Junge Londonerin zu ihren kurdischen Eltern: "Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht. Die schlechte: Ich werde Stand-up-Comedian. Die gute: Ich trage ab heute Burka – allerdings nur auf der Bühne." Eine hochexplosive multikulturelle Gesellschaftskomödie, so berührend und packend wie ›Englischer Harem‹.
Anthony McCarten’s debut novel, Spinners, won international acclaim, and was followed by The English Harem and the award winning Death of a Superhero, and Show of Hands, all four books being translated into fourteen languages. McCarten has also written twelve stage plays, including the worldwide success Ladies’ Night, which won France’s Molière Prize, the Meilleure Pièce Comique, in 2001, and Via Satellite, which he adapted into a feature film and directed, premiered at the 1999 Cannes Film Festival. Also a filmmaker, he has thrice adapted his own plays or novels into feature films, most recently Death Of A Superhero (2011) which premiered at the Toronto International Film Festival. Anthony divides his time between London and Los Angeles.
Wahnsinn! Anthony Mc'Carten ist wirklich ein Meister der komischen Tragödie. Wenn er so weitermacht, wird er vielleicht sogar noch zu meinem Lieblingsautor.
In funny girl geht es um eine junge muslimische Frau, die sich gegen die Traditionen des Elternhauses und der kurdisch-islamischen Gemeinde auf den Weg zum Comedystar macht - burkatragend - selbstverständlich ausschließlich auf der Bühne. So genial und verrückt die Idee ist, läßt sich McCarten nicht hinreissen, durch Brachialhumor und Stereotypen auf das Thema draufzuschlagen, sondern bereitet in vielen leisen Zwischentönen die Emanzipation einer jungen muslimischen Frau aus Innensicht auf. Ich kann es kaum fassen, wie gut sich ein weißer männlicher Autor in diese Figur und Kultur hineinversetzen kann. Dabei werden sowohl Gewalt, Ehrenmord, Erpressung und Drohungen thematisiert, aber auch dass sich viele muslimische Frauen nur zu gerne korrumpieren lassen, sich ins traditionelle Leben zu fügen, sei es weil sie einfach die Wärme, Liebe und Aufmerksamkeit des Familienclans schätzen oder nicht die "erwachsene" Verantwortung für ihr Leben übernehmen wollen bzw. auch lediglich nicht denken wollen. Dasselbe gilt im Familienverband auch für die Teenagersöhne, die ohne nachzudenken, bedenkliche Anweisungen ihrer Väter und Onkel ausführen.
Soweit wäre dieses Buch immer noch nur ein guter Roman, vielleicht sogar ein sehr guter. Was die Geschichte aber so genial macht ist, dass Azime - so heisst das Mädchen - als Comedian tatsächlich sehr begabt ist, und ihr doch nicht wirklich glückliches Leben auf der Bühne mit Witzen darlegt und kommentiert. Das ist herrlich komisch, subversiv, teilweise sogar bösartig und anzüglich (Ein Humor den ich sehr schätze)
Fazit: Absolute Leseempfehlung von mir - heuer bisher mein Lesehighlight!
P.S. Wer mal eine total witzige tiefgründige Geschichte über einen krebskranken sterbenden Teenager lesen möchte, dem sei Superhero von Mc'Carten ans Herz gelegt - meine Entdeckung des letzen Jahres.
Mit dem zweiten Roman, den ich nun von ihm gelesen haben, konnte Anthony McCarten mich wieder ganz genauso vollkommen überzeugen wie schon zuvor mit "Englischer Harem". Sein Humor, seine wunderbaren Dialoge, seine vielschichtigen Charaktere - all das macht diesen wunderbar witzigen, aber auch mit vielen ernsten Botschaften versehenen Roman aus. Ich werde definitiv noch mehr von ihm lesen.
GROSS-AR-TIG! <3 Besonders das Finale. Auch wenn ich manchen Sprüngen in der Handlung nicht sofort folgen konnte: Eine tolle Geschichte, eine bewundernswerte Protagonistin und ein großartiges Ende! Ich liebe es!
