr empfehlenswert. Wer "Crimson Peak" mochte, wird Kettlewood Hall lieben!
Profile Image for Andrea Weil.
Author 8 books6 followers
March 1, 2021
Stimmungsvoll mit Twists, die man zwar manchmal kommen sieht, aber dann selten die Reaktion der Protagonistin darauf. Iris ist ein gutes Beispiel, wie eine "moderne" Frau in einem historischen Setting absolut funktioniert, ich könnte mich gut mit ihr identifizieren und gleichzeitig wurden ihre Einstellungen und Ideen glaubwürdig aus ihrer Zeit, ihrer Erziehung und Erfahrung hergeleitet. Bricht mit einigen Klischees und auch wenn mir die Liebesgeschichte etwas gezwungen rüber kam am Anfang, wird sie dann mit Hochs und Tiefs erarbeitet.

Nur der Prolog macht rückblickend wenig Sinn und hätte ersatzlos gestrichen werden können.
Profile Image for MeltingPenguins.
94 reviews16 followers
December 15, 2018
Dnf auf seite 10.
Schwafelige, melodramatische Ich-perspektive, mit einem Oh-weh-mir-armen-Wesen gejammer unterton.

Fesselt nicht, zu langatmig. Schneller Blick durchs Buch zeigt, es wird nicht besser.

Allein dritte Person hätte diesem Buch sehr gut getan.

Schade.
Profile Image for Melanie Berg CuJo.
172 reviews10 followers
April 24, 2018
Rezension von Melanie zu Die Spiegel von Kettlewood Hall von Maja Ilisch

5 von 5 🌟 bewegende, zauberhafte Geschichte mit viel Liebe erzählt, spannend, fesselnd und mystisch!

Inhalt
Was wohnt in den Spiegeln von Kettlewood Hall? Düster-romantische Gothic Fantasy im viktorianischen England aus der Feder von Maja Ilisch: Gaslight-Fantasy vom Feinsten!
Gruselige Bewegungen in den Spiegeln und ein magisches Schachspiel: Eine Schachfigur, der einzige Nachlass ihrer Mutter, weist der jungen Iris den Weg nach Kettlewood Hall. Tatsächlich wird sie weit freundlicher aufgenommen, als es der unehelichen Tochter einer Dienstmagd gebührt. Über die Rückkehr der Figur herrscht besondere Freude, vor allem bei Victor, dem Sohn des Earls, doch schon bald mutet das Verhalten der Hausbewohner seltsam an. Als Iris das Schachbrett entdeckt, zu dem der Springer gehört, macht sie einen Zug, der prompt am nächsten Tag beantwortet wird. Iris ahnt nicht, dass sie mit ihrem Leben spielt – und mit dem Victors.

Meinung
Iris unsere Protagonistin ist 14 Jahre alt und arbeitet hart in einer Textilfabrik, wo sie bereits 2 ihrer Finger verloren hat; sie wohnt nach dem Tod der geliebten Mutter mit ihrer verhassten Großmutter zusammen und mit einer Frau und ihrer blinden Tochter Annie.

Die Zustände in dieser Fabrik sind unmenschlich und nicht selten sterben die Menschen dort, wenn sie unter eine Maschine geraten oder verlieren wie Iris Finger. Durch den Staub ist die Lebenserwartung nicht sehr hoch viele sterben mit dreißig.

Aus Verzweiflung will Iris anbieten die Stunden für den Namen ihrer Mutter dauerhaft auf 12 zu tätigen, um der giftigen Großmutterund sich zu ernähren, müsste aber dadurch die Schule schmeißen.

Durch den einfühlsamen und klaren Schreibstil habe ich echt mit Iris gelitten, was sie mit 14 ertragen muss, ist wirklich abscheulich!

Dann aber muss sie wie so oft an ihre Mutter denken und an ein Kleinod -eine Schachfigur. Sie möchte sie an den Eigentümer zurück geben; uns dadurch eine Belohnung zu erhalten.

Zusammen mit ihrem Lehrer Mr. Whitham begibt sich Iris auf die Suche nach Hinweisen, wo die ursprüngliche Heimat der Figur ist. Und da kommt Kettlewood Hall ins Spiel, Iris reist ( keine Ahnung wie sie zu Geld gekommen ist, da war reisen ja teuer) dorthin; und obwohl sie keinen kennt, wird sie liebevoll aufgenommen.

