Vor dem Amsterdamer Hauptbahnhof klafft eine Baugrube. Auf dem schmalen Steg davor begegnen sich zwei Frauen. Schreiend beginnt die jüngere auf die ältere einzuschlagen, bis diese in die Grube stürzt und den Tod findet. Seit ihrer Kindheit hat Marie Lina den Gedanken an Rache im Herzen getragen, an diesem Tag bricht er sich Bahn. Marie Linas Mann ist Vogelvertreiber am Flughafen, sie führen eine gute Ehe. Die tiefe Wut seiner Frau aber kann er nicht vertreiben. Warum hat Marie Linas Mutter einst einen Mord gestanden, den sie nicht begangen hat? Von Vögeln und Menschen ist ein Roman über drei starke Frauen – spannend, dicht und unglaublich raffiniert erzählt.
Margriet de Moor was born in Noordwijk, the Netherlands, in 1941. She comes from a Catholic family with many children and grew up with nine siblings, six of them girls. The theme of sisterhood was to become a common theme in her work. She studied Piano and Song at the Royal Conservatory of The Hague, and was especially interested in the music of avant-garde composers such as Schönberg, Satie and Debussy. She began to appear regularly on stage as a solo singer from 1968 onwards. Ten years later she resumed her studies again, this time in Art History and Archaeology at the University of Amsterdam.
Following her marriage to the sculptor Heppe de Moor she founded an art salon in 's-Graveland, near Amsterdam, in 1984. She made films and video portraits of the artists involved in the salon. One year later she began to write prose, which from the outset displayed a complex structure and atmospheric density. In 1988 de Moor's first volume of short stories appeared, »Op de rug gezien« (t: Back views), which was awarded the Gouden Ezelsoor for best selling first work. She achieved international recognition with her first novel, »Eerst grijs dan wit dan blauw« (1991; Eng. »First Grey, then White, then Blue«, 1994), which has been translated into eleven languages to date. The murder of a young woman, who disappeared years ago, is reconstructed from the perspectives of three different people.
Her musical preferences have always been modern, as is also true of de Moor's literary tastes, which include avant-garde stylists such as Beckett, Borges and Ionesco. »My creative thought is wrought from musical forms, yet I will never try to translate a specific musical form directly into literature.« In her work she is often preoccupied – against the backdrop of historical events and epochs – with the fateful powers which rail against human strivings to control life. Thus music and love are recurring themes. »De Virtuoos« (1993; Eng. »The Virtuoso«, 1996) concerns a woman's love for a castrato in 18th Century Naples. »Hertog van Egypte« (1996; Eng. »The Duke of Egypt«, 2001), similarly, describes the love story of an unusual couple, in this case between a gypsy and a female farmer, who get married in the sixties.
In her novel, »De verdronkene« (2005; t: The drowned), recently translated into German, de Moor tells the story of the flooding of the southwest province of Zeeland in 1953. The destiny of two sisters with similar looks is played out, as they switch roles on the day of the catastrophe itself. Thus one sister dies at the place where the other sister was meant to be.
De Moor has been awarded many prizes, including the Lucy B. en C.W. van der Hoogtprijs and the Ako Literature Prize. She lives in Amsterdam.
Eigentlich wollte ich einen Amsterdam-Roman lesen, aber außer dem zweiten Mord (am Amsterdamer Bahnhof), spielt der Roman hauptsächlich in kleineren Orten, westlich von Amsterdam gelegen.
Ich habe die Geschichte dennoch gerne gelesen: Die beiden Verbrechen geschehen so unspektakulär, dass es einen verwundert und die beiden Täterinnen werden einem, wenn nicht sympathisch, so doch verstehbar. Das liegt unterem an den Zeit- und Perspektivwechseln, die insbesondere anfangs etwas irritieren, an die man sich aber schnell gewöhnt.
Die kühle, ruhige Erzählweise trägt dann auch dazu bei, dass man die teils doch recht von der Norm abweichenden Beziehungen, die geschildert werden, gelassen hinnimmt.
Die Geschichte fing vielversprechend an - aber letztendlich bin ich mit de Moors Schreibstil leider nicht warm geworden. Bisweilen fand ich es sogar verwirrend und musste Passagen zweimal lesen, um sie zu verstehen. Sowas strengt mich dann schon etwas an, da blieb die Lesefreude auf der Strecke. Das Ende habe ich als etwas seltsam empfunden...
