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Wilhelm Meister #2

Wilhelm Meisters Wanderjahre oder Die Entsagenden

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This Elibron Classics book is a reprint of a 1891 edition by Chapman & Hall, London.

522 pages, Paperback

First published January 1, 1821

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About the author

Johann Wolfgang von Goethe

13.3k books6,974 followers
A master of poetry, drama, and the novel, German writer and scientist Johann Wolfgang von Goethe spent 50 years on his two-part dramatic poem Faust , published in 1808 and 1832, also conducted scientific research in various fields, notably botany, and held several governmental positions.

George Eliot called him "Germany's greatest man of letters... and the last true polymath to walk the earth." Works span the fields of literature, theology, and humanism.
People laud this magnum opus as one of the peaks of world literature. Other well-known literary works include his numerous poems, the Bildungsroman Wilhelm Meister's Apprenticeship and the epistolary novel The Sorrows of Young Werther .

With this key figure of German literature, the movement of Weimar classicism in the late 18th and early 19th centuries coincided with Enlightenment, sentimentality (Empfindsamkeit), Sturm und Drang, and Romanticism. The author of the scientific text Theory of Colours , he influenced Darwin with his focus on plant morphology. He also long served as the privy councilor ("Geheimrat") of the duchy of Weimar.

Goethe took great interest in the literatures of England, France, Italy, classical Greece, Persia, and Arabia and originated the concept of Weltliteratur ("world literature"). Despite his major, virtually immeasurable influence on German philosophy especially on the generation of Georg Wilhelm Friedrich Hegel and Friedrich Wilhelm Joseph von Schelling, he expressly and decidedly refrained from practicing philosophy in the rarefied sense.

Influence spread across Europe, and for the next century, his works inspired much music, drama, poetry and philosophy. Many persons consider Goethe the most important writer in the German language and one of the most important thinkers in western culture as well. Early in his career, however, he wondered about painting, perhaps his true vocation; late in his life, he expressed the expectation that people ultimately would remember his work in optics.

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5 stars
31 (20%)
4 stars
39 (25%)
3 stars
53 (34%)
2 stars
21 (13%)
1 star
9 (5%)
Displaying 1 - 14 of 14 reviews
Profile Image for Alexander Carmele.
488 reviews465 followers
November 2, 2025
Horizonterweiterndes, sprachlich geschliffenes Literaturspektakel – formal gestaltete Weltsicht.

Inhalt: 5/5 Sterne (innerliche Bezähmung)
Form: 5/5 Sterne (Glanzpunkt des Schriftdeutschen)
Erzählstimme: 5/5 Sterne (kosmisch-immersiv)
Komposition: 5/5 Sterne (dynamisches Figuren-Ensemble)
Leseerlebnis: 5/5 Sterne (horizonterweiternd)

Über dreißig Jahre nach Wilhelm Meisters Lehrjahre erscheint 1829, drei Jahre vor Goethes Tod (1832), der zweite Teil Wilhelm Meisters Wanderjahre. Überkommt Wilhelm im ersten Teil seine Theater- und Gefallsucht, findet er im zweiten Teil zu seiner inneren Berufung. Tatsächlich dient diese Fortsetzung nur als Rahmen für die vielschichtige, komplexe Weltdurchwirkung, die Goethe ganz im Sinne einer gefühlsmäßigen Selbstveredelung begreift und gestaltet. Im Zentrum des Geschehens steht nämlich nicht Wilhelm, sondern die geheimnisvolle Tante Makarie:

Der eine Freund, um nicht ein Timon [Menschenhasser] zu werden, hatte sich in die tiefsten Klüfte der Erde versenkt, und auch dort ward er gewahr, daß in der Menschennatur etwas Analoges zum Starrsten und Rohsten vorhanden sei; dem andern gab von der Gegenseite der Geist Makariens ein Beispiel, daß, wie dort das Verbleiben, hier das Entfernen wohlbegabten Naturen eigen sei, daß man weder nötig habe, bis zum Mittelpunkt der Erde zu dringen, noch sich über die Grenzen unsres Sonnensystems hinaus zu entfernen […] An und in dem Boden findet man für die höchsten irdischen Bedürfnisse das Material, eine Welt des Stoffes, den höchsten Fähigkeiten des Menschen zur Bearbeitung übergeben; aber auf jenem geistigen Wege werden immer Teilnahme, Liebe, geregelte freie Wirksamkeit gefunden. Diese beiden Welten gegeneinander zu bewegen, ihre beiderseitigen Eigenschaften in der vorübergehenden Lebenserscheinung zu manifestieren, das ist die höchste Gestalt, wozu sich der Mensch auszubilden hat.