Bald aber merkt sie das es da nicht mit rechten Dingen zugeht und der schaurig schöne Gruselteil der Story hält Einzug. Und Iris gerät in Gefahr.

Auch wenn mit Iris ein junges Mädchen im Mittelpunkt steht, ist es eher kein Jugendroman. Und das traurige Leben hat mich durch den Schreibtisch von Anfang an gepackt.

Man hofft für Iris das es ihr bald besser ergeht und freut sich als sie in Kettlewood Hall so lieb aufgenommen wird.

Die Atmosphäre des Buches von Melancholie über aufgeben, Hoffnung und dann die Gänsehaut und zum Ende hin die Angst um Iris, zwischendurch auch eine kleine Romanze sind toll eingesetzt!

Das ganze Arrangement hat mir sehr gut gefallen und als dann die unheimlichen Schatten im Spiegel haben das getoppt. Und auch die Bewohner und ihr Verhalten kommen einem immer eigenartiger vor.

Eine rundum tolle Geschichte die die volle Punktzahl total verdient hat!

Gruselige perfekte Leseempfehlung!

Fakten
446 Seiten
TB 9,99 €
Kindle 9,99 €

Erschienen im Verlagsgruppe Droemer Knaur

Kaufen kann man das Buch direkt beim Verlag bei allen Plattformen, welche Bücher und Ebooks anbieten.

Ich möchte mich beim Verlag für die Verfügung Stellung des Rezensionsexemplares bedanken.

Dies hat keinerlei Einfluss auf meine persönliche Meinung!

Ihr findet diese Rezension auch wie immer auf unserem Blog:
http://ourfavorbooks.blogspot.de/?m=1
Profile Image for Katrin.
209 reviews
September 28, 2018
3,5*

Eine äußerst spannende Idee, die Maja Ilisch in einem gut strukturierten und zu weiten Teilen auch fesselnden Roman untergebracht hat. Jedoch war vieles für mich schon nach kurzer Zeit vorhersehbar und nachdem Iris in Kettlewood Hall ankam, schrie alles in mir danach, das Buch wegzulegen, weil mir der "Bruch" zwischen der Iris in der Textilfabrik und der "neuen" Iris einfach nicht gefallen hat. Zum Glück hat sich das schnell wieder gelegt und Iris hat wieder zu sich selbst gefunden, sich gleichzeitig aber auch auf eine Art und Weise weiterentwickelt, die dem Plot sehr gut getan und zu einem passenden Ende geführt hat.
Profile Image for Nicole Ramge.
366 reviews6 followers
May 20, 2018
Was wohnt in den Spiegeln von Kettlewood Hall? Düster-romantische Gothic Fantasy im viktorianischen England aus der Feder von Maja Ilisch: Gaslight-Fantasy vom Feinsten!


Gruselige Bewegungen in den Spiegeln und ein magisches Schachspiel: Eine Schachfigur, der einzige Nachlass ihrer Mutter, weist der jungen Iris den Weg nach Kettlewood Hall. Tatsächlich wird sie weit freundlicher aufgenommen, als es der unehelichen Tochter einer Dienstmagd gebührt. Über die Rückkehr der Figur herrscht besondere Freude, vor allem bei Victor, dem Sohn des Earls, doch schon bald mutet das Verhalten der Hausbewohner seltsam an. Als Iris das Schachbrett entdeckt, zu dem der Springer gehört, macht sie einen Zug, der prompt am nächsten Tag beantwortet wird. Iris ahnt nicht, dass sie mit ihrem Leben spielt – und mit dem Victors.

kleine Einblicke in´s Buch:

Ich nickte langsam. Mr. Whitham fuhr mit dem Finger an der vorderen Reihe der Figuren entlang, die kleiner und schlichter waren als der Rest, eine wie die andere, nicht viel mehr als ein Kegel mit einem Knebel drauf. Er lächelte. "Schach ist das Spiel der Bauern", sagte er leise. "nur beim Schach kann ein Bauer einen Bischof schlagen, einen Turm zu Fall bringen, einen König stürzen. Nur beim Schach. Und jetzt pass auf."
Seite 53

