Nie zuvor war unsere Zukunft so sehr mit China verknüpft wie heute. Und das nicht nur im Hinblick auf unsere Arbeitsplätze und unser wirtschaftliches Wohlergehen, sondern auch auf unsere Art zu leben und die Bewahrung des Weltfriedens. Zugleich erscheint uns das ferne Riesenreich seltsam fremd und undurchschaubar. Mit seinem ebenso tiefschürfenden wie hochaktuellen Porträt des Volkes, das wir kein anderes die Welt von morgen prägen wird, legt das deutsch-chinesische Autorenpaar ein unverzichtbares Standardwerk zum Verständnis der Chinesen vor.
"Ein mutiges Buch. Ein Psychogramm einer ganzen Nation von 1,4 Milliarden Menschen zu erstellen, ist keine leichte Aufgabe. Die Autoren meistern sie mit beeindruckender Kenntnis udn dem Mut, auch sicher geglaubte Einschätzungen kräftig gegen den Strich zu bürsten". Eberhard Sandschneider; Professor für Politik Chinas und internationale Beziehungen, FU Berlin
"Dieses Buch ist für alle, die in China Geschäfte machen wollen, eine lehrreiche, aber auch spannende Lektüre und die umfassendste Darstellung von Land und Leuten, die ich kenne." Heinrich von Pierer; langjähriger Vorstandsvorsitzender von Siemens
"Ein Buch, das für kontroverse und fruchtbare Diskussionen sorgen kann" Jörg Wuttke; langjähriger Präsident der Europäischen Handelskammer in China
Durch > 400 Seiten China muss man sich schon erstmal ein wenig durchkämpfen. :D Eins, zwei kleine Passagen habe ich ausgelassen (die ganzen Dynastien waren mir dann doch zu viel). Dennoch: Für mich verändert das Buch nicht nur meine Denkweise über Chinesen, sondern generell auch die Herangehensweise an alle anderen Kulturen und Nationen. Wie auch in persönlichen Beziehungen gilt es, menschliches Handeln nicht zu verurteilen, sondern zu verstehen. Man müsste über jede Nation solch ein Buch lesen, bevor man sich ein Urteil erlaubt. Toll!
Die Situation könnte nicht brisanter ein, in der Barons und Yin-Barons Psychogramm der Chinesen erscheint. In aller kulturellen Überheblichkeit sind die USA offensichtlich dabei einen Handelskrieg mit China anzuzetteln. Gerade die Annahme, andere Kulturen würden den USA (oder auch Deutschland) als wirtschaftlich und moralisch überlegenem System nacheifern wollen, um selbst zu werden wie der bewunderte große Bruder, entlarvt das Autoren-Paar als hochmütigen Irrglauben. Ihr Buch besteht aus einem Wissensteil, der interkulturelle Kompetenzen für den privaten oder geschäftlichen Umgang mit Chinesen vermittelt, und aus einer höchst aktuellen Analyse der Weltlage nach der Trump-Wahl. Ob China die Vorherrschaft in Asien anstrebt und wie der geopolitische Konflikt im Südchinesischen Meer einzuordnen ist, gehört zu den drängendsten Fragen der Weltpolitik.
Während deutsche Medien über den Handelspartner China zurückhaltend und berichten und dabei häufig Klischees bedienen, hat sich das Reich der Mitte längst zum finanzstarken Handelspartner entwickelt. Die Bewertung chinesischer Investitionen aus deutscher Sicht wiederum zeigt häufig, dass China in deutschen Lehrplänen nur eine Randrolle spielt und bis in die Spitzen unserer Gesellschaft simpelste Kenntnisse über das Land fehlen. Das Bild der blauen Ameisen Maos scheint nur schwer auszurotten sein und die daraus folgenden Fehlschlüsse sind für all die Westler atal, die in China arbeiten oder in interkulturellen Teams mit Asiaten. So simpel wie wirkungsvoll ist der Blick über den eigenen Tellerrand, den „Die Chinesen“ seinen Lesern liefert. Das Autoren-Duo berichtet anschaulich, mit welchem Blick auf seine Umwelt ein chinesisches Kleinkind aufwächst, welche Art von Intelligenz nötig ist, um eine Schrift mit tausenden von Schriftzeichen zu lernen und schließlich, welche Werte eine Gesellschaft vermittelt, die langfristig zu denken gelernt hat. Die Sprache definiert das Denken und die chinesische Sprache und Schrift fördern offenbar besonders das mathematische Denken. Zum Blick über den eigenen europäischen Tellerrand gehört unbedingt ein Perspektivwechsel in Chinas Geschichte, der vermittelt, warum das Land sich für den Mittelpunkt der Welt hält, warum Handelsbeziehungen nicht zwangsläufig zur Demokratisierung anderer Staaten führen oder auch, welche westlichen Gepflogenheiten ein Chinese für Chaos oder für die Dekadenz einer im Abstieg befindlichen Kultur werten würde.
