Als der Dämonenjäger Ryk bei einem Einsatz seine beiden Gefährten an einen Dämon verliert, den es seit Hunderten von Jahren eigentlich gar nicht mehr geben dürfte, schwört er Rache. Währenddessen gelingt es der Gestaltwandlerin Catara, den wegen Mordes an seinem Vater angeklagten Thronprinzen Ishan aus dem Kerker zu befreien. Doch damit beginnen die Probleme für die beiden erst, denn all die dunklen Vorkommnisse sind nur die Vorboten eines drohenden Kriegs, der die Welt der Schwebenden Reiche in ihren Grundfesten erschüttern wird ...
Michael Hamannt lebt in der Nähe von Düsseldorf und schreibt fantastische Romane. Seit über fünfzehn Jahren veröffentlicht er Bücher und Geschichten – u.a. als Michael Borlik – für alle Leserinnen und Leser, die sich gerne von magischen Abenteuern und romantischen Fantasy-Geschichten verzaubern lassen. Er liebt Schottland (seine grünen Hügel und Mythen), ist ein begeisterter Brettspielfan und verschlingt reihenweise Bücher. Denn: »Lesen bedeutet Träumen – und wer wären wir ohne unsere Träume?« Seine größte Schwäche sind Gummibärchen, »Peanut Butter Crunch«-Eis und White Chocolate Mocha. Außerdem ist er verrückt nach Katzen.
Die Reihe "Dämonenkriege" muss sich dem Vergleich mit dem "Dämonenzyklus" von Peter V. Brett stellen und kommt da nicht ganz ran. Trotzdem eine guter Auftakt mit interessanten Ideen, Intrigen und einigen Überraschungen. Das Buch ist zwar kein Meilenstein der Fantasy. aber trotzdem eine kurzweilige Lektüre. Insbesondere das Ende macht dann auch Lust darauf, die Fortsetzung zu lesen...
Wer Fantasyromane mag, in dem es neben Spannung, magischen Geschöpfen und Intrigen, auch jede Menge Tempo gibt, der ist mit dieser Reihe sicherlich sehr sehr gut bedient.
Ich selbst habe das Buch für eine Freundin angefragt, die es dann doch nicht lesen konnte und obwohl es nicht mein Genre ist, habe ich versucht mir diesen Reihenauftakt unvoreingenommen zu Gemüte zu führen.
Es ist ein sehr komplexes Werk, das aus mehreren Perspektiven erzählt wird. Es gibt Dämonen, Gestaltwandler und andere magische Figuren, eine Fehde, reichlich Action, dezenten Humor und jede Menge Spannung. Dennoch war es für meinen Geschmack zu fantastisch und zu wenig romantisch, um mich bei der Stange halten zu können und ich habe diesen doch recht dicken Wälzer vorzeitig abgebrochen. Weils einfach nicht mein Genre war.
paar frische Ideen und Phantastik, doch großteils ein Aufguss altbekannter FantasyFormeln. Bis auf Catara Keesa, eine gestaltwandlerische Kannibalin, haben die Figuren keinen Biss und so bleibt der Roman Durchschnittskost.
Zur Geschichte: Der Klappentext erzählt nicht viel, aber das ist gut so, denn so wird man noch überrascht. Um die Überraschung nicht zu ruinieren, will ich gar nicht viel zur Geschichte sagen.
Was ich sagen kann, ist, dass ich gut in die Geschichte reingefunden habe, was bei diesem Genre bei mir nicht immer der Fall war. Aber ich war sofort gefangen von der Geschichte. Ich hatte nie Problem, der Handlung oder den Charakteren zu folgen. Die erfundene Welt ist sehr gut beschrieben. Um sich zurechtzufinden, helfen auch die beiden Karten, die vorne und hinten im Buch sind. Ich finde es ja immer toll, wenn Karten dabei sind. Was mir besonders gefällt, ist die Einfachheit der Karten. Sie sind nicht so überladen, dass man erst eine halbe Stunde draufstarren muss, um die gesuchte Ortschaft zu finden 😀
Unter den Kapiteln findet sich immer eine Ortsangabe, was ebenfalls zur Orientierung beiträgt. Das Buch ist in drei Teile aufgeteilt, die auch Überschriften tragen und einen kurzen Textabschnitt enthalten, was sehr gut passt und mir wirklich gefallen hat. Mit seinen über 700 Seiten ist es auch nicht gerade dünn, deshalb fand ich die Unterteilung sehr passend.