Der Moment, als ich hinter den Bäumen das Herrenhaus aufblitzen sah, war trotz Kälte, Erschöpfung und durchweichter Schuhe großartig. Ich hatte mir eine Villa vorgestellt wie die, in der der Fabrikbesitzer wohnte und die ich immer nur von fern gesehen hatte. Doch Kettlewood Hall war ein Schloss, groß, eindrucksvoll, der Queen selbst würdig.
Seite 89

Vor die Tür wagte ich mich nicht, bis ich wusste, wie ich mich Victor gegenüber verhalten wollte. Die Wahrheit war, ich liebte Victor, selbst jetzt noch. Nicht ganz und gar, nicht Hals über Kopf, aber ich hatte mich noch nie verliebt, und das hieß, ich liebte Victor mehr als jemals irgendeinen anderen Menschen. Ich liebte ihn so, dass ich ihn anfassen wollte, seine weiche Haut, seine dunklen Haare ...
Bei diesem Gedanken hätte ich gleich zur Kirche zurücklaufen und wieder in den Beichtstuhl springen müssen.
Seite 256


meine Meinung zum Buch:

Eigentlich würde ich behaupten, dass dieses Buch auf den ersten Blick nicht zwingend in mein Beuteschema passen sollte. Aber auf den zweiten Blick war ich sehr angetan von dem Geheimnis welches sich in Kettlewood Hall verbirgt und so konnte mich dieses Buch doch auf sich aufmerksam machen und ich bereute keine eine Seite!

Dieses Buch ist etwas ganz besonderes, da es einen tollen Lesefluss mit einer grandiosen Umsetzung birgt. Der Schreibstil der Autorin ist ganz den Jahren angepasst indem die Geschichte spielt - und doch sehr detailliert, witzig und der Gegenwart angepasst. Es ist für mich schwer zu beschreiben, aber wenn man ein Buch liest welches im 18 Jahrhundert spielt trifft man sehr selten auf so einen modernen Schreibstil! Und dieser Schreibstil war für mich etwas besonderes da er mich fesseln konnte, die Emotionen super transportierte und wirklich sehr authentisch war! Alles was Iris, unsere Protagonistin fühlte wurde auf eine geheimnisvolle Art auf mich als Leser übertragen - einschließlich den Gänsehautmomenten.
Das ist etwas sehr aussergewöhnliches!

Unsere 14 jährige Protagonistin wirkt hier sehr erwachsen, was es mir sehr leicht machte ihr tatsächliches Alter wirklich zu vergessen! Nichts desto trotz war es sehr realistisch dass Sie aufgrund ihrer Erfahrungen und ihrem bisherigen Leben nicht dem Alter entspricht. fürchterlich schlimm, wenn Kinder keine Kinder sein können. Aber nicht nur allein dass, ist es auch wirklich schrecklich wenn man als Kind die Hand die einen "füttern" sollte füttern muss und dafür nur Häme und Schuldzuweisungen erntet. Deshalb war ich zu 100 % auf ihrer Seite als sie es sich in den Kopf setzte abzuhauen und sich auf die Suche nach ihrem Vater und ihren anderen Wurzeln zu machen, auch wenn sie nicht wußte was sie zu erwarten hatte! Hatte doch diese Seite ihrer Familie bisher keinen Finger krumm gemacht um nach ihr zu suchen oder sie kennen zu lernen. Diese Gefühle des Zwiespaltes, der Aufregung und auch Angst wurden sehr deutlich und direkt nach Ankunft in Kettlewood Hall von der Enttäuschung, der Verzweiflung, dem Mut und dann auch von der Entschlossenheit und auch von der Macht abgelöst nachdem Iris erstmal erkannt hatte in welchem Spiel sie sich hier befindet und das alles von ihr abhängt.

Letztendlich ist es auch die Idee des Schachspiels, der Schachzüge und der Fluch die diese Geschichte einfach perfekt machen.
Alles ist bis ins kleinste Detail aufeinander abgestimmt und stimmig. Die Story ist fließend ohne jeglichen Stolperstein und alles andere als zählfüssig.