Der Wissensteil des Buches vermittelt Allgemeinwissen über die konfuzianisch geprägte Kultur Chinas und analysiert die Psyche des Landes aus seiner Geschichte heraus. Östliches und westliches Denken und fühlen ließe sich in Tabellenform gegenüberstellen; das Wissen über die Unterschiede hält Amerikanern und Europäern wirkungsvoll den Spiegel entgegen. Das Autoren-Team zitiert Klassiker wie Kissingers „On China“, Fukuyama, klassische und zeitgenössische chinesische Romane und natürlich auch Einsichten, die eine chinesische Mutter ihrem Kind mit auf den Weg geben würde, das zum Studium ins Ausland aufbricht.
Die reinen Fakten unterscheiden sich kaum vom interkulturellen Wissen, das Oskar Weggel bereits vor fast 40 Jahren lehrte und das unverändert gilt. Barons Fakten sind jedoch knackig formuliert und richten sich damit an breite Leserschichten. Interessant wäre höchstens die Frage, warum Deutschland als Handelspartner so lange braucht, um von vorherigen Generationen zu lernen … Interessant wird es im analytischen Teil, der sich mit der rasanten technischen Entwicklung Chinas befasst, mit dem Urteil der Bevölkerung über ihren Staat und mit der aktuellen politischen Situation auf dem Stand von 2017. Insgesamt ein Kompendium, das knackig formuliert ist, sich flott lesen lässt – und Allgemeinwissen vermittelt, das in deutsche Lehrpläne gehörte.
I highly recommend this book to anyone. It is truly eye-opening and well written. The authors talk about significant cultural differences between China and the West and how culture influences politics, economy, family life, way of thinking and much more. You don't have to be an expert on culture or politics to understand this book and I guarantee you that it will change the way you think about the world and especially the multi-faceted and fascinating country of China.
Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen. Es ist wirklich augenöffnend und gut geschrieben. Die Autoren sprechen über signifikante kulturelle Unterschiede zwischen China und dem Westen und wie die Kultur Politik, Wirtschaft, Familienleben, Denkweise und vieles mehr beeinflusst. Man muss kein Experte für Kultur oder Politik sein, um dieses Buch zu verstehen, und ich garantiere, dass es die Sichtweise auf die Welt und insbesondere auf das facettenreiche und faszinierende Land China verändern wird.
Das Buch ist bis zum Kapitel "Wirtschaft und Arbeitswelt" relativ solide. Aber ab dem darauffolgenden Kapitel "Staat und Herrschaft" (S. 302) und vor allem dann in "China und die Welt" (S. 346) wird pro-chinesische und pro-russische Propaganda verbreitet, was das Zeug hält.
Ein Par Beispiele: - Es werden die höchst fragwürdigen und in der China-Forschung umstrittenen Tiananmen Papers zitiert und der chinesischen Führung eine Präferenz für das friedliche Lösen der Besetzung des Platzes unterstellt. Erst Seiten später wird angemerkt, dass der Platz gewaltsam geräumt wurde. Man hätte durchaus offener über den Schießbefehl und das damit verbundene politische Denken sprechen sollen.
- Der USA wird konstant eine aggressive Haltung gegenüber China vorgeworfen. Sie wolle China "einkreisen". Warum merkwürdigerweise viele von den China umliegenden Staaten sich freiwillig in einer Allianz mit den USA befinden oder sich in die Richtung bewegen, so wie etwa Vietnam (trotz der belasteten Geschichte mit den USA!), wird nicht diskutiert.
- Indien wird vorgeworfen, von den USA sich umgarnen zu lassen. Des Doklam Plateau wird zwar erwähnt und auch das sich China hier an einem strategischen Chokepoint befindet, der sich anbietet, Indien in zwei zu teilen. Das aber in Richtung einer aggressiven chinesischen Außenpolitik zu deuten, darauf kommen die Autoren nicht. Arunachal Pradesh findet keine einzige Erwähnung.
- Wie ich bereits oben erwähnte, wird auch russische Propaganda unhinterfragt reproduziert. Die Krim wurde lediglich "heimgeholt". Das Wort Annexion findet sich wenn überhaupt nur in Verbindung mit dem Westen. Von China annektierte Gebiete mit ethnischen Minderheiten, die wenn sie eine Wahl hätten, vermutlich die Unabhängigkeit bevorzugen würden (allen voran Tibet), sind für die Autoren kaum eine Erwähnung wert.
