Ich bin eine Omega. Wir werden als Sklaven für die Königsrasse der Alphas gezüchtet und haben keine Rechte, keinen Namen, kein Leben. Man behandelt uns nicht wie Menschen, sondern wie Ware. Nach dreihundertjährigem Martyrium wollen die Alphas uns auslöschen und durch Maschinen ersetzen. Meine Zeit ist abgelaufen, falls der verzweifelte Rettungsplan nicht gelingt. Doch wer würde darauf bauen, wenn die sogenannten Retter selbst Alphas sind? Kann ich ihnen vertrauen oder ist unser Untergang bereits besiegelt?
Librarian Note: There is more than one author in the Goodreads database with this name.
Ich bin 1987 in Pritzwalk geboren und ein echter Kindskopf. Seit ich einen Pappkarton zu meinem königlichen Schloss erklärt habe, hat sich eigentlich nicht viel geändert. Ich bin vielleicht etwas älter geworden, doch ich habe nie aufgehört über die Welt zu staunen. Dank meiner Vorstellungskraft bin ich schon fast überall gewesen, habe etliches erlebt und stürze mich täglich in neue Abenteuer. Es hätte also schon in meiner frühsten Kindheit absehbar sein können, dass ich irgendwann Mitreisende suchen würde ...
Im September 2013 habe ich mit "Cataneo - Der Weg Splendors" mein erstes Buch veröffentlicht. Knapp 1 1/2 Jahre später gewann ich dann, mit meinem Jugendbuch "Hope - Unsere einzige Hoffnung", meinen ersten Leserpreis. Im selben Jahr habe ich auch meine Fähigkeiten als Grafikdesignerin und meine Liebe zu Büchern miteinander vereint. Seitdem biete ich unter "Giessel Design" Covergestaltung für andere Autoren und Verlage an. Im Mai 2017 folgte dann der erste Verlagsvertrag, den ich beim Zeilengold Verlag unterschrieb.
Mittlerweile lebe ich in der Nähe von Hamburg und lasse es mir dort mit meinem Herzmann und meiner Hündin Paula gut gehen. Ich spiele zwar nicht mehr mit Pappkartons, aber Inspiration finde ich immer noch reichlich.
Was für ein Buch. So viele Stellen, die zu Lesen schmerzen, viel beängstigendes und so viel bei dem ich einfach nicht begreifen kann, dass es so etwas geben kann. Und das Schlimme daran ist, dass es in kleinster Weise abwegig ist. Ein wirklich starkes, erschreckendes Buch zum Thema Rassismus, welches sich zu lesen lohnt. Öfters hätte ich mir zwar mehr Beschreibungen gewünscht, gerade zu einer Sache gegen Ende des Buches, für mich hätte das Buch ja locker 100 Seiten mehr haben können und vereinzelt waren da Stellen, die etwas holprig waren, aber trotzdem ein wunderbares Werk mit einer wichtigen Botschaft.
Zitate hätte ich zu viele heraussuchen können, aber ein kleines wollte ich dann doch hervorheben.
Seite 215 >>Ich bin genug gekrochen, es ist an der Zeit mich zu erheben.<<
Ich bin ein Mensch – so lautet die erste Kapitelüberschrift, die mich mit den ersten Sätzen direkt in den Bann gezogen hat. Die Geschichte wurde aus der Perspektive einer Omega erzählt. Eine Omega, die als Sklavin verkauft wurde, keine Rechte und kein Leben besaß, einen Namen schon gar nicht.
Durch den angenehmen Schreibstil schaffte es die Autorin mich von der ersten Seite an mitzureißen. Ich merkte schnell, dass ich mich unbewusst direkt auf die Seite von der Protagonistin schlug, mich gedanklich an ihre Seite stelle, ihr meine Hand auf die Schulter legte, um ihr mein Mitgefühl zu bekunden. Nicht, dass sie bemitleidenswert war. Sie war unglaublich mutig, im Anbetracht der Tatsache, dass ihr das Sprechen und auch ein kleiner Blick nach oben verboten wurde, stets sollte sie den Kopf geneigt tragen und zum Boden schauen. Die Alphas hingegen genossen alle Privilegien der grotesken Gesellschaftsform, die punktuell an 1933 erinnerte. Alle Grausamkeiten, die den Omegas zugefügt wurden, wurden mit ihrer minderen Rasse begründet. Es war also völlig normal, sie zu versklaven, ihnen körperliches wie seelisches Leid zuzufügen, sie wie Ware zu handeln, sie zu ignorieren, ihnen menschenunwürdige Aufgaben zuzuteilen.
Alleine die Tatsache, dass ich mir zahlreiche Stellen markiert habe und beim erneuten Lesen wieder völlig in die Thematik gerissen werde zeigt, wie emotional, wie authentisch, wie aufregend diese Geschichte ist. Ich möchte gar nicht zu viel über die Protagonistin, die keinen Namen trug, verraten, ebenfalls nicht zu viel über den Inhalt. Die Entwicklung hielt einige Überraschungen bereit, positiv, wie negativ. Es gab schockierende Situationen, die ein beklemmendes Gefühl in mir auslösten. Es gab positive Momente, die einen kleinen Hoffnungsschimmer boten. Und es gab ein paar Besonderheiten auf der Beziehungsebene, die mich zu Tränen gerührt haben. Denn nicht nur die Omegas waren die Sklaven dieser Gesellschaft. Hier wurde die Intransparenz, die korrupten Machenschaften und die skurrilen Vorgaben immer wieder deutlich, sodass nicht nur unsere Protagonistin rebellierte. Oder zumindest den Versuch unternahm, waren ihr die meiste Zeit die Hände gebunden – im übertragenen Sinne. Alle Charaktere wurden hervorragend gezeichnet, Gut und Böse war nicht immer erkennbar und jeder trug seine Geheimnisse mit sich, manchmal bis ins Grab.
Zahlreiche Emotionen wurden in mir hervorgerufen, allen voran Wut. Eine tiefe Wut, gepaart mit Fassungslosigkeit, die die Hilflosigkeit, das Leid und all den Schmerz der Protagonistin und anderer Betroffenen widerspiegelte. Die Schicksalsschläge und die Grausamkeiten, aber auch die kleinen hoffnungsvollen Momente rührten mich zu Tränen. Ich kämpfte innerlich mit der Omega mit, ich hoffte mit ihr, sorgte mich mit ihr, fürchtete mich mit ihr. Die Hilflosigkeit war spürbar und ich wäre am liebsten in die Geschichte gekrochen, um an ihrer Seite zu stehen. Selten habe ich so eine mutige Heldin erlebt, deren Glauben an Veränderung und eine angenehmere Zukunft unerschütterlich war und die gleichzeitig alles andere als beneidenswert war – im Vergleich mit anderen Heldenfiguren aus dystopischen Büchern und Filmen.
Ein paar Charaktere und ihre Gedanken & Äußerungen zeigten, dass sie in ihrer eigentlich privilegierten Situation durch äußere Einflüsse und innere Angst vor eventuellen Konsequenzen immer wieder in Gewissenskonflikte geraten sind – zeige ich mich loyal meinem Volk gegenüber? Oder folge ich meinem Herzen? Denn tief im Inneren wussten sie, was richtig ist. Sie wussten aber auch, was auf ihre daraus resultierenden Handlungen folgen wird. Ein surrendes Gefühl der Angst, der Gewissheit, dass etwas passieren wird, begleitete die Charaktere in den Situationen. Je weiter die Handlung voran schritt, desto lauter wurde es. Je weiter die Rebellion durchsickerte, desto spannungsgeladener wurde es.
