Nur dieses eine Wochenende. Nur noch einmal in Opas altes Haus am Arsch der Welt, hier war alles immer gut. Nur das will Ben, der gerade achtzehn geworden ist und irgendwie festhängt – in der Schule, in der Familie, im Leben. Ein paar Tage raus aus allem. Zusammen mit Annika, der großen Schwester, die doch immer die Vernünftigere war. Einen Spaziergang, ein Osterfeuer und einen umgefallenen Tisch und die Folgen später sieht nicht mehr alles so aus wie vorher
Tamara Bach has been writing since she was sixteen. She spent her teen years living in Oppenheim -- a small town very much like Miriam's -- and, like Miriam, wishing she lived in a big city. Today she lives and writes in Berlin, where she also works in young people's television and theater.
Tamara Bah, izgleda, nepogrešivo hvata adolescentski užas pred zjapećom odraslošću. Tako je bilo i u "Četrnaest" a tako je i u "Mišjem moru" koje počinje nečijom žurkom za osamnaesti rođendan i završava se koji dan kasnije, posle Uskrsa. Protagonisti su sveže punoletni dečko i njegova znatno starija sestra (koliko je u ovom slučaju znatno? Ne znamo, ali tu negde pri kraju studija) koji se oboje, doduše sa malo različitih pozicija, muče s odraslošću i sa roditeljskim očekivanjima koja možda nisu ogromna ali su gnjavatorska i, što je mnogo gore, uključuju zanavek zacrtanu podelu na "dobro" i "loše" dete protiv koje sama deca ne mogu ništa. Tokom ovog kratkog romana ne desi se praktično ništa veličajno i nepovratno, ali on predstavlja jednu neverovatno izoštrenu fotografiju brižljivo odabranog trenutka u kome se fiksiraju neke stvari a neke druge izdaleka nagoveštavaju. Jezik/stil je tu možda glavna stvar - protagonisti pripovedaju naizmenično, glasovi im se dovoljno jasno razlikuju da naizmeničnost ne predstavlja problem i ne mora da se najavljuje svaki put, a opet, pripovedanje je neverovatno svedeno, ekonomično za desetku i naročito u početku zahteva čitalačku pažnju jer nema uvoda niti predstavljanja likova i situacije, ubačeni ste usred žurke i odatle se samo vozi. Ni savremene fore nisu usiljeno mladalačke kako to često biva kod pisaca koji pokušavaju da pišu iz vizure mlađe generacije nego taman kako treba, npr. u nekom trenutku nabrajaju se pokojni muzičari pa se pomene Dejvid Bouvi onako uzgred i priznajem da sam se štrecnula. Zaključak: Tamara Bah piše tanano i spretno a bez sentimentalnosti i poučke, i mislim da mi predstoji jedna onako posvećena čitalačka veza :)
Nicht nur, dass die weibliche Protagonistin Annika heißt, gerade ihre Abschlussarbeit schreibt und an den Nägeln kaut. Sondern auch der Teich vorm Haus und der Arsch der Welt und das Osterfeuer, damit nicht jeder ein eigenes macht. Fand ich toll :D
Eine weitere Bestätigung, dass Frau Bach ausschließlich wunderbare Bücher schreibt! Meine "Tamara Bach Bücher"-Sammlung ist damit (vorerst) komplett. 😁
1. Sorry Flo!! 2. Diese Art von Büchern ist eher nicht so meins. Ich finde die Schreibart irgendwie deprimierend? Inhaltlich konnte das Buch das leider auch nicht ausgleichen, weil nichts passiert ist und es keine message gab. Das Buch hat bei mir gar keine Emotionen ausgelöst und konnte mich überhaupt nicht abholen.
Ehrlich gesagt, hadere ich immer noch mit mir, wie ich das Buch bewerten soll. Der Inhalt und der Schreibstil haben bei mir die unterschiedlichsten Meinungen hervorgerufen. Denn der Schreibstil ist mehr als gewöhnungsbedürftig und war leider überhaupt nicht meins. Abgehackte, kurze Sätze aneinander gereiht. Kaum Erklärungen. Es wirkt alles wie steif, hektisch und es kamen für mich keine Gefühle auf. Die Charaktere waren für mich dadurch so weit entfernt wie noch nie zuvor in einem Buch. Man kann also sagen, dass der Schreibstil mir absolut nicht gefallen hat. ABER der Inhalt hat mich überzeugen können und konnte mich trotz des Schreibstils recht gut unterhalten.
