Wie man die Oberhand behält Wo es um Beeinflussung und Überzeugung geht, wird immer manipuliert. Einer ist dabei obenauf, der andere hat das Nachsehen. Wer sich die dahinterliegenden Prozesse bewusst macht, ist in der Lage, sie vorteilhafter zu gestalten. Der Strategieprofi Johannes Steyrer schärft die Wahrnehmung kleiner und großer Manipulationen. Seine Erkenntnisse verknüpft er mit höchst amüsanten Alltagsgeschichten und belegt sie mit aktuellen Forschungsergebnissen aus der Psychologie und den Wirtschaftswissenschaften. Der Autor zeigt vor allem, wie man das große Spiel der Manipulation für sich entscheidet. Nicht immer, aber immer öfter.
Einige Kapitel (vor allem 1, 7 und 8) waren sehr spannend, andere wiederum etwas zu platt und über Dinge berichtend, die man mittlerweile eigentlich schon weiß. Gut ist der Bezug auf eine Vielzahl von wissenschaftlichen Studien.
Ich habe mich bisher noch nie mit dem Thema Manipulation beschäftigt und das Buch ist eher durch Zufall in meine Hände gefallen. Die Macht der Manipulation ist spannend geschrieben und mir gefiel, wie die vielen Studien mit Witz erklärt und in den Text eingebunden wurden. Es gab unzählige Augenöffner für mich. Einziger Kritikpunkt für mich, der mir persönlich im Buch nicht genug adressiert wurde: nicht jede zufällige Berührung oder jedes schrittweise Zugeständnis ist eine Manupulation. Auch ein Umschwenken zu einer anderen Meinung muss nicht gleich durch Manipulation entstanden sein. So wirft das Buch an manchen Stellen ein wenig vorteilhaftes Bild auf die Menschheit, das ich so nicht immer teile und das mich für einige Tage zu skeptisch auf meine Umwelt hat schauen lassen. Trotzdem ist es gut, sich einiger Manipulationstaktiken bewusst zu sein.