Das Ende konnte mich überzeugen und für ein gutes Gefühl sorgen, auch, wenn es wahrlich nicht nur positiv war. Und das starke Nachwort der Autorin hat mich sehr berührt. Ich weiß, dass es chronische Nachwortvermeiderer gibt, doch das solltet ihr hier auf jeden Fall ablegen und es euch durchlesen. Eigentlich möchte man danach in die Welt hinausschreien, wie schei*se Rassismus ist, wie wichtig Gleichberechtigung und Toleranz. Und wenn man schon mal dabei ist, kann man direkt noch auf dieses Buch aufmerksam machen.
FAZIT Mit Nation Alpha zeigt Christin Thomas auf, zu welchen (fiktiven) Grausamkeiten Menschen mit einer rechtsradikalen Ideologie in der Lage sein können und öffnet dem Leser auf eine schonungslos ehrliche und emotionale Weise die Augen. Ich kann die Geschichte dieser mutigen Heldin wirklich jedem empfehlen.
Vielen Dank an Zeilengold Verlag für das Rezensionsexemplar.
Ich bin eine Omega. Wir werden als Sklaven für die Königsrasse der Alphas gezüchtet und haben keine Rechte, keinen Namen, kein Leben. Man behandelt uns nicht wie Menschen, sondern wie Ware. Nach dreihundertjährigem Martyrium wollen die Alphas uns auslöschen und durch Maschinen ersetzen. Meine Zeit ist abgelaufen, falls der verzweifelte Rettungsplan nicht gelingt. Doch wer würde darauf bauen, wenn die sogenannten Retter selbst Alphas sind? Kann ich ihnen vertrauen oder ist unser Untergang bereits besiegelt? Quelle: zeilengold-verlag.de
Meinung:
Meine dunkle Haut schimmert im Licht der Sonne.
Das Cover sieht wirklich cool aus, durch das abgenutzte Design und auch durch das Grün wirkt alles viel düsterer. Man kann nur wenig auf den Inhalt schließen, jedoch finden sich einige Dinge aus dem Buch auf dem Cover wieder, wie etwas das A, und die Unterschiede der Stände, gezeigt durch die unterschiedlichen Landschaften.
Der Schreibstil der Autorin ist wirklich gut. Geschrieben ist das Buch aus Sicht von einer Omega. Dadurch steht man auf der anderen Seite, man ist selbst vorne dabei und merkt den Hass der Alphas richtig. Thomas schreibt sehr schön, poetisch und es sind einige schöne Zitate in dem Buch, außerdem regen ihre Sätze sehr zum Nachdenken an.
Zu Beginn lernt man die Omega kennen, sie ist eine unter vielen und steht gerade zum Verkauf. Sie kommt gerade zum Anführer der Alphas ins Haus und muss sich dort um seine Tochter kümmern, die nicht so einen Hass auf die Omegas hat, wie ihr Vater.
Ich habe bereits ein Buch der Autorin zu lesen begonnen, das hat mir allerdings gar nicht gefallen, darum habe ich es abgebrochen. Aus diesem Grund war ich bei diesem hier dann auch sehr skeptisch. Als es eine Leserunde bei Lovelybooks gab, habe ich dann mit meinem Exemplar teilgenommen.
Der Einstieg in die Geschichte fiel mir leicht, ich war sofort mitten im Geschehen und konnte mit der Omega mitfühlen. Eigentlich wollte ich nur ein paar Seiten lesen, doch das Schicksal dieser Frau haben mich so gefesselt, dass ich fast das halbe Buch in dieser Nacht las. Es war anders aus dieser Sicht zu lesen. Vergleicht man es mit anderen Büchern dieser Art, sieht man, dass man meist aus Sicht der Reichen liest, aber selten aus Sicht der Sklaven. Die Einblicke, die man hier bekommt, sind schockierend, aber genau dadurch verbindet man sich mit der Hauptperson, weil man ihren Schmerz ebenso fühlt.
Die Welt finde ich ebenfalls sehr interessant. Nach einem Krieg gelten die Weißen als Alphas und die Schwarzen als Omegas. Allein schon durch die Bezeichnungen wird die Differenz zwischen ihnen klar. Sie leben alle in ihrer kleinen Blase, in der Omegas versklavt werden und keine eigene Meinung haben dürfen. Sie dürfen nicht einmal reden. Im Laufe des Buches erfährt man immer mehr über die gesellschaftlichen Strukturen und wie es sonst auf der Welt aussieht. Zusammen mit der Omega lernt man und ich finde diesen Prozess, in dem die Hauptfigur und auch der Leser zusammen etwas herausfinden, super.
Da das Buch recht kurz ist mit nur zweihundert Seiten, möchte ich nicht zu viel über den Inhalt verraten. Die Geschichte der Omega hat mich aber tief berührt und man merkt auch, dass es nicht nur böse Alphas gibt, sondern auch welche, die anders denken, aber sich nichts sagen trauen. Es erinnert sehr an ein Konstrukt, welches es im echten Leben gab, die Parallelen haben mich wirklich erschreckt. Der Alpha One wurde auch als Führer angesprochen und mir kamen immer andere Bilder in den Sinn, wenn man so darüber nachdenkt, ist die Geschichte unserer sehr ähnlich. Eine Rasse will immer herrschen und bei diesem Buch sieht man erst, was Menschen tun, um ihren guten Status und ihr gutes Leben nicht zu gefährden. Die Autorin schafft es wirklich den Leser zum Nachdenken anzuregen.
Es bahnt sich aber auch eine Liebesgeschichte an, die zuerst eher versteckt wurde. Mit der Zeit wird es aber deutlich. Die betroffene Person bekommt dann auch noch eine große und wichtige Rolle und ich habe so gehofft, dass alles gut wird. Am Ende baut sich noch einmal die Spannung auf, es ergeben sich viele neue Möglichkeiten und man erfährt noch so einiges, das die ganze Sache wieder ändert. Man weiß am Ende aber nicht, was nun ganz genau passiert, da das Buch ein eher abruptes Ende nahm.
Trotzdem hat es ein paar unlogische Punkte für mich gegeben. Dies werdet ihr nur verstehen, wenn ihr das Buch gelesen habt. Wieso haben sie ihr die Narben entfernt, wenn sie diese als Beweise hätten nehmen können? Die Menschen habe tolle Technologie, wieso ist ihr Plan nicht früher aufgeflogen? Wieso sehen die anderen einfach weg? Manche Dinge habe ich einfach nicht verstanden. Insgesamt hat mir das Buch aber sehr gut gefallen, bis eben auf ein paar unlogische Dinge.
Fazit:
Meine Erwartungen wurden wirklich übertroffen, ich kann nur sagen, dass ich das Buch sehr schnell durch hatte, da ich unbedingt wissen wollte, was mit der Omega passiert. Die Autorin hat ihren Job hier wirklich sehr toll gemacht und dafür vergebe ich, da es doch in paar Ungereimtheiten gab, 4 von 5 Sterne.
Omegas werden in der Nation Alpha als Sklaven für die Königsrasse der Alphas gezüchtet. Sie haben weder Rechte, Namen und letztendlich auch kein Leben. Man behandelt die Omegas nicht wie Menschen, sondern wie Ware. Nach dreihundertjährigem Martyrium wollen die Alphas die Omegas nun komplett gegen Maschinen ersetzen. Die Zeit von Omega 4 scheint abgelaufen, doch dann bietet sich ihr ein verzweifelter Rettungsversucht. Doch kann sich Omega 4 darauf verlassen, dass der Plan gelingt, wenn ihre angeblichen Retter Alphas sind?
Durch Instagram bin ich auf die Autorin Christin Thomas und ihr Buch Nation Alpha aufmerksam geworden. Es ist sehr schnell auf meiner Wunschliste gelandet, da mich die Thematik Sklaverei und Rassismus sehr interessiert und ich wissen wollte, wie die Autorin mit diesem doch sehr schwierigen Thema umgeht. Also habe ich das Buch beim Zeilengold Verlag bestellt und direkt signiert im Briefkasten gehabt.