Drie magere sterren. Ik heb nu in korte tijd twee boeken van Margriet de Moor gelezen en ik denk dat het gewoon niet helemaal mijn schrijfster is. Bij beide had ik een beetje hetzelfde. De premisse is enorm intrigerend -zo origineel!-, maar de uitwerking pakt me dan totaal niet. Het was allemaal fine : de personages waren fine , het taalgebruik was fine , de pace was fine , maar niks pakte me echt. Ik weet niet helemaal goed waar het aan ligt. Misschien omdat de karakters heel anders reageren op dingen dan ik zou verwachten of me zou kunnen voorstellen, dus dat het dan allemaal niet helemaal lijkt te kloppen... ofzo... Ik weet het niet helemaal. Maar dit is de laatste van De Moor voor mij.
Um das ganze Ausmaß dieser Geschichte und vor allem der Frage „Warum gesteht Louise Berman einen Mord, den sie nicht begangen hat?“ zu begreifen, hilft es vielleicht, sich vor Augen zu halten, dass z. B. in den USA in über 25% aller Fälle, in denen die Beschuldigten teilweise nach langen Haftstrafen durch DNA-Analysen entlastet werden konnten, ein falsches Geständnis vorlag. Gut, wir sind hier in den Niederlanden, aber die Zahlen dürften ähnlich sein. Warum machen Menschen falsche Geständnisse? Weil sie dazu gedrängt werden, weil sie psychisch und physisch unter Druck gesetzt werden, weil sie in eine aussichtlos erscheinende Lage gebracht werden, in der eine kurzfristige Hoffnung („Du darfst dann deinen Mann anrufen“) so viel mehr wert zu sein scheint als die langfristigen Konsequenzen, für die in diesem Moment gar nicht die Kapazität besteht, über sie nachzudenken. Louise Bergman stand dazu unter Drogen (nämlich ihrer Schlaftablette) als ihr suggeriert wurde, sie habe den Mord begangen; sie dürfte die bildreichen Ausführungen der Polizei zumindest vorübergehend tatsächlich als real von ihr ausgeführt verinnerlicht haben. Menschen, die psychisch labil und unsicher sind, lassen sich nochmals leichter zu einem falschen Geständnis überzeugen. Louise Bergman dürfte dem typischen Bild des Opfers von suggestiven Befragungen entsprechen. Auch ist es eine Tatsache, dass viele Beschuldigte ihr ursprüngliches Geständnis zurückziehen, wenn sie nämlich ausgeruhter sind, eine Nacht endlich wieder schlafen konnten, etwas essen konnten. Und dass bei dem Richter und auch der Gesellschaft trotzdem der Zweifel bleibt und die Verurteilung stattgefunden hat: Wer gesteht denn einen Mord, wenn sie ihn nicht begangen hat? Jeder Leser, und ich eingeschlossen, mit einer hohen Wahrscheinlich unter extremen Bedingungen… alleine um diese Tatsache bekannt zu machen, ist es großartig, dass es diesen Roman gibt.
Margriet de Moor schreibt mit einer Eindringlichkeit, die ich so nur selten gespürt habe. Vor allem Szenen, die persönliche Erinnerungen in mir wachriefen, haben mich mit einer Lebendigkeit und einer schmerzhaften Wahrhaftigkeit berührt, als ob Margriet de Moor sie nur für mich und aus meiner Erinnerung heraus geschrieben habe. Sie beschreibt eigentlich wenig detailreich, und doch stand ich in jeder Szene, jedem Moment, bei jedem Gespräch mittendrin und konnte mich in jedes Gefühl hineinversetzen.
Ach, und das Kapitel „Pietà“? Ist das aus einem anderen Buch hier fälschlicherweise hineingerutscht? Das habe ich nicht verstanden, überhaupt nicht.
„Es gibt solche und solche Wut. Manchmal hat man eine, die heranwächst. Die immerzu um eine Geschichte kreist, die tatsächlich geschehen ist, die nie eine Sättigung erfährt, sondern eines Tages erwachsen wird und sich auf die Suche nach den harten Fakten macht.“
Mein erster Gedanke war "schon wieder ein Vogelvertreiber". Vielleicht lese ich zu viele Bücher, die in den Niederlanden spielen, denn das ist schon das dritte Buch, in dem ein Vogelvertreiber vorkommt.
