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Nur du und ich und über uns die Sterne

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Eigentlich liebt Mia ihren Freund Jonas. Nach einem Jahr ist das Bauchkribbeln zwar weg, aber das ist doch ganz normal, oder? Mia ist sich sicher, das kriegen sie wieder hin. Wenn nur die Neue nicht wäre, Luca, und ihre strahlend grünen Augen. Als Luca auf einer Party ein Mädchen küsst und dadurch die halbe Schule gegen sich aufbringt, muss Mia eine Entscheidung treffen: Soll alles so bleiben, wie es ist? Oder soll sie endlich zu ihrer Meinung stehen – und zu ihren Gefühlen.

290 pages, ebook

Published April 6, 2018

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1 star
2 (5%)
Displaying 1 - 10 of 10 reviews
Profile Image for Moon.
403 reviews17 followers
March 28, 2018
Cover
Das Gute an dem Cover ist, dass es eindeutig zeigt, was man zu erwarten hat. Trotzdem bin ich nach wie vor kein Fan von Menschen auf den Cover. Es wirkt hier fast etwas langweilig und farblos.

Meine Meinung
Mia ist nun schon ein Jahr mit Jonas zusammen und liebt ihn. Eigentlich. Denn uneigentlich ist sie auch irgendwie unglücklich in ihrer Beziehung, kann aber nicht genau sagen was ihr fehlt. Sie versucht es zwar, doch bei mir als Leserin kam das nicht nachvollziehbar an und auch Jonas scheint es nicht wirklich verstanden zu haben.

"Ja, Ich glaube, es belebt eine Beziehung, wenn man auch mal austeilt. Mit Worten natürlich, nicht mit Fäusten, versteht sich." Ich überlege, wie ich es ihm am besten erklären könnte. Ich möchte ihn nicht verletzten und ihm erst recht nicht das Gefühl geben, dass ich nicht laube, dass unsere Beziehung noch eine Chance hätte.
- 1. Kapitel



Entweder hat die Autorin sich hier etwas ungünstig ausgedrückt, oder wir haben einfach völlig unterschiedliche Ansichten von einer gesunden Beziehung. Dazu gehört nämlich nicht, dass man mal austeilt! Soetwas endet meistens nur darin, das man verletzend ist. Ehrlichkeit, das gehört in eine gesunde Beziehung offen seine Meinung sagen zu dürfen und auch mal unterschiedlicher Meinung sein zu können. Auch Streiten gehört dazu, aber man sollte nicht um des austeilens Willens auch austeilen.
Nur eine Seite weiter sagt ihr Jonas ins Gesicht, dass er ihren Badeanzug hässlich findet und es hasst, dass sie die Zahnpasta-Tube nie schließt. Tja, das hat man nun davon und wie ich bereits geahnt habe, es ist verletzend, denn genau das ist auch Mia, sie hat wohl nicht damit gerechnet, dass es auch an ihr Dinge gibt, die ihren Freund stören könnten.

Dies ist unter anderem auch ein Beispiel für viele endlos Dialoge, bei denen ich erschreckend oft und zunehmend schnell den Überblick verloren habe, wer jetzt eigentlich mit wem über was redet. Hinzu kommen noch die inneren Dialoge, die Mia führt und die meiner Meinung nach nicht wirklich relevant für die Geschichte sind.

Für Mia ändert sich erst alles, als Luca in ihre Klasse kommt. Mitten im Schuljahr eine neue Mitschülerin zu bekommen ist für alle aufregend, noch dazu kommt Luca aus einer größeren Stadt und scheint anders zu sein. Das bemerkt auch Mia, beim ersten Anblick, ohne jemals mit ihr gesprochen zu haben.