Anthony McCarten beschreibt in funny girl den Werdegang einer muslimischen jungen Frau namens Azime, die Stand-Up-Comedian werden möchte. In London lebend hat sie zwar die Möglichkeiten einer Ausbildung und sich auf kleinen Bühnen auszuprobieren, aber sie kämpft gegen den Widerstand ihrer kurdischen Familie, muss Drohungen und offene Feindseligkeit aushalten lernen und in alledem noch ihre eigene Überzeugung finden, was sie der "Welt da draußen" eigentlich sagen möchte. Unterbrochen wird die Geschichte von "Protokollen" der Auftritte von Azime und anderen werdenden Comedians und den Erzählnebensträngen um zwei Freundinnen Azimes - die eine leidet unter Gewalt in der Ehe, die andere brachte sich "zu Ehren der Familie" (so die verquere Sichtweise ihres Vaters) um, weil sie nicht mit dem Jungen zusammensein durfte, den sie liebte. Letztere beleuchten die vielfältigen Schwierigkeiten junger muslimischer Frauen näher, erstere geben Einblicke in die Welt des Comedy, die durchaus eigenen Regeln folgt, was man aber lachend, im Publikum sitzend nicht reflektiert. Zwar gewinnt Azime ihren Kampf, um ihre Lebensgestaltung, sie tut, was sie will (nachdem sie herausgefunden hat, was das ist), und schafft es sogar, ihre Familie zu überzeugen, dass sie damit keine Schande über sie bringt. Man möchte ihr zu dem Erfolg gratulieren, sie loben... - dennoch blieb mir die Freude, das Lachen sozusagen, etwas im Halse stecken, denn die Welt in der sie sich bewegt, bleibt trotzdem die bittere Realität, ihr Weg die Ausnahme. Junge Frauen, die in einer Gesellschaft leben, die ihnen viele Rechte aberkennt, die durch selbstgefällige Patriarchen bestimmt werden und wenig Entscheidungsfreiheiten haben. Auch wenn Azime zwischendurch immer wieder einen Blick wirft auf die Zuverlässigkeit und die Wärme der Gemeinschaft, in der sie sich befindet, so scheint dies doch wenig zu wiegen gegen die Rechte auf körperliche Unversehrtheit, Redefreiheit und Gleichberechtigung, die immer wieder verletzt werden in ihrem Umfeld. So spiegelt sich in dem Erfolg dieser einen mutigen Muslima gleichzeitig die andauernde Ungerechtigkeit einer Gesellschaft, in der viele Frauen ausharren, zum Teil selbst gewählt, zum Teil erzwungen. Zurück bleibt ein ungutes Gefühl, für das dem Autor, unabhängig von dessen Intentionen, Respekt gebührt.
أول مرة أقرأ رواية بالألماني.. الاختيار لأنها عن بنت تبغى تكون ستانداب كوميديان لكن أصولها التركية/كردية شكلت عقبات كثيرة أمامها.. ما أعرف عن كمية البحث الي سواه الكاتب لكن كشخص محب للستاند اب واضح ان كمية الريسرتش هنا كبيرة جدا وتطبيقها في الرواية أعجبني.. فيها مكس جميل بين الكوميديا والدراما.. أعجبتني (لا، ما اثق في ألمانيتي لدرجة اكتب الريفيو بالألماني😂)
The timeline of this book was so muddled up that my high hopes for it were all dashed? Why didn't the author or his editor cross-check the facts? The mistakes are so glaringly obvious that I can't for the love of God understand why they weren't corrected??? The 7/7 London bombings are a kind of turning point in the novel. They happened in 2005. Azime, the protagonist, is said to have immigrated to Germany and then to England in 1989. Which makes sense if the plot takes place in 2005 because then she would have been born in 1985/86 and as her age is given as 20 everything would fit. But... The "but" here is that her friend Deniz' age is given as 22 quite early in the novel. And later he says himself that he was born in 1992. So for him to be 22, the year must be 2014/15. Ten years after the bombings. For 2014/15 speak further the facts that "Michelle Obama", "Kate Middleton", "Nintendo Wii", "Adele", "smartphones" "Twitter", etc. are mentioned. Of course, most of these people and things existed in 2005 too but they weren't so much known as to be referenced by young people as if knowledge about them were part of pop culture.
So, the time line is a huge mess and a distraction that takes away the pleasure from reading. At least for me.
