Jump to ratings and reviews
Rate this book

Hochdeutschland

Rate this book
Victor kann sein albernes Siegerdasein als erfolgreicher Investmentbanker schon lange nicht mehr ernst nehmen. Alle Versuche, sich zu verlieben, scheinen ebenso zum Scheitern verdammt zu sein, wie es seine Ehe war. Er ist ein Produkt der marktorientierten deutschen Gesellschaft und dieselben Fähigkeiten, auf denen sein Erfolg in diesem System basiert, weisen ihm jetzt den Ausweg – eine Revolution. Er bewohnt eine gläserne Villa im Taunus, hat bei Bedarf Sex im Spa-Bereich des Hotel Adlon und schafft es, die Work-Life-Balance der Mitarbeiter seiner Bank in einem rentablen Ungleichgewicht zu halten. Doch all das führt zu nichts. Zum Glück lernt er den italophilen Finanzminister der Bundesrepublik Deutschland kennen, dessen Lebenstraum es ist, nach seiner politischen Laufbahn als steinreicher Investmentbanker mit dem Ferrari durch Mailand zu gleiten. Dafür braucht er Victors Hilfe und unterstützt ihn im Gegenzug dabei, eine populistische Bewegung zu gründen, deren rohe Lebendigkeit Victor erlösen wird. In seinem Roman wirft Alexander Schimmelbusch ein grelles Licht auf die deutsche Volksseele und stellt die zentralen Fragen unserer Ist unser System kaputt? Was ist Elite? Können wir überhaupt noch kommunizieren? Haben wir Prinzipien? Welchen Preis zahlt man dafür, nach seinen eigenen Regeln zu leben? Ist es Zeit für einen radikalen Neuanfang? Für eine Stunde null, wie nach einem Krieg?

214 pages, Kindle Edition

First published April 1, 2018

19 people are currently reading
410 people want to read

About the author

Alexander Schimmelbusch

6 books8 followers

Ratings & Reviews

What do you think?
Rate this book

Friends & Following

Create a free account to discover what your friends think of this book!

Community Reviews

5 stars
65 (11%)
4 stars
167 (28%)
3 stars
226 (38%)
2 stars
100 (16%)
1 star
32 (5%)
Displaying 1 - 30 of 43 reviews
Profile Image for Gavin Armour.
612 reviews127 followers
September 5, 2018
Es gibt diese 500-Seiten-Schinken, die man in 3 Tagen liest, oft der Unterhaltungsliteratur zuzuordnen, manchmal aber auch durchaus anspruchsvoll, strotzend vor Handlung, kluger Gedanken und fesselnden Figuren, daß man das Werk nicht aus den Händen legen kann. Es gibt aber auch Bände mit schlanken 200 Seiten, für die braucht man eine Woche, weil sie so hintersinnig, tiefgründig, voller Gedankenschwere sind, daß man Satz für Satz das Buch weglegt, um das Gelesene Revue passieren zu lassen. Und es gibt jene, für die man eine Woche braucht, weil sie sterbenslangweilig sind. Leider ist Alexander Schimmelbuschs mittlerweile vierter Roman HOCHDEUTSCHLAND in letztere Kategorie einzuordnen.

Da tritt uns also Victor entgegen. Der Mann, der uns hier seine Gedanken mitteilt, ist Besitzer einer Investmentbank in Frankfurt a.M., Sprössling einer Bankiersfamilie, Absolvent eines humanistischen Gymnasiums und der ‚London School of Economics‘, darob hochgebildet, nicht nur vollgestopft mit reinem Wissen, sondern auch moralisch gefestigt, ein in Scheidung lebender Vater einer kleinen Tochter und vor allem von seinem Dasein als Superreicher arg gelangweilt. Während er einen „Pitch“, in seiner Branche der Fachausdruck für eine Art Werbegespräch, mit dem Finanzminister der Bundesregierung vorbereitet, entwirft er wie nebenher das Programm für eine neue Partei, die sich weder links noch rechts, weder liberal noch nationalistisch, weder allzu sozialistisch noch konservativ aufstellen sollte, sondern, als ‚Deutschland AG‘ firmierend, die Bevölkerung des Landes hinter sich vereinen will, damit ein „Ruck“ durchs Land geht, Leistung sich wieder lohnt, die Schere zwischen Arm und Reich (mittels einer Vermögensobergrenze von 25 Millionen, die er selber locker reißt) geschlossen wird und jene Tugenden, die Deutschland einst groß werden ließen – Kultur, technische Innovationskraft, Ausdauer und Fleiß – sich auszahlen. So soll Deutschland wieder Marktführer in so ziemlich allem werden, worin man Marktführer sein kann. Er gibt sich Mühe, bei den drängenden Problemen, bspw. der Migrations- und Flüchtlingsfrage, nicht allzu populistisch zu wirken, bedient aber das „gesunde Volksempfinden“ durch harte Verfahrensweisen mit straffällig gewordenen Asylanten, u.ä. Schließlich übermittelt er seine Idee einem alten Freund, der Abkomme einer Döner-Dynastie und Abgeordneter der Grünen im Bundestag ist, mittlerweile jedoch genug von seiner Partei hat. Während Victor hofft, den Auftrag der Regierung und ein Teilsorgerecht für die Tochter von seiner Frau zu bekommen, macht sich sein Kompagnon dran, die Idee einer Massenbewegung umzusetzen.