Mausmeer ist für mich kein Buch mit vielen Emotionen oder einer großen spannenden Geschichte. Vielmehr war es für mich ein Alltagsbuch. Eine Situation, die so und zwar genauso passieren kann. Die Beziehung zwischen den Geschwistern Annika und Ben ist sehr angespannt. Sie ist die geliebte, intelligenten Tochter und er eher der draufgängerische Rebell, das Problemkind. Und als Ben Annika einfach mitnimmt zu dem alten Gehöft ihres Opas, hofft er, dass er endlich mit ihr reden kann. Ihr seine Ängste und Sorgen zu beichten und auf Verständnis zu hoffen. Und was zwischen den beiden geschieht hat mir wirklich gut gefallen.
Wie bewerte ich aber nun das Buch? Der Schreibstil hat mich eher gequält, aber die Story fand ich recht gut.
FAZIT
Ich hatte so meine Probleme mit „Mausmeer“. Der Schreibstil war für mich, ehrlich gesagt, eine Qual. Aber die Story konnte mich überzeugen. Es ist kein tiefsinniges Buch und es beinhaltet auch keine großen Emotionen. Aber es ist ganz nett für zwischendurch und mit 144 Seiten ja auch wirklich schnell gelesen.
Deprimierend und beklemmend realistisch spiegelt Tamara Bach die Entscheidungen und Tiefen des Erwachsen-werdens. Realisieren, dass das Leben nicht mehr einfach und schön ist und die absolute Ohnmacht, die darauf folgt. Aber gerade das Ende war schlimm, zu viele Gedanken, die falsch verstanden werden könnten.
Zitat "Nachrichten im Radio. Es ist Krieg, es ist immer Krieg, es sind Menschen zusammengekommen, um über den Krieg zu reden, es sind Menschen zusammengekommen, um zwischen den Beteiligten zu vermitteln. Woanders ist einer wahnsinnig geworden und hat Menschen, die er nicht mal kannte, umgebracht und verletzt, bis die Polizei ihn erschoss. Dann noch, dass Ostern ist. Karfreitag. Und das Wetter für das kommende Wochenende: schlechte Temperaturen und schlechter Niederschlag. Frohe Ostern. Es ist acht Uhr und vier Minuten." - Seite 49.
Meine Meinung Ich bin auf "Mausmeer" durch den gemeinsamen Bloggerempfang von Carlsen und Thienemann-Eslinger auf der Leipziger Buchmesse 2018 aufmerksam geworden. Zuvor hatte ich von dem Buch noch gar nichts gehört, jedoch stellte Tamara Bach dort ihr Buch vor und machte mich spontan neugierig.
"Mausmeer" ist anders. Wer ein klassisches Jugendbuch erwartet oder etwas, dass sich mal so zwischendurch lesen lässt, wird enttäuscht werden. Tamara Bach schreibt größtenteils im Stream of Consciousness, zu deutsch Bewusstseinsstrom. Hierbei wird man förmlich zum Protagonisten und liest seine oder ihre Gedanken. Ich empfand es als erfrischend mal eine andere Erzähltechnik im Jugendbuch zu erfahren und finde es gut, dass Carlsen seinem jungen Publikum auch mehr als die Ich-Perspektive zutraut.
Durch die Erzählung als Bewusstseinsstrom entfallen sämtliche unwichtige Beschreibungen von Dingen und man ist näher an Annika und Benedikt. Man wird förmlich sie beim Lesen. Zugleich entstehen witzige Situationen aus der Form heraus. Wer kennt es nicht, dass die Gedanken abdriften und man sich an vollkommen unwichtige Dinge erinnert. So auch hier. Wusstet ihr zum Beispiel, dass, wie so gut wie alles in Deutschland, die Geschwindigkeit von Rolltreppen genormt ist? Ich vorher nicht.