Und obwohl sie noch kein Wort gesagt hat, habe ich das Gefühl, dass wir Freunde werden könnten. Ich weiß nicht warum, aber ich würde sei gerne näher kennenlernen.
- 2. Kapitel



Allerdings traut sich Mia ohne ihre beste Freundin nicht das neue Mädchen anzusprechen. Während ich zunehmend von Seite zu Seite mehr an Mia verzweifelt bin, hatte ich doch noch Hoffnungen für die anderen Figuren, leider vergeblich. Während Jonas im Laufe der Geschichte immer der verständnisvolle perfekte Junge bleibt, gibt es natürlich die Zicke mit der tragischen Geschichte, die beste Freundin, die in allem und ohne wenn und aber unterstütz und eben Luca, das Love-Interest.

Ob ich das hier wirklich unter Insta-Love verbuchen würde, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Es hat auf jeden Fall nicht lange gedauert, bis die beiden offensichtlich in einander verliebt waren und Mia auch ihre Eltern konfrontiert hat. An dieser Stelle war ich tatsächlich sehr zwiegespalten. Mia erwartet von ihren Eltern, dass sie ihr Coming Out sofort akzeptieren. Sie gibt ihnen keine Zeit sich erst einmal mit dem Gedanken anzufreunden. Stattdessen stellt sie Forderungen und benimmt sich meiner Meinung nach unmöglich.
Auf der Anderenseite weis ich selbst wie es einem geht, man erwartet tatsächlich, dass andere es gleich und sofort zu akzeptieren haben. Doch auch diese Menschen brauchen eine Chance darüber nachzudenken und das ist nichts verwerfliches. Im Normalfall hatte man selbst ja oft Monate oder Jahre um sich darüber klar zu werden. Genau das ist aber hier auch wieder ein Kritikpunkt, für Mia gab es diesen Prozess nicht wirklich. Er wird zwar angedeutet, aber sie scheint sich nicht wirklich gedanken darüber zu machen.
Dann stellt sich hier die Frage, hat das etwas mit fortgeschrittener Aufklärung und Toleranz zu tun, oder schien es der Autorin einfach nicht wichtig genug, um es ins Buch zu bringen? Ich kann es ehrlich nicht sagen.

Alles in allem konnte mich das Buch leider nicht überzeugen. Es spricht durchaus wichtige Themen an und ich finde es auch toll, dass es um die Beziehung zwischen zwei Mädchen geht, aber es behandelt alle Themen einfach so oberflächlich und nichtssagend, dass ich mich nicht darüber freuen kann. Die Figuren sind flach und haben überhaupt keine eigenen Charakter. Für mich wirkt das Buch, als wäre man einmal mit dem Weichzeichner-Tool darüber und hätte alle Ecken und Kanten abgeschliffen.
Selbst die Homophobie wird irgendwie nicht weiter vertieft obwohl es da potenzial gibt. Stattdessen wird Luca vor der Klasse einmal laut ausgefragt, als der Lehrer nicht da ist und antwortet rotzfrech, danach scheint alles gut zu sein. Bei Mia gibt es nie Probleme, bzw. sie hat auch nie den Mut sich dem zu stellen. Für mich ist dieses Buch einfach nichts ganzes und nichts halbes.

Leider konnte mich auch der recht hölzerne Schreibstil der Autorin nicht überzeugen. Nach dem Lesen habe ich ein bisschen über sie recherchiert und mit 17 Jahren ist sie ja noch recht Jung. Vielleicht schadet ihr etwas mehr Erfahrung nicht, gerade auch im Bereich Charakterentwicklung. Ich war beinahe froh, dass die Geschichte zu Ende war. Sie bleibt leider auch nicht lange im Kopf und hat mich eher wütend und aufgebracht zurück gelassen. Für mich hat es leider einfach gar nicht funktioniert.
Um den Versuch zu würdigen gibt es von mir zwei Monster, denn obwohl ich Mia die ganze Zeit am liebsten geschüttelt hätte, finde ich einige Ideen der Autorin gut, nur noch nicht ganz durchdacht.
Profile Image for Sasha.
414 reviews79 followers
May 1, 2018
Content Note:
Queerfeindlichkeit, „Slut“-Shaming, an einer Stelle wird Transsein als Gefühl beschrieben, Schlankheit als Normalität

Die vollständige Rezension findet ihr auf meinem Blog.

