Drachennebel Print 288 Seiten inkl. Illustrationen! Gay Urban Fantasy Romance
Stell dir vor, du hast die Macht des Universums in deinen Händen: bist unmenschlich stark, robust wie ein Felsen, könntest jedem den Arsch aufreißen - doch du darfst nicht, denn du bist ein Teenager. Genauso geht es Akai, einem jungen Drachenwandler, der im Jahre 2017 zusammen mit seiner Mutter in Oslo aufwächst, der Hauptstadt von Norwegen. Als heranwachsende Zwischenkreatur beherrscht er bereits die ersten Ansätze der Telekinese und der Gedankenkontrolle, doch er muss sich bedeckt halten, denn jedes Mal, wenn er Magie wirkt, kommen seine Drachenmerkmale zum Vorschein und irgendwann könnte er die Kontrolle über die Echse in sich verlieren. Dabei würde Akai so gerne seine Kräfte erforschen und wer wäre da besser geeignet als der rüpelhafte Punk Kjell, der ihm in der neuen Schule das Leben zur Hölle machen will? Der Dumpfbatzen könnte eine so leichte Beute sein - und eine attraktive noch dazu. Kein anderer Junge bringt Akais jugendliche Fantasien so sehr in Wallung. Schließlich hält er den schnöden Alltag zwischen Abschlussprüfungen, Smartphonechats und andauernden Prügeleien mit seinem Widersacher nicht mehr aus und beschließt, ihn hin und wieder zu seiner Marionette zu machen, um wenigstens ein bisschen Spaß zu haben. Leider wird ihm zu spät klar, wie weitreichend die Folgen seines Handelns sind und dass es gefährlich ist, so tief im Verstand eines anderen zu wühlen …
Diese Geschichte zeigt einmal mehr, wie fantasievoll Akira Arenth ist und wie unglaublich gut er seine Fantasiewelten erklären kann. Oder ist es gar keine Fantasie? Wer weiß wievielen Drachen, Einhörnern und Feen wir schon begegnet sind. xD
Drachenwandler existieren – das weiß Akai schon seit seiner Kindheit, denn er ist selbst eines der Wesen, die schon seit Jahrhunderten unerkannt unter den Menschen leben. Als Jugendlicher findet er es natürlich nicht sehr erfreulich, dass er seine magischen Kräfte nicht umfangreich nutzen darf um das Geheimnis um seine Art nicht zu gefährden. Alles gut und schön, bis er nach einem Umzug und damit verbundenen Schulwechsel auf Kjell trifft. Dieses Paradebeispiel eines unterbelichteten Schlägertyps hat ihn sofort auf seiner Liste und das Aufeinandertreffen der Beiden endet meist sehr unsanft für Akai. Irgendwann läuft das Fass über und Akai geht den unerlaubten Schritt zur Gedankenkontrolle – einer Fähigkeit die alle Drachen besitzen aber nur begrenzt einsetzen. Dass dieses Vorgehen nicht ohne Nachspiel bleibt ist eigentlich fast in Stein gemeißelt und somit nimmt das Unglück seinen Lauf.
Wer schon Bücher von Akira Arenth kennt, weiß dass er oft kritische Themen ins seine Geschichten einfließen lässt (hier einen Jungen aus einem sozial schwachen Umfeld) und es seinen Protagonisten im Verlauf der Story nicht unbedingt leichtmacht. Auch müssen die beiden schmerzhaft erfahren, dass das eigene Handeln immer Konsequenzen mit sich zieht. Die Figuren und das Setting sind toll ausgearbeitet und der Schreibstil gewohnt witzig und direkt, was das Buch zu einem runden Leseerlebnis macht. Ganz besonders berührt hat mich der Schluss, welcher bei einigen anderen wahrscheinlich auch den Griff zum Taschentuch zur Folge hat.
Selbst Leser die mit Wandler-Geschichten nicht viel anfangen können (zu dieser Gruppe zähle ich mich selbst) sollten einen Blick in dieses Buch wagen, da es so völlig anders ist als das typische „Alphatier trifft auf zu beschützenden Ahnungslosen“. Von mir eine 100%ige Leseempfehlung!
Die Geschichten von Akira Arenth überraschen mich immer wieder. Man liest den Klappentext und hat dann schon gewisse Gedanken zu dem Buch im Kopf und dann fange ich an zu lesen und merke, ist doch anders. Akai ist ein 16 jähriger Junge, und das merkt man ihm auch deutlich an, die Hormone schwappen über bei ihm und rationelles Denken ist oft nicht so einfach. Noch dazu ist er ein Drache, also irgendwann mal, wenn er sich dazu entschließt, sich zu einem zu verwandeln, was aber nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Es gibt noch ein zwischen Stadium, in welchem er telepathische Fähigkeiten hat, aber sich auch äußerlich verändert, dieser Zustand kostet ihn aber Energie und falls er sich zu sehr darin hineinsteigert, könnte er auch in diesem Stadium hängen bleiben.