Ich war unglaublich gespannt auf die Geschichte und habe das Buch deshalb nicht lange auf meinem SuB liegen lassen. Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen. Omega 4 ist eine sympathische Erzählerin, die unglaubliches erleiden musste. Ich habe mich direkt mit ihr verbunden gefühlt, weil sie einfühlsam und rücksichtsvoll ist. Sie versucht immer das Richtige zu tun und sieht in jedem Menschen das Gute, egal, was derjenige zuvor getan hat und woher die Person kommt. Für sie spielt das alles keine Rolle, denn sie sieht den Menschen und nicht die Hautfarbe. Woher das alles kommt, weiß ich nicht und das wird auch am Ende des Buches nicht aufgeklärt. Omega 4 hat einfach diesen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit und das Gute. Gleichzeitig hat sie aber auch den Wunsch nach Freiheit, wie es wohl allen Omegas in Nation Alpha geht. Sie will einen Namen, ein Leben, eine Familie, sie will frei sein und mit diesem Wunsch beginnt ihr Weg zur Befreiung.
„Die Ausgrenzung tut weh, genauso wie die Verachtung und die Beleidigungen. Ich bin auch ein Mensch. Ich verdiene einen Namen und ein Preisschild, auf dem Unbezahlbar steht.“ (S.20)
Nation Alpha ist ein starkes Land, das von den vereinten Nationen abgeschottet existiert. Den anderen Ländern ist es nicht möglich sich ein richtiges Bild von Nation Alpha zu machen und deshalb lassen sie das Land und ihren Herrscher, den Alpha One, in Ruhe. Dreihundert Jahre hat sich in Nation Alpha nichts verändert. Die dunkelhäutige Bevölkerung wird gezüchtet und verkauft, um den Alphas als Omegas zu dienen. Dabei sind Schläge und sonstige Bestrafungen auf der Tagesordnung. Kein Omega darf einen Alpha unaufgefordert ansprechen oder anschauen. Der Blick muss immer gesenkt sein und Worte sind ihnen nicht gestattet. Auch untereinander sollen die Omegas nicht sprechen, denn das würde zu Ungehorsam führen. Wenn ein Omega stirbt interessiert es den Alpha nicht weiter, denn er kann sich immer wieder einen neuen Omega kaufen. Der Alpha One möchte dieses System nun „verbessern“ indem er die Omegas komplett auslöschen und durch Maschinen ersetzen möchte. Er will seine Welt von den Omegas bereinigen und schreckt vor nichts und niemandem zurück. Auch seine Familie ist nicht sicher, denn wer ihm Widerworte gibt, wird bestraft. Egal ob Alpha oder Omega. Und genau in diesem Haushalt landet Omega 4 zu Beginn der Geschichte. Sie muss der Tochter des Alpha One dienen und damit verändert sich das Leben der jungen Frau von Grund auf und ihr Wunsch frei zu sein nimmt von Tag zu Tag zu.
Die Handlung steigert sich von Seite zu Seite im Tempo und man kommt gegen Ende kaum mehr zur Ruhe. Nach und nach entwickelt sich ein Plan, der schließlich in die Tat umgesetzt wird, um Omega 4 die Möglichkeit zu geben, endlich frei zu sein. Ob es gelingt, kann ich an dieser Stelle natürlich nicht verraten aber der Weg bis zur Umsetzung des Planes ist unglaublich spannend und toll dargestellt. Da das Buch nicht sehr dick ist, blieb nicht viel Zeit für große Erklärungen oder Entwicklungen der zwischenmenschlichen Beziehungen, das hat mich teilweise dann doch ein wenig gestört, da mir manchmal nicht klar war, wieso Omega 4 ausgerechnet dieser Person so viel Vertrauen schenkt. Auch die kleine Liebesgeschichte, die in diesem Buch vor kommt hat mir nicht so richtig gefallen, weil ich einfach nicht greifen konnte wann und wie das überhaupt passiert ist. Das Ende der Geschichte war zwar gut, ist mir jedoch etwas zu schnell gegangen. Während der Beginn des Buches sehr ausführlich dargestellt wurde, hatte ich das Gefühl, dass das Ende schnell abgehandelt werden musste und diese Ausführlichkeit vom Anfang, hätte ich mir hier auch gewünscht. Auch wenn ich zufrieden mit dem Ausgang der Geschichte bin, so hätte es für mich gerne noch 20-30 Seiten geben können, um alles etwas genauer darzustellen.
„Hier gibt es keine Freiheit – weder für sie noch für mich. Doch während ich mir darüber im Klaren bin, sind sie dem gegenüber blind.“ (S. 79)
Der Schreibstil der Autorin ist etwas, das mich sehr mitreißen konnte. Sie schreibt sehr klar und gleichzeitig auch poetisch. Man kann sich leicht in Bildern verlieren, die sie treffend formuliert und gleichzeitig ist trotzdem klar, was gemeint ist. Es ist mir sehr schwer gefallen das Buch aus der Hand zu legen, weil Christin Thomas eine Art zu schreiben hat, die mich in ihren Bann zieht. Nicht nur die Handlung hat mir gut gefallen, sondern auch wie diese Geschichte erzählt wird. Auch der Umgang mit der sehr schwierigen Thematik ist Christin Thomas wunderbar gelungen. Sie beschreibt ohne zu beschönigen, wie es den Omega als Sklaven ergeht und stellt dabei Omega 4 in den Vordergrund. Ihre Erlebnisse sind ein Beispiel von etlichen Schicksalen in dieser Welt und die Autorin schafft es trotzdem, dass man nicht im Mitleid versinkt. Ich habe mitgelitten, mitgeweint, mit gehofft und mit gefleht. Gleichzeitig habe ich jedoch mit Omega 4 Mut entwickelt, um weiter zu kommen. Sehr einfühlsam stellt die Autorin dar, was hätte sein können und wie es wohl in einer Zukunft ausgesehen hätte, wenn beispielsweise das Dritte Reich nicht besiegt worden wäre. Sie spricht auf den wenigen Seiten des Buches so viele wichtige Themen auf gute Weise an, dass ich noch glücklicher bin, das Buch gelesen zu haben. Was ich noch etwas hervorheben möchte ist das Nachwort der Autorin, welches mich in meinen Gedanken gegen Rassismus und all den Ungerechtigkeiten die damit einhergehen nur noch bestätigt hat. Gleichberechtigung und Toleranz sind unfassbar wichtig und das bringt Christin Thomas in ihrem Nachwort und mit Nation Alpha auf den Punkt!
Fazit
Christin Thomas geht mit dem wichtigen Thema Rassismus und Sklaverei sehr behutsam aber auch ehrlich und gut um. Die Geschichte von Omega 4 hat mich sehr berührt und begeistert. Nicht nur sie als Charakter hat mir gefallen, sondern auch die Art und Weise wie die Autorin ihre Protagonistin hat handeln lassen, trotz all dem, was ihr widerfahren ist. Die Kürze des Buches hat mir teilweise Probleme bereitet, dennoch bin ich mit dem Ausgang der Geschichte sehr glücklich und kann euch das Buch wirklich nur ans Herz legen.
An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal ganz herzlich beim Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken und auch dafür, dass ich an der Leserunde teilnehmen durfte. Ganz besonderer Dank gilt an dieser Stelle der Autorin dafür, dass sie dieses tolle und vor allem starke Buch geschrieben hat! Danke, liebe Christin, dass du dich eines so wichtigen Themas angenommen hast und darüber ein Buch geschrieben hast.
Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht so recht, wie ich mit dieser Rezension anfangen soll. Das liegt schlicht und ergreifend daran, dass ich einfach das Gefühl habe, diesem Buch mit meinen Worten nicht gerecht zu werden, denn dieses Buch ist für unsere Gesellschaft wirklich unglaublich wichtig und ich finde, dass man das Buch gelesen haben sollte, da es doch so ein wichtiges Thema behandelt, dass leider in unserer Welt immer noch ziemlich aktuell ist. Es geht nämlich um das Thema Rassismus und damit gleichzeitig um Grace, unsere Protagonistin. Sie ist diesem Rassimus tagtäglich ausgesetzt. Und da fängt es schon an, was ich an dem Buch wirklich schätze: Man erlebt alles selbst mit, man erlebt, wie Grace - oder Omega 4 - , wie es ist jeden Tag aufs neue für irgendetwas, was man "falsch" macht, diskriminiert zu werden. Dabei spielt vor allem auch der Schreibstil eine wirklich große Rolle, er hat mich einfach vollends gepackt und ich konnte total gut in die Welt eintauchen. Ich habe alles hautnah miterlebt und es ist definitiv mal etwas anderes, in dem Sinne einmal selber das "Opfer" zu sein. Und zeitgleich war es einfach unglaublich ungerecht und erschreckend.
Besonders erschreckend, war einfach, wie realitätsnah diese Geschichte teilweise war. Das hat mich auf einer Seite auch ziemlich traurig gemacht. Beispielsweise durfte Grace ihre "Herren", also den Alphas, denen sie gedient hat, nicht in die Augen schauen, außer es wurde ihr befohlen. Oder nach jeder Berührung eines Omega, wuschen sich die Alphas die Hände, als hätten diese Menschen eine ansteckende Krankheit. Die Omega wurden in diesem Buch wirklich im wahrsten Sinne des Wortes wie Dreck und nicht wie ein Individuum behandelt. Und genau das ist auch das, was gut ist: Es wird einem vor Augen geführt, wie der Rassismus die Überhand behält. Und wie schon einmal erwähnt: Es ist noch einmal etwas anderes alles aus der Sicht des Opfers zu erleben. Gerade das fand ich bei dem Buch wirklich gut umgesetzt, ich habe zusammen mit Grace gelitten und die Welt durch ihre Augen gesehen. Und diese Welt war wirklich grausam.
Aber nicht nur der Rassismus steht im Vordergrund, zeitgleich merkt man auch, dass nicht alle Menschen gleich sind und nicht alle Menschen in diesem Buch behandeln die Omega so schrecklich und so enstehen auch Freundschaften und Liebe. Diese Message fand ich auch einfach nur total wihtig, denn das Buch zeigt, dass man immer hinter die Fassade blicken und man nicht alle Menschen über einen Kamm scheren sollte. Gleichzeitig wird natürlich auch vermittelt, wie falsch Rassismus ist und man lernt einzelne Figuren wirklich gut kennen und blickt auch einmal hinter deren Fassade. Denn die Alphas sind schließlich auch nur Menschen und leben so, wie es ihnen die Gesellschaft beibringt und wie es ihnen vorgelebt wird.
An einigen Stellen war das Buch wirklich grausam, aber das finde ich an dieser Stelle auch richtig, denn so wird einem nur noch einmal mehr bewusst, wie falsch das ist, was dort abläuft. Besonders ein Mensch ist in diesem Buch wirklich schrecklich und diese Person schreckt im wahrsten Sinne des Wortes auch vor nichts zurück. Das hat mich auch noch einmal zum Nachdenken gebracht, denn ich finde, dass man dabei auch beachten muss, dass es solche Menschen wirklich gibt, was nur einmal wieder zeigt, wie erschreckend nah das Buch einem teilweise die Realität aufzeigt.
Natürlich gab es in diesem Buch nicht nur schlimme Szenen, sondern auch wirklich schöne. Gerade die Szenen, die mit der Freundschaft und der Liebe zwischen Omega und Alpha zu tun hatten, haben mir auch besonders gefallen. Die Liebesgeschichte empfand ich anfangs als zu schnell, jedoch legte sich dies nachher komplett, was besonders durch einen Satz ausgelöst wurde. Generell muss man schon sagen, dass die Geschichte wirklich schnell verläuft, das finde ich aber nicht großartig störend, da das Buch auch nicht so viele Seiten hat und die Geschichte in sich wirklich stimmig war. Auch die Charaktere gefielen mir alle wirklich gut und vor allem zu Grace konnte ich auch einen Draht aufbauen und mich total in sie hineinversetzen. Die Spannung kam auf jeden Fall auch nicht zu kurz und es ist wirklich reichlich davon in diesem Buch vorhanden, sodass ich es nicht wirkich aus der Hand legen konnte und ich mich nach einem Leseabschnitt der Leserunde immer dazu zwingen musste, meine Gedanken noch aufzuschreiben, da so natürlich noch die Eindrücke am stärksten waren. Neben diesen ganzen Sachen gefällt mir das Cover natürlich auch total gut und ich denke, dass das Buch auch noch als Taschenbuch bei mir einziehen darf.
Das Ende des Buches fand ich wirklich gut. Zwar ging mir dieses dann auch ein klein wenig zu schnell, aber das beeinflusst meine Meinung aber in dieser Hinsicht in keinster Weise negativ, denn das Ende war wirklich passend. Was mir aber fast noch ein wenig besser gefallen hat, war das Nachwort. In diesem geht die Autorin darauf ein, wie viel Rassismus auch noch in der heutigen Zeit in unserer Welt vorhanden ist und ich muss sagen, dass ich das wirklich erschreckend und traurig zugleich fand. Denn: So etwas wie Rassismus sollte in unserer Welt keinen Platz haben. Zeitgleich hat mich dieses Nachwort aber nur noch einmal mehr zum Nachdenken gebracht - generell hat dies einfach das Ganze Buch geschafft - und ich finde, dass, wenn ein Buch das schafft und zugleich noch eine so wichtige Botschaft vermittelt, dann sollte man dieses wirklich gelesen haben. Vor allem, weil Rassismus immer noch einen so großen Platz in unserer Welt einnimmt, der nicht da sein sollte und vor allem auch, weil die Autorin sich diesem wichtigen Thema angenommen hat und dies in einem ganzen Buch thematisiert hat. Vor allem aber sollte man das Buch auch deswegen lesen, weil es noch viel zu wenig Bücher gibt, die den Rassismus behandeln. Ich kann euch an dieser Stelle das Buch nur ans Herz legen und ganz klar empfehlen.
Fazit:
Ein wirklich tolles und vor allem wichtiges Buch für die heutige Zeit, denn leider hat der Rassismus immer noch einen zu großen Platz in unserer Welt. Die Autorin hat sich wirklich gut mit dem Thema auseinander gesetzt und es ist wirklich nochmal etwas anderes aus der Perspektive des Opfers zu lesen und alles so mitzuerleben. Ich kann dieses Buch an dieser Stelle wirklich nur wärmstens empfehlen und vergebe 5/5 Sternen.
Ich entdeckte dieses Buch auf der Facebook – Seite des Verlags und wurde bei dem Thema sehr neugierig darauf. Daher fragte ich es beim schönen Zeilengold Verlag an und erhielt es glücklicherweise sehr zügig. Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!*
Ich ging ohne große Erwartungen jedoch sehr neugierig an die Lektüre heran und es überraschte mich schon auf den ersten Seiten: Der Leser wird in die Welt von Grace geworfen, die gerade im Begriff ist an einen neuen Herrn verkauft zu werden. Man erfährt in den ersten Kapiteln von ihrer Welt als (dunkelhäutige) Omega – ergo als Sklavin – in einer Welt von (weißen) Alphas. Zudem wird erläutert wie die Ideologie des Nation Alpha entstanden ist und wie die ‚Praxis‘ in Graces Welt (zunächst noch Omega 4 genannt) funktioniert. Demnach fiel mir der Einstieg nicht schwer, denn ich war von Anfang an von der Welt, die die Autorin geschaffen hat, fasziniert und saugte Informationen über die Nation Alpha sowie die Rolle der Alphas und Omegas hier wie ein Schwamm auf.