Nina Schiffer hat eine Romanze geschrieben. In meinen Augen keine besonders gute, was aber nicht mit dem Paar an sich zusammenhängt, sondern mit einigen fragwürdigen Botschaften und ganz besonders mit zu wenig Konsequenzen. Sie versucht, die Probleme des Queerseins zu betrachten, welche durch Reaktionen anderer entstehen, lässt dafür aber einiges schlauchen und redet manches klein. Ob das Buch gerade für queere Leser*innen einen Mehrwert hat – ich fürchte nicht.
63 reviews
March 15, 2018
Am Anfang, als ich das Cover und den Klappentext gesehen habe, war ich begeistert. Endlich mal ein Jugendroman in dem das Thema LGBTQ+ nicht nur bei irgendwelchen Nebencharakteren eine Rolle spielt. Trotzdem konnte mich "Nur du und ich und über uns die Sterne" in dieser Hinsicht nicht wirklich überzeugen.
Die Charaktere sind alle ungefähr in meinem Alter, benehmen sich dafür aber ziemlich merkwürdig. Welche Jugendliche würde denn bitte das Rumliegen mit ihrem Freund im Garten von dessen Oma, als ihr einziges Hobby beschreiben? Bei einigen anderen Punkten kam Mia ebenfalls ziemlich kindisch rüber, so als wäre sie 6 und nicht 16.

Auch Mias plötzlich neuentdeckte Bisexualität kam irgendwie nicht glaubwürdig rüber. Klar, besonders in dem Alter entwickelt sich vieles, und man macht neue Erfahrungen. Aber das sie sich auf einmal wie aus dem Nichts in ein Mädchen verliebt, dass sie nicht kennt und das zufällig lesbisch ist, war dann doch irgendwie zu plötzlich.
Die Wahrscheinlichkeit, dass sie die Tatsache, dass sie auch auf Frauen steht, vorher nie wahrgenommen hat und plötzlich Lucas Augen alles verändert haben, ist dann doch verschwindend gering. Als Leserin, die sich selbst als bisexuell identifiziert, hätte ich mir da ein bisschen mehr Glaubwürdigkeit gewünscht.

Ein großes Thema in dem Buch ist Homophobie und wie man damit umgehen sollte mit einer queeren* Person befreundet zu sein. Mia drückt es ganz passend aus, immerhin macht es theoretisch keinen Unterschied, ob man mit einem hetero Jungen oder einem lesbischem Mädchen befreundet ist. In der Realität wird aber doch häufig ein Unterschied gemacht, und Menschen reagieren auf Outings oft negativ. Diesen Aspekt greift der Roman sehr gut auf und es hat mir sehr gut gefallen, dass auch das Thema der Eltern, die die Sexualität ihres Kindes nicht akzeptieren, aufgegriffen wurde. Der typische Satz "es ist nur eine Phase" wurde wiederholt aufgegriffen, und auch das "wir ignorieren das einfach, dann wird sich das schon von alleine regeln".

Im Gegensatz zu Mia fand ich Luca deutlich sympathischer und echter. Sie ist ein Mensch, der auch die ein oder andere Macke hat und bei dem nicht immer alles perfekt ist. Aber sie setzt sich ein für die Dinge, die ihr wichtig sind, und auch mit dem ganzen Hass, der ihr entgegengebracht wird, geht sie bewundernswert um. Statt sich völlig fertig machen zu lassen, zieht sie Kraft aus ihrer Freundschaft zu Mia, und setzt sich zur Wehr.