Then, the thing with her dead "friend". Azime has a photo with her, goes to her funeral, knows where her family lives but doesn't remember her name? Does she have Alzheimer's??? And also: Her father is called "Aristot"? Even though it it established quite early that he was born in a village in the mountains of eastern Turkey to a poor peasant family. Did they read Greek philosophy between herding their cattle and trying to survive a harsh environment or why would they name their child after a philosopher?
The story per se is okay. But the "surprises" were easy to look through.
All in all a disappointing book and I'm only giving two stars because the story is somewhat original.
,,Ob etwas in Ordnung ist, erkennt man daran, ob es erlaubt ist, darüber zu reden. Wenn es nicht mehr gefährlich ist, über etwas zu reden, dann ist das Werk getan. Dann ist die Zivilisation ein kleines Stückchen vorangekommen. Daran erkennt man es. Und da es für dich ja offenbar mit Risiken verbunden ist, über das zu reden, worüber du reden willst, ist es wohl notwendig, dass noch eine Menge Riskantes gesagt wird. Richtig?'' - Kirsten (S. 292)
Vor ein paar Tagen ist ein muslimisches Mädchen ums Leben gekommen. Vom Balkon ihrer Wohnung ist sie in die Tiefe gestürzt, angeblich ein Unfall. Doch Azime, die das Mädchen kannte, weiß, dass Differenzen zwischen ihr und ihrem traditionsbewussten Vater dabei eine Rolle gespielt haben. Auch bei ihr zuhause nehmen die Streitigkeiten zu, vor allem weil sich für Azime einfach kein passender Mann finden lässt. Als die Zwanzigjährige nun auch noch Komikerin werden und mit Burka auftreten möchte, ist das Maß voll - vor allem als Drohungen ihr gegenüber auftauchen.
Obwohl Anthony McCarten einen ziemlichen Bekanntheitsgrad in der Bücherwelt hat, ist das ein eher unbekanntes Werk von ihm. Kein Wunder, denn mit seinem Fokus auf ein muslimisches Mädchen, das das richtige Maß zwischen zwei Kulturen finden möchte, hat er eher einen Nischenroman geschrieben. Trotzdem hätte dieses Buch alleine durch die Kontroversen seiner Themen und wie sie miteinander verknüpft sind wesentlich mehr Aufmerksamkeit verdient. Natürlich ist es in einer Zeit, die geprägt ist vom IS und ihren Terroranschlägen, recht schwierig ein Buch über Muslime zu schreiben. Muslime, die den traditionellen Glauben ausleben, Muslime, die Witze über ihre eigene Kultur und Religion machen, aber auch Muslime, die auf solche Witze mit Todesdrohungen reagieren. Trotzdem hat es McCarten geschafft, dabei niemandem auf die Füße zu treten ohne vollkommen auf Provokation zu verzichten. Immerhin ist alleine die Idee einer Komikerin mit Burka schon außergewöhnlich genug und lässt einen genauso skeptisch gegenüber Azime sein wie ihre ersten Zuschauer. Dennoch ist genau alles richtig portioniert. Der Autor lässt durchblicken, dass er diese Geschichte nicht hat ohne den ein oder anderen Witz aus der Sparte des schwarzen Humors schreiben wollen, allerdings nicht, um damit jemanden wütend zu machen. Stattdessen zeigt er, dass er sich mit der Kultur auseinandergesetzt hat und deren Vorteile und Schwierigkeiten versteht. Das spiegelt sich nicht nur in Azime wieder, die wegen ihrer eher modernen Einstellung ihre Eltern zur Weißglut treibt, sondern auch in ihrer kleinen Schwester, die mit dem Probetragen eines Kopftuchs viel Aufmerksamkeit seitens der Familie bekommt, und auch in ihrer Freundin, die als frisch verheiratete Muslimin nicht besonders gut von ihrem Ehemann behandelt wird. Dass Gemeinschaftsgefühl, Zusammenhalt, aber auch Abhängigkeit und Angst eine große Rolle in traditionsgeprägten Familien spielen und es weder für die Eltern noch für die Kinder leicht ist, in einem Umfeld zu leben, das dem komplett widerspricht. Statt einem