Eine an sich gelungene Idee. Und ganz sicher ein Roman zur rechten Zeit, scheint das Land doch gerade vor einer Zerreißprobe zu stehen, sich von Populisten jedweder Couleur seine Themen diktieren zu lassen und demnächst alten, längst vergangen geglaubten , durchaus finsteren Verhaltensweisen anheim zu fallen. Doch wie so oft reicht eine gute Idee nicht aus. Das fängt bereits bei der Figur Victor an. Schimmelbusch schöpft da wohl tief aus seiner eigenen Biographie und seiner Erlebniswelt, denn vergleicht man seinen Werdegang mit dem seines Protagonisten, tun sich erstaunliche Ähnlichkeiten auf. Vielleicht aus mangelnder literarischer Kenntnis, vielleicht aus mangelndem literarischen Einfallsreichtums ist ihm leider nicht aufgefallen, daß die Figur so, wie sie dem Leser entgegentritt, nichts Originelles aufweist, ja, nachgerade zum Klischee erstarrt. So, wie sie da auf dem Papier steht, verhält sich ein Banker, denkt ein Banker und lebt ein Banker in der Vorstellung des gemeinen Lesers, und Schimmelbusch weiß ihr nichts hinzuzufügen, was sie aus dem Sumpf des Trivialen hervorheben könnte. Ermüdend werden dem Leser Luxusartikel – Autos, Weine, Haushaltsgeräte, oft mit Markennamen – aufgezählt, werden menschenverachtende Betrachtungen zu Untergebenen angestellt, werden Sexualpraktiken mit verschiedenen, meist in Abhängigkeitsverhältnissen stehenden, Frauen geschildert, deren Namen sich Victor kaum merken kann, und das ganze mit sentimentalen Beobachtungen und Erinnerungen an seine Tochter, die ihm, natürlich, alles bedeutet, konterkariert. Daß dieser Mann sich Gedanken über Deutschlands Zukunft macht und diese in einer „gesamtdeutschen“ Kraftanstrengung positiv wenden will, nimmt man ihm aufgrund der geschilderten Bildung, seines Werdegangs und der ihn umtreibenden Langeweile, zwar noch gerade ab, auch, daß das Programm seiner Bewegung jenseits von rechten und linken Klischees sich aufschwingt, die Probleme mit der Wirtschaft entnommenen und durchaus den reinen Kapitalismus bändigenden Rezepten anzugehen, doch den humanitären, nicht einmal den dringenden Aspekt der Sache kann Schimmelbusch nicht glaubhaft machen. Man muß Victor, und damit auch dem Autor, zugute halten, daß der Entwurf ursprünglich eben auch nur das ist – ein Entwurf, eine skizzierte Idee, der Langeweile in einem Berliner Hotelzimmer geschuldet. Doch das, was daraus entsteht – eine Massenbewegung, die schließlich die Macht im Lande übernimmt - soll vielleicht warnendes Beispiel dafür sein, wie Leute ohne wirkliche Konzepte und mit zu viel Geld und Zeit sich bemüßigen, Politik zu einem Hobby zu machen, doch verkennt Schimmelbusch dann, mit welchen Mitteln die realen Populisten dieses „Hobby“ betreiben.

Vielleicht war es so geplant, daß hier eine Figur aus dem Auge des kapitalistischen Taifuns in seiner ganzen Perfidie vorgeführt wird, ausgestellt als haltloser, sich in Oberflächlichkeiten verlierender Gewinner des herrschenden Neoliberalismus, den leise das schlechte Gewissen plagt. Durchaus werden Erinnerungen an Bret Easton Ellis´ Yuppie-Monster Patrick Bateman aus dem Epochenroman AMERICAN PSYCHO evoziert, doch gelingt es – und da setzt die Kritik dann viel fulminanter auf der formalen, stilistischen Ebene an – Schimmelbusch eben nicht, die Figur entweder derart zu überzeichnen, wie Ellis dies tat und damit etwas schuf, was in der Literatur vielleicht einmalig geblieben ist, noch ist sie in eine literarisch hinreichende Umgebung eingepasst, die signifikant Eigenständiges zu bieten hat, um realistisch zu wirken und somit auf eine Weise zu überzeugen, wie dies bspw. die politischen Figuren eines Wolfgang Koeppen seinerzeit taten. Schimmelbusch mag die Welt seines Victor genau kennen, doch weiß er aus dem Innern dieser Welt, noch dem Innenleben dieser Figur. irgendetwas wirklich Überraschendes zu generieren. Sollte es schlicht so sein, daß Typen wie Victor einfach exakt den Klischees entsprechen, die der Normalbürger von ihnen hegt? Dann, mit Verlaub, sind sie als literarische Protagonisten ungeeignet.