Insgesamt konnte mich "Nur du und ich und über uns die Sterne" nicht wirklich überzeugen, da ich dem Roman vieles nicht abgekauft habe. Trotzdem setzt er sich mit einer wichtigen Thematik auseinander, mit der sich auch Jugendliche schon beschäftigen sollten.

*für alle denen das Wort nichts sagt: queer bedeutet wörtlich "von der Norm abweichend" wenn ein Mensch queer ist, meint man damit, dass dieser nicht hetero ist und / oder sich nicht mit seinem biologischen Geschlecht identifiziert.
Profile Image for Navika.
141 reviews5 followers
August 24, 2018
In "Nur du und ich und über uns die Sterne" geht es um Mia, die seit einem Jahr mir Jonas zusammen ist, aber immer öfter merkt, dass sich ihre Gefühle bezüglich ihm verändert haben. Sie spielt immer wieder mit dem Gedanken die Beziehung zu beenden, tut es aber nicht, da sie denkt, dass es nur eine Phase ist, die gerade nicht so gut läuft. Aber als Luca mit ihren strahlend grünen Augen auftaucht, ist Mia hin und weg. Die neue Schülerin sorgt auch gleich bei der ersten Party für einen Skandal, denn sie küsst eine Klassenkameradin von Mia und wird somit zum Gesprächsthema Nummer eins. Während langsam Gras über die Sache wächst fühlt sich Mia immer mehr zu Luca hingezogen, aber da ist immer noch Jonas und eigentlich will Mia ihm nicht weh tun. Aber, was tun, wenn die Gefühle nun doch stärker werden?

