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Lutherbibel revidiert 2017 - Die Schulbibel: Die Bibel nach Martin Luthers Übersetzung. Mit Apokryphen

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Die Übersetzung Martin Luthers in der revidierten Fassung 2017: Der vertraute Text wurde an etlichen Stellen wieder mehr an die Originalversion von 1545 angepasst und ist durch die gründliche wissenschaftliche Bearbeitung zuverlässiger als je zuvor. Diese eBook-Ausgabe der Lutherbibel 2017 enthält den vollständigen Bibeltext mitsamt allen Verweisstellen und Anmerkungen zum Text sowie die umfangreichen Sach- und Worterklärungen. Das Inhaltsverzeichnis und ein Schnellzugriff auf die einzelnen Kapitel erleichtern den Zugang zum Bibeltext.

1536 pages, Hardcover

Published October 19, 2016

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Unknown

132k books
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November 16, 2025
Die Bibel komplett gelesen – Eine kritische Bestandsaufnahme

Ich bin Christ und hatte noch nie die Bibel komplett gelesen – das wollte ich nachholen. Nach monatelanger Lektüre muss ich sagen: Das Alte Testament hat mich enttäuscht, während das Neue Testament deutlich besser ist.

Das Alte Testament – Eine Enttäuschung

Die bekannten Passagen wie die Schöpfungsgeschichte, Moses in Ägypten oder die Zehn Gebote kennt jeder. Ich dachte, es würde mehr um die Einhaltung dieser Gebote gehen. Stattdessen dreht sich ein Großteil um Opfergaben, Opferrituale und detaillierte Vorschriften – während "Du sollst nicht töten" selbst von Gott ignoriert wird. Gott ruft mehrmals zum Völkermord auf (Philister, Amoriter, etc.) und die Brutalität ist erschreckend.

Der Gott im Alten Testament ist launisch, rachsüchtig und eifersüchtig. Er schließt Bünde und ist dann wütend, wenn das Volk "sündigt". Er testet Hiob auf Satans Wette hin, obwohl Hiob absolut fromm ist. Das ist kein Gott, mit dem ich mich identifizieren kann.

Die Probleme im Detail

Brutale Monotonie: Richter, Samuel, Könige – alles ist brutal ohne erkennbare Moral. Vergewaltigungen, Massaker, Kopfabschlagen. Das Volk missachtet die Zehn Gebote ständig, und es gibt keine spannende Erzählung, die erklärt, warum die Protagonisten handeln, wie sie handeln.

Endlose Aufzählungen: Namen, Zahlen, Städte, Stammbäume. Die Bücher Numeri, Chronik und Levitikus sind kaum zu ertragen. Viele Regeln werden heute nicht mehr eingehalten (Opfergaben, Speisevorschriften), aber sie nehmen enormen Platz ein.

Frauenbilder: Frauen werden als Untertanen behandelt. Alles Schlechte wird mit "Hurerei" verglichen – ein durchweg problematisches Frauenbild.

Die Propheten: Jesaja, Jeremia, Hesekiel – immer das gleiche Muster. Gott droht mit Vernichtung, weil das Volk anderen Göttern huldigt. "Die Leichen sollen liegen wie Dung auf dem Feld." Sehr repetitiv und deprimierend.

Die Lichtblicke

Es gibt einige bessere Bücher: Hiob hat philosophische Tiefe und echte Emotionen. Ester und Judit sind spannend erzählt – bei Judit ist sogar eine Frau die Heldin! Nehemia zeigt Zusammenhalt und Großzügigkeit. Die Weisheitsbücher (Sprüche, Prediger) bieten gute Gedanken.

Das Neue Testament – Deutlich besser

Ab Matthäus wird es besser. Jesus' Lehren sind klar und fokussiert: Liebe Gott und deinen Nächsten. Die Evangelien sind besser geschrieben als das Alte Testament – besonders Lukas mit seinen sozial fokussierten Geschichten (Barmherziger Samariter, Verlorener Sohn).

Die Apostelgeschichte ist spannend und hat echte narrative Entwicklung. Die Paulusbriefe sind manchmal etwas theoretisch, aber interessant – besonders wenn Paulus persönlich wird (Philipper, Galater). Der Fokus verschiebt sich von blindem Gehorsam zu Glauben, Liebe und Gnade.

Aber: Auch hier gibt es Probleme. Patriarchale Strukturen ("Frauen sollen schweigen"), Sklaverei wird akzeptiert, und Homosexualität wird verdammt (Römer).

Mein Fazit

Ich habe auch antike Texte wie das Gilgamesch-Epos, die Stoiker oder Sun Tzus "Kunst des Krieges" gelesen. Das Alte Testament ist nicht wirklich spannend, sehr repetitiv und wenig inspirierend für besseres Verhalten.

Meine Empfehlung: Das Alte Testament sollte ans Ende der Bibel verschoben oder in ein separates Buch ausgelagert werden – mit Kommentaren, die einordnen, was aus heutiger Sicht wichtig ist. Die Bibel ist viel zu lang (ca. 78% sind Altes Testament!), was viele abschreckt. Das Alte Testament widerspricht Jesu Botschaft der Liebe so stark, dass es diese für mich abschwächt. Das muss nicht sein.

Für Christen würde ich empfehlen: Lies das Neue Testament, vielleicht einzelne Geschichten aus dem Alten Testament (Schöpfung, Noah, Abraham, Moses, David), aber überspringe die endlosen Aufzählungen und die brutalen Kriegsberichte.

Bewertung: 2 Sterne – Die wichtigen Botschaften Jesu werden von 78% alttestamentarischem Material erstickt.
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