Grace fand ich am Anfang ein wenig naiv. Außerdem hatte sie sich (für meinen Geschmack) zu sehr mit ihrem Schicksal und ihren teilweise unberechtigten Bestrafungen abgefunden. Mit der Zeit erkannte ich die Hintergründe für diese Erscheinung und wurde Zeugin ihrer einmaligen Entwicklung, die sie im Laufe der Geschichte machte. Ich konnte mich sehr gut in ihre Gefühle hineinversetzen, welche von Christin Thomas so akkurat und unglaublich rührend beschrieben wurden. Nicht nur einmal hatte ich Tränen in den Augen, weil mich die Worte der Autorin so sehr berührt haben. Die Wandlung der Protagonistin empfinde ich als sehr nachvollziehbar, ich bewunderte bis zum Ende ihren Mut sowie ihre Selbstlosigkeit und war so stolz auf sie! Ein unglaublich toller Charakter, der so gut und tiefgründig geformt wurde, weswegen ich mich vor der Autorin verneigen möchte! Auch Jasmin finde ich wundervoll und habe sie auf Anhieb ins Herz geschlossen. Bei Kain war ich bis zu einem gewissen Punkt misstrauisch, aber auch hier finde ich es geschickt von Christin gehandhabt! Doktor Fischer hat mich ebenfalls sehr berührt, auch wenn ich ihn am Anfang eher weniger mochte. Als er sich jedoch langsam öffnete, lernte ich auch seine Rolle sehr zu schätzen!
Der Antagonist, Alpha One, der größte Tyrann in der Nation Alpha, war ebenfalls in meinen Augen wunderbar ausgearbeitet: Allein wenn sein Name fiel, dachte ich mir immer wieder ‚Jetzt kommt wieder was auf die Hauptfiguren zu‘, und meistens lag ich in meiner Vermutung richtig. Er faszinierte mich ebenfalls durch seine grausame und skrupellose Art.
Der Schreibstil der Autorin ist wirklich schön: Die Kunst über die Gefühle einer Person zu beschreiben, die sich als minderwertig ansieht und auch so behandelt wird, stelle ich mir keineswegs leicht vor, weswegen ich hier sagen muss: Hut ab vor der Autorin! Es gab viele emotionale Passagen in Buch, die mich zu Tränen rührten und einfach so wunderbar beschrieben wurden; einfach wow! Zudem hielt sich die Spannung bis zum Ende hin bzw. am Ende gab es ein Finale in dem Sinne, wo ich vor Neugier fast geplatzt bin, weil ich bis zum Ende nicht genau einschätzen konnte, wie das Buch genau enden würde. Zum Schluss brauchte ich sogar eine Art Verschnaufpause, damit ich alles auf mich wirken lassen konnte und erst nach einer längeren Weile imstande war, meine Empfindungen über das Gelesene in Worte zu fassen.
Das Nachwort finde ich sehr bewegend, da hinter der Geschichte von Grace die Intention der Autorin steckt, auf das Thema „Rassismus“ und „Diskriminierung“ aufmerksam zu machen sowie Menschen dazu zu bewegen, nicht wegzuschauen. Dafür möchte ich der Autorin zusätzlich danken, da sie sich zu diesem Thema viele Gedanken gemacht hat und diese Gedanken sie letztlich dazu bewogen haben, Graces Geschichte zu erzählen.
Nation Alpha von Christin Thomas hat mich nicht nur überrascht und überzeugt, sondern diese tolle Geschichte hat mich regelrecht umgehauen. Es war einfach eine unglaublich spannende, emotionale und auch sehr (be-)rührende Reise, die ich mit Grace unternommen habe! Von der ersten Seiten an habe ich die Lektüre sehr genossen, kam nur schwer zum pausieren, da ich wissen musste, wie es weitergeht und ich kann das größte Lob aussprechen, das einem fantastischen Buch wie diesem nur zusteht: Es war großartig! Es ist nicht nur ein neues Lieblingsbookie, sondern ein Highlight des Jahres, das ich zusätzlich zu meinem Favoriten des Monats küren möchte. Liebe Christin, ich verneige mich vor deinen Beweggründen, diese Geschichte zu schreiben, deinem unglaublichen Talent Gefühle eloquent und auf berührende Art auszudrücken sowie diesem wunderbaren Resultat, das dabei herausgekommen ist. Ganz klar gehört es in die Kategorie Tauchliebe und muss von jedem, JEDEM! gelesen werden.
Schon der Klappentext verrät, worum es in "Nation Alpha" geht: Rassismus. Schwarze werden in dieser Welt als Sklaven gehalten und Omegas genannt. Um sie im "perfekten Modell" zu erhalten, entstehen sie in großangelegten Zuchtstationen im Reagenzglas. Die weißen Menschen haben sich zu Alphas ernannt, denen der Führer vorsteht. Die Parallele zu Hitler ist nicht zu übersehen. In dieser krassen, dystopischen Welt in einer fernen Zukunft lernt der Leser eine dieser Omegas kennen. Sie haben keinen Namen, sind sie doch nichts weiter als Eigentum, das zu gehorchen und zu funktionieren hat. Sie kennen nichts als Gehorsam und sollten sie auch nur den kleinsten Fehler machen, werden sie hart bestraft - oder direkt hingerichtet. Die Protagonistin gehört zu den wenigen, die die Ungerechtigkeit all dessen erkennen und sich eine bessere, gleichberechtigte Welt wünschen, aber keine Möglichkeit haben, sich zu wehren. Die Nation Alpha und allen voran ihr Führer - der Alpha One - dulden keinerlei Rebellion. Und das seit 300 Jahren.
Das Setting ist krass und man spürt mit jedem Satz den Schmerz, den die Omegas ertragen müssen. Dazu bedarf es auch keiner ausschweifenden Erzählungen; "Nation Alpha" ist mit knapp 250 Seiten relativ kurz gehalten. Und es ist einfach nur traurig, dass es auch in unserer realen Welt immer noch viel zu viele gewollt rassistische Menschen gibt. Im Nachwort geht Christin Thomas auf einige Punkte ein, die sie zum Schreiben des Buches bewegt haben. "Nation Alpha" zeigt auf, wie durch Gewalt und Macht eine Welt geschaffen und erhalten werden kann, in der Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe als Untermenschen gelten. Wie es möglich sein kann, dass selbst Kinder so indoktriniert werden, dass sie dasselbe Feindbild annehmen, dass ihnen vorgelebt wird. Und dass sich die unterdrückte Minderheit nicht wehrt bzw. nicht wehren kann.
Und doch zeigt "Nation Alpha" auch Hoffnung auf, denn die Protagonistin gerät schließlich in die Situation, dass man ihr und allen anderen Omegas helfen möchte. Doch dazu werden Opfer notwendig sein...
Die Handlung empfand ich als bedrückend, aber auch spannend. Man möchte unbedingt wissen, ob es gelingen wird, die Omegas zu befreien. Dazu der krass vor Augen geführte Rassismus und das Leid der Unterdrückten. Wen "Nation Alpha" nicht zum Nachdenken anregt, der hat eindeutig ein Problem mit Menschlichkeit. Und so kann ich das Werk wirklich jedem empfehlen, allein weil die Botschaft darin so unglaublich wichtig ist! Zudem finde ich Christins Schreibstil sehr angenehm zu lesen. Sie weiß, wie sie mit Worten die richtige Mischung aus Hoffnung und Hoffnungsloskeit schaffen kann.