Wer zueinander findet und wie Mia sich entscheidet kann man sich selbst schon denken, aber es lohnt sich trotzdem das Buch zu lesen. Denn in meinen Augen war es mehr als eine Liebesgeschichte. Hierzu muss auch gesagt sein, dass dieses Buch der spontanste Buchkauf war, den ich jemals hatte! Irgendwie hab ich es entdeckt und den Klappentext gelesen, und im nächsten Moment hatte ich es schon gekauft. Ich konnte es ehrlich gesagt auch nicht erwarten das Buch anzufangen, weil es mir dieses Genre in letzter Zeit sehr angetan hat. Ich wurde auch nicht enttäuscht, denn während dem Lesen wollte ich das Buch nicht weg legen, sondern immer weiter lesen. Die Seiten sind dahin geflogen und schon war ich am Ende angelangt. Es ist zwar von der Länge her ziemlich kurz, aber es ist für die zu erzählende Geschichte die perfekte Länge und das Preis-Leistungsverhältnis ist auch mehr als in Ordnung.
Die Storyline ist eigentlich nichts neues, denn man kennt die Bücher bereits in Mengen, in denen die Protagonisten ihren alten Freund für jemand anders verlässt, aber es kommt immer darauf an wie diese Geschichte verpackt ist. Mir hat diese Verpackung sehr gut gefallen, denn obwohl man als Leser vermuten konnte welchen Verlauf das Buch so haben würde, waren auch immer die Überraschungen parat, die mir sehr gut gefallen haben. Wie hier mit dem Thema Outing umgegangen wird, fand ich auch super. Es war sehr realistisch, dass nicht gleich alles akzeptiert wird und dass Lucas Kuss mit dem anderen Mädchen zum Skandal an der Schule wird. Denn seien wir mal ehrlich: es gibt immer noch sehr viele Menschen in unserer Gesellschaft, die der Meinung sind, dass gleichgeschlechtliche Liebe verboten gehört. Es war schön die Aspekte zu sehen, mit denen homosexuelle Personen zu kämpfen haben.
Apropos kämpfen: das tut die Protagonistin auch. Sie kämpft einerseits mit sich selbst und ihren Gefühlen und auf der anderen Seite ist es ihr Umfeld. Mia war mir von Anfang an sympathisch, da man sich sehr gut in sie hinein versetzen konnte und auch das Gefühl hatte sie zu sein. Ich habe mich auch gut mit ihr identifizieren können, weil es auch Momente gibt, in denen ich mich nicht getraut habe aufzustehen und etwas zu tun. Denn in dieser Situation befindet sich Mia, als einige Personen aus der Klasse auf Luca aufgrund ihrer Sexualität herum hacken. Ich fand, dass sie ihre einzigartigen Eigenschaften hatte, aber auch gleichzeitig einen Großteil unserer Gesellschaft repräsentiert hat, weil sie eben in manchen Situationen nur der stumme Betrachter ist und somit den Mobber unterstützt. Aber an ihr hat mir auch gefallen, dass sie die einzige war, die so offen auf Luca zugegangen. Und wenn ich schon mal bei Luca bin: ihre Stärke ist bewundernswert. Man denkt als Leser, dass sie einen harte Nuss ist, aber mit der Zeit findet man heraus, dass darunter auch nur ein weicher Kern steckt. So war es übrigens auch mit einer anderen Person, die in dem Buch auftaucht. Zuerst hat man eine schlechte Meinung über diese Person, aber das ändert sich auch mit der Zeit. Das zeigt uns wieder, dass man Menschen nicht nur nach einer Tat beurteilen sollte.
Die Nachrichten, die das Buch übermittelt sind in meinen Augen echt schön, aber im Fokus steht in meinen Augen, dass man nicht so schnell über jemanden urteilen sollte, vor allem, wenn man die Person nicht so gut kennt. Und natürlich auch der LGBT Faktor. Dass gleichgeschlechtliche Liebe genauso Liebe ist, wie ungleichgeschlechtliche Liebe. Und auch das Thema Mobbing wird angeschnitten. Dass man nicht stumm zusehen sollte, sondern auch selbst etwas dagegen unternehmen sollte, denn mit stumm anhören, hört es nicht auf.
Nina Schiffers Schreibstil war sehr angenehm zu lesen, jedoch muss ich sagen, dass man gemerkt hat, dass sie noch sehr jung ist. Gerade an der Wortwahl hat man es erkannt, aber das hat mich nicht weiter gestört, denn es war auch Vielfalt mit dabei.
Den Titel finde ich schön, da er zu der Geschichte passt. Zum Cover muss ich sagen, dass ich es schön finde die zwei Mädchen in ihrer Vertrautheit darauf zu sehen. Es ist mal etwas anderes als die Cover anderer Gay Romance Bücher, in denen es um Mädchen geht.
Und bevor ich es vergesse: die Widmung und der letzte Abschnitt waren einfach wunderschön! Vor allem finde ich die Verknüpfung des letzten Abschnitts mit dem Titel einfach super!

Mein Fazit: Das Buch ist definitiv gelungen und ich kann es nur empfehlen. Vor allem an Personen, denen "Den Mund voll ungesagter Dinge" von Anne Freytag auch gut gefallen hat. Und egal, ob jung oder alt - es ist auf jeden Fall eine Geschichte zum dahin schmelzen, die auch ihre ernsten Seiten hat.
Profile Image for Claudia.
58 reviews
March 8, 2018
Vor ein oder zwei Tagen habe ich „Nur du und ich und über uns die Sterne“ als eBook von Nina Schiffer beendet und möchte dies nun gerne für euch rezensieren. Der Liebesroman ist am 05. März 2018 im Forever-Verlag als eBook erschienen und wird nächsten Monat zusätzlich als Printexemplar erhältlich sein.

