Vincent van Gogh ist im öffentlichen Bewusstsein vor allem als unverstandener Einzelgänger mit tragischem Ende gegenwärtig. Dabei hat die kunsthistorische Forschung diese und viele andere romantische Legenden in den vergangenen Jahren zweifelsfrei widerlegt. Van Gogh kämpfte erfolgreich um seine künstlerischen Fähigkeiten, suchte intensiv den Austausch mit der Avantgarde seiner Zeit und genoss das Ansehen seiner Malerfreunde.
Die Entwirrung von Wirklichkeit und Mythos bei einer Person ist nicht immer einfach, trotzdem unternimmt dieses Buch bei van Gogh den Versuch.
Das Leben des Künstlers wird vor allem anhand erhaltener Briefe zwischen ihm und seinem Bruder rekonstruiert und mit verschiedenen Mythen aufgeräumt.
Es wird sachlich und neutral das Bild eines Menschen gezeichnet der Zeit seines Lebens nicht wusste wer er ist und daraus resultierend sehr unglücklich war. Der Kunsttheoretische Aspekt nimmt hier nur einen minimalen Teil ein.
An sich eine gute Monografie, aber irgendwas hat mir gefehlt. Ich kann nur nicht sagen was, irgendwie hat es sich unvollständig angefühlt.