- So wird auch Russlands und Chinas Position bezüglich Nordkoreas als Mäßigung durch Einbindung in das internationale System verklärt. Das hier zwei autoritäre Regime gemeinsame Sache machen aus rein strategischen Gründen (Pufferzone), also die repressivste Diktatur auf dem ganzen Planeten am Leben erhalten, weil sie geopolitische Ziele verfolgen, findet keine Erwähnung. Die richtige Bedrohung auf dem Planeten sind die USA, nicht wahr Genossen?
- Auch russische Narrative zur angeblichen Bedrohung durch die NATO werden reproduziert. Das arme Russland müsse aushalten, dass die Amerikaner sich anmaßen, ein THAAD-System in Osteuropa stationieren zu wollen. Die neuste Geschichte hat jedenfalls eindrucksvoll gezeigt, wer hier eine defensiv orientierte Allianz ist und wer ein neo-imperialistischer Staat ist.
- Über die Behandlung der Uiguren verlorenen Worte im gesamten Buch: Sogut wie keins. Über die Behandlung der Falun Gong Bewegung und den damit verbundenen groß angelegten illegalen Organhandel: Auch null. Generell wird sich mit den vielen repressiven Maßnahmen der chinesischen Führung nicht gründlich außereinandergesetzt, teilweise werden sogar fragwürdige Formulierungen der KP einfach übernommen und unkritisch wiedergegeben.
Es gibt in dem Buch noch zahlreiche Kopfschüttler mehr. Das sind lediglich die, die mir spontan eingefallen sind.
Wenn der Zweck des Buches ist, China und die Chinesen zu verstehen, haben sie diesen nicht voll erfüllt, denn Verstehen ist nur möglich durch eine kritische Auseinandersetzung mit einem Thema. Im Bereich Staat & Politik fehlt sie jedenfalls komplett. Es werden vergeblich immer wieder Chinas katastrophale Erfahrungen mit der Instabilität bemüht. Dass dies eine Tautologie ist, die als Hypothese gänzlich unwiderlegbar ist und mithin als Totschlagargument für alles mögliche herhalten muss, sei geschenkt. Ein Schelm, wer denkt, hier hatte vermutlich jemand Angst, seine Einreiseerlaubnis zu verlieren.
Ich würde vom Kauf insgesamt eher abraten. Lest lieber englischsprachige Literatur zu China.
Ich verstehe nun wirklich besser, wie dieses China funktioniert. Ein wahrer Rundumschlag, den Stefan Baron da hinlegt, mit historischen und geistesgeschichtlichen Grundlagen, die beim Lesen klar machen, warum es ein Problem ist, wenn wir versuchen, aus zentral-mitteleuropäischer Sicht China zu verstehen. Denn es spielt am Ende doch eine Rolle, in welcher Tradition man aufwächst. Das beginnt beim Rechtssystem und der Bedeutung von Gesetzen, Verträgen und der Dritten Gewalt. Und endet nicht bei den Früchten der Aufklärung, aber auch den Traditionen katholischer oder protestantischer Soziallehre. China ist anders, das macht das Buch enorm deutlich. Und wird es wirklich so sein, dass sich der westlich-liberale Lifestyle mit der Öffnung der Chinesen für Handel und kulturellen Austausch durchsetzt? Es spricht nicht sehr viel dafür. Die Bewunderung für das Land und seine Bewohner ist dem Buch anzumerken, und lange beschäftigt sich Baron auch damit, wie das Ausland immer auf China geblickt hat - mal bewundernd, dann zunehmend abschätzig und verächtlich. Und was dieser Blick in China selbst bewirkt hat. Umfassend, umfangreich, spannend und für die Zukunft wirklich wichtig. Ein paar blinde Flecke gibt es. Erklärt mir bitte das chinesische "Sozialsystem" - denn da kann sich viel Sprengstoff ansammeln, wenn Eltern zum einen horrendes Geld für die Ausbildung ihrer Kinder ausgeben müssen, umgekehrt aber auch für das Alter der eigenen Eltern zahlen müssen. Entsteht eine kapitalgedeckte Altersvorsorge? Wie funktioniert das Gesundheitssystem? Und, wenn China zuförderst als außenpolitisch nicht aggressiv geschildert wird: was ist mit Tibet.
So bleiben dennoch Fragen offen. Die Lektüre lohnt sich dennoch sehr.