Eigentlich liebt Mia ihren Freund Jonas. Nach einem Jahr ist das Bauchkribbeln zwar weg, aber das ist doch ganz normal, oder? Mia ist sich sicher, das kriegen sie wieder hin. Wenn nur die Neue nicht wäre, Luca, und ihre strahlend grünen Augen. Als Luca auf einer Party ein Mädchen küsst und dadurch die halbe Schule gegen sich aufbringt, muss Mia eine Entscheidung treffen: Soll alles so bleiben, wie es ist? Oder soll sie endlich zu ihrer Meinung stehen – und zu ihren Gefühlen…

Dieser Roman ist für mich persönlich bereits der zweite, den ich von der Autorin Nina Schiffer lesen durfte. Daher wusste ich in etwa bereits, was auf mich zukommt und war andererseits beeindruckt von der positiven Entwicklung der Schreibtechniken.
Zunächst kann ich anmerken, dass mir die Themensetzung des Romans sehr gut gefallen hat. Neben „Den Mund voll ungesagter Dinge“ habe ich noch nie ein Buch aus der Sicht einer Person gelesen, die nicht heterosexuell war. Immerhin nimmt der Anteil der Europäer, die sich nicht als heterosexuell sehen, meines Wissens nach ungefähr zehn Prozent ein. Daher finde ich es gut, dass diese zehn Prozent auch endlich mal in der Literatur verewigt werden, um darauf aufmerksam zu machen, dass es sich hierbei um ganz normale Menschen handelt, obwohl das eigentlich heutzutage schon längst klar sein sollte. Vielleicht schafft es „Nur du und ich und über uns die Sterne“ bei einigen Lesern (so wie bei mir auf jeden Fall), dass diese sich Gedanken über ihre Vorurteile, dummen Kommentare oder Reaktionen machen. Der Roman regt – kurz gesagt – zum Nachdenken über gesellschaftliche Normen und sich selbst an.
Der Einstieg in die Geschichte wird dem Leser sehr leicht gemacht. Wie dem Klappentext bereits entnommen werden kann, tastet die Autorin sich langsam an Mia heran, zeigt sie erst in ihrem gewohnten Umfeld, bevor Luca dieses auf den Kopf stellt. Meiner Meinung nach war es dadurch sehr nachvollziehbar, wie sich die Gefühle, Gedanken und Handlungen von Mia, der Protagonistin, langsam geändert haben.
An mancher Stelle schreitet die Geschichte für meinen Geschmack trotzdem noch etwas zu schnell voran, wie beispielsweise als Luca und Mia sich kennenlernen. Die Liebe, die hier im Roman beschrieben wird, ist ganz klar die manchmal etwas unrealistische „Liebe auf den ersten Blick“, so rasant entwickelt Mia ihre Gefühle. Beim Lesen der Geschichte sollte man daher im Hinterkopf behalten, dass es sich eben um eine jugendliche, frische, leichte und vielleicht erste richtige Liebe (abgesehen von Jonas) handelt und daher so schnell aufkeimt. Ob sich die Gefühle auch langfristig halten werden, steht hier definitiv nicht im Fokus.
Der Schreibstil von „Nur du und ich und über uns die Sterne“ lässt sich wie gewohnt sehr leicht und locker durch die Jugendlichkeit der Wortwahl herunterlesen. Für den Leser ist die Geschichte prinzipiell immer verständlich und der Lesefluss gerät nirgends ins Stocken. Alles in allem handelt es sich auch in diesem Buch der Autorin um einen sehr beschreibenden Schreibstil mit sehr vielen inneren Monologen, welche durch die dazwischengequetschten Weisheiten fürs Leben oftmals etwas überlegt wirken. Es ist klar, dass die Autorin hier den nötigen Tiefgang ihrer Geschichte vermitteln will und dem Leser so viele kleine sowie große Lebensweisheiten mitgegeben werden. An und für sich ist daran nichts falsch, im Gegenteil, aber dies kann schnell etwas übertrieben und aufgesetzt wirken. Mein Fall ist dieser überaus beschreibende Schreibstil nicht immer, obwohl ich eine klare Verbesserung von ihrem ersten Roman zu diesem hier erkennen kann.
In Bezug auf die Charaktere kann ich nur sagen, dass ich mich in Gegenwart von Luca und Mia pudelwohl fühlen würde. Sowohl in der eher zurückhaltenderen Mia, als auch in der wilden Löwin Luca konnte ich mich zu jeden Zeitpunkt wiederfinden und mich mit ihnen identifizieren. Vielleicht liegt es am selben Alter der Hauptpersonen, vielleicht aber auch an der großartigen Vielschichtigkeit, besonders bei Luca – ich wünschte, diese Protagonisten würden existieren und wären meine Freundinnen.
Aufgefallen ist mir hinsichtlich der Höhe- und Tiefpunkte der Geschichte, dass diese etwas zu kurz kommen bzw. nicht ganz ersichtlich werden. Ich hätte mir einen größeren Gegensatz zwischen der ersten Verliebtheit und den daraus folgenden Problemen gewünscht. So richtig gekrieselt hat es bei Luca und Mia nicht.
Zusammengefasst handelt es sich bei „Nur du und ich und über uns die Sterne“ um eine zarte, jugendliche Liebesgeschichte. Obwohl ich ein paar kleine Kritikpunkte aufgezeigt habe, bietet der Roman das Gefühlschaos, das man bei einem Liebesroman haben möchte. Besonders der Aspekt der gleichgeschlechtlichen Liebe hebt das Buch abschließend von anderen 0815-Geschichten ab.
Profile Image for Rebecca.
105 reviews32 followers
March 23, 2018
↠ 3 Sterne

