'Trotzkopf's Brautzeit' ist eine Erzählung von Else Wildhagen, die direkt an das Buch ihrer Mutter Emmy von Rhoden 'Der Trotzkopf' anschließt ... Ilse verlässt nach einem Streit mit Leo das Elternhaus und fährt zu ihrer Freundin Nellie. Dort trifft Sie auf ihre Pensionsfreundinnen Flora und Rosi, die mittlerweile verheiratet sind ...
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Meine Meinung: Ein heftiger Streit am Anfang ihrer Brautzeit mit Leo führt dazu, dass Ilse bei Nacht und Nebel flieht. Sie will nicht nachgeben. Mal wieder siegt der Trotzkopf, der droht alles zu zerstören. Eine gewisse Geschichte, steigt jedoch immer wieder hoch. Frau Güssow hatte von einer jungen Frau erzählt, die durch ihre eigene Sturheit so viel verlor. Immer wieder scheint das Mädchen aus der Geschichte, ihr Blicke zuzuwerfen oder ihr zu sagen, das solltest du nicht tun. Es ist wie eine Warnung aus einer lange vergangenen Zeit.
Nellie nimmt sie auf. Dr. Fred Althoff, ihr Mann der spät heim kommt, war überrascht über den Hausgast. Ein Telegramm, beruhigt die besorgten Eltern.
Sie besuchen ihre Freundin. Flora lebt mit ihrem Mann, ein sehr seltsames Eheleben. Sie hat sich der Dichtkunst verschrieben, aber den Haushalt lässt sie verlottern. Genau wie Käthe ihr Stiefkind.
Rosi besucht Nellie zu Hause. Oh welch Wandel. Rosi ist so steif und von ihrer Meinung felsenfest überzeugt. Ihr Mann leidet darunter und auch ihr Sohn. Ihre Tochter dagegen ist so pflichtbewusst, daß es nichts zu mäkeln gibt. Das Leben möchte ich absolut nicht führen. Für ein junges Mädchen muss das schlimm sein.
Adolf, den Pastor finde ich lustig. Mit etwas Bier wird er lockerer. Endlich wehrt er sich gegen Rosis Miesepetrigkeit.
Dr. Anders und Orla, ach wie schön. Welche Gefühle schäumen da über. Voller Glück sind die zwei Verliebten, innig verbunden.
Herr Lüders ist ein unangenehmer, selbstverliebter Gockel, der meint jede Frau müsste an seinen Lippen hängen. Er hat etwas widerwärtig gemeines in seiner Art.
Die Szene als er Ilse bedrängt, bewirkt ein Umdenken in dem jungen Fräulein.
Wird alles wieder gut?
Mein Fazit: Es ist traurig das Ilse sich allem unterwerfen soll. Sie soll Menschen besuchen, die sie nicht kennt oder ihr liegen. Nur weil Leo auf seinen Ruf achten muss. Mir wäre da das Glück meiner Frau wichtiger. Aber die alten Gegebenheiten in der damaligen Zeit, waren eben so. Insgesamt geht es darum, dass Ilse lernt dass sie großes Glück mit Leo hat. Sie muss einsehen dass sie falsch lag. Das sehe ich nicht so, aber wie gesagt alte Gepflogenheiten. Insgesamt mochte ich dieses Buch nicht so sehr, wie Band 1. Es gibt im Allgemeinen einen guten Einblick, was nach dem Besuch des Pensionats geschehen ist. Es schafft also eine Verbindung zwischen Band 1 und 3.
Das zweite Buch der Trotzkopf Reihe gefällt mir nicht so gut, weil es in der heutigen Zeit sehr antiquiert wirkt. Ilse ist sich nach einem Streit nicht sicher, ob sie Leo wirklich heiraten will und besucht ihre alten internatsfreundinnen. Diese sind mittlerweile alle verheiratet und führen sehr unterschiedliche Ehen. Da ist nellie mit dem deutlich älteren ehemaligen Lehrer Doktor Althoff; Flora mit einem Mann und Stieftochter, die die beide für ihre Dichtkunst vernachlässigt; Rosi mit dem Pastor, die alles sehr pedantisch und ordentlich bestimmt und Orla, die mit ihrem Doktor andres turtelt. Wieder einmal lernt Ilse einiges von ihren Freundinnen über das Leben und muss sich schließlich entscheiden wohin ihr eigener Weg gehen soll.