Die Geschichte hat mich von Anfang an gefesselt, sie war nie langweilig. Auch gerade das Ende hat mich sehr überzeugt und macht Lust auf den zweiten Teil. Es endet nämlich mit einem fiesen Cliffhanger, was ich eigentlich nicht so mag. Aber es ist nun man etwas, das gerne gemacht wird. Die Auflösung hat mich überrascht, zu keinen Zeitpunkt hätte ich damit gerechnet, dass das Buch diese Wendung nimmt. Also sehr gut gemacht!
Zu den Charakteren: Wie der Klappentext schon sagt, gibt es vier Hauptcharaktere, die unterschiedlicher nicht sein könnten.
Einerseits Ryk, der Dämonenjäger. Ich muss sagen, er hat mir von allen am besten gefallen. Er hat teilweise eine eher ruppige Art, aber ich fand ihn von Anfang an sympathisch und man kann sich gut in ihn hineinversetzen. Besonders auch, als man seine Geschichte erfährt.
Dann gibt es Ishan, den Prinzen, der wegen Mordes im Kerker sass und von Catara, der Assassine, befreit wird. Er wirkt manchmal wie ein naiver Bursche, der noch nicht viel Ahnung vom Leben hat, aber das macht ihn sympathisch, ausserdem ist er auch erst achtzehn Jahre alt, da passt das gut zu ihm. Ich konnte ihn auf jeden Fall sofort gut leiden.
Catara ist der wohl interessanteste Charakter des Buches. Ich will nicht spoilern, wieso das so ist, aber sagen wir einfach, sie ist eine wirklich sehr aussergewöhnliche Assissine, die einem aber auch ans Herz wächst. Ihre Geschichte hat mich sehr fasziniert und ich bin gespannt, wie es mit ihr weitergeht. Dem Autor ist mit Catara einer der spannendsten Charaktere gelungen, die ich je in einem Buch angetroffen habe.
Und zu guter Letzt gibt es nach Kela, die Halbdämonin. Ich mag ihren Humor und die Wortgefechte zwischen ihr und Ryk waren einfach herrlich 😀
„Ryk Vangur“, wiederholte Kela, die vor dem Dämonenjäger Aufstellung bezogen hatte. „Dass du es überhaupt wagst, mir unter die Augen zu treten.“ Daraufhin rammte sie ihm die Faust in den Magen. „Du stinkst bestialisch“, fauchte sie. „Hättest dich wenigstens vorher waschen können.“
Seite 361
Alles in allem lässt sich sagen, dass in diesem Buch wirklich gelungene Charaktere vorkommen, die alle in ihrer Art und Weise interessant sind. Für mich sind alle, auch die Nebencharaktere, perfekt ausgearbeitet, sodass man wirklich mit ihnen mitfiebert und sich fragt, wie es mit ihnen weitergeht. Ich habe ihre Geschichten gerne verfolgt und mich immer gefreut, etwas Neues über sie zu erfahren.
Zum Schreibstil: Das Buch wird aus den verschiedenen Sichten der Haupt- und Nebencharakteren erzählt. So bekommt man von allen die Gefühle und Gedanken mit, was mir immer sehr gut gefällt. Hier ist es ausserdem wirklich gut gemacht.
Der Schreibstil des Autors hat mich sofort gefesselt. Es wurde nie langweilig. Besonders die Unterhaltungen haben mir sehr gefallen, weil viel Witz darin liegt. Auf jeden Fall war mir schnell klar, dass ich gerne weitere Bücher des Autors lesen möchte!