Goethe geht es in Wilhelm Meisters Wanderjahre um die Polarität Alt-Neu, Vater-Sohn, Bleiben-Auswandern, Europa-Amerika. Dieser Code bringt die Welt in Schwingung. Einige wandern aus, um etwas Neues zu schaffen; andere verbleiben im Alten und beharren auf ihren Wegen mit jeweils programmatischer Narration. Wilhelm sucht einen Mittelweg. Er will im Alten das Neue schaffen, im Neuen das Alte bewahren und lässt sich nicht auf die eine oder andere Weise ins Extrem drängen. Die Entwicklung und Entfaltung bedarf einer gewissen Zeit: der Geduld, und diese steht im geheimen Zentrum des Romans, der viele Episoden, Anekdoten und Erzählungen bereithält, in welchen vieles deshalb schiefgeht, weil die Figuren ungeduldig und ungezähmt, zumeist erotisch gesinnt, drauflos preschen.

Ich saß denkend und wüßte nicht zu sagen, was ich dachte. Ein denkendes Nichtdenken wandelt mich aber manchmal an, es ist eine Art von empfundener Gleichgültigkeit. Ein Pferd sprengt in den Hof und weckt mich aus meiner Ruhe, die Türe springt auf, und Felix tritt herein im jugendlichsten Glanze wie ein kleiner Abgott. Er eilt auf mich zu […]

So ungestüm platzt nun das amouröse Abenteuer zwischen Felix und Hersilie und fällt in sich wie ein Kartenhaus zusammen, Sinnbild vieler Momente des Romans. Goethe vermittelt diesen Gedanken in vielen Abschweifungen und allegorischen Episoden, die alle zusammenhängen, ein Ganzes ergeben, allesamt Aspekte beleuchten, und multiperspektivisch die Fäden zusammenführen. Die Komposition geht auf: Eine Welt entsteht, die sich auf ein dynamisches, lebendiges Gleichgewicht zubewegt, gleichsam das Buch, das in vielen, zuerst lose erscheinenden Facetten, ein in sich belebtes, differenziertes Ganzes erzeugt. Hinzukommt die Sprache, die das Unterschiedene vermittelt, ohne es anzugleichen, die das Verschiedene aufnimmt, ohne die Polarität zu entschärfen, und dennoch für diese widerstrebende Momente eine Konstellation findet, wie sie sich umeinander und miteinander bewegen können, ohne sich zu bekriegen, wie ein narratives Sonnensystem, allegorisiert durch Makarie, der reif gewordenen Tänzerin Mignon aus den Lehrjahren.