Leider setzt sich die Oberflächlichkeit des Personals stilistisch in der Anwendung der Mittel fort. Da verliert sich der Leser in einem Gewitter aus Metaphern, die zunächst durchaus humoristisch, manchmal mit Schlag ins Sarkastische gefallen mögen, recht bald aber entpuppen sie sich als reiner Selbstzweck. Fast tautologisch mutet das an, wenn all diese Bilder, die Victor findet, um seine Fahrten durch den Taunus, Berlin, Frankfurt a.M. oder das Verhältnis zu andern Menschen zu charakterisieren, letztlich immer nur auf sich selbst und ihren Erfinder zurückweisen, sich in sich selbst verleiren. Vielleicht ist auch das so gewollt. Vielleicht soll die Oberflächlichkeit und Verliebtheit in Luxusgüter, die als ständige metaphorische Referenz genutzt werden, eben die Oberflächlichkeit der Figur bestätigen. Aber als Stilmittel ist das zu wenig, weil es eben nur Oberflächlichkeit zeigt und bedient. Genau darin besteht eben der Unterschied zu einem Großmeister wie Ellis, dem es gelang, der Oberflächlichkeit Batemans eine tiefere Ebene abzugewinnen, wenn auch mit drastischen Mitteln. Ein Leben, eine Welt als Label. Die Zeichenhaftigkeit als Inhalt, bei dem zwischen einer Flasche ‚Dom Perignon‘ und literweise Blut kein Unterschied mehr besteht. Beides ist flüssig.

Gänzlich jeglicher literarischen Verarbeitung abhold ist dann aber der Schluß des Romans. In einem Abriß, nachdem der eigentliche Handlungsfaden zu einem unentschlossenen Ende inklusive eines Ausflugs ins leicht Esoterische kommt, wird uns der Erfolg von Victors Programm und der daraus entstandenen Bewegung berichtet. Daß das – natürlich – in eine leicht verschwurbelte Diktatur führt, in der illiberale Werte gängige rechtsstaatliche Prinzipien verdrängt haben, ist sich Schimmelbusch als Analyse wohl schuldig, doch überzeugt das weder inhaltlich noch formal. Ein wenig hat man den Eindruck, daß hier jemand unbedingt das Buch zur Stunde schreiben wollte, eine durchaus spannende Idee hatte, aber weder Lust noch die Fähigkeit, dieses doch arg klapprige Gerippe mit dem nötigen literarischen Fleisch auszuschmücken, um eine überzeugende Erzählung zu liefern. Leider, möchte man sagen. Es täte gut, wenn aktuelle Literatur der Verquickung von Politik und Wirtschaft, von Populismus und Beliebigkeit, die Gegensätze und die Dialektitk von reich und arm genauer auf unter die Lupe nähme und so verdeutlichte, was uns da drohen könnte. Dies hier aber ist zu unentschlossen, hin und her gerissen zwischen Satire und ernsthafter Literatur, zwischen Übertreibung und realistischer Abbildung, um wirklich einen gelungenen Anfang zu markieren.
Profile Image for Tuti.
462 reviews47 followers
July 29, 2018
intelligent look at german reality anno 2017, through the cynical eyes of an investment banker and writer of novels (like the author), lonely in his huge designer glass-house, his only meaningful relationship being his 6 year old daughter. in a moment of boredom and frustration, he writes a political manifesto as a template for an utopic reorganization of germany as a functioning hyper-business, and his friend ali osman, a politician fed-up with his ecological "green" party becomes interested. many ideas and thoughts about present germany. the last 3-4 pages aren't really up to the rest, but overall a very interesting and fast read.
33 reviews1 follower
December 16, 2021
Een boek waar ik geen boodschap aan had. Geforceerd taalgebruik en dan moest ik nog door het vervelend en gezwollen geschreven traktaat van het hoofdpersonage naar het einde toe.
Profile Image for miss.mesmerized mesmerized.
1,405 reviews42 followers
March 16, 2018
Sein Name legt es eigentlich schon nahe: Victor ist ein Siegertyp. Als Investmentbanker hat er mehr Geld verdient, als er jemals ausgeben kann und in der Birken Bank kann er sein in den Jahren in verschiedensten renommierten Geldhäusern gesammeltes Wissen vollends ausleben. Dies trifft vor allem die jungen und geldhungrigen Mitarbeiter, von denen er vollen Einsatz und Verzicht auf ein Leben außerhalb der Bak einfordert. Doch Victor erkennt im Laufe der Zeit, dass weder Status noch Geld zu wirklichem Glück und Zufriedenheit führen und er sucht sich ein neues Betätigungsfeld: er will eine politische Bewegung gründen, eine neue Partei, die aus dem Land eine zukunftsorientierte und gewinnbringende AG macht. Mit seinem Wirtschaftswissen ist es nicht schwer, die Grundzüge eines neuen Staates zu skizzieren, der zu allgemeinem Wohlstand führen wird.

Alexander Schimmelbuschs Roman lässt sich nicht einfach fassen. Hat man zunächst den Eindruck, es mit einer unglaublichen Parodie auf die Banker und arrivierten Neureichen zu tun zu haben, rückt zunehmend der gesellschaftliche Blick ins Zentrum und plötzlich wird das Politische immer stärker. Die Figur Victor tritt hinter seinem Pamphlet zur Umgestaltung des Staates zurück und man muss sich fragen, ob diese zunächst abstrus anmutende Idee nicht möglicherweise sogar ihre Anhänger finden könnte.