Sehr gut gefallen hat mir, dass dieser Coming-of-Age Roman endlich mal ohne eine Liebesgeschichte auskam, sondern sich mit der Beziehung zwischen unterschiedlich alten Geschwistern beschäftigt. Zugleich zeigt es den inneren Konflikt, welchen wir wohl alle immer wieder austragen, zwischen den Erwartungshaltungen anderer und dem was wir uns für unser Leben wünschen.
Was mich allerdings etwas irritierte, war das manchmal sich die Protagonisten in ihren Gedanken in der dritten Form betrachteten und dabei Formen wie "Brüderchen" und "Schwesterchen" nutzten. Mich warf dies jedes Mal etwas aus dem Lesefluss. Ich vermute zwar, dass diese Erzähltechnik eine innere Distanz und Abwehr gegen die Situation symbolisieren soll, aber hoffe, dass die Autorin dies in kommenden Büchern anders löst. Gleiches gilt für die unpersönliche Form "Die Eltern" statt "meine/unsere Eltern", allerdings wirkte hier der Effekt der distanzierten Beziehung besser als bei "Brüderchen" und "Schwesterchen".
Fazit "Mausmeer" von Tamara Bach regt zum Nachdenken an und hinterlässt einen bittersüßen Nachgeschmack. Ich kann diesen Roman ohne Bedenken jedem zwischen 16 und 25 empfehlen.
Ben und Annika verbringen, mehr oder weniger freiwillig, noch einmal ein Wochenende im alten Haus ihres Opas. Es ist Ostern und das Haus ist so alt, dass es weder Internet noch Fernsehen gibt, also sind beide mit ihren Problemen konfrontiert, denen sie sonst eigentlich ganz gut aus dem Weg gehen können. Bleibt nur die Frage, ob Ben es schafft seiner Schwester sein Geheimnis zu gestehen.
Es kommt selten vor, dass ein Geschwisterpaar als Protagonisten dienen, daher war ich sehr gespannt auf den neuen Roman von Tamara Bach. Von ihr kannte ich bereits „Vierzehn“ was mich vor allem durch seinen Schreibstil begeistern konnte. Und auch bei „Mausmeer“ setzt Tamara Bach wieder auf einen ungewöhnlichen Schreibstil, der sich durch kurze, knappe Sätze auszeichnet. Dadurch wird es jedoch schwierig tiefer gehende Gefühle zu vermitteln, wodurch die Protagonisten nicht immer nahbar waren.
Die Geschichte selbst beginnt spannend, es geht um Geschwisterpaar, das sich offenbar über die Jahre auseinander entwickelt hat und bei dem nun ein Teil probiert diese Lücke durch ein gemeinsames Wochenende wieder zu schließen. Diese Grundidee finde ich sehr gut und ich konnte Bens Gefühle zunächst verstehen, doch leider hat mich nicht jede Entscheidung und Entwicklung überzeugen können. Der Handlungszeitraum des Buches beinhaltet lediglich ein langes Wochenende an dem Ben probiert Annika etwas wichtiges mitzuteilen. Dabei sehen sich beide nicht nur mit sich selbst konfrontiert, sondern auch mit ihrer jeweiligen Position innerhalb der Familie. Die Tatsache, dass hier alltägliche Probleme aufgerollt werden hat mich angesprochen und die Geschichte spannend starten lassen.
Es entsteht leider letztendlich keine Nähe zwischen beiden Protagonisten, obwohl diese förderlich gewesen wäre um die Geschichte voran zubringen, und eigentlich sollte es auch nicht schwer sein zueinander zu finden, denn immerhin sind beide zusammen aufgewachsen. Es fühlte sich beim Lesen so an, als würden beide fast nur auf der Stelle treten ohne voran zu kommen. Sicherlich könnte man der Autorin jetzt unterstellen, dass genau das bezweckt wurde, dann wäre es aus meiner Sicht aber besser gewesen kein Geschwisterpaar zu wählen. Bei Geschwistern erwarte ich irgendwie mehr Liebe und Verständnis zwischen einander, auch wenn es mal zoffen kann, ist es doch Familie. Vielleicht wurde auch durch den Schreibstil verhindert, dass die Emotionen auf den Leser überschwappen.