Kurzum war es für mich der reinste Genuss in die Geschichte einzutauchen und mich mitreisen zu lassen - eine absolute Leseempfehlung!
Profile Image for Annina | Blattzirkus.
396 reviews8 followers
February 28, 2018
I got this eBook for the LovelyBooks Reading Round. This review is my opinion alone.

Book Information

Title: Die Spiegel von Kettlewood Hall (The Mirrors of Kettlewood Hall)
Author: Maya Ilisch
Type: eBook
Pages: ca. 471 (read on an iPad)
Genre: Gaslight-Fantasy
Price: € 4,99

Publisher: Knaur
Published on: February 1st, 2018

Plot

14-year-old Iris Barling sets off for Kettlewood Hall, with a chess piece in her luggage, to find out if her lost father can be found there. Her mother, who died recently, never spoke about Iris’ father, which is why the girl believes that she can find her answers in Kettlewood Hall. But when she arrives, she only meets a dismissive family, which does not want to take in an illegitimate daughter of a servant girl. Iris realizes that things do not seem to be right in this house, because there are mirrors everywhere that look as if something is moving in them.

My Opinion

First, I have to say that I always liked to open the eBook and read on. This was not the case with my last book, which is why I was all the more pleased about this one! The writing style was too much fun for me.

Die Spiegel von Kettlewood Hall first looked like a scary novel with haunting ghosts or demons in a deserted mansion, like The Woman in Black. So I thought, as I read through the cover and the blurb. With the assumption, I was very wrong, but was nevertheless rewarded with a happy reading journey. It’s not all scare-free though.

The background story of the protagonist Iris is a stable built up, without the feeling that I got overwhelmed with it. Further information is incorporated into the plot fluently and did not appear as if the story had to be “paused” to first describe or explain the character. Since the action takes place in Victorian England, it looks very well researched and detailed for me, in no way superficial.

We meet Iris as a child laborer in a cotton factory. The girl is not perfect for the very reason that two fingers got stuck in a machine at work and were torn down, she is not the most eager student and is an orphan because her mother died recently and the girl never got to know her father. She has her naive and thoughtless moments, which makes her more realistic as a 14-year-old. Iris has, from the beginning to the end of the book, a character development that makes her, among other things, from a rather lazy to a very eager student with a goal in life.

Iris is implicated in a demonic family affair because of the fact that her mother left her a knight chess piece. This can only be solved by a game of chess. The family does not think much of the girl because she is the illegitimate child of a maid and holds all the strings in her hand to end the curse for another generation. To introduce chess as a point of action, but as a narrative form as well, is a fancy idea in which one could not foresee how the story goes on.

I was not surprised by the the dissolution of the book. In the end, it seems so logical to me that it was almost a bit boring. Boring is the wrong word for it, probably more predictable. Iris never encountered an obstacle where I had to think: “Ui, that’s it for her now, she can not get out of it.” I just never had the feeling that Iris could be in danger. Everyone can decide for themselves, whether it’s a good or bad thing. I’m not a fan of it.

Then there was the love story of Iris and Victor, the son of the Earl of Kettlewood, which takes up a role in the book. It was a bit too cheesy and too much love at first sight. Many like that, I’m not necessarily a fan of it. On the one hand, however, I find that it fit in this period very well, which is why I’m not really angry that this part was given so much attention. Victor also seemed to me to be a smoothed-out character, like a mirror. In retrospect, Iris and Victor were also the only characters for me that really got the attention and in the end I think that I know better.

Writing Style
I really liked the writing style, it made me reading the book steadily and very happily. Maja Ilisch does not use unnecessary, illogical descriptions to sound a little better, which in my opinion is very common in the English Young Adult genre nowadays. The story has captivated me enough that I wanted to read on and I was never annoyed by the characters.