Doch ganz perfekt ist das Buch leider nicht. Denn das Ende konnte mich nicht wirklich überzeugen. Wird zuvor noch alles langsam vorbereitet und geplant, ist das Ende dann viel zu plötzlich und einfach erreicht. Zudem fand ich die Begründung, warum der Rest der Welt 300 Jahre lang nicht eingegriffen hat, zu fadenscheinig. In 300 Jahren verändert sich so viel in den Regierungen der einzelnen Länder, dass da nie ernsthaft eingegriffen wurde, finde ich nicht nachvollziehbar. Aber davon abgesehen werde ich "Nation Alpha" sicherlich nicht zum letzten Mal gelesen haben.
Ich lese gerne Bücher über mindestens 400 Seiten. Aufwärts gibt es für mich keine Grenze. Mit knapp 250 hatte ich dieses Buch daher in wenigen Tagen komplett ausgelesen. Aber natürlich hat sich hier nicht nur die geringe Seitenzahl, sondern auch die schriftstellerische Leistung bemerkbar gemacht.
Der Autorin gelang es, auf wenigen Seiten ein spannendes Sci-Fi-Szenario zu entwickeln, dass mich eigentlich sofort in seinen Bann gezogen hat. Eine erdrückende Welt, gehalten durch Beklemmung, Angst und Gewalt. Das Gefühl der Ohnmacht war durch die Seiten nahezu spürbar.
Es geht um eine Welt, in der nationalistisches, rassistisches Gedankengut zur Lebensgrundlage geworden ist. Die Frage, die sich bei diesem Gedankenspiel unwillkürlich aufdrängt: Wollen wir in so einer Welt leben?
Das Ende gibt eine Antwort darauf, wenn auch für mich keine realistische. So schön sich diese letzten Zeilen auch angefühlt haben, so empfand ich sie als zu perfekt. Nach so einem gewagten Spiel hätte es mehr Verlierer geben müssen. So nimmt das Ende den Schrecken wieder heraus; relativiert ihn, indem doch noch alles gut wird. Doch gerade dieser Schrecken macht solche Literatur für mich zu etwas Besonderem. Insbesondere wenn er sich aus einer starken Botschaft speist. Aber das ist natürlich Geschmackssache, denn manch einer mag Happy Ends wie dieses.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Ich habe hier ein überzeugendes, emotionales, einfühlsames, nachdenkliches und spannendes Buch gelesen. Christin Thomas setzt sich hier sehr gekonnt mit dem Thema Rassismus, Menschenverachtung, Sklaverei, aber auch mit Menschlichkeit, Warmherzigkeit, Hoffnung, Mut und Liebe auseinander. In ihrer so unnachahmlichen für mich emotionalen Sprache habe ich von Anfang bis Ende mit der Protagonistin Omega 4/Grace sowie den weiteren Personen mitgefiebert und auf ein gutes Ende gehofft. Das Buch mit seinen knapp 240 Seiten hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen; man weiß um die Folgen der Verfehlungen der Omegas und man lernt hier eine willensstarke Frau kennen, die nach und nach gewillt ist, das Herrschaftssystem zu Fall zu bringen. Omegas sind eine Züchtung der Alphas und sie haben nur einen Zweck: den Alphas zu dienen. Das ist sehr anschaulich und erschütternd zugleich beschrieben. Zeitweise fühlte ich mich auch wie ein Omega. Manchmal fürchtete ich mich, die nächste zu lesen. Das Buch ist einfach nur gut geschrieben, man mag es nicht mehr aus der Hand legen.
Abseits von Thriller und Krimis ein wichtiges Buch, das zum Nachdenken anregt und von vielen Leserinnen und Lesern gelesen werden sollte.
Eigentlich ist das ein Dystopie-Roman, aber eigentlich ist die Basis dafür Realität, denn Rassismus ist in unserer Gesellschaft leider nach wie vor sehr präsent. Der Roman zeigt eine Welt, in der sehr klar differenziert wird zwischen Alphas, die weiße Rasse, die die Nation Alpha beherrscht, und die Omegas, die von den Alphas unterdrückt und versklavt werden, als das aus der Perspektive einer Omega. Das ist auch ein Kritikpunkt: dass eine weiße über die Erfahrungen und das Leben insbesondere im Bezug auf Rassismus aus der Perspektive einer schwarzen Person schreibt. Das finde ich eigentlich grenzwertüberschreitungen, dich die Autorin schafft es sehr gut, den Spagat zu halten zwischen anschaulicher Darstellung, ohne sich dabei selbst zu sehr aus dem Fenster zu lehnen. Dazu ist es eben eine (bisher zumindest...) non-reale futuristische Welt & der Rassismus nimmt Züge an, wie sie heute nicht herrschen. Genügend Fantasie-Elemente also, als dass es in Ordnung ist. Irgendwo habe ich einmal gelesen, dass jemand über das Buch gesagt hat, man sollte da damit Schulklassen lesen und dem kann ich nur zustimmen! Ich werde auf jeden Fall noch mal etwas von der Autorin lesen :)
Nation Alpha ist eine erschreckend aktuelle Geschichte. So einfach das Konzept auch ist, ist es eine Zukunft, die durchaus Wirklichkeit hätte werden können und auch nach mittlerweile über 70 Jahren nach Ende des zweiten Weltkriegs (jedenfalls in meinen Augen) nicht abwegig erscheint. Ich finde es ehrlich gesagt mutig von Thomas, so offen mit bestimmten Begriffen (z.B. Führer und Reich) umzugehen. Es ist eben leider immer noch ein Tabuthema in Deutschland. Die Geschichte hat mich außerdem auch ein bisschen an Handmaid's Tale erinnert. Zu den negativen Punkten der Geschichte zählt für mich mit Abstand die Liebesgeschichte. Dieses Liebe-auf-den-ersten-Blick Konzept fand ich bis jetzt in noch keinem Buch wirklich ansprechend, aber zum Glück nimmt sie hier keinen großen Platz ein. Zwischendurch bekommt man immer wieder kurze Einblicke in die Geschichte der Nation Alpha. Ich hätte mir allerdings mehr gewünscht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass in 300 Jahren nicht irgendwas besonderes passiert ist, vor allem in den Anfängen nach dem Krieg.
Wo fange ich an? Das Buch hat mich einfach bewegt und innehalten lassen. Es geht um eine junge schwarze Frau, die als Sklave in einer Welt lebt, die unsere gar nicht so unähnlich ist. Der Hass und die Verachtung, den die weiße Bevölkerung gegen die schwarze Bevölkerung hegt und auslebt, ist erschreckend und grausam. Es ist eine fiktive Geschichte, in der es vor über 300 Jahren einen Rassenkrieg gab, den leider die Weißen(die Alphas) gewonnen haben und seit dem her das schwarze Volk versklaven und schon ihren Kindern beibringen, das schwarze Menschen keine Menschen sind, sondern nur Abschaum(Omegas). Leider passt dieses Thema auch in unsere Zeit, in unsere Welt, denn diesen Hass erfahren leider immer noch viel zu viele Menschen. Ich als weiße Frau kann natürlich nur erahnen, was Rassismus bedeutet. Aber ich finde, dieses Buch bringt das schon sehr nahe heran um zu verstehen, wie verletzend auch schon Worte und Gesten sein können.
Dieses Buch bekommt von mir 5 Sterne und ich empfehle es euch allen von Herzen. Lest es!