Fazit:
Mit „Mausmeer“ greift Tamara Bach, wie schon in ihren vorherigen Romanen, auf einen speziellen Schreibstil zurück. Durch kurze, knappe Sätze bleibt dieser zwar prägend, leider verhindert er aber das Emotionen vollständig zum Leser durchdringen. Insgesamt hätte ich mir mehr Entwicklung bei den Protagonisten gewünscht, denn die Idee, ein Geschwisterpaar, dass durch einen Kurzurlaub wieder zusammen finden soll, finde ich sehr gut. Leider waren beide, sowohl zueinander als auch zum Leser, zu unnahbar.
In "Mausmeer" entführt Ben seine Schwester Annika an seinem Geburtstag kurzerhand in das ehemalige Haus des Großvaters, das bald abgerissen werden soll. Dort verbringen sie das Osterwochenende zu zweit und finden Zeit zum Nachdenken, zum Reden - mal mehr, mal weniger.
"Mausmeer" ist abwechselnd aus der Sicht von Ben und Annika geschrieben, wobei quasi immer ihre Gedanken niedergeschrieben werden. Dadurch wirken die Sätze manchmal abgehakt, unvollständig, sprunghaft oder unzusammenhängend. Eben so wie Gedanken sein können. Das ist gewöhnungsbedürftig und liest sich nicht unbedingt flüssig, lässt den Leser aber direkt in die Gedankenwelt der beiden eintauchen. Ich fühlte mich ihnen dadurch auf eine merkwürdige Art zugleich nah und distanziert. Denn ja, wir lesen ihre Gedanken und können daraus Gefühle erfahren, aber die Sicht auf die beiden ist dennoch eine Momentaufnahme, sodass man nicht alles über sie erfährt und viele Fragen offen bleiben. Dennoch hat mich der Erzählstil gefesselt und fasziniert. Er war einfach sehr authentisch und es war verblüffend, wie fast schon poetische mit eher platten Gedanken abgewechselt wurden. Obwohl nichts direkt ausgesprochen wird, spürt man die innere Zerissenheit, Unsicherheit der beiden Charaktere, die - obwohl noch so jung - manchmal wirken wie alte Leute, die über ihre verlorene Jugend philosophieren.
Inhaltlich passiert nichts besonderes. Es geht vordergründig um die Charaktere der Geschwister, ihre Sorgen und Probleme, die sie selbst kaum in Worte fassen können. Ben und Annika verbringen die Zeit im Haus daher überwiegend schweigend, haben sie sich doch schon lange auseinander gelebt. Dabei möchte Ben Annika unbedingt erzählen, dass er die Schule abgebrochen hat und erhofft sich Rat oder Verständnis oder überhaupt jemanden zum Reden. Daneben spielt eine Gruppe Angler, die am See hinter Großvaters Garten ein Wochenende lang angeln will, eine Nebenrolle.
Insgesamt hat mir "Mausmeer" durch seine nachdenkliche, ruhige, manchmal poetische Art sehr gefallen. Aber inhaltlich hätte ich mir am Ende doch mehr Aufklärung erhofft. Denn Bens Schulabbruch wird nicht abschließend thematisiert, obwohl ich es wichtig gefunden hätte, zu erfahren, wie die Eltern letztlich reagieren, ob er Unterstützung oder Vorwürfe von ihnen erhält.
Nachdem ich in den letzten Wochen schon "Was vom Sommer übrig ist", "Vierzehn" und "Marienbilder" von Tamara Bach gelesen und gemocht habe, freute ich mich schon auf "Mausmeer". Das aktuell neuste Buch der sympathischen Autorin. Für mich eins der besten. Vielleicht, weil ich gern über die darin verarbeiteten Themen lese, denn die Qualität der schriftstellerischen Leistung ist in jedem ihrer Romane gleich hoch.
Worum geht es? Es geht um Familie. Um Geschwister. Um die Schwierigkeit ein Gefüge grundverschiedener Persönlichkeiten zusammenzuhalten. Um Erinnerungen. Um die Schönheit des Vergangenen und die Ängste, die mit der Unvorhersehbarkeit der Zukunft zusammenhängen.
