Buchrücken: Christian Schmacht, durch seine Skandalkolumnen für das Missy Magazine bekannt geworden, schreibt in seiner autobiografisch inspirierten Novelle über einen jungen transgender Mann, der als Frau verkleidet in den Bordellen Berlins anschafft. Er sehnt sich nach Freundschaft, Abenteuer und einer besseren Welt, aber anstatt eines dieser Projekte anzugehen, liegt er mit Depressionen zuhause und grübelt. Ein materialistisch-romantischer Bericht eines trans Mannes und wie er lebt.
Dear Queers, hier ist es, eins der wenigen queeren fiction Bücher aus dem deutschen Sprachraum. Dear not-Queers, hier ist es, eins der wenigen queeren fiction Bücher aus dem deutschen Sprachraum. Tut gar nicht weh, nur 100 Seiten bis zur Perspektiverweiterung.
Ich persönlich komme nicht immer mit so sehr fragmentarischem Schreiben zu recht aber auf Grund der doch recht geringen Seitenanzahl hat es für mich ganz wunderbar gepasst. Und diese Fragmente nahmen mich und meine Gedanken an ganz unterschiedliche Orte mit. Mal mehr, mal weniger angenehm aber nie uninteressant. Ich will mehr davon lesen!
Naja. Der böse weiße Mann. Okay. Am Ende sind es ein paar Feministinnen, gegen deren Engstirnigkeit angetanzt werden muss. Es ist ein Abkotzen über alle und alles, kann ich nachvollziehen. Freiheitsmoment im Nachtleben, hm, Hedonismus als Antwort, hm. Bringt mich nicht weiter, muss es aber auch nicht, ist ja nicht mein Buch.