Conclusion
I give Die Spiegel von Kettlewood Hall by Maja Ilisch 4 out of 5 stars. On the one hand because I had expected more highlights, on the other hand, at first the book seemed to me as if it was pretty scary, but in the end it really wasn’t. Maybe I expected too much spookiness OR I’m numbed out by Stephen King. The book definitely made me read more about Maja Ilisch and I’m happy to have stumbled across the LovelyBook’s Reading Round.
20 reviews
February 15, 2018
Wer eine Horrorgeschichte erwartet, bei dem jede Menge Blut fließt, ist bei diesem Buch absolut falsch. Wer aber unterschwelligen und nur angedeuteten Grusel mit huschenden Schatten und knarrenden Türen liebt so wie ich, und mir persönlich weitaus mehr Gänsehaut verursacht, wird diesen großartigen Roman lieben!

Die Spiegel von Kettlewood Hall ist ein sogenannter Gaslichtroman. In dieser Art von Buch kämpft eine zumeist weibliche Heldin an einem düsteren und geheimnisvollen Ort gegen widrige, gefahrvolle, unheimliche und/oder kriminelle Umstände um die Liebe ihres Lebens. Nicht immer, aber in den allermeisten Fällen siegt am Ende die Heldin und mit ihr das, was für sie das Happy End markiert. Mitunter sind auch übersinnliche Kräfte oder Mächte am Werk, die das Leben der Heldin erschweren (Quelle: Wikipedia). Diese Beschreibung ist durchaus für Die Spiegel von Kettlewood Hall zutreffend.

Zu Beginn lernt man die vierzehnjährige Iris Barling kennen, die ihren Lebensunterhalt in einer Textilfabrik schwer verdienen muss. Den Anfang der Geschichte fand ich bereits absolut gelungen, denn er zeichnet ein sehr realistisches Bild der viktorianischen Epoche, in der die Handlung angesiedelt ist. Das Leben der einfachen Leute verläuft kurz und entbehrungsreich. Es wird auch deutlich, was Iris für eine Persönlichkeit ist. Man kann sie mit heutigen Vierzehnjährigen Mädchen nicht vergleichen, denn bei dem Leben, das sie führen muss, hat sie eine ganz andere Reife. Ich habe sie sofort gemocht, sie für ihre Stärke bewundert und mit ihr gelitten. Doch Iris ist auch eine Kämpfernatur, die von einem anderen Leben träumt. Mit etwas Hilfe von außen und einer unheimlichen Schachfigur bricht sie schließlich aus ihrem harten Alltag aus, um nach ihren Wurzeln zu suchen und außerhalb von Leeds ihr Glück zu versuchen.

Ihr Weg führt sie zu der früheren Arbeitsstelle ihrer bereits verstorbenen Mutter nach Kettlewood Hall. Doch in dem Herrenhaus ist rein gar nichts wie es zu sein scheint und jeder hat etwas vor ihr zu verbergen. Doch Iris wäre nicht Iris, wenn sie nicht versuchen würde die Rätsel des unheimlichen Hauses, seiner Bewohner und ihrer eigenen Vergangenheit zu lösen, und ich fand es unglaublich spannend, das junge Mädchen dabei zu begleiten.

Man merkt schon von der ersten Seite an, dass die ganze Handlung hervorragend recherchiert wurde. So gibt es zum Beispiel für die Schachfiguren, die in der Geschichte die zentrale Rolle spielen, tatsächlich existierende Vorbilder (Springer und Turm). Man kann sie im Victoria and Albert Museums in London besichtigen und auch das Herrenhaus gibt es tatsächlich (es heißt allerdings nicht Kettlewood Hall). Die Autorin hat es, wie sie es selbst schildert, auf einer Reise entdeckt. Dadurch wird die Geschichte von Iris richtig lebendig, und obwohl ich natürlich nie in dieser Zeit gelebt habe, bin ich wirklich restlos in die Geschichte eingetaucht. Das ist mir schon sehr lange nicht passiert (zumeist bleibe ich immer in der Wirklichkeit, selbst wenn mir eine Handlung gut gefällt), aber hier war ich förmlich in Kettlewood Hall mit Iris und habe die Ereignisse wie ein stiller Gast mitverfolgt.

Dabei habe ich mir natürlich auch meine eigenen Gedanken über die jeweiligen Charaktere gemacht, die in keiner Weise stereotyp sind. Im Gegenteil, sie waren mir nicht immer auf den ersten Blick sympathisch, aber manchmal auf den zweiten und sie waren immer interessant!