Fazit: Ein Buch, das mich positiv überrascht hat. Es ist spannend, gut geschrieben, mit perfekt ausgearbeiteten Charakteren, deren Geschichte man gerne liest. Ich kann es nur jedem empfehlen, der gerne Fantasy liest, sich gerne mit neuen Welten anfreundet und nicht vor vielen Seiten zurückschreckt 😀 Es lohnt sich!
Einmal Dämonen in voller Ladung bitte! In diesem Buch ging es drunter und drüber. Die volle Ladung an Intrigen, abscheulichen Wesen und Kämpfen. Nur alles spielend in einer Dämonenwelt. Drei Handlungsstränge werden in diese Buch verfolgt und obwohl alle miteinander verwoben und doch sehr komplex sind, konnte man den Geschehnissen gut folgen und kann sich auch nach Lesepausen noch an die Zusammenhänge erinnern. Je weiter das Buch voran schritt, desto mehr Geschichte kam zu Tage, aus den alten Dämonenkriegen. Das gibt dem Buch einen Hintergrund, ohne den die Geschichte nur halb so interessant wäre. Die Auseinandersetzungen, Konflikte und Taten der Charaktere waren spannend, brutal und schonungslos. Wer mich kennt, der weiß, dass ich es liebe, wenn Autoren ihre Charaktere nicht mit dem Samthandschuh anfassen. Denn nur so hält sich der Spannungsbogen und es kommt nicht dieses „dem passiert eh nichts“- Gefühl auf. Nur bei einem Charakter hatte ich leider dieses Gefühl, obwohl ich mir hier wiederum nicht sicher bin, ob sich das im Folgeband nicht ändern wird. Zugegeben: Die Geschehnisse kamen bei Weitem nicht alle überraschend und einige Wendungen hätte man wahrscheinlich erahnen können, aber dafür waren diese Szenen gelungen umgesetzt. Aber vielleicht war gerade dies der Punkt, warum ich doch relativ lange an dem Buch gesessen habe. Es gab kaum undurchschaubare Twists, dessen Lösung man unbedingt herbei sehnt und deshalb das Buch nicht beiseite legt. Dennoch werden einem in diesem Buch so viele Happen zugeworfen, dass ich unbedingt den Folgeband noch lesen möchte. Denn dort scheinen viele Twists und Konflikte auf mich zu warten.
Charaktere
An den Charakteren gefielen mir vor allem die verschiedenen Rassen. Jede Person, aus dessen Sicht man lesen konnte, hatte andere besondere Fähigkeiten oder eine individuelle Vergangenheit, die mich neugierig machte. Vor allem die Gestaltwandlerin Catara hatte viel zu bieten. Ihre Vergangenheit ist interessant und während ihrer Mission erlebt man schaurige, mystische und kämpferische Szenen. Sie erlebt das Meiste und kann vor allem mit Action dienen, während die anderen Charaktere mehr die Geschichte an sich vorantrieben. Man konnte die Entwicklung bei jedem deutlich spüren. Vor allem war bei niemanden eine Jetzt-Auf-Gleich-Entwicklung. Alles mit der Zeit.
Schreibstil & Sichtweise
Der Schreibstil macht neugierig. Auch wenn ich nicht so durch die Seiten raste, war ich doch neugierig, was auf mich wartete, wenn ich umblätterte. Der Autor beschreibt sehr intensiv, ohne zu viel ins Detail zu gehen. Geschrieben wurde das Buch in erster Linie aus drei verschiedenen Perspektiven in der dritten Person. Ab und zu wurde aber auch ein Kapitel aus einer komplett anderen Sicht eingeschoben, wodurch die Geschichte abgerundet wurde.