Schwarz-Weiß-Bild, wo die Britin Azime als die Gute dargestellt wird und ihre kurdischen Eltern als die Bösen, trifft man hier eher auf Erklärungen zu der inneren Zerrissenheit derer, die in so einer Situation stecken. Und selbst wenn der Leser sich eher mit Azime identifiziert, ihre Eltern versteht man zu einem gewissen Teil auch, so verdreht ihre Rechtfertigungen vor sich selbst manchmal auch sind. Das ist auch der Grund weshalb es dem Buch so gut gelingt ernst und witzig zugleich zu sein. Denn die Charaktere basieren vor allem zu Beginn der Geschichte sehr auf Klischees. In kurzen, knappen Sätzen beschreibt der Autor ihren Lebenslauf und ihre Eigenheiten, nur um ihnen später Tiefgang zu verleihen. Trotzdem trägt jede Figur zu einem Zeitpunkt etwas zum Witz von funny girl bei, was sie auch trotz einer ungewöhnlicheren Sicht auf die Welt sympathisch macht. Azimes Familie und ihr bester Freund Deniz sind bunt gemixt und funktionieren so gut miteinander, dass man sich einfach nur in diese Chemie zwischen ihnen eintauchen lassen möchte. Vor allem letztgenannter ist mit seinen Sprüchen und seiner Art, negative Dinge in etwas verkorkst Lustiges zu verwandeln, einfach nur erfrischend und sehr ausgeflippt. Er ist es auch letztlich, der Azime neugierig auf Komiker macht und dadurch die Geschichte in Gang setzt. So kann man als Leser mitverfolgen wie Azime langsam lernt, woraus guter Witz eigentlich besteht und wächst über sich selbst hinaus. Natürlich gibt es auch Momente, in denen ihr der Druck und die Drohungen seitens Fremden und Familie zu viel werden, in denen sie unvernünftige Entscheidungen trifft oder einknickt, allerdings findet sie immer zu dem zurück, was sie eigentlich ist: eine unabhängige Frau, die frei heraus sagt, was sie denkt. Dadurch ist sie ein sehr angenehmer Hauptcharakter, der einen spätestens damit auf seine Seite zieht, wie sie Heiratskandidaten vergrault. Somit zeigt der Autor auch, dass er selbst sehr gekonnt mit Humor umgehen kann. Seine Schreibweise ist sehr abwechslungsreich, mal kurze, eher stichwortartige Sätze, und dann wieder lange, fast philosophische Abhandlungen, gekoppelt mit viel Slapstick, Sarkasmus und schwarzem Humor. Es vergeht kaum ein Kapitel ohne ein Schmunzeln, sei es wegen den Dialogen, einer Bemerkung des Erzählers oder eines Auftritts von Azime. Die konventionelleren Witze sind leider nicht wirklich charmant, allerdings könnte man das je nach subjektiven Vorlieben anders beurteilen. Die Palette ist jedenfalls ziemlich groß und dürfte für jeden Leser etwas bereithalten - vor allem für diejenigen, die sich nicht scheuen, Minderheiten auf die Schippe zu nehmen. Durch die Schattenseiten von Azimes Aufstieg in Komikerreihen wird aber auch etwas Spannung zu ihrem Familiendrama aufgebaut und irgendwann auch schön miteinander verwoben. Zum einen wird der Fall um ihre verstorbene Freundin gelöst, zum anderen wird versucht herauszufinden, wer genau sie bedroht und sie zum Schweigen bringen will. Daher möchte man schon wissen wie es weitergeht, obwohl das Buch größtenteils sehr ruhig ist und linear abläuft. Man kann sich auf jeden Fall darauf gefasst machen, dass der Autor einen überrascht und einem zumindest bei einem der Fälle vor Augen führt, dass man nicht in Klischees denken sollte. Nicht nur das gibt einem der Autor jedoch auf den Weg mit, sondern auch recht inspirierende Gedanken. So ist das Recht seine Stimme zu erheben und Tabus aufzubrechen nicht nur etwas, was man auf den Islam und seine heutigen Kontroversen beziehen kann, sondern auf jede Lebenslage. Daher kann man sich so Einiges aus diesem Roman mitnehmen und findet in Azime ein recht gutes Vorbild dafür sich seiner Redefreiheit zu bedienen, egal wer einen zum Schweigen bringen will.