Der Protagonist, der die Handlung dominiert und der weitere Figuren nur am Rande seiner Existenz zulässt, macht ganz sicher die große Stärke des Romans aus. Das einerseits stereotype Bild ist in sich stimmig: das Auto, die Wohnungen - die Statussymbole und die Haltung gegenüber den Untergebenen zeigen plakativ den Emporkömmling, der den Platz an der Spitze erreicht hat. Gelungen sind die Erläuterungen, wie er zu einem solchen Erfolg gekommen ist, geschickt werden hier die rücksichtlosen Mergers und Acquisitions in ihrer Menschenfeindlichkeit entlarvt. Auch sein Geschick im Umgang mit dem Minister lässt einem leicht den Erfolg der Berliner Lobbyisten nachvollziehen. Eine gewisse Selbstverliebtheit - „Die Diskrepanz zwischen seinem Einfluss und seiner Außenwirkung war langsam wirklich zum Verzweifeln.“ – darf natürlich auch nicht fehlen, wenn er sich auch dessen bewusst ist, was er tut: „Er hatte Geschichte geschrieben, oder zumindest an ihr mitgeschrieben, auch wenn sein Einfluss destruktiv gewesen war.“

Victors Entwurf einer neuen Gesellschaftsform ist die gnadenlose Übertragung ökonomischer Prinzipien auf eine Gesellschaft. Selektion der Besten – sowohl was die Chancen der Bevölkerung als auch was die der Zuwanderer angeht – Leistungsprinzip und Unterordnung des Individuums unter die Idee des großen Ganzen. Statt Leitkultur gibt es Corporate Identity und die Ordnungsmächte werden ertüchtigt, die neuen Prinzipien vollends zu überwachen und bei Missachtung zu sanktionieren.

Ein interessantes Gedankenspiel mit einer ernstzunehmenden Thematik, das keineswegs utopisch aus der Luft gegriffen ist. Ein Protagonist, der in sich stimmig ist und die Last des Romans problemlos tragen kann. Aber ein wenig bleibt man am Ende als Leser doch unzufrieden zurück. Mir war der Roman zu wenig literarisch, es gibt bei genauer Betrachtung fast keine Handlung, zu wenig Interaktion zwischen den Figuren und die kritische Gegenstimme, die diese klare Linie bricht, fehlte ebenfalls. Dies schmälert nicht den Gedanken, den Schimmelbusch mit seinem Roman aufgreift, aber es ist als Roman nicht ganz zufriedenstellend gelöst.
Profile Image for Tina (Sips & Scares).
277 reviews20 followers
April 19, 2018
Von einem, der alles ändern will und selbst nichts tut

Alexander Schimmelbuschs Roman „Hochdeutschland“ hat mich mit seinem wundervoll gestaltetem Cover schon in den Verlagsvorschauen angesprochen. Zugegeben, der Klappentext klang nicht hundertprozentig nach dem, was ich normalerweise lesen würde, aber es spielt im Taunus und das fand ich doch ziemlich spannend. Also zog „Hochdeutschland“ in mein Regal ein. Es geht um Victor, der – ganz nach seinem Namen kommend – ein echter Siegertyp ist. Er arbeitet als Investmentbanker und kann mit Geld nur so um sich werfen. Doch in seinem Privatleben läuft im Gegensatz zum Beruf alles schief: Er ist geschieden, sieht seine Tochter nicht allzu häufig und kann mittlerweile mit seinem Leben nicht mehr glücklich sein. Überall sieht er klaffende Ungerechtigkeiten, das Millionen, die er als Banker scheffelt, müssten viel mehr den sozialen Organisationen zugesteckt werden – eine Reichensteuer muss her, damit das Deutschland aus seinen Erinnerungen wieder aufleben und die Grenze zwischen arm und reich wieder verkleinert werden kann. Er schreibt ein politisches Manifest, das Deutschland wieder zur Blühte bringen soll, radikal ist es, und sein Kumpel, der Parteimitglied der Grünen ist, macht sich mit dem Manifest als Parteiprogramm als neue Partei einen Namen.

"Sein eigenes Glück schmieden – was für ein verlogenes Bild."

„Hochdeutschland“ hat mich mit seinem Klappentext vermuten lassen, dass Victor ein selbst reflektierender Mensch ist, und das ist er auch in Ansätzen, aber was er zu meinem Leidwesen größtenteils ist, ist unsympathisch. Eigentlich müsste ein solcher Weltverbesserer, der sogar gute Ansätze und Ideen mitbringt, doch ein sympathischer Typ sein — Fehlanzeige! Victor schaut von seinem hohen Ross auf Deutschland herunter, findet, dass sich etwas ändern muss, aber wirklich aktiv wird er selbst nicht. Er fängt halbherzig einen Roman an, dessen Geschichte auch seitenlang erzählt wird und der Leser wird ebenfalls Zeuge des (zugegeben, sehr interessanten) Manifests, doch leider schafft Victor es nicht, sich zu einer Aktion aufzuraffen. Ausführender Hebel ist schließlich sein Freund Ali, mit dem er literarisch wertvolle Gespräche führt: »Ey, willst du wirklich diese Keule schwingen?« — »Die einzige Keule, die ich schwinge, ist meine osmanische Liebeskeule…«

Doch nicht nur die Dialoge zwischen Ali und Victor haben mir nicht zugesagt, sondern auch der Erzählstil. Schimmelbusch wirft mit großen Wörtern nur so um sich und das Gefühl entsteht, er möchte seinem Text ein wenig Erhabenheit verleihen. Die Charaktere im Buch bleiben auch lieblose Karikaturen, wenn Victor seine kleine Tochter mit „mein Kindchen“ anspricht, möchte man als Leser am liebsten schnell das Weite suchen. Selbst in den Passagen, in denen Victor sich an seine Kindheit zurückerinnert, seine Träume, seine Hoffnungen, bleibt der Leser stets distanziert und kann sich zu keinem Zeitpunkt in ihn hineinfühlen. Auch die Art, wie er seine Mitarbeiter schindet, ganz nach dem „überlieferten Protokoll“ der Investmentbanker und wie diese stets wie Sklaven arbeiten lässt, nur, weil es die Generationen vor ihm ebenso gemacht haben: zwei Stunden Schlaf im Büro, schnell im Wellnessbereich duschen, Kaffee, dann wieder ran ans Werk.