Auch romantische Elemente kommen in der Geschichte nicht zu kurz. Einer der Bewohner hat es Iris angetan, aber ich verrate nicht, ob die zarte Romanze, die der damaligen Zeit und auch dem Alter von Iris entspricht, auch ein glückliches Ende nimmt.

Fesseln konnten mich auch die Passagen über Schach, auch wenn ich es noch nie gespielt habe. Die Autorin hat einfach eine wunderbare Art zu erzählen und egal welcher Teil des Buchs, ich habe jede einzelne Seite begeistert verschlungen.

Als Fazit kann ich sagen, dass mich schon lange kein Buch mehr so in seinen Bann ziehen konnte. Es hallt bei mir immer noch nach und ich werde es mindestens noch einmal lesen.

Ich würde daher mindestens 6 Sterne vergeben, wenn es die gäbe und bin gespannt, was als nächstes aus der Feder der Autorin fließt, die nun eindeutig in die Riege meiner Lieblingsautoren gehört.

Also unbedingt lesen und in die Welt von Iris eintauchen und angenehm gruseln!
Profile Image for Jess_Ne.
201 reviews3 followers
February 17, 2018
Unheimlich, verstörend und emotional. So lässt sich dieser Roman am ehesten beschreiben. Eine Achterbahnfahrt der Gefühle vor dem Hintergrund des viktorianischen England mit seinen nebelverhangenen Straßen und düsteren Sackgassen.


INHALT

Die junge Iris träumt von einem besseren Leben und stößt durch eine alte Schachfigur, das einzige, was ihr von ihrer Mutter geblieben war, auf Kettlewood Hall. Den Ort, den sie in ihren Träumen schon so oft gesehen hatte. Trotz ihres niedrigen gesellschaftlichen Ranges und der Vorgeschichte ihrer Mutter wird sie von der Familie herzlich aufgenommen, zu der auch der charmante Sohn des Earls Victor zählt.
Zunächst versucht Iris die unheimlichen Erscheinungen in den Spiegeln und das ungute Gefühl beiseite zu schieben, doch schon bald muss sie feststellen, dass nichts in Kettlewood ist wie es scheint und die Geheimnisse hinter den alten Mauern sie und Victor schon bald das Leben kosten könnten.

MEINE MEINUNG

Dieses Buch hat mich restlos begeistert. Es ist keine explosive Horrorgeschichte, in der alle Nase lang Blut vergossen wird und die Figuren sterben wie die Fliegen, sondern eine solide Gruselgeschichte, die mit subtilem Schrecken arbeitet. Unheimliche Schatten in den Spiegeln, knarzende Dielenbretter und das Grauen des alltäglichen Lebens im England des 19. Jahrhunderts, dadurch besticht dieses Werk, dass nicht auf ausgetretenen Erzählpfaden schreitet, sondern eine erfrischend eigene Geschichte erzählt, die mich nachts wach gehalten hat, da ich nicht aufhören konnte zu lesen, bis auch das letzte Geheimnis um die Familie Kettlewood und Iris Verstrickungen darin gelüftet war.

Die Protagonistin war mir von Anfang an mit all ihren Ecken und Kanten sehr sympathisch. Endlich mal kein bildschönes Fräulein in Nöten, dass auf Rettung durch den gutaussehenden Adligen hofft, sondern ihr Schicksal selbst in die Hand nimmt und sich nicht nur über den Mann an ihrer Seite definiert.
Die zarte Liebesgeschichte, die sich während der Geschehnisse auf dem Anwesen entwickelt, konnte mich vollends überzeugen.

Der Schreibstil ist wie Iris Geschichte, verträumt und düster, so dass ich nur so durch die Seiten geschwebt bin und viel zu schnell auf der letzten Seite angekommen war.
Am Ende werden soweit (leider) alle losen Fäden miteinander verknüpft. Leider, weil ich die Welt von Kettlewood am liebsten noch gar nicht verlassen hätte und noch hunderte Seiten mehr über Victor und Iris hätte lesen können, ohne das es mir langweilig geworden wäre.