Insgesamt ist funny girl ein witziges, spritziges Buch, das das Beste aus seiner Idee gemacht hat. Ohne es zu übertreiben bringt der Autor einem die Schwierigkeit näher, zwischen einer modernen und traditionellen Kultur aufzuwachsen und diejenige in der Familie zu sein, die sich ersterer zuwendet. Dabei begleitet man eine echt tolle Protagonistin, die mit viel Kampfgeist für ihre Meinung steht und dies durch Witze anderen nahebringen will, und wirft nebenher auch noch kurze Blicke über die Schultern ihrer Verwandten oder Freunde. Humor wird mit ernstzunehmenden Situationen verknüpft ohne je respektlos zu sein und sind auf unterschiedliche Weisen sehr einnehmend. Es wirkt nichts überdramatisiert, gestellt oder dämonisiert - sondern einfach realistisch. Mit der kleinen Botschaft darüber, wie wichtig Meinungsfreiheit ist, also ein sehr empfehlenswertes Buch!
Zwei-Seiten-Thema: Humor | Kann man schon mal lesen, hat mich aber definitiv nicht vom Hocker gehauen. Die Protagonistin war für mich etwas unnahbar, wodurch die Geschichte einfach dahin geflossen ist
Einfach wunderbar. Ein schönes, großartig geschriebenes Buch mit viel Herz, das sich mit den Problemen einer jungen, modernen Kurdin und Ihrer Familie, sowie ihrer Umwelt, beschäftigt.
Ich hatte Sorge, dass es teils etwas schwer wird, aber Anthony McCarten erzählt wie gewohnt von harten, wichtigen Thema mit viel Witz und einer Leichtigkeit, dass ich das Buch im Handumdrehen gelesen hatte.
Dass es nur 3 Sternen wurden hat mit den Sprechern der Audio CD zu tun. Das rollende, fast bayrische R von Adriana Altaras fand ich sehr nervend. Rufus Beck ist okay (sein Versuch dem amerikanisch-jüdischen Impressario eine fremd klingenden Akzent zu verpassen halte ich allerdings für daneben). Beide sind absolut nicht "funny", wenn sie die Bühnenauftritte der verschiedenen Stand-ups nachmachen. Das liegt zum einen daran, dass Stand-Up ohne Publikum nicht funktioniert, zum anderen auch daran, dass das Material ohne Live-Darbietung nicht lustig genug ist. Die Stand-Up-Routine des "begabtesten" Mitglieds der Comedy-Klasse ist einfach nur schlecht, selbst wenn ich es mir mit Cockney-Arbeiterslang vorstelle (und zum Teil im Orginal nachgelesen habe).
Auch die Darstellung der Familie, vor allen Dingen der Geschwister von Azime hat mich gestört - kein neunjähriges Mädchen ist so reflektiert, wie die kleine Schwester. Ihr Verhalten, ihre anfängliche Rebellion ist nicht pre-teen, sondern bereits Teenager-mäßig. Ihre Wendung im Laufe des Buches wird zwar erklärt, aber nicht überzeugend. Gleiches gilt für ihren Bruder. Der Macho-Muslim lässt sich zu leicht umdrehen, um zum Beschützer der Schwester zu werden. Auch die Entwicklung der Eltern wird wortreich, aber nicht überzeugend geschildert.
So bleibt für mich ein zerrissenes, nicht überzeugendes Bild einer Sub-Kultur.
Azime ist Anfang 20, lebt in London und ist eigentlich aufgeklärter und freier, als es ihre kurdischen Eltern gerne hätten. Aus diesem Käfig macht Azime wortwörtlich eine Bühne, zieht sich eine Burka über und stellt sich auf Comedy-Bühnen.
McCarten schreibt flüssig und schnell und unterhaltsam, ich hab den Roman in zwei Zügen durchgehabt. Und irgendwie geht es auch um dieses heikle Thema. Aber so richtig traut sich McCarten dann doch nicht ran. Ich hatte bis zum Ende das Gefühl, dass wir am Rand dieses Dilemmas entlangschrabben, als es wirklich durchzuspielen.
funny girl macht Spaß und bringt mir das Zwischen den Welten und Kulturen-Dilemma nochmal näher. Aber so tief und berührend, wie der Grundkonflikt sein könnte, wird der Roman leider nie.