Cover & Titel
Um ehrlich zu sein, bin ich mir nicht einmal so sicher, welche Szene auf dem Buchcover gezeigt wird. Es könnte die allerletzte Szene sein und wäre somit ein Übergang zum Folgeband und nicht gerade aussagekräftig für dieses Buch selbst. Dennoch ist es ein kleiner Eye-Catcher durch die dunklen, flammenden Farben. Tatsächlich dachte ich zuerst, dass das umgedrehte I im Titel die Nummer des Romans darstellen soll, merkte aber, dass es bei dem Folgeband nicht so ist. Das war ein wenig schade, denn jetzt bin ich mir nicht mehr sicher, warum dieses I dort ist. Auch der Titel ist nicht ganz passend. Die Dämonenkriege sind schon alle vorbei und auch, wenn sie eventuell ein Dritter anbahnt, – was jedoch in diesem Buch noch nicht so relevant ist – so ist ja momentan noch keiner im Gange. Man könnte es nur so auslegen, dass noch immer gegen die Dämonen gekämpft wird.
Zitat
„Doch auch ein Kleinkind kann ein Feuer entfachen, wenn man ihm alchemistische Zündelhölzer in die Hände drückt. Es bedeutet aber längst nicht, dass es deshalb auch die Natur des Feuers begriffen hätte.“ – Seite 669
Fazit
Ein Fantasy-Roman mit einem packenden und relativ nicht gängigem Thema. Definitiv wert gelesen zu werden, auch wenn ich vom Folgeband noch eine Prise mehr erwarte.
1000 Jahre hielten die Opferschilde um die Schwebenden Reiche, die Zauberer als Bollwerk gegen die Dunkelheit schufen. Doch ihr magisches "Mauerwerk" bröckelt und erneut hält eine Welle der Düsternis auf die Schwebenden Reiche zu. 1000 Jahre Frieden ließen der Menschen Vorsicht ihrer Gier nach Macht weichen. Sie haben die blutgetränkte Erde des Krieges vergessen.
Ryk ist kein gewöhnlicher Magier, er ist ein Dämonenjäger. An diesem Tag wird er alle seiner 5 Gaben brauchen. Magische Disziplinen, die kaum noch jemand beherrscht. Sieben Holzfäller ziehen in den Wald und nur Einer kommt halbtot zurück, sein Überleben ist wie eine Herausforderung, eine Einladung für Ryk und seine Gefährten, Coor und Jailar. In schweigender Übereinkunft brechen sie auf, um der Ursache auf dem Grund zu gehen. Gerüstet mit geweihten Messern und Armbrüsten folgen sie der Spur des frischen Kupfergeruchs und stoßen auf ein Bildnis des Schreckens. Ein grausames Gemetzel hat hier stattgefunden, keine Leichenteile - nur noch Fetzen.
Ein Schrei, ein Gurgeln..und dann nichts mehr. Der Bestien sind es zu viele. Wo sind die Gefährten? Ryk schickt seinen Geist auf die Suche und wird von einer starken Gegenmacht blockiert, seine Sinne fühlen nicht, was plötzlich hinter ihm steht. Ein uralter Dämon, ein Humanos, baut sich in all seiner häßlichen Größe vor ihm auf. Wahrhaftig und doch unmöglich, wie hat es der Dämon geschaft in die abgeschirmten Reiche einzudringen? Dieses nackte Ungeheuer ist das Versprechen auf eine düstere Zukunft. Sein Hass und seine Blutgier wird wie eine Feuer-Phalanx über die die Erde tosen.
Wunderbare Fantasy-Vielfalt: Berserker und Löwen-Dämonen, Blutgeneräle und schwarze Wächter, Gestaltwandler und Fluchbringer, Rebellen, Dämonenkrieger und Chronisten, Kronprinzen samt Intrigen und Hofstaat-Hierachie. Die Schwebenden Reiche sind ein perfektes Universum an tollkühnen Abenteuern und ihren Helden. Ein spannender High-Fantasy Rausch zum Schwelgen. Eine Geschichte mit starker atmosphärische Dichte. Intelligente Unterhaltung. Sehr empfehlenswert! Ich freue mich schon auf die Dämonenkrieg-Fortsetzung: Dunkelkönig. Das Buch hat eine tolle Ausstattung, mit Karte und ausführlichem Glossar.