I was provided with a copy of this book by the publisher through NetGalley in exchange for an honest review


Im Buch geht es um die junge Mia, die seit einem Jahr mit ihrem Freund zusammen ist und trotz einiger Probleme in der Beziehung an ihr festhalten möchte. Doch alles ändert sich, als ein neues Mädchen in Mia's Klasse kommt. Vom ersten Moment an ist Mia unglaublich interessiert an Luca und möchte um jeden Preis Kontakt zu ihr aufnehmen.

"Nur du und ich und über uns die Sterne" war eins der Bücher, die mir direkt ins Auge gesprungen sind. Das Cover wirkt in meinen Augen für einen Jugendroman sofort sehr ansprechend. Auch der Klappentext konnte mich überzeugen und daher war ich auch super gespannt als es dann endlich mit dem Lesen losgehen konnte.
Was mir direkt auffiel war, dass man im Schreibstil noch deutlich erkennt, dass die Autorin erst zarte 17 Jahr alt ist. Das bedeutet: Da ist zwar noch Luft nach oben, aber in dem Alter überhaupt schon Bücher geschrieben zu haben verdient enormen Respekt!
Auch die Themen, die der Roman behandelt finde ich grandios. Es ist wichtig, dass man auch in der Zielgruppe, für die dieses Buch verfasst wurde, schon mit Themen wie Homo- und Bisexualität und Diskriminierung in Berührung kommt. Zudem halte ich das Ende für sehr gelungen (No spoilers! haha).

Wie bereits erwähnt ist der Schreibstil noch ausbaufähig, das tut der Glaubwürdigkeit der meisten Charaktere und des Schulalltags jedoch keinen Abbruch. Oft habe ich mich selbst etwas in diese Zeit zurückversetzt gefühlt, da ich die Situationen und auch die Interaktionen der Charaktere untereinander, vor allem in den Schulsituationen sehr realistisch fand, was natürlich vermutlich auch dran liegt, dass die Autorin selbst noch mitten drin steckt!