Christin Thomas gehört mittlerweile zu meinen Lieblingsautorinnen! Sie ist so ein wundervoller und talentierter Mensch! Ich kaufe Bücher, nur weil sie das Cover gestaltet hat. Und genauso wie von ihren Covern, bin ich begeistert von ihren eigenen Büchern. Ich liebe jede einzelne ihrer Geschichten. Sie sind immer etwas ganz besonderes, da sie einem immer etwas mit auf dem Weg geben, man aus ihnen etwas lernt oder man noch lange Zeit darüber nachdenken muss. Ich kenne keine Bücher, die so geschrieben sind wie ihre. Christin hat ihren ganz eigenen wundervollen Stil und ich liebe ihn. Absolute Leseempfehlung! Jedes einzelne Buch ist wundervoll und man darf keins von ihnen verpassen❤️
Nation Alpha ein Buch das mich nachdenklich gemacht hat und auch ein mulmiges Gefühl in der Magengrube hinterlassen hat. Eine waschechte Dystopie, die durch ihre Nähe zur Realität unter die Haut geht. Es gab hier und da ein paar Kleinigkeiten bei denen ich das Gefühl hatte, dass Omega 4 gerade mehr weiß, als sie wissen dürfte, aber das ist Jammern auf hohem Niveau. Das einzige was für mich wirklich nicht funktioniert hat (und so gut wie nie funktioniert), ist die Perspektive der Ich-Erzählerin. In Ich-Erzähler kann ich mich einfach nicht richtig hinein versetzen. Bei diesem Buch sollte ich vielleicht aber ganz froh darum sein, weil ich dadurch zwangsweise etwas Distanz zu Omega 4 hatte. Als gemischtrassiger Mensch stecke ich ohnehin schon in ihrer Haut. Andere LeserInnen mögen das natürlich anders empfinden und sich gerade wegen der Ich-Erzählerin in Omega 4s Lage versetzen können. So oder so bleibt es eine wirkungsvolle, bewegende Dystopie, die den Zeitgeist aufgreift.
Ich empfehle auch das Nachwort der Autorin zu lesen.
Ich war total überrascht das dieses Buch über Rassismus so gut ist. Ich musste es nahezu verschlingen. Es ist wirklich detailliert aus der Sicht des versklavten geschrieben und mit viel Tiefe. Ich bin der Meinung das sollte wieder mehr thematisiert werden, damit so etwas nicht noch mal vorkommt. Ein Lesehighlights für mich.
Okay ganz ehrlich, ich hab keine Ahnung wie ich das Buch „Nation Alpha“ von Christin bewerten soll. Den einerseits gefiel mir ihr Ansatz, aber andererseits hat mich von Beginn an irgendwas gestört. Ich denke ich muss erst mal darüber nachdenken und verteile dann Sternchen oder eben nicht und lasse es ausnahmsweise mal ohne Bewertung.
Das Buch spricht ein sehr wichtiges Thema an und ist damit erschreckend und beunruhigend zugleich. Damit hätte das Buch in meinen Augen großes Potential gehabt. Hin und wieder gab es auch wirklich spannenden Szenen in denen die Handlung endlich an Fahrt aufnahm. Letztendlich konnten mich dann aber weder die Handlung noch die Charaktere voll und ganz in ihren Bann ziehen. Sehr schade.
An erster Stelle möchte ich betonen, dass 3 von 5 Sternen für mich keine schlechte Bewertung ist. Ich bin niemand der mit 4/5 oder 5/5 ⭐️- Bewertungen um sich wirft.
Nation Alpha spielt ca. 300 Jahre in der Zukunft, in der Rassismus leider ein erneutes Mal die Überhand genommen hat und die Nation Alpha in zwei Klassen getrennt hat - die Alphas und die Omegas. Omegas sind leibeigene Sklaven der Alphas, sie dürfen nicht sprechen, keine Emotionen zeigen und nur auf den Boden starren, Alphas müssen sich nicht rechtfertigen wie sie mit ihren Sklaven umgehen (wollen). . Das Thema wird immer wichtig sein und ich erkenne wie es für die Autorin eine Herausforderung gewesen sein muss als weiße Frau das Thema Rassismus anzusprechen. Ich hatte jedoch nie das Gefühl, dass sie sich ihres weißen Privilegs nicht bewusst war. Ich durfte mit ihr auf der Buch Berlin 2018 sprechen und auch dort erschien sie mir als sehr reflektiert und bedacht. Für mich ein dickes Plus. . Warum das Buch nun „nur“ 3⭐️ erhielt: es war mir zu wenig World Building, ich konnte mir den Schauplatz der Geschichte eigentlich nicht richtig vorstellen. Die romantische Beziehung in der Story war für mich überflüssig und es wurde für mich nicht geschafft, dass sich diese Beziehung organisch entwickelt - sie war einfach unbegründet da. Was für mich jedoch der gravierendste Grund war: ich mochte die Protagonistin nicht. Nach all den Abscheulichkeiten, die sie seit ihrer Kindheit durchleben musste, war sie mir zu wenig dysfunktional, dafür dass sie auch immer schreibt wie furchtbar alles ist. Keine Verhaltensauffälligkeiten, keine emotionalen Dysfunktionen oder kognitive Störungen, dafür viel zu viel Mitgefühl und Selbstlosigkeit, die mich nach einer Zeit eher genervt hat, als dass sie mein Herz erwärmt hat.
Erste Sätze Meine dunkle Haut schimmert im Licht der Sonne. Ich begutachte den Grund für all mein Leid und finde doch nichts Verwerfliches daran.
Klappentext Ich bin eine Omega. Wir werden als Sklaven für die Königsrasse der Alphas gezüchtet und haben keine Rechte, keinen Namen, kein Leben. Man behandelt uns nicht wie Menschen, sondern wie Ware. Nach dreihundertjährigem Martyrium wollen die Alphas uns auslöschen und durch Maschinen ersetzen. Meine Zeit ist abgelaufen, falls der verzweifelte Rettungsplan nicht gelingt. Doch wer würde darauf bauen, wenn die sogenannten Retter selbst Alphas sind? Kann ich ihnen vertrauen oder ist unser Untergang bereits besiegelt?
Meine Meinung Das Buch ist aus der Ich-Perspektive geschrieben und berichtet aus der Sicht einer jungen Omega ohne Namen, denn keine der Omegas hat in Nation Alpha. Sie sind Sklaven der Gesellschaft und ohne Rechte, nur weil sie keine weiße Hautfarbe haben und dem Ideal der Gesellschaft entsprechen. Sie kann lesen und schreiben, besitzt ein Gefühl für die richtigen Worte, aber ist auch ängstlich und vorsichtig, weil sie eine Omega ist. Im Laufe der Geschichte gerät sie an ihre Grenzen, entwickelt sich weiter und wächst über sich hinaus. Ich konnte mich ganz gut in sie hineinversetzen und fand ihre Gedanken und Handlungen nachvollziehbar.
Die Geschichte spielt in einer fiktiven Zukunft im fiktiven Land Nation Alpha, welches durch seine technische Überlegenheit und der richtigen Propaganda nach außen es schafft, den wahren Zustand des Landes und damit auch die Sklaverei zu verbergen. Man merkt zwar, dass sich die Autorin Gedanken über die Welt gemacht hat, aber man erhält nur Bruchstücke an Informationen, was ein wenig schade ist. Unsere Protagonistin schien mir auch zu Beginn ein Spielball zu sein, der plötzlich alles ändern sollte, was für mich nicht unbedingt glaubwürdig war. Ich hätte mir, vor allem zu Beginn, mehr Eigeninitiative gewünscht. So war sie mir zeitweise einfach zu blass, auch wenn sie in den richtigen Momenten die richtigen Worte findet. Daher konnte mich nicht immer fesseln und mitreißen. Es gibt mehr oder weniger überraschende Wendungen und Entwicklungen. Der Schreibstil der Autorin ist angenehm und flüssig zu lesen.
Bewertung Ein gelungener Roman mit ein paar Schwächen, aber dennoch wichtiger Botschaft, daher gibt es von mir 3,5 von 5 Würmchen
Es ist über zwei Wochen her, dass ich dieses Buch gelesen habe. Mich beschäftigt es nach wie vor, weil es sich mit einem aktuellen Thema befasst. „Unterdrückung“ kann auf so viele Arten erfolgen, wir erleben das ja leider jeden Tag in den Nachrichten. In diesem Buch ist es allgegenwärtig und sorgt für einen trauriges Lesegefühl.