Im Mittelpunkt stehen Ben und Annika, die sich schon seit Jahren nicht mehr so verstehen, wie man es sich von Geschwistern wünscht und die nun das Osterwochenende miteinander verbringen. Beide gefrustet vom Leben, von Schule, Studium, Umfeld und den Eltern. Ein schwieriges Alter - ich kann mich noch genau erinnern. Man befindet sich ständig in der Schwebe zwischen Euphorie und der Angst den falschen Weg einzuschlagen. Im schlimmsten Fall so zu werden wie die Eltern von denen man sich gerade so gerne abnabeln möchte.
Ben entführt Annika in die Vergangenheit. In das Haus des Großvaters, das an einem See steht, in einer Gegend steht, in der die Zeit steht. In der man sich an Kleinigkeiten hochziehen, aber auch festhalten kann. Dort, wo man entweder für immer schweigt oder zur Aussprache gezwungen wird. Wo man sich selbst so massiv ins Auge blicken muss, dass man entweder verängstigt wegläuft oder zu neuem Mut findet.
Erzählt wird mal aus der Perspektive von Ben, mal aus der von Annika. Absätze, die ineinander verschmelzen. Wie immer schreibt Tamara Bach sehr komplex. Versteckt vieles zwischen den Zeilen. Möchte, dass ihre LeserInnen selbst denken und sich nicht alles vorsagen lassen. Ich mag es, dass sie herumprobiert, dass sie ihrem Stil treu bleibt, aber nicht in eine Schublade verfällt. Und ich wünsche ihren Büchern von Herzen ganz, ganz viele LeserInnen.
Ich mochte es. Der außergewöhnliche Schreibstil, den ich soweit ich weiß hier zum ersten Mal gelesen habe, hat mir sehr gut gefallen, und auch die Thematik war gut gewählt. An einigen Stellen kam wirklich Beklemmung auf und insgesamt hat auch alles sehr gut zusammengepasst. Auch das eher Alltägliche und doch nicht zu Gewöhnliche und Langweilige fand ich sehr stimmig. Über das Ende bin ich mir noch unsicher. Einerseits war es vermutlich genau richtig, an dieser Stelle zu enden, gerade was die Eltern angeht hätte ich mir aber auch irgendwie ein etwas weniger offenes Ende gewünscht, bei dem auch wirklich etwas in Richtung "Lösung des Konflikts" passiert. Insgesamt sehr empfehlenswert und auch angenehm zu lesen, da es auf mich fast schon wie eine Kurzgeschichte wirkte.
An einem Tag durchgelesen und es waren schöne Gedanken dabei. Der Schreibstil ist sehr gewöhnungsbedürftig, aber passt meiner Meinung nach zur Stimmung des Buches. Es schafft ein Gefühl der Distanz, der Entfremdung und der Ratlosigkeit. Ich kann mich reinversetzen in dieses Gefühl. Was ist der Sinn von all dem Schulkram? Was mach ich aus meinem Leben? Was möchte ich eigentlich... Aber etwas deprimierend war es schon. Etwas Schade fand ich, dass wenig Hintergrundinfo geliefert wurde zB über den Großvater. Aber vielleicht war das auch ganz gut? Das Buch ist für mich ein einziges Fragezeichen. Aber i kinda like it.
Direkt zu Anfang wollte ich das Buch eigentlich abbrechen, weil der Schreibstil/Erzählstil so ganz anders ist als das was ich sonst lese. Aber irgendwie habe ich mich dann doch drauf eingelassen und es hat mich in seinen Bann gezogen. Ich mochte die Geschichte, fand sie schön und realitätsnah und sehr erfrischend, dass so vieles offen geblieben ist. Nicht für jeden was, aber definitiv mal was anderes!
Der unspektakuläre, trotz der geringen Länge sogar mitunter gestreckt wirkende Plot ist nicht der Rede wert - wohl aber Tamara Bachs Stil! Wie sie mit Wörtern und Grammatik spielt, sie auseinanderbaut und mit feiner Ironie zwischen den Zeilen wieder zusammensetzt, ist großartig. ,,Mausmeer" ist nicht nur Jugendbuch, es kann auch von Erwachsenen gelesen werden!