FAZIT

Ein Gaslicht-Roman, der mir viele spannende Lesestunden beschert hat und den ich allen Fans des subtilen Horrors nur wärmstens empfehlen kann. Wer Erzählungen um unheimliche Anwesen, heimgesuchte Spiegel und nebelumwobene Familiengeheimnisse mag, wird hier auf jeden Fall auf seine Kosten kommen
Profile Image for Letanna.
1,948 reviews60 followers
February 17, 2018
Die 14-jährige Iris Barling lebt in einfachen Verhältnissen. Nach dem Tod ihrer Mutter arbeitet sie als Fabrikarbeiterin, um sich und ihre Großmutter zu ernähren. Keine einfache Aufgabe für das Mädchen. Dann eines Tages erinnert sich Iris an eine Schachfigur, sie sich im Besitz ihrer Mutter befand. Sie will diese ihrem rechtmäßigen Besitzer zurück bringen und erhofft sie eine Belohnung dadurch. Gemeinsam mit ihrem Lehrer Mr. Whitham macht sie sich auf Spurensuchen und stößt dabei auf Kettlewood Hall. Kurzentschlossen reist sie dort hin und ist ganz überrascht als man sie regelrecht freundlich in den Haushalt aufnimmt. Aber irgend etwas stimmt hier nicht in Kettlewood Hall und sie will natürlich hinter das Geheimnis des Hauses kommen. Noch ahnt sie nicht, dass ihr Leben dabei in große Gefahr gerät.

Bei diesem Buch handelt es sich um eine wirklich schaurig schöne Gruselgeschichte. Die Autorin baut eine sehr düstere und leicht melancholische Stimmung auf, die mich von Anfang an in den Bann gezogen hat. Die Geschichte wird aus der Sicht der 14-jährigen Iris erzählt und auch wenn die Hauptfigur so jung ist, handelt es sich hier nicht um den typischen Jugendroman.
Zuerst lernt der Leser Iris und ihr Leben kenne. Kein schönes Leben, denn Iris hat es nicht einfach. Ihre Reise nach Kettlewood Hall verändert ihr bisheriges Leben völlig. Im Laufe der Handlung macht Iris eine erstaunliche Wandlung durch, die mir sehr gut gefallen hat.
Die Stimmung des Buches hat mir unheimlich gut gefallen. Immer wieder passieren seltsame Dinge. Die Schatten in den Spiegel und das seltsame Verhalten der Bewohner von Kettlewood Hall sind nur zwei dieser Dinge. Iris kommt nach und nach hinter das Geheimnis des Hauses und dessen Bewohner und ihr Schicksal hat eine besondere Aufgabe für sie vorgesehen. Es gibt übrigens auch eine Liebesgeschichte zwischen Iris und dem Sohn des Earls, die sehr gut in die Handlung passt und mir sehr gut gefallen hat.
Alles in allem kann ich jeden das Buch empfehlen, der sich gerne gruselt und auch gerne historische Romane liest. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung mit voller Punktzahl.
Profile Image for Katherina.
Author 36 books32 followers
January 2, 2024
Dieses Buch entwickelt einen Sog, dem ich mich kaum entziehen konnte. Obwohl gerade am Anfang die Handlung langsam ins Rollen kommt, war für mich Iris mit ihrer Gedankenwelt und als sehr schlüssige Figur einfach so spannend, dass ich das Buch kaum weglegen konnte. Und wenn ich es weggelegt habe, dann dachte ich vor allem wenn ich das Haus verlassen musste doch oft daran, wie ich es auf der Sofakante zurückgelassen habe und wie es dort liegt und darauf wartet, dass ich es weiterlese.
Irgendwo im Buch stellt Iris den Unterschied heraus zwischen "Erwachsen werden" und "Nicht mehr Kind sein" und genau so ist sie zu charakterisieren. Eine Jugendliche, die kein Kind mehr sein darf, die eine Menge Erwachsenensorgen auf die Schultern gelegt bekommt - und die aber eigentlich noch gar nicht so weit ist.
So hat sie im Laufe der Handlung ziemlich viel Zeit, um zu wachsen und zu reifen, auch wenn sie dabei manchmal einen Schritt vor und zwei zurück macht. Ich mochte das. Ich mochte, dass die Lernkurve nicht nur rauf, sondern auch runter geht. Dass sie manchmal scheitert, Unsinn macht, zwischendurch kurz vor dem Aufgeben steht.