Die vollständige Rezension findet ihr auf meinem Blog: https://killmonotony.de/rezension/ale...
Profile Image for Dragana.
637 reviews
August 27, 2018
Bös-scharfe Satire, wobei die Satire in Farce und Faxen zerfliesst und das Böse bei aktuell kritischer Betrachtung ins arg sexistische (das fulminante, "feministische" Ende wirkt eher schematisch). Aber meine Bewertungen beruhen vor allem auf Schreibkunst, gefolgt von Unterhaltung (nicht immer, aber oft synonym mit Humor), und die ist vorzüglich.
18 reviews
June 11, 2020
Die Einblicke in das Leben als Investmentbanker und seine Dekadenz sind sehr unterhaltsam und spannend zu lesen - sehr schwer den Charakter nicht unsympathisch zu finden (erinnert an Krachts Faserland). Mit der populistischen Partei wurde es dann ein wenig zu absurd für meinen Geschmack.
Profile Image for Lolonie.
3 reviews
March 29, 2023
Ich habe wirklich genug von weißen cis Männern zu lesen, die keinen Zugang zu ihren Gefühlen haben. Danke und slay
Profile Image for Martin Kiesewetter.
6 reviews
April 21, 2025
Puh, wo soll ich anfangen?

Storyline (eigentlich kaum vorhanden):
Der Chef einer erfolgreichen Investmentbank ist von seinem Beruf und seinen Statussymbolen gelangweilt, schreibt ein Buch und gründet zufällig eine populistische Partei. Das Programm spricht Wähler von Linke, Mitte und Rechts an und gewinnt somit aus dem Stand.

Schreibstil:
Von den 215 Seiten sind ca. 180 Seiten der Versuch, den Protagonisten (Victor) zu beschreiben – wobei es eher so scheint, als würde der Autor hier versuchen, mit intellektuell klingenden Wörtern, ausgedehnten Ausschweifungen und unnötig langen Sätzen (man darf auch einfach einen Punkt statt Komma oder Doppelpunkt verwenden?!) seine Wortgewandtheit zur Schau zu stellen.

Zum Großteil völlig emotionslos geschrieben, keine Entwicklung der Charaktere (Viktor ist eine kalkulierende, emotionslose Maschine die nur Gefühle für die Tocht hat - vgl Homo Faber). Spannungsbogen ist einfach non existend.

Aber: Der Autor hat selbst als Investmentbanker gearbeitet. Verarbeitet er hier seine Erfahrungen? Soll der Schreibstil den Charakter Viktors verkörpern? Gesellschaftskritik ist zumindest ausreichend vorhanden - daher 3 Sterne.

Fazit und gleichzeitig ein Zitat der Lektorin, die Viktors Buch evaluiert:
„Sie habe beim Lesen der Verdacht beschlichen, der beachtliche Stilwille solle hier eine eklatante Plotarmut verschleiern.“
This entire review has been hidden because of spoilers.
13 reviews
August 29, 2025
Den Anfang fand ich sprachlich sehr unterhaltsam. Man taucht in die absurden Tiefen eines Investmentbankers ein, der sein eigenes Berufsbild mit all seinen Eigenheiten scharf beschreibt. Dann geht das Buch plötzlich über in ein Manifest zur Reformierung Deutschlands, eingekleidet in den eigenen Ideen des Protagonisten, welche dann am Ende mit seiner Wirklichkeit kulminiert. Insgesamt ok. Sprachlich fand ich es sehr ansprechend.
Profile Image for Indeherberg Dennis.
27 reviews
May 17, 2019
Gestrand op pagina 87. Het interview met bijhorende recensie was interessanter dan het boek an sich.
Profile Image for Steffen Roth.
61 reviews1 follower
November 6, 2023
Ziemlich wellenförmig, zum Teil echt gelungen, weise, böse aber witzige Gesellschaftskritik, zum Teil klappt dieser Versuch aber nicht ganz.
Profile Image for Emil Fichtner.
93 reviews3 followers
January 19, 2023
Interessant, provokant, sexistisch und voll mit zynismus. war absolut ok aber die story hätte spannender sein können
45 reviews
March 28, 2018
Aus der Perspektive des Investmentbankers Victor erleben wir in „Hochdeutschland“ einen zynischen Blick auf das Deutschland unserer Zeit. Seine Ehe ist gescheitert, sein Job scheint ihn nicht auszufüllen und überhaupt scheint ein Leben, das kaum bis keine Herausforderungen mehr bietet, bei genauerer Betrachtung gar nicht so erstrebenswert zu sein.

Tja, aber was genau passiert dabei nun? Irgendwie nicht so richtig viel, aber das, was passiert, verbirgt sich hinter (teils gewollt wirkenden) komplizierten Phrasen und Fachbegriffen. Victor schreibt Pitches, er steigt ziemlich detailreich in die Funktionsweise eines Wasserkraftwerks ein, dessen Eigentumsverhältnisse anscheinend politisch betrachtet Signalwirkung entfalten, aber es passiert einfach nichts.