Nach zwei Dämonenkriegen, die bereits über zweitausend Jahre zurücklagen, wäre die Menschheit fast ausgerottet und die Erde vernichtet worden. Aus diesem Grund entstand das Schwebende Reich, was von den Dämonen durch eine magische Barriere abgegrenzt wurde. Immer wieder schafften es trotzdem kleinere Dämonen über die Barriere zu gelangen. Ryk ein ausgebildeter Dämonenjäger kämpfte gegen sie an. Auf einer Jagd trafen er und seine Freunde jedoch auf einen Dämon, den es seit über 400 Jahren nicht mehr auf ihrer Seite geben dürfte. Bei dem Angriff wurde Ryk schwer verletzt und kam fast ums leben. Vier Monate dauerte seine Genesung, zu lange um den Dämon noch finden zu können. Er wollte ihn alleine zur Strecke bringen und sagte seinen Kollegen aus Stolz nicht, was sich zugetragen hatte. Ein Fehler.
Die Geschichte hat mich von der ersten Seite in ihren Bann geschlagen. Sie wird aus vier verschiedenen Handlungssträngen erzählt, die mehr oder weniger später zusammen laufen. Die Welt ist sehr vielseitig und schön beschrieben. Der Klappentext ist einfach spannend. Vier Personen, die das Reich retten: Ryk, der Dämonenjäger ist ein Einzelgänger. Prinz Ishan wird hereingelegt. Er ist auf der Flucht und muss erfahren, wie es ist ganz tief zu fallen ohne Luxus und Bedienstete zu leben. Catara ist für mich die beste Charaktere. Eine Dämonin, die sich auf ekelige Weise in jeden Menschen verwandeln kann, schwor der Königin die treue. Sie war ihr Assassine. Auf ihrer Mission allerdings kommt sie ins Wanken, ob ihre Aufträge so richtig sind. Kela ist halb Mensch, halb Dämon ein Halbblut die Dämonen aufspüren kann. Ryk sucht sie, um sie um Hilfe zu bitten. Aber sie hatten eine brisante Vergangenheit zusammen und macht die Zusammenarbeit schwierig.
Ich freue mich schon auf den zweiten Teil, der im Januar erscheinen wird. Trotzdem bekommt das Buch einen Stern Abzug von mir. 4 von 5 Sternen. Ab ca. Seite 500 zog die Geschichte sich ein wenig und ich fand, das Ende … Ich war etwas traurig und schockiert kann man sagen. Das Ende hat einen großen Cliffhanger. Das Cover fand ich nicht so ansprechend muss ich gestehen. Ich bin ein Coverkäuferin, aber der Klappentext machte mich so neugierig, dass ich das Buch unbedingt lesen wollte.
Die Story ist fesselnd und die Welt ist interessant und lebhaft gestaltet. Durch den Wechsel der Perspektiven zwischen den Vier Hauptcharakteren lernt man einiges und kann viele Schlüsse ziehen, da man auf einige Situationen eben mehr als nur eine Perspektive kennenlernt. Der Cliffhanger am Ende hat definitiv Lust auf Teil 2 gemacht.
Zur Geschichte: Der Klappentext erzählt nicht viel, aber das ist gut so, denn so wird man noch überrascht. Um die Überraschung nicht zu ruinieren, will ich gar nicht viel zur Geschichte sagen.