Maja Ilisch hat zwischendurch immer wieder Zeilen versteckt, bei denen ich erstmal innehalten und schlucken musste. Pausieren musste, nicht, weil das Buch nicht weiterhin spannend und soghaft war (auf Mastodon verwendete ich die Formulierung "Es klebte an mir, nicht ich an ihm"), sondern weil ich erstmal das, was ich da gerade gelesen habe, durch den Kopf und durchs Herz rattern lassen musste.
Da ich nicht spoilern will, gebe ich keine Details, aber es gibt einen Dialog zwischen Iris und Victor, der mir ein bisschen das Herz gebrochen hat. Sie stellt ihn zur Rede (und es ist durchaus berechtigt und verständlich aus ihrer Sicht, das zu tun) und er sagt dann Dinge, die sehr übertragbar sind auf Mental Health und ... Ja, ich brauchte an dem Punkt ein kurzes "Buch ablegen und was anderes machen".
Es ist emotional. Es ist schaurig schön. Von meiner Seite jedenfalls: Absolute Leseempfehlung.
(Und es lohnt sich, nach dem Ende des Buches noch einmal den Prolog zu lesen!)
Profile Image for Winniehex.
1,227 reviews8 followers
June 17, 2018
England Ende des 19. Jahrhunderts, die 14-jährige Iris Barling lebt seit dem Tod ihrer Mutter bei der Großmutter. Zu der damaligen Zeit war es noch üblich das auch Kinder in Fabriken arbeiteten so auch Iris. Als Sie eines Tages eine alte und kostbare Schachfigur findet, ist ihr sofort klar, dass die von ihrer Mutter stammen musste. Diese war bis zu ihrem Tod in Kettle Wood Hall Dienstmädchen, nun hofft Iris mit der Zurückgabe auf ein besseres Leben für ihre Großmutter und sich. Mit voller Hoffnung macht sich Iris auf den Weg dorthin, Sie ist plötzlich ganz erstaunt das man Sie sehr freundlich dort empfängt, regelrecht einlädt doch hier eine Zeitlang zur Ruhen…welches Geheimnis hat Kettle Wood Hall zu verbergen?

Der Roman von Maja Ilisch ist wirklich düster, mysteriös, geheimnisvoll und voller Geschichte. Man wird regelrecht in die Geschichte eingesogen, jeder der Conjuring oder ähnliches von den Filmen her kennt wird dieses Buch lieben.

Wir lernen die 14- jährige Iris Barling kennen, die täglich um ihre Existenz kämpfen muss, seit ihren Mutter verstarb. In dem riesigen und zugleich schaurigen Anwesen geschehen seltsame Dinge und Iris möchte herausfinden welches Geheimnis das Haus hat. Die Geschichte ist auch die meiste Zeit aus Sicht von Iris erzählt. Je tiefer die Story geht, desto mehr wächst dieses Mädchen einer jungen Dame heran.

Mir gefiel das Buch wirklich gut, es war mal was anders, frisch und unverbraucht. Was mir ja wieder besonders gefiel waren die historischen Elemente womit man mich immer wieder kriegt. Zwischenzeitlich hatte es leicht schwächen, aber es hat der Geschichte an sich nicht geschadet. Deswegen würde ich hier max. einen halben Punkt abziehen wollen.

Vielen lieben Dank an den #Knaur Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars
Profile Image for Cora.
27 reviews27 followers
August 25, 2018
Eher Kinder/ Jugendlektüre und nicht für Erwachsene geeignet. Vieles ist vorhersehbar und es gab nur wenige Überraschungen. Die Figur der Protagonistin ist in sich nicht stimmig, teilweise viel zu reflektiert und kommt nur selten glaubhaft wie eine 14-jährige aus dem späten 19. Jahrhundert rüber. Insgesamt ist das setting eher fragwürdig, an sich jedoch ein interessantes Konzept.
Profile Image for RenaFantasie.
208 reviews12 followers
February 19, 2020
Interessante Handlung. Leider hat es etwas gedauert bis es spannend wurde und dem Verlauf fehlte die Tiefe.
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