Ist also alles nicht so einfach. Noch dazu kommt er an eine neue Schule, dort trifft er auf den wahnsinnig attraktiven Kjell. Leider entpuppt dieser sich als fieser Mobber, unter dem Akai ganz schön leiden muss, und zwar nicht auf die Art, die er gerne hätte ;-)
Es ist eine interessante Frage, was würdest du machen, wenn du Macht über deinen Peiniger haben könntest. Akai kann die Gedanken von Kjell Kontrollieren, ihn Dinge machen lassen, an die er sich danach nicht mehr erinnert. Nimmt man nun noch den Hormonhaushalt eines 16 jährigen Jungen dazu, ist es eine gefährliche und verführerische Mischung.
Mir hat die Geschichte wieder sehr gut gefallen. Die Idee mit den Drachen mochte ich, alles schlüssig erklärt und nicht einfach, es gibt Drachen und so ist es halt. Noch dazu wurde auch auf Norwegen als Setting eingegangen, sodass es reeller wirkte. Oft liest man ein Buch, welches in einem Land spielt und man merkt eigentlich nichts davon, weil nichts von diesem Land in die Geschichte einfließt.
Die Beziehung zwischen Akai und Kjell ist speziell und sicher nicht für jeden Leser etwas. Kjell ist nicht unbedingt ein Sympathieträger. Doch finde ich ihn sehr greifbar. Er ist nicht sonderlich helle und trotzdem mag Akai ihn.
Das Buch hat gerade mal 228 Seiten und trotzdem konnte mich die Geschichte total abheben. Die Charaktere hatte ich bildlich vor mir und am Ende habe ich sogar ein bisschen glasige Augen bekommen.
Fazit: Die Gefühle zwischen Akai und Kjell sind sicherlich nicht für jeden nachvollziehbar. Und es ist ein schmaler Grat, auf dem sich diese Lovestory bewegt. Trotzdem habe ich sie sehr gerne gelesen, war total gefesselt von ihr und auch emotional mit dabei.
In november vorig jaar ontdekte ik het werk van Akira Arenth, een Duitse auteur. Deze ochtend heb ik haar beste roman gelezen, namelijk ‘Drachennebel’ een sprookjesachtig coming of age verhaal over jezelf worden. In ‘Drachennebel’ maakt de lezer kennis met Akai Tremblay, een jonge drakenwisselaar, die samen met zijn moeder in Oslo woont. Naarmate hij als puber zijn drakengaven (gedachtecontrole en telekinese) steeds meer onder controle krijgt, wordt hij ook verliefd op Kjell Haug met alle gevolgen van dien. Om te beginnen zijn er thematisch overeenkomsten met de Lilith trilogie van Kim ten Tusscher. Dat is niet alleen het gegeven van de drakenwisselaar, die beide auteurs op een fantasierijke originele manier gestalte geven, maar ook het onderwerp de vrijheid om jezelf te zijn komt op een sterke manier aan bod. ‘Drachennebel’ heeft een sterk sprookjesachtig karakter. Dat maakt het lezen ook tot een fijne ervaring. Heel evenwichtig en gedoseerd speelt Arenth met de Romantische motieven Sehnsucht en Weltschmerz. En dit in combinatie met de heerlijke en originele fantasie maken het verhaal voor mij tot een prachtig LHBT+ sprookje! Het verhaal heeft ook enkele interessante metafysische aspecten met betrekking tot schijn en werkelijkheid. Deze tegenstelling komt in verschillende manieren in de roman aan bod en voor mij laat Arenth hiermee op een overtuigende en ontroerende manier zien hoe mooi en sterk liefde is. En dan tot slot de personages. Akai en Kjell zijn beiden overtuigend en geloofwaardig. En wat Akai tot een karakter maakt waarvan je als lezer gaat houden is zijn gevoeligheid in combinatie met zijn zorgzame karakter. Kortom, voor de lezers van sprookjesachtige coming of age verhalen, die origineel en bijzonder fantasierijk zijn, is ‘Drachennebel’ een absolute aanrader!
Stories über Teenager sind eigentlich nicht so meins. Aber Drachen? Das schon eher! Akira Arenth kann jedenfalls echt gut Teenies schreiben. War nicht so ganz meins - zumal ich die Beziehung der beiden Protas auch als ziemlich toxisch empfinde. Aber gut, so ist es im Leben eben manchmal. Das Ende empfand ich als recht deprimierend. Kein schlechtes Buch, aber definitiv nicht mein Lieblingsbuch von Akira.