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Details – ab hier Spoilergefahr (zur Erinnerung für mich):
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Inhalt:
●Hauptfigur(en): Wilhelm Meister; Felix, sein Sohn; und Hersilie.
●Zusammenfassung/Inhaltsangabe: [siehe Kommentar, zu lang für die Rezension]
●Kurzfassung: Wilhelm Meister nach den Lehrjahren muss, nachdem er seine Leidenschaft, das Theater aufgegeben hat, nach einem Platz in der Welt suchen. Er lässt sich von der Turmgesellschaft eine Gelübde auferlegen, nicht länger als drei Tage an einem Ort zu verweilen und zieht zusammen mit seinem Sohn Felix los. Die Wanderschaft dauert Jahre. Sie lernen am Anfang der Reise in einem Anwesen Hersilie kennen, in die sich Felix verliebt. Jahre vergehen. Wilhelm erkennt, dass er sich zum Wundarzt berufen fühlt, gibt Felix in die Pädagogische Provinz. Nach Abschluss seiner Lehrzeit will Wilhelm ihn abholen. Felix aber schon zu Hersilie geritten, stürmisch, macht ihr einen Liebesantrag, wird abgewiesen, stürzt seinem Vater hinterher. Er verunglückt, aber Wilhelm kann ihn durch sein Fachwissen als Wundarzt retten.
●Charaktere: (rund/flach) ausgewogen, ausgearbeitet in jeder Hinsicht.
●Besondere Ereignisse/Szenen: Makaries Eintritt als kosmisches Wesen, ihre Allegorie als Sonnensystem und Synchronizität. Szene mit Maler, Hilarie und der schönen Witwe am Lago Maggiore. Friedliches Paradies ohne Versuchung.
… Code: Alt-Neu, Europa-USA, Vater-Sohn … Programmierung als Plot, wie voneinander lernen, wie weiterentwickeln, ohne zu vergessen.
… Stoff: Liebesgeschichten als Bewährungsprobe, Geduld, Unaggressivität, über Digressionen sich ziemen, nicht roh werden.
●Diskurs: Maschinen, Industrialisierung, Auswanderung, Bewahren/Vergessen.
… wieder große Ähnlichkeiten zu „Das Glasperlenspiel“, insbesondere durch den Sturz des jungen in den Fluss, der vom Vater gerettet wird; auch die Erzählung „Klingsors letzter Sommer“ durch die Lago Maggiore-Szene enthalten.
… durch viele verzahnte Plotlinien (wo ist das nussbraune Mädchen, was hat es mit Felix‘ Kästchen auf sich, welche Bestimmung wird Wilhelm sich erwählen?) geben dem Roman viel Dynamik, auch durch Oppositionspaare: Lenardo, seine Bestimmung als Techniker/Handwerker gefunden, sucht die Liebe seines Lebens – Wilhelm, der die Liebe seines Lebens gefunden hat, Natalie, muss sich aber erst selbst suchen und geht auf Abstand; Felix, der die Liebe seines Lebens gefunden hat, Hersilie, hat noch keinen Platz in der Welt und begegnet ihr deshalb zu ungestüm (wie Wilhelm/Natalie). Die Moral der Wanderjahre: der Mann muss sich erst selbst finden, sein Tätigkeitsfeld wählen, um in diesem und durch dieses der Liebe seines Lebens angemessen begegnen zu können, d.h. Liebe allein macht nicht glücklich.
--> 5 Sterne

Form:
… bereits bei den „Lehrjahren“ durchgeführt. Die Sprache in „Wanderjahre“ noch ausufernder, glatter, geschliffener. Die Sätze erreichen ungeahnte Wendungen. Ungeahnte Verben tauchen auf und beleben zu Phrasen werdende Formeln. Überhaupt wird das Verstockte vermieden, das Erwartbare aufgehoben. Sprachliche Langeweile kann nicht entstehen. Das Schriftdeutsch erscheint hier auf einen eigenartigen, für sich stehenden Höhepunkt – es ist die Sprache, die die Vielgestaltigkeit des Stoffes zähmt, bewältigt, glättet, ohne ihm an Dynamik zu nehmen.
--> 5 Sterne

Erzählstimme:
●Eindruck: eine Art Herausgeberschaft, Archivarentum, eine Redaktion und Kommentierung; der Erzähler bleibt im Hintergrund, hält sich zurück, stellt sein Material vor, räsoniert, reflektiert. Er spielt sein Wissen nicht aus.
●Erzählinstanz (reflektiert, situiert, perspektiviert?): ziemlich klar außen stehend, retrospektierend, zusammenfassend, aber als Erzähler wirkend und seine Tätigkeit reflektierend. Die Situierung fehlt als Figur, sie wird aber innerhalb der Welt als empathisch vorgestellt. Einfühlsam. Mit klarem Ideal: Laurence Sterne aus „Die empfindsame Reise“.
●Erzählverhalten, -stil, -weise: mehr im Sinne eines alten, sentimentalen weisen, sanften Geistes. Zurückhaltend, nicht aufs Unverhohlene abzielend, ästhetisch-poetisch schwebend.
●Einschätzung: Die Erzählerschaft spielt keine so große Rolle, die Welt selbst, die Vernetzung, stellt sich vor, der Erzähler wird Teil der Welt und geht in sie ein, als kommentierender, teilnehmender, mitfühlender Gesell.
--> 5 Sterne