Dabei ist die Atmosphäre, die geschaffen wird, durchaus reizvoll. Der Blick hinter die Kulissen eines Lebens, in dem rein gar nichts fehlt – jedenfalls finanziell gesehen nicht –, ließ mich mit der Frage zurück, wie nah an der Realität das wohl schon heute sein mag. Ist das noch Dystopie oder ist es schon Lebenswirklichkeit? Das ist ein Spannungsfeld, das mir persönlich sehr zugesagt hat.
Und trotzdem: Mein Problem mit „Hochdeutschland“ war, dass ich das Buch einfach nicht verstanden habe. Ganz besonders trifft das aufs Ende zu: Was um alles in der Welt passiert da? Und warum bitte? Für mich hat dieses Ende ein Buch, das durch seine Atmosphäre vielleicht eigentlich ganz okay war, erheblich nach unten gezogen.
Profile Image for Gerd.
53 reviews
March 17, 2018
Ein ehemaliger Investmentbanker schreibt ein Buch über einen einen Banker. Den besten, natürlich, man umgibt sich mit dem besten und teuersten, was der Markt zu bieten hat. Man ist es sich wert und man ist es wert, wenn man mit einem Deal Beträge in schwindelnder Höhe umsetzt.
In der ersten Hälfte geht es genau darum, die Hauptperson des Buches (Victor, derSieger genannt) erkennt Möglichkeiten des Marktes um ein dickes Geschäft zu machen, lässt sich von Zuarbeitern, die unter sklavenähnlichen Bedingungen hausen, mit Material dazu versorgen und schließt binnen eines Tages ab. Dabei bekommt man einen Einblick in das Leben dieser besonderen Gesellschaftsschicht, die vielleicht stimmen mag.
Danach wird es utopisch. Victor erkennt für sich, dass Deutschland auf dem neoliberalen Weg ins Hintertreffen gerät und entwickelt das Programm einer linkspopulistischen Partei, in dem Vermögensobergrenzen eingeführt werden und die verscherbelten Teile der Infrastruktur wieder in staatlichen Besitz übergehen. Natürlich ist er auch damit erfolgreich.
Keine literarische Meisterleistung, aber es trägt über die etwas mehr als hundert Seiten. Ein Seitenhieb auf die blauen Dumpfbacken ist auch dabei.
Profile Image for Truusje Truffel.
95 reviews12 followers
February 28, 2020
Recensie door Philipp van Ekeren
Uitgeverij Prometheus


Van Wolf of Frankfurt tot blauwdruk van BV Duitsland

Het boek is uit en ik moest werkelijk even bijkomen van de 221 pagina's. Ik bleef achter met de vraag wat voor een boek ik nu net had gelezen. In het begin deed het me denken aan de sfeer van 'American Psycho' maar dan afspelend binnen de hedendaagse Duitse upper class: een hyperintelligente hoofdpersoon zonder enige emphatisch vermogen in een puissant gefortuneerd leven op het hoogste niveau, laverend tussen bedrijfsleven en politiek. Genadeloos ondergaat de lezer het hectische leven van deze bankdirecteur; fusies & overnames in een spervuur van complexe zinnen. Zinnen die staan als een huis en zeker niet licht lezen. Die soms langzaam moeten worden herlezen om de impact volledig te beseffen. Daardoor een opgave? Absoluut niet! Schimmmelbusch schetst zijn protagonist strak maar zeer vermakelijk in zijn denken en doen. Messcherp wordt de huidige maatschappij ontleed, altijd analytisch tot in de essentie, cynisch en bij vlagen hilarisch. Dat levert werkelijk prachtige zinnen op. Zoals over de werkende vrouw in een relatie met een succesvolle echtgenoot.

'En zo ontstonden middelpuntvliedende krachten in deze huwelijken, die als allianties van autonome eenheden waren opgezet, omdat de totale afwezigheid van de noodzaak geld te verdienen de vrouwen met de verleiding confronteerde hun mannenberoep op te geven en zich voortaan aan hun eigen interesses te wijden.'

Een bijzonder inkijkje in de top het bankwezen. Ter illustratie één zin over het pitchen in de financiële wereld die nauwgezet de bedrijfscultuur en mentaliteit beschrijft in opmerkelijke metaforen:

'De functie van zo'n pitch is de kinderlijke veroveringsfantasieën die als schimmen van gouden vissen onder bevroren wateroppervlakken door de dagdromen van bedrijfsleiders spoken, aan te voelen, aan een analyse te onderwerpen en vervolgens aan die laatsten als strategisch zinvol te presenteren.'

Steeds meer wordt zijn perfecte wereld onthuld en hoe Victor, bijna in een ivoren toren, leeft en omgaat met andere mensen. Zou eigenlijk zeggen hoe hij ze gebruikt. Een exemplarische scene is als deze Victor iets gaat kopen bij de Mediamarkt en een cultuurshock ondergaat tussen de gewone burgers. Als lezer ga je je afvragen waar het verhaal naar toe gaat. Op dat punt kan je dat werkelijk niet bevroeden.

