Eine Sammlung interessanter Erzählungen und Anekdoten, die Kaminer stets mit Russland verbindet. Dabei lässt sich viel Kritik an dem aktuellen Regime und auch an der Sowjetunion finden, die meistens auch sehr gut mit der Rahmenhandlung der jeweiligen Erzählung verbunden wird. Allerdings ist das nicht bei jeder Erzählung der Fall, manche Vergleiche und Gedanken wirken etwas kontextlos und deplatziert, weil sie so gar nicht zu der Erzählung passen scheinen.
Nichtsdestotrotz ist dies eine sehr unterhaltsame und lehrreiche Lektüre, die vieles in Worte gefasst und erklärt hat, was mir durch und an meinen aus der ehemaligen Sowjetunion stammenden Eltern aufgefallen ist.
3,5 ⭐️ Das Buch erzählt in kleinen oft auch lustigen Geschichten Russlands Geschichte. Es hat mich unterhalten, allerdings manche Geschichten mehr als andere.
Wie ticken die Russen? Der Autor von "Russendisko" gibt hier in vielen lustigen aber auch tiefgründigen Kurzgeschichten einen guten Einblick. Der russische Präsident, mit seine Führungsriege die er aus seinem Judoclub, Kleingärterverein und unter seinen früheren Dresdner KGB-Kollegen rekrutiert hat, spielt hier eine zentrale Rolle. Auch die Deutschen, die auch noch auf dem Weg zur Revolution ein gültiges Straßenbahnticket lösen, kommen hier nicht unbeschadet weg. Das Buch wird sicherlich nicht mein letztes von Wladimir Kaminer sein.
Ich kannte Kaminer vorher gar nicht, aber die Geschichten und Anekdoten, die in Goodbye, Moskau versammelt sind, lesen sich gut und witzig weg. Es sind dabei aber meist Geschichten, die ihm, Freunden oder Verwandten passiert sind - daher ist der Untertitel des Buchs nicht ganz passend? Ich mochte Kaminers Art auf jeden Fall und mag gerne noch mehr von ihm lesen!