Anthony McCarten knows how to write women. It's a skill not many male authors possess. I expected a story about honor murders and a struggle about personal freedom. I got that but also subtlety. McCarten/Azime made me understand why somebody would not leave their violent husband, chose to wear a headscarf or hate their children's freedom. I never used to before. I liked the concise way story and characters were build. Fresh, funny and full of love for humanity.
An einem Tag ohne Plan ließ ich meine Tochter in der Bibliothek ein Regal auswählen. Der Sinn? Eines dieser Bücher würde ich ausleihen und lesen. Die Entscheidung, nun vereinfacht zugegeben, fiel fast sofort auf dieses. Ich würde sagen ein Volltreffer. Ich mag die Idee, die Art wie es geschrieben ist und das der Autor sich nicht scheut über etwas zu schreiben, was nicht seiner eigenen Erfahrung entspricht. Allen die sich darüber aufregen, sei gesagt, lest es oder lasst es sein.
Das hat wirklich Spaß gemacht! Wirklich Wahnsinn, wie so ein „lustiges“ Buch so ernste Themen behandeln kann.
Ein paar Fragen quälen mich aber noch immer: wie geht es weiter mit Banu? Insbesondere nach der Darstellung der Gewalt ihr gegenüber… Auch der schnelle Wandel innerhalb der Familie, besonders beim Bruder, hat mich sehr überrascht.. Wenn der Roman noch mehr in die Tiefe gegangen wär, hätte er mir bestimmt noch besser gefallen.
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Über dieses Buch wurde bereits viel geschrieben, was soll ich also noch sagen? Es bleibt nur eines: Das Buch ist so witzig und tiefsinnig zugleich, ich musste lachen und weinen gleichzeitig! Eines der besten Bücher seit langem, eines der besten vom Jahre 2014 und einfach nur empfehlenswert!
I randomly chose the book at Brocki because the title seemed interesting. Little did I know I would enjoy it that much. It’s a great mixture of comedy, feminism and a culture I pretty much knew nothing about. It is very well written, I particularly like the choice of words.
Loved it! Ich kann gar nicht verstehe, dass dieses Buch weniger als 4 Sterne hat. Top Thema, auch wieder brandaktuell. Toll geschrieben. Witzige Inhalte in einem sonst so ernsten Thema. Bitte mehr davon!
Ich fand das Buch und die Idee ganz gut. Man wurde auch gut in die Geschichte eingeführt, anders als ich vom Klappentext erwartet habe, aber trotzdem ganz gut. Nur irgendwie fand ich es etwas schleppend, es hat mich nicht wirklich gepackt, sodass ich unbedingt wissen wollte wie es weitergeht. Vielleicht habe ich vom Klappentext her auch einfach wirklich etwas anderes erwartet, aber die Charaktere haben mich nicht wirklich überzeugt. Gegen Ende, die letzten zwanzig Seiten, wurde es dann noch mal ganz gut und da war ich auch wirklich gefesselt, aber alles davor? Irgendwie nicht so wirklich. Trotzdem fand ich die Idee und auch die Themen die eingebracht wurden gut.
As a young Kurd in London decides she want to do comedy about what it means to be a Muslim around the time of the 7/7 bombings - and to do so while wearing a full burka - she faces difficulties, not only from her family, but also from society. Soon the “world’s first female Muslim comedian” has to decide whether she wants the easy way or the right way.
I saw a review about this book on the internet, I bought it, and I read it through in a day. It is not very thick (320 pages), it is easy to read and it is so so so good.
Although I can not identify with the protagonist, I think the author’s portrayal of the topic was accurate and good. It seemed tolerant and sensible (for me as an outsider), and although there were funny bits and pieces, the jokes were not to ridicule, but to point out the problem. McCarten put his finger right into the wound, but did so without lecturing and giving moral lessons.
This is as much a book about growing up and fighting for your right to do what you want, as it is a book about Muslims. There are great characters, with great development and a very strong female protagonist.
Only one thing left to say: Go and read this book! You will not regret it.
Anthony McCarten hat's einfach drauf. In dem Buch steckt wieder alles drin, was einen richtig guten Roman ausmacht; Herz, Humor, überzeugende Charaktere und auch viel Stoff zum Nachdenken.