Halverwege het boek neemt deze superzakenman het besluit om een manifest te schrijven in 21 korte hoofdstukken over de huidige maatschappij, een radicale oplossing om Duitland te transformeren in één groot toekomstbestendige multinational ‘BV Duitsland’ waar het grote verschil tussen extreem rijk en arm drastisch wordt genivelleerd, om Duitsland te beschermen tegen de globalisering, om Die Heimat te beschermen tegen de opkomende wereldmachten zoals China. Een duidelijk politiek pamflet en visie. Sociaal, betrokken en plausibel. Zo uitgesproken heb ik Houllebeq nog niet meegemaakt. Het deed me ook denken aan de publiciteit op dit moment over het nieuwe boek 'Kapitalisme en ideologie' van Thomas Piketty met zijn aanval op de superrijken. Een mooi villein voorbeeld over investeerders is de zin:

'Met de internationale investeerders was het daar tegenwoordig net als met de toeristen op de reusachtige cruiseschepen, die met hun boeggolven de lagunestad naar de ondergang dreven – ze kregen maar niet genoeg, en doorgaans merkten ze het niet dat de visbouillon voor hun risotto van karkassen van in Madagaskar gekweekte pangasius was getrokken.'

Over de helft van het verhaal wordt zijn jeugd- & studievriend Ali Osman geïntroduceerd. Deze telg uit een zeer succesvoll Dönerimperium heeft hij zich aangesloten bij de Grünen. Hij is er niet helemaal op zijn plaats en als hij het pamflet van Victor onder ogen krijgt beseft hij gelijk dat dit de basis is van zijn nieuwe politieke carrière met zijn eigen partij 'Deutschland AG'. Dat gebeurt dan ook en voordat de lezer kan ademhalen is Victor minister van het derde kabinet Osman. En speelt het verhaal in de toekomst waar het manifest werkelijkheid is geworden.

Meer ga ik niet prijsgeven. Het is allemaal indrukwekkend maar ook erg veel. Naar mijn bescheiden mening ietwat teveel. Naar het eind van de roman verliest het door de extra verhaallijnen wat aan kracht. Ook dat de veelheid aan ideeën, analyses en invalhoeken, hoe bijzonder dan ook, een duidelijke samenhang en opbouw in het verhaal niet altijd versterken. Als voorbeeld de uitwijding over de wens van Victor om een roman te schrijven, refererend aan zijn eigen leven én natuurlijk iets voor eeuwig achter te laten, is in mijn ogen een overdaad.

Toch blijft Opperduitsland een heel bijzonder boek door het actuele onderwerp én de krachtige bespiegelingen, gegoten in betonnen zinnen. Het zet aan te denken over de diverse maatschappelijke thema's die worden aangesneden. Een goed geschreven roman. Ja, dit unieke boek verdient veel lezers.

En wat ik niet wil vergeten te melden is het ijzersterke omslagontwerp van Design Agency 'Dog and Pony'. Grafische eenvoud maar daardoor een treffende visuele vertaling van het verhaal.

Auteur

Alexander Schimmelbusch (1975) is romanschrijver.
Hij werd geboren in Oostenrijk en groeide op in Frankfurt am Main en New York. Na zijn studie economie en Duitse studies aan de Georgetown University in Washington, werkte hij vijf jaar als consultant voor fusies en overnames bij een investeringsbank in Londen. Hij leeft nu als schrijver en journalist, gevestigd in Berlijn en New York.

Zijn roman Blut im Wasser werd in 2009 bekroond met de Hotlist- prijs. In 2018 was het vierde boek de economische satire Opperduitsland.
(Bron: https://de.wikipedia.org/wiki/Alexand...)
Profile Image for Achim ('akim) Schmidt.
211 reviews
September 22, 2019
Was mit einem Einblick in die ebenso versnobten wie nihilistischen Finanzeliten beginnt geht über in die Darstellung eines radikalen gesellschaftlichen Gegenentwurfs weit jenseits der romantisierten sozialen Marktwirtschaft.

Sprachlich gut zu lesen und mit interessanten Denkanstößen.
8 reviews21 followers
August 12, 2018
Hochdeutschland spielt in Deutschland 2017 und ist aus der Sicht des erfolgreichen, in Saus und Braus lebenden Investmentbankers Victor geschrieben, der eine Affäre mit seiner Nachbarin Maia unterhält und einzig und allein zu seiner kleinen Tochter Victoria eine bedeutungsvolle Beziehung führt, als er ein politisches Manifest, das einen radikalen Umbruch in Deutschland fordert, in die Welt setzt.

Was das Buch interessant macht, sind Victors Beobachtungen und Gedanken über die Gesellschaft. Er ist ein sehr glaubhafter Protagonist, was wohl auf den Hintergrund des Autors als ehemaliger Investmentbanker zurückzuführen ist. Zudem gefällt mir, dass sich der Roman sehr lebendig und aktuell anfühlt. Es gibt allerdings nicht allzu viel Handlung oder Interaktion zwischen Victor und anderen Charakteren, große Teile des Buchs umfassen "lediglich" Victors innere Monologe.

Stilistisch beeindruckt Schimmelbusch mit seiner Eloquenz, teilweise waren die Sätze mir allerdings etwas zu dick aufgetragen und verschachtelt.

Was mich aber am meisten stört, ist, dass das Buch meiner Meinung nach am denkbar unpassendsten Moment einen Sprung in die Zukunft macht und so den Teil überspringt, der mein Interesse am Buch überhaupt erst geweckt hat.