Im Großen und Ganzen hatte der Roman für mich noch einige Schwächen, über die ich nicht immer zu 100% hinwegsehen konnte. Jedoch bin ich der Meinung, dass etwas jüngere Leser das Buch nochmal um einiges mehr gefallen würde. Mit Büchern wie diesem machen wir uns auf den Weg in eine super Richtung zu mehr Akzeptanz und Offenheit, was die behandelten Themen betrifft. Und trotzdem hat Nina Schiffer es geschafft, dass sich "Nur du und ich und über uns die Sterne" wie leichte Kost lesen lässt - und das im besten Sinne! Hier und da mal ein paar Seiten oder 15 Kapitel vor dem schlafen gehen, all das ist hier möglich ohne, dass es in Anstrengung ausartet. Und auch das ist bei solch ernsten Themen manchmal wichtig, denn die queer community verdient genauso Bücher, die beim Lesen einfach Spaß machen, wie heterosexuelle Leser.
Ich würde diesen Jugendroman auf jeden Fall weiterempfehlen und freue mich schon auf das nächste Werk von Nina Schiffer, die meiner Meinung nach auf jeden Fall noch eine super Entwicklung vor sich hat!
Profile Image for Lina.
5 reviews1 follower
March 27, 2018
(3,5 Sterne)

Als ich das Cover und den Klappentext dieses Buches gesehen habe war ich sofort begeistert, denn ich bin ein großer Fan von Büchern mit LGBTQ+ Charakteren und meiner Meinung nach gibt es davon viel zu wenig.

Was den Inhalt und die Handlung angeht wurden meine Erwartungen auch vollkommen erfüllt. Der Roman beschäftigt sich mit dem Thema des Andersseins, wobei natürlich die LGBT-Community und Diskriminierung gegen diese im Vordergrund stehen, doch auch andere Themen, wie Bulimie angesprochen und meiner Meinung nach sehr respektvoll behandelt werden.

Was den Schreibstil angeht, war ich jedoch zugegebenermaßen nicht ganz überzeugt. Der Roman ist sehr Jugendlich und einfach gehalten, was verständlich ist, wenn man bedenkt, dass die Autorin selbst erst 17 Jahre alt ist.
Dennoch war es meiner Meinung nach gerade am Anfang etwas störend, bevor man sich dann mit der Zeit mehr oder weniger daran gewöhnt hat.
Auch konnte ich einige Gedankengänge der Protagonistin Mia nicht immer ganz nachvollziehen und sie wirkten zwischenzeitlich eher als kämen sie von einer 10 anstatt von einer 17 Jährigen.
Des Weiteren benutzt die Autorin viele Metaphern und Vergleiche, die leider oft etwas ungelenk erscheinen und nicht immer ganz zu dem Geschehen passen.

Alles in Allem kann ich sagen, dass “Nur du und ich und über uns die Sterne” ein Roman ist, der mit aktueller und wichtiger Thematik überzeugt und durchaus zu empfehlen ist, wenn man bereit ist über den nicht immer einwandfreien Schreibstil hinwegzusehen.
Profile Image for Stefanie Frankfurt.
168 reviews
July 9, 2019
Das Buch ist super romatisch und wunderschön, verschweigt aber nicht die Probleme, mit denen Schwule oder hier in dieser Geschichte Lesben und Bisexuelle (die relativ selten in Romanen vorkommen!!!) zu kämpfen haben. Ein Buch, dass ich jedem sehr ans Herz legen möchte, denn das Thema geht jede/n an. Ein Buch für Menschen ab 12 Jahre.
Profile Image for Malin.
20 reviews
July 9, 2025
4.5⭐️
Ein wunderschönes emotionales Buch über die Selbstfindung.
Die Geschichte hat mich tief im Herzen berührt und auch einige male zum nachdenken gebracht.
Die emotionale Liebesgeschichte von Luca und Mia, mit all den klassischen Hürden die Jugendliche überwinden müssen.
An einigen Stellen hätte ich es mir ausführlicher gewünscht.
Alles in allem ein toller Roman.
Profile Image for  ☼ anne ☼.
282 reviews6 followers
May 27, 2021
Ich liebe dieses Buch. Sehr sehr schön geschrieben, die Charaktere sind liebenswert, perfekte Sterne.
Ich empfehle dieses Buch sehr!
Displaying 1 - 10 of 10 reviews

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