Komposition:
●Eindruck (szenisch/deskriptiv/Tempiwechsel): hochgradig dynamisch mit vielen verschiedenen Formen, Briefen, Dialogen wie im Theater, Erzählungen, Berichten, Anekdoten, Witzen … Anspielungen.
●Extradiegetische Abschnitte: ein paar Abschnitte wie „Die neue Melusine“ und die kosmische Reise mit Makarie, Sternendeutung; etwas seltsam auch die Lilienstengel-Episode vom Sankt Josef.
●Lose Versatzstücke: Etwas hineinmontiert erscheint „Die gefährliche Wett“, die nicht wirklich in die Gesamtrahmung passen will, und „Die neue Melusine“ auch nicht.
●Reliefbildung: überaus abwechslungsreich im Ton, Atmosphäre, mit klarer Retardierung in der Lago Maggiore-Szene, mit Digressionen, die das Buch zum Leseexerzitium machen (teilweise).
●Einschätzung: durchwoben, aufgehoben, alle Fäden aufgelöst, überall klare Bezüge, kaum lose Enden … und hierdurch noch mit Makarie als Transzendenz, als Sagengestalt, die alles zusammenhält, das Sonnensystem, um hiermit auch einen Ruhe- und Angelpunkt für den Roman zu schaffen.
--> 5 Sterne

Leseerlebnis:
●Gelangweilt: nein, teilweise verwirrt, da sich viele Szenen erst im Nachhinein ergeben, einen Sinn verleihen, zuerst wild, dann bildet sich das Relief klar heraus
●Geärgert: nein, überrascht, dass die Turmgesellschaft, die in die USA auswandert, Juden ausschließen; aber als militante, dem Alten abgewandte Form, die eine neue Religion für sich fordert, plausibel. Wirkt dennoch überflüssig, nicht kohärent, in dem ansonsten sehr unpolitischen, unpolarisierten Text.
●Amüsiert: der Text legt es nicht so sehr auf Humor an, aber der Briefwechsel zwischen Hersilie und Juliette mit der Tante Makarie besitzt viel Komik, auch die Episode „Wer ist der Verräter“ – die Männer wirken ungestüm und etwas lackaffenhaft teilweise.
●Gefesselt: darauf legt es der Text auch nicht an, zu verwoben, vielschichtig, multiperspektivisch, eher eine Welt, ein lose gekoppeltes, organisches Ensemble.
●Zweites Mal Lesen?: definitiv.
--> 5 Sterne

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Profile Image for Alex Obrigewitsch.
499 reviews151 followers
September 12, 2020
While failing to live up to its predecessor, the fragmentary nature of this work and its narrative accord with the work's stress on renunciation and wandering. For just as Wilhelm opens his journey already underway, and ends it without ending, leaving so many threads loose and unwoven, so too does the narrative which bears him ever forth wend its way to no determinate end or location. Wandering, fragmenting, offering pieces or snatches which might appear to link up with what has come before, only to be passed on after so short a while, so brief a sojourn. Stasis, homeliness - these concepts are but fictitious illusions for one destined to finitude; to a finitude so radical that it cannot ever reconcile itself into a whole, except as a whole never whole, wandering ever farther from any totalizing sense of itself, always already having renounced this self itself.

Wilhelm, thus, in a sense, in taking up his place (which is not his, not his own) among the renunciants, offers up his place in the narrative to a myriad of voices, all of which speak, silently, in a single voice, of a single theme: wandering, errancy - the error which, renounced and refused as wrong, wanders its way round, and via a paradoxical return, comes into its own as the destiny of a finite life, sent from home, exiled, so as to wander and thus become the fragment of a life, the dying fragment, that it is.