Die Omegas werden von den Alphas nach einem weit zurückliegenden, verlorengegangenen Krieg immer noch auf brutalste Art und Weise unterdrückt, gedemütigt und gequält.
Die Geschichte der namenlosen Omega, denn selbst ein Name ist ihnen nicht vergönnt, wird eindringlich und packend erzählt. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und es fällt nicht schwer der ernsten, düsteren und authentisch wirkenden Handlung zu folgen.
Wenn das Leben eines Menschen weniger Wert ist als Ware und man schlimmer behandelt wird als Vieh, das ist sehr erschütternd und hat mich hin und wieder zu Tränen gerührt.
Fazit:
Für mich war es die erste Dystopie und am Ende blieb ich nachdenklich und zurück. Das Thema wurde gut umgesetzt wenn es auch stellenweise ziemlich grausam ist,
Es ist ein fesselndes und ernstes Buch, dessen Geschichte eindringlich und ergreifend erzählt wird. Das Ende hat mir nicht ganz so gut gefallen, ich finde man hätte es noch ein bisschen intensiver ausarbeiten können.
Am Ende bleibe ich nachdenklich zurück und hoffe das es vielen anderen Lesern genauso ergehen wird.
Ich habe mir einem Buch gerechnet, welches in die Tiefe geht, weil ich schon recht viel Gutes gehört habe.
Fazit: Einfach nur WOW!
Ich liebe grün, daher liebe ich auch dieses Cover. Der Sci-Fi Touch und die Atmosphäre passt perfekt zum Buch. Alleine deswegen, werde ich mir demnächst das Buch als Printausgabe zulegen.
Das Buch wird aus der Ich – Perspektive aus der Sicht unseres Hauptcharakters erzählt. Dies fördert das Verständnis und die Nachvollziehbarkeit enorm. Ich konnte mich in Gedanken einfinden, die ich sonst, bei abstrakter Erklärung, gar nicht hätte begreifen können. Der Schreibstil ist sehr flüssig, eingehend und verständlich. Ich habe dieses Buch verschlungen und das fast in ein paar Stunden. Es war alles mit dabei – von Humor bis ernsten Themen, die genial an den Schreibstil angepasst wurden. Insgesamt ein Buch, dass selbst komplexe Sachverhalte, sehr gut darstellt.
Unser Hauptcharakter ist Grace, eine Omega, eine Sklavin, ein Wesen, geboren um zu leiden. Schmerz und Hoffnungslosigkeit begleiten sie, seitdem es sie gibt. Eltern hat sie keine, denn sie wurde im Labor heran gezüchtet, wie viele andere Sklaven auch. Ihre dunkle Haut ist das Markenzeichen. Am Anfang unterscheidet sich Grace lediglich durch ihre Neugierde von anderen Sklaven. Dies ändert sich zunehmend und sie macht eine rasante Entwicklung durch. Ich tue mich meist schwer mit weiblichen Protagonistinnen, besonders in Dystopien. Grace hat mich jedoch überzeugt, denn ich konnte sehr gut nachempfinden, was sie fühlte. Es war wirklich kein Moment dabei, wo ich hätte sagen müssen, dass das Handeln unrealistisch wirkte. Neben ihr spielt Kain eine große Rolle. Er ist ein Alpha – mit dunklen Haaren! Diese Alphas sind recht selten und hinzu kommt, dass er verwandt ist mit dem Herrscher der Nation Alpha. Grace fällt ihm sofort ins Auge und er sieht in ihr etwas besonderes. Sein Verhalten und die Art, wie er mit problematischen Situationen umgeht, hat ihn wirklich sehr sympathisch gemacht. Seine blaue Augen haben das übrige getan – neuer Bookboyfriend! Jasmin ist ebenfalls ein toller Charakter, auch wenn sie noch recht klein ist. Sie ist die gute Seele, die allen Hoffnung gibt auf eine bessere Welt. Ich hab sie während den ersten Kapiteln richtig gern gewonnen. Der Doktor war mir am Anfang wirklich leicht suspekt, bis ich gemerkt habe, er bereut, was er getan hat. Es war wirklich interessant zu sehen, wie er seine Denkweise ändert und sich dann für eine Sache einsetzt. Alpha One ist ein genialer Bösewicht. Ich konnte ihn sofort hassen, was nicht bei jedem Bösewicht der Fall ist. Er ist durch und durch von einer Ideologie besessen und gepaart mit seinem Sturkopf, ist er wirklich ein guter Gegenpart zu Grace. Ich fand alle Charaktere wirklich auf den Punkt getroffen. Es passiert selten, dass ich alle Charaktere gut ausgearbeitet finde.
Bei der Story weiß ich gar nicht, wie ich Anfangen soll. Zum einen, geht es um die charakterliche Entwicklung von Grace. Grace, die als Sklavin nichts weiter als Schmerz und Leid erfahren durfte, wird von Kain und Jasmin plötzlich wie ein Mensch behandelt und viel mehr. Sie weiß am Anfang nicht wie sie damit umgehen soll, denn ihr Leben hat sie bisher so eingeschüchtert, dass sie sich für alles schuldig und verantwortlich fühlt. Ihre Neugierde hat sie jedoch behalten und wird im Verlauf des Buches immer mutiger. Weshalb ich dieses Buch als so wichtig finde, sind die äußeren Umstände. Nation Alpha ist ein Fleck auf Erden, der zwei Arten von Menschen kennt. Omegas und Alphas. Wie der Name schon sagt, gibt es Privilegierte und Sklaven. Sklaven werden wie Tiere behandelt. Zusammengepfercht, arbeitend und wie das Letzte, während Alphas ein tolles und ruhiges Leben leben. Alphas werden von klein auf dazu erzogen, ihre Wut und ihre böse Seite an Omegas raus zu lassen. Man merkt, dass diese Umstände stark an Umstände erinnert, die es damals unter anderem in Amerika gab. Noch heute sind Rassismus und Unterdrückung Themen von enormer Wichtigkeit und Brisanz. Ich will gar da gar nicht mit dem Finger auf irgendwen oder irgendwelche Länder zeigen, aber solche Bücher wären für mich mal ein Vorschlag als Pflichtlektüre in Schulen. Es ist abstrakt genug, um es konkret auf Situationen anzupassen und Aufklärungsarbeit zu liefern. Daher ist mir dieses Buch auch ans Herz gewachsen und ich habe mir sogar einige Stellen markiert, was sonst auch sehr selten bei mir passiert. Mich haben diese Themen und die Art der Darstellung, insbesondere der Konflikt den Grace und Kain hatten, sehr zum denken gebracht.
Insgesamt kann ich dieses Buch wirklich nur empfehlen und es ist definitiv ein Buch, was mir noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Es ist einfach ein Herzensbuch und ich wünschte, gerade in diesen Zeiten, dass es einige lesen und merken, dass unsere Gesellschaft nicht zu einer Nation Alpha werden darf!
„Ich bin auch ein Mensch. Ich verdiene einen Namen und ein Preisschild, auf dem Unbezahlbar steht.“ (Zitat aus Nation Alpha)
Wem würde ich das Buch empfehlen ?: All diejenigen, die sich für Dystopien begeistern können, sollten unbedingt mal zu diesem Buch greifen. Leser, die auch gerne mal Nachdenken beim lesen, finden hier ein Buch, welches Themen aufgreift, über die nachgedacht werden muss. Empfehlen tue ich das auch all den Lehrern und sonstigen Menschen in Berufen, die mit Kindern zu tun haben, wenn sie Aufklärungsarbeit betreiben wollen.