Was ich sagen kann, ist, dass ich gut in die Geschichte reingefunden habe, was bei diesem Genre bei mir nicht immer der Fall war. Aber ich war sofort gefangen von der Geschichte. Ich hatte nie Problem, der Handlung oder den Charakteren zu folgen. Die erfundene Welt ist sehr gut beschrieben. Um sich zurechtzufinden, helfen auch die beiden Karten, die vorne und hinten im Buch sind. Ich finde es ja immer toll, wenn Karten dabei sind. Was mir besonders gefällt, ist die Einfachheit der Karten. Sie sind nicht so überladen, dass man erst eine halbe Stunde draufstarren muss, um die gesuchte Ortschaft zu finden 😀
Unter den Kapiteln findet sich immer eine Ortsangabe, was ebenfalls zur Orientierung beiträgt. Das Buch ist in drei Teile aufgeteilt, die auch Überschriften tragen und einen kurzen Textabschnitt enthalten, was sehr gut passt und mir wirklich gefallen hat. Mit seinen über 700 Seiten ist es auch nicht gerade dünn, deshalb fand ich die Unterteilung sehr passend.
Die Geschichte hat mich von Anfang an gefesselt, sie war nie langweilig. Auch gerade das Ende hat mich sehr überzeugt und macht Lust auf den zweiten Teil. Es endet nämlich mit einem fiesen Cliffhanger, was ich eigentlich nicht so mag. Aber es ist nun man etwas, das gerne gemacht wird. Die Auflösung hat mich überrascht, zu keinen Zeitpunkt hätte ich damit gerechnet, dass das Buch diese Wendung nimmt. Also sehr gut gemacht!
Zu den Charakteren: Wie der Klappentext schon sagt, gibt es vier Hauptcharaktere, die unterschiedlicher nicht sein könnten.
Einerseits Ryk, der Dämonenjäger. Ich muss sagen, er hat mir von allen am besten gefallen. Er hat teilweise eine eher ruppige Art, aber ich fand ihn von Anfang an sympathisch und man kann sich gut in ihn hineinversetzen. Besonders auch, als man seine Geschichte erfährt.
Dann gibt es Ishan, den Prinzen, der wegen Mordes im Kerker sass und von Catara, der Assassine, befreit wird. Er wirkt manchmal wie ein naiver Bursche, der noch nicht viel Ahnung vom Leben hat, aber das macht ihn sympathisch, ausserdem ist er auch erst achtzehn Jahre alt, da passt das gut zu ihm. Ich konnte ihn auf jeden Fall sofort gut leiden.
Catara ist der wohl interessanteste Charakter des Buches. Ich will nicht spoilern, wieso das so ist, aber sagen wir einfach, sie ist eine wirklich sehr aussergewöhnliche Assissine, die einem aber auch ans Herz wächst. Ihre Geschichte hat mich sehr fasziniert und ich bin gespannt, wie es mit ihr weitergeht. Dem Autor ist mit Catara einer der spannendsten Charaktere gelungen, die ich je in einem Buch angetroffen habe.
Und zu guter Letzt gibt es nach Kela, die Halbdämonin. Ich mag ihren Humor und die Wortgefechte zwischen ihr und Ryk waren einfach herrlich 😀
„Ryk Vangur“, wiederholte Kela, die vor dem Dämonenjäger Aufstellung bezogen hatte. „Dass du es überhaupt wagst, mir unter die Augen zu treten.“ Daraufhin rammte sie ihm die Faust in den Magen. „Du stinkst bestialisch“, fauchte sie. „Hättest dich wenigstens vorher waschen können.“
Seite 361
Alles in allem lässt sich sagen, dass in diesem Buch wirklich gelungene Charaktere vorkommen, die alle in ihrer Art und Weise interessant sind. Für mich sind alle, auch die Nebencharaktere, perfekt ausgearbeitet, sodass man wirklich mit ihnen mitfiebert und sich fragt, wie es mit ihnen weitergeht. Ich habe ihre Geschichten gerne verfolgt und mich immer gefreut, etwas Neues über sie zu erfahren.
Zum Schreibstil: Das Buch wird aus den verschiedenen Sichten der Haupt- und Nebencharakteren erzählt. So bekommt man von allen die Gefühle und Gedanken mit, was mir immer sehr gut gefällt. Hier ist es ausserdem wirklich gut gemacht.
