Zweiter Weltkrieg im multiethnischen Vojvodina. Die Schicksäle der Folksdeutschen, Russen, Serben und anderen jugoslawischen Nationen verflechten sich in Agonie des Krieges und noch schlimmeren Friedens. Die junge Folksdeutsche Matilda, eine talentierte Sängerin aus Werschetz, lernt Marschall Tito kennen, der sie sofort fasziniert. Ihre gemeinsame Liebe zu Musik führt innert wenigen Tagen zu einer aussergewöhnlichen Freundschaft, die Matilda sehr viel bedeutet und an die sie uneingeschränkt glaubt. Von einer wahren Begebenheit inspiriert, erzählt die aus Serbien stammende Autorin nicht nur Matildas Geschichte, sondern auch die Geschichte der Donauschwaben, einem Volk, das mehr als zweihundert Jahren das Gebiet des heutigen Serbiens seine Heimat nennen durfte. Einem Volk, dessen Menschen nach dem zweiten Weltkrieg ihrer Bürgerrechte beraubt, enteignet, zur Zwangsarbeit geschickt oder in unzählige Lager gesteckt wurden, die tausende von Frauen, Kindern und alten Menschen nicht überlebten. Heute noch liegen ihre Überreste namenlos, in Massengräbern verscharrt, unter der fruchtbaren Erde ihrer einstigen Heimat.