Mein zweiter Gedanke war, dass Lina und ihre Mutter ein seltsames Verhältnis haben. Ich habe den Eindruck, dass die Tochter im Leben ihrer Mutter nur die zweite Rolle spielt. Der Ehemann und Vater ist die wichtigste Person, danach kommt lange nichts. Das kann für Lina keine schöne Kindheit gewesen sein. Warum sich Mutter und Tochter so fremd waren, habe ich aus der Geschichte heraus nicht erkennen können.
Deshalb finde ich es auch fast schon seltsam, dass sich Lina an der Frau rächt, wegen der ihre Mutter ins Gefängnis gekommen ist. Denn ich hatte nicht den Eindruck, dass sie bei ihrer Mutter wirklich glücklich war, deshalb hat ihr die Mörderin auch nicht viel wegnehmen können.
In ihrer eigenen Familie ist es ganz anders: Lina und ihr Mann sind ein glückliches Ehepaar und lieben beide ihren Sohn gleichermaßen. Er scheint durch die Ereignisse auch nicht traumatisiert zu sein. Ob es daran liegt, dass er bei seinem Vater und auch seiner Mutter so viel Hals zu bekommen scheint?
Es scheint nicht viel zu passieren in dem Buch. Das stimmt natürlich nicht, aber Margriet de Moor erzählt die Geschichte so ruhig, dass ihr jede Dramatik genommen wird. Sie fehlt mir nicht, aber trotzdem wirkt Von Vögeln und Menschen auf mich unvollständig, ohne dass sich sagen kann, woran es liegt.
Een vrouw bekent in wanhoop een moord die ze niet begaan heeft. Haar dochter zint haar hele leven op wraak. De gelegenheid dient zich aan en leidt tot een tweede moord.
Dat is de rode draad in dit boek waarin via allerlei fragmenten en betrokken personages een soort netwerk wordt gevormd van gebeurtenissen.
Ik heb een beetje een dubbel gevoel bij dit boek. Losse stukjes zijn soms erg boeiend, maar als geheel is het ook warrig. We springen heen en terug door de tijd en van persoon naar persoon, soms op zo'n onlogische manier dat ik even niet wist waar we nu weer waren beland. En sommige fragmenten waren echt een soort losse flodders waarvan ik me afvroeg waarom die er überhaupt in zaten.
Het interessantst vond ik eigenlijk de inkijk in de vogelverjaging op Schiphol. Daar had ik nog nooit van gehoord.
Al met al dus nogal gemengde gevoelens. Niet slecht, niet geweldig. Drie kleine sterren.
Intrigerend boek. Hoofdpersoon is Marie Lina, die wordt opgepakt omdat ze een vrouw met opzet in een bouwput heeft geduwd. Beetje bij beetje wordt duidelijk dat de moeder van Marie Lina jaren lang heeft vastgezeten om een moord die ze wel bekend, maar niet gepleegd heeft. Marie Lina heeft de echte daderes haar hele leven gehaat. Daaromheen lopen ook verhaallijnen over het gezin waar Rinus, de man van Marie Lina uitkomt. Vooral Hortense is daarbij bijzonder die met alle drie zoons een relatie heeft gehad en vooral door de vader aanbeden wordt. Ook het leven van de echte daderes, met een (bijna) zwakzinnige broer wordt beschreven, net als de moord waar het allemaal mee begon. En dan is er ook nog het werk van Rinus, als vogelverjager op Schiphol. Alle draden worden op ingenieuze manier verweven in dit boek.
De schrijfstijl van Margriet de Moor schuurt soms wat bij me. T is poëtisch en soms bijna abstract. Dan moest ik een zin enkele keren overlezen om te weten wat ik las. Bij proza vind ik dat soms lastig. Het verhaal gaat over de wraak van een dochter, welke heel invoelbaar is. Ik bleef me toch afvragen hoe het kon dat ‘de ware’ er toch mee weg kwam.
Hier heb ik van genoten. Mooi geschreven. Warme blik op de personages. Ik voel sympathie voor Marie Lina en haar man Rinus en voor haar schoonzus Hortense en ik kan meegaan in Marie Lina's lang gecultiveerde wens tot wraak op de moordenares die haar onschuldige moeder jaren in haar plaats in gevangenschap heeft laten doorbrengen. Maar zelfs die moordenares had zo haar beweegredenen.
ik snapte er weer eens helemaal niets van, like het was niet slecht maar er zijn zoveel mensen die eigenlijk net niet belangrijke genoeg zijn om goed toe te lichten maar wel vaak genoemd worden waardoor het constante verwarring is en ik het einde dus precies niet begrepen heb wie de fuck is willem