Michael Herbst teilt seine Vision von Kirchen, die nicht nur Dienstleister sind, sondern der Ort, der Menschen fit für das Leben macht. Glaube, der dem Leben mitten im Alltag Form gibt und sich in den Stürmen bewährt. Christen, die mutig geistliche Entscheidungen treffen und sicher darin stehen, wer sie aus Gottes Perspektive unvollkommen, aber erlöst, berufen und gesendet.Wie ein solches Christsein praktisch wird, erklärt der Autor einleuchtend, authentisch und mit Mit Jesus und wie Jesus arbeiten, Gaben einsetzten, Entscheidungen treffen, die Finanzen sortieren, Ehe leben, Gemeindealltag gestalten, scheitern, beten, durchstarten. Eine kurzweilige Lektüre, herausfordernd und richtungsweisend.
Herbst studierte nach dem Abitur 1975 Evangelische Theologie an der Kirchlichen Hochschule Bethel, der Georg-August-Universität Göttingen und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Nach erfolgreichem Abschluss seines Studiums war er von 1981 bis 1984 bei Manfred Seitz Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Praktische Theologie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, wo er 1986 über Missionarischer Gemeindeaufbau in der Volkskirche promovierte. Von 1984 bis 1992 war Herbst Vikar und schließlich Pfarrer der Evangelischen Matthäusgemeinde im westfälischen Münster, von 1992 bis 1996 Krankenhausseelsorger im Kinderzentrum Gilead der Von Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel. Seit 1996 ist Michael Herbst Ordinarius für Praktische Theologie an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald. Seit 2004 ist er gemeinsam mit Jörg Ohlemacher Direktor des Instituts zur Erforschung von Evangelisation und Gemeindeentwicklung in Greifswald. Michael Herbst ist außerdem Mitglied des Kuratoriums des Theologischen Studienhauses Greifswald sowie von ProChrist.[1] Seit April 2009 ist Herbst Prorektor der Universität Greifswald und zuständig für den Bereich Studium. Er ist Universitätsprediger und Behindertenbeauftragter der Universität.
Herbst publizierte überwiegend zu Fragen des Gemeindeaufbaus, der Homiletik und der medizinischen Ethik. Er ist Mitherausgeber der Fachzeitschrift Theologische Beiträge. Er ist verheiratet und hat vier Kinder.
Ein wirklich gelungenes Buch! Für mich als langjährige Christin, die sich in letzter Zeit ein wenig von Gott entfremdet gefühlt hat, war dieses Buch wie eine Frischzellenkur und eine Wiederholung der wichtigsten Glaubens-Basics. Ich stimme nicht in allem überein, v.a. was die sexualethischen Themeninhalte angeht, sehe ich vieles liberaler, aber - und das schaffen bei mir zugegebenermaßen wenige christliche Bücher - ich habe weitergelesen, auch wenn ich nicht derselben Meinung wie der Autor war. Weil Michael Herbst den richtigen Ton trifft. Er ist klar in seiner Sichtweise und besinnt sich gleichzeitig auf die wichtigen Kernthemen, verliert sich nicht in religiösen Splitterthemen. Ein Buch, in dem ich viel markiert habe und das mir wirklich viele gute Denkanstöße geliefert hat!