Der Schreibstil des Autors hat mich sofort gefesselt. Es wurde nie langweilig. Besonders die Unterhaltungen haben mir sehr gefallen, weil viel Witz darin liegt. Auf jeden Fall war mir schnell klar, dass ich gerne weitere Bücher des Autors lesen möchte!
Fazit: Ein Buch, das mich positiv überrascht hat. Es ist spannend, gut geschrieben, mit perfekt ausgearbeiteten Charakteren, deren Geschichte man gerne liest. Ich kann es nur jedem empfehlen, der gerne Fantasy liest, sich gerne mit neuen Welten anfreundet und nicht vor vielen Seiten zurückschreckt 😀 Es lohnt sich!
Ich weiß gerade gar nicht wo ich anfangen soll, aber das Buch hat mich einfach nur umgehauen. Ich habe lange nicht mehr so eine gute Highfantasy Geschichte bzw. so einen guten Auftakt gelesen. Es stehen überwiegend Ryk, Kela, Catara und Ishan im Vordergrund, die mir im Laufe sehr anders Herz gewachsen sind, ganz besonders Ishan ist einfach total toll und macht so eine geniale Entwicklung im Laufe der Geschichte durch. Sie waren sehr gut ausgearbeitet und unterschiedlich wie Tag und Nacht, doch das hat mir sehr gut gefallen. Die Vier waren nicht nur Marionetten und statisch, sondern wirkten so lebendig und eigenwillig! Das hat mir auf jeden Fall sehr gut gefallen. Auch die Handlung hält mehr als nur ein paar Überraschungen für uns Leser bereit. Der Autor schafft es durch seinen grandiosen Schreibstil die Spannung und Anspannung immer oben zu halten. Ich konnte das Buch nicht mehr zur Seite legen und musste unbedingt erfahren, wie es weitergeht und was noch alles passieren wird. Die Perspektivenwechsel waren an manchen Stellen echt fies gesetzt, aber dadurch bin ich erwartungsvoll an der Geschichte dran geblieben. Die Weltengestaltung war sehr facettenreich und detailverliebt, was mir in dem Highfantasy Genre sehr wichtig ist. Die Länder waren sehr unterschiedlich, aber dennoch sehr gut beschrieben, aber zum Glück nicht zu sehr ausgeschmückt wie ala Tolkien. Die Atmosphäre und das Ende waren prickelnd und einfach nur genial. Mit dieser Wendung am Ende habe ich nicht gerechnet und ich kann es kaum erwarten den zweiten Band in meinen Händen halten zu dürfen! Insgesamt kann ich "Die Dämonenkriege" nur empfehlen, ganz besonders Leser, die nach toller Highfantasy suchen, werden hier fündig. Die Seiten merkt man kaum, aber für Leser, die sich nicht so viele Dinge oder Handlungsstränge merken können, ist dieses Buch nicht unbedingt geeignet, weil sehr viele Stränge aufgegriffen und miteinander verknüpft werden. Manche Erkenntnisse werden zunächst auch nicht offen dargelegt, sondern der Leser muss mitdenken. Mir gefällt das und ich hatte auf jeden Fall meinen Spaß an diesem grandiosen und fulminanten Werk!!!
Flüssig geschriebenes und unterhaltsames Buch. Die Idee hinter Catara (und Catara selbst) haben mir sehr gut gefallen. Ansonsten fand ich, dass die Figuren in ihrem Verhalten alle sehr jung wirkten, sodass ich leider nicht zu 100% eine richtige Bindung aufbauen konnte. Das Buch hätte, für meinen Geschmack, noch sehr gut einen Charakter wie Corr vertragen - einen etwas älteren erfahrenen Krieger, der Gelassenheit und Autorität ausstrahlt - das wäre noch das i-Tüpfelchen gewesen. Ansonsten aber auf jeden Fall ein empfehlenswertes Buch!