Firmen erwarten heutzutage von ihren Mitarbeitern, dass sie Flexibilität zeigen, sich anpassen, weiterbilden, um 180 Grad drehen können und auch ihre Werte und Fähigkeiten wechseln, als wären diese eine Jacke. Die Devise in der Personalentwicklung Wer nicht passend ist, wird passend gemacht. Menschen sollen zu dem werden, was sie nicht sind. Das kann nicht funktionieren. Axel Koch deckt auf, warum wir mit dem Change-Wahnsinn einem kollektivem Irrtum aufsitzen und wie eine Balance zwischen Stabilität und Veränderung aussehen kann.
Einer der besten Titel seit langem. Ich mag das Buch und verbinde es mit dem Buch „Peter Principle“. Es gibt schöne Beispiele und gute Ansätze für Führungskräfte richtig im Wandel zu führen. Personen sollten in die Gestalter-Rolle gehen: wie verhalte ich mich? Wie kann ich aus der Passivität herauskommen? So kann man im Change-Prozess seine Position zu ändern.
Schöne Bestandsaufnahme der typischen Dysfunktionen, die man als externer Coach in Organisationen findet. Im Wesentlichen sind hier nicht die Changes das Problem, sondern die Führungskultur, geprägt von fehlendem Vertrauen, inhumanem Menschenbild und geballten Führungsinkompetenz. Das ist leider die Wahrheit in den meisten (großen) Organisationen. Das, was retten könnte, wird dann als Change-Initiative ebenfalls falsch eingeführt, und ist zum Scheitern verurteilt. Zwischenfazit: Change findet statt, also finde einen Weg, ihn für dich mitzugestalten. Opfer bleiben Opfer, wenn sie nicht Gestalter werden. Am Ende kommt es nur darauf an, sich selbst zu verändern.