Liefert super Ueberblick der gesellschaftlichen/politischen Entwicklung Chinas beginnend mit den sich immer abwechselnden Kaiserdynastien. Musste mir eingestehen dass das Bild Chinas in den westlichen Medien sehr verklaert ist. Teils wegen mangelndem Wissens ueber das Land, teils aufgrund unserer westlichen Arroganz in Bezug auf die von uns gepachteten vermeintlich einzigen Wahrheiten Kapitalismus/Demokratie/Multikulti. Die zunehmend im Niedergang begriffenen USA sind mit dem Aufstieg des Schwellenlandes China nicht einverstanden und provozieren, obwohl wirtschaftlich von China ziemlich abhaengig, ohne Ende (auch zusammen mit Japan, Indien). Sollten uns in Zukunft besser/oefter ueber aktuelle Geschehnisse und die wirtschaftliche Entwicklung von China informieren. So wies zurzeit aussieht wird China in den naechsten Jahrzehnten die USA als Hegemon abloesen. Die Themen Umweltverschmutzung und zunehmende Beschneidung der persoenlichen Freiheitsrechte werden nur kurz erwaehnt aber nicht naeher analysiert.
Wenn man die Chinesen verstehen will, ist dies das richtige Buch. Von der Geschichte über die Kultur, Wirtschaft und Politik ist hier alles beschrieben. Die derzeitige Entwicklung der chinesischen Wirtschaft suggeriert nicht "ob" sie die USA irgendwann überholen sondern nur "wann". Wahrscheinlich deswegen ist es eine Pflichtlektüre um zukünftige technologische, wirtschaftliche und politische Ereignisse zu verstehen.
Dieses Buch ist gefühlt 90% objektiv, 10% subjektiv pro-chinesisch verfasst worden. Für Menschen, die im "westen" aufwachsen samt Bildung, Medienlandschaft und Politik, ist dieses Buch eine gute Gelegenheit das Reich der Mitte relativ neutral (oder zumindest aus einer anderen Perspektive) kennenzulernen.
Eine wirklich gute, gelungene Abhandlung über chinesische Kultur, Geschichte, Psychologie und Soziologie. Die Autoren verstehen es geschickt, die Perspektive mal in die eine, dann wieder in die andere Richtung neigen zu lassen, räumen mit Vorurteilen auf und schaffen selbst neue. Alles in allem merke ich nach der Lektüre, wie ich das chinesische Denken und Fühlen besser nachvollziehen kann und sich meine eigene Perspektive auf dieses zuvor so rückständig und ignorant empfundene Volk verändert hat. Vielen Dank für diesen tiefen Einblick in die Denk- und Lebensweise, kurz das Psychogramm dieser Weltmacht.
Great book to get in touch with the Chinese Culture. Reelle well written and very enjoyable to read. The Autor gets all the important detailed together and combining them in a good way!
One of my favorite books. Irreal it while taking Night Trains through China.
Ich war bereits mehrmals selbst in China/Hongkong/Taiwan und kann vieles aus eigener Erfahrung bestätigen. Gute Zusammenfassung vom Lebensstil und der Einstellung vieler Chinesen (Ausnahmen bestätigen oftmals die Regel).
Tiefgreifender Einblick in die Mentalität, Kultur und Politik der Chinesen, verständlich geschrieben und gut zu lesen. Das Buch hat meinen Horizont erheblich erweitert.
Ausgezeichnete Analyse mit viel historischem Hintergrund. Die wirtschaftspolitischen Aspekte kommen dabei nicht zu kurz. Gegen Ende ist der Appell an das Gute im Menschen etwas zu viel des Guten.
Dieses Buch bietet einen Einblick in Chinas Volkspsyche, der praktisch Gold wert ist. Es ist voll mit interessanten Hintergründen, die einem einfach das Verständnis der Menschen und den manchmal merkwürdigen Verhältnissen im Land stark erleichtern. Dazu gehören regionale Unterschiede innerhalb von China: Wusstest Du zum Beispiel, dass man in Nordchina Getreidenudeln ist und in Südchina Reis? Es gab übrigens nie einen südchinesischen Kaiser. Die Südchinesen sind kleiner als die Nordchinesen, weniger aggressiv, aber clevere Händler. Das ist auch heute noch so - deswegen ist Shanghai (Südchina) auch das Wirtschaftszentrum und Peking (Nordchina) das Politzentrum. Achja und Präsident Xi ist übrigens Nordchinese.
Viele Einstellungen und Verhaltensweisen werden nach diesem Buch deutlich verständlicher. Z.B. der extreme Einfluss des Konfuzianismus und die damit einhergehende kollektive Denkweise, insbesondere in Bezug auf die Familie und Eltern.
Für Deutsche ist dieses Buch besonders nützlich, da der Autor deutsch ist und wahrscheinlich ähnliche Dinge erwähnenswert findet, wie Du.
Uneingeschränkte Empfehlung für jeden der ein Interesse an China hat und schon fast ein Must-Read für jeden der schon viel mit Chinesen zu tun hat. Es ist optimal das Buch während einer Chinareise zu lesen.