Profile Image for Laura Massa.
58 reviews
May 16, 2023
'Het Duitse antwoord op Soumission van Michel Houellebecq', bloklettert de Süddeutsche Zeitung op de achterflap van dit boek: ja, zo trigger je wel iets natuurlijk. Maar Schimmelbusch komt stilistisch niet aan de enkels van Houellebecq. Soms lopen zijn zinnen echt stroef, en de tijdsprongen zijn vaak te groot. Ik lees hier dat velen moeilijk voorbij het 'manifest' raken: ook zo'n tussenstuk zou Houellebecq nooit doen. Ik denk dat de vergelijking veeleer thematisch opgaat: de invloed van de islam op Frankrijk komt ook in Duitsland tot een culminatiepunt als Ozman, een migrant met Döner-imperium, de nieuwe Bondskanselier wordt. Meer nog dan een scherpe kritiek op het kapitalisme probeert dit boek de spot te drijven met allerlei revoluties (Porsche-Fraktion!). En laat ons eerlijk zijn, dàt doet de Zwitser Christian Kracht dan weer beter.
Profile Image for Lawrence Davies.
179 reviews6 followers
September 29, 2023
Simply didn't have enough novelistic qualities really - characters, character development, conflict, narrative (until the last 50 pages) etc. Worked as a political satire perhaps but even then I wasn't always sure what it was satirising, much of it seemed to be a thinly veiled reworking of Schimmelsbuch's own history as a investment banker, which reminded me of John Irvine's comment that if you want to process your own personal history in a novel you need to wait 30 years until you have enough objective distance from it. The frequent references to luxury products was futile if the reader doesn't know what they are. I read it in German and at least learnt a bunch of new German words.
242 reviews5 followers
January 28, 2019
Schimmelbusch heeft een mooie, af en toe wat opgeblazen maar vooral snelle schrijfstijl. De jachtigheid van het moderne leven van een bankier voel je er doorheen. De verrassende wending in het verhaal is op zichzelf bijzonder, maar in mijn beleving te weinig uitgewerkt. Het laat veel vraagtekens achter, wat misschien de bedoeling is. De vergelijking met Houellebecq, zoals gesuggereerd op de cover, vind ik niet op zijn plaats.
Profile Image for Gijs Zandbergen.
1,063 reviews27 followers
September 3, 2020
Wat een snobistisch, nodeloos ingewikkeld opgeschreven boek over schatrijke, gescheiden bankier (39), die een pamflet tegen het kapitalisme schrijft. Het is dat de schrijfstijl goed wordt volgehouden en pas in het laatste deel “normaal” wordt. Daarom drie sterren. Alleen speelt dat derde deel zich af in de toekomst, wat weer andere bezwaren met zich meebrengt. Een daarvan is dat het restant geloofwaardigheid daardoor geheel teniet wordt gedaan..
81 reviews
January 14, 2022
Dit is geen roman, maar journalistiek werk, een artikel. Al heeft hij er een personage ingestopt, (wel, niet echt een personage maar zichzelf) dat maakt het nog geen roman, en al zeker niet als dit personage én een poging doet een roman te schrijven en op zijn beurt een politiek programma schrijft. Het is het 21ste eeuwse politieke equivalent van Hadrian VII, het is neergeschreven dagdromerij. Het kan best interessant zijn maar literatuur is het niet. Dixi.

Profile Image for Renate.
56 reviews1 follower
February 2, 2019
Bijzonder creatief. Zet je aan het denken over waar het heen gaat met deze wereld. En een boek dat zich om de hoek van mij afspeelt, waardoor het nog realistischer is. Ook wat hoogdravend hier en daar, maar dat neem ik graag voor lief.
Hoogtepunt is het onbedoelde partijprogramma voor de Deutschland AG.
Profile Image for Adele Tsukino.
21 reviews1 follower
Read
September 14, 2024
Chose this because I read of it being a German equivalent of houellebecq but it was more like a slightly better Kristian Kracht for me. I don’t like when the characters are basically just mouthpieces for the authors opinion and sadly there was not much more to it. I did like the tone, writing and themes, so I will give this author another try
Profile Image for Ward.
18 reviews1 follower
March 3, 2019
Ik ben niet overtuigd. Het begin leek veelbelovend. Maar uiteindelijk blijft er van het boek niet veel meer hangen dan het taaltje dat door de schrijver gehanteerd wordt: kleurrijk, soms ook wel bombastisch, maar altijd speciaal.
Het verhaal vond ik niet dat.
Profile Image for Annders De Haes.
233 reviews2 followers
May 19, 2019
Iets te ingewikkeld/hoogdravend voor mij, maar er stonden wel interessante ideeën in - wat deze schrijver dan weer gemeen heeft met Houellebecq. Vandaar alsnog 3 sterren. De vertaling was af toe bijzonder Vlaams viel me op.
Profile Image for Isolde.
154 reviews
December 25, 2019
Ik ben geen fan van dit boek. Ik hou niet van de manier waarop dit boek is geschreven met ellenlange zinnen die vooral bestaan uit het aaneenrijgen van bijvoeglijke naamwoorden ... misschien is het heel literair, maar het komt op mij heel erg over als koketteren met, ja met wat eigenlijk ...?
Profile Image for Frans Pollux.
Author 3 books22 followers
January 17, 2019
Heel bijzonder. Geen makkelijk Duits, maar een geweldige stijl.
Displaying 1 - 30 of 43 reviews

Can't find what you're looking for?

Get help and learn more about the design.