This work's faults, then, would become its necessary demand. That the work remains faulty, unfinished, fragmentary - might this not be its imperfect perfection?
Profile Image for Andrew Noselli.
705 reviews81 followers
April 24, 2024
In this book Goethe tells us it is not uncommon for younger men to be attached to older women, which brings me a certain degree of relief. Perhaps they are the early model of those plastic artists of universal culture that he predicts will come about with the dawn of the new millennium? In my opinion, it is the postmodern Christians among the new generations of millennials and, even more so, the new Generation Z, that are the plastic artists who require no celebratory ritual to worship the Lord - for them, life is one long festival in and of itself. Three stars.
Profile Image for Leah.
532 reviews70 followers
March 13, 2016
Erschöpfend langweilig.
Gerne würde ich den Roman zusammenfassen, dies fällt allerdings schwer, da er nicht nur unnötig lang ist, sondern auch komplett handlungslos. Grob gesagt geht es um Wilhelm Meister, dem wir zuerst in seinen Lehrjahren begegneten, einem Buch, das als der Bildungsroman schlechthin gelobt wird und in dem der Protagonist sich vom reichen verwöhnten Bübchen zu einem ja, was eigentlich? - entwickelt. Goethe hielt seinen Charakter Wilhelm wohl für gescheit und gestaltete diese Fortsetzung, in der Wilhelm mit seinen Sohn auf Wanderschaft geht, allen möglichen alten und neuen Freunden dabei begegnet, Arzt wird und Natalie, seine Frau, vermisst und ihr entsagt. (Deshalb der Titel "Die Entsagenden").
Die Handlung allerdings ist schwach. Goethe verstieß hier gegen alle Regeln des Romans, er lässt seinen Protagonisten wandern, aber ziellos und ohne Sinn, ständig wirft er dabei lose Phrasen, Philosophien und Novellen ein, die das Lesen bloß noch erschweren. Vielleicht war Goethe den Meister selbst satt - das Buch hatte eine lange Entstehungsgeschichte- und warf nur noch hier und da sein eigenes Gedankengut ein. "Wanderjahre" zählt zu seinem Alterswerk und das macht sich bemerkbar, in Handlung und Charakterentwicklung. Zugegeben, das Buch selbst wirkte auf mich ein wenig senil. Zeitsprünge, Handlungsstränge wurden ausgelassen, vergessen und nie aufgeklärt, Mysterien entwickelt, über die danach nie wieder gesprochen wurde. Es war aussichtslos der Handlung zu folgen. Es hatte eher die Wirkung einer Ideensammlung oder viel mehr Anekdotensammlung, gespickt mit dem Gedankengut der Freimaurer. (Irgendwo in der Handlung wollen die Personen nämlich nach Amerika, um neues, gutes Land für ihre politischen Pläne zu finden.)
Wer ein Buch über das gute, alte, deutsche Handwerk vor der Industrialisierung lesen will, für den ist "Wanderjahre" genau das richtige. Das Handwerk wird stets gelobt wie im vorhergehenden Buch das Theater und man ist sich einfach nicht sicher, worauf Goethe hinaus will. Seine Charakter geben nichts davon preis, sie sind weder beständig, noch originell, was den Leser nur verwirrt.
Im Vergleich zu seinem Roman "Die Wahlverwandschaften", der viel eindeutiger war und auf etwas hinzulief, ist "Wanderjahre" ein buntes Puzzle - es fehlt nur eben das letzte, so wichtige Teil.
Eigentlich schade.
Zurecht eines der unpopuläreren Werke Goethes.
596 reviews50 followers
December 2, 2022
Este libro es una continuación de Los años de aprendizaje…, pero no se puede decir estrictamente que sea una secuela. Cierto, el protagonista es el mismo, más viejo, y algunos de los personajes secundarios de la historia anterior vuelven a hacer apariciones aquí. Pero la estructura misma de la novela es completamente diferente; no podrían ser más diferentes.
En esta novela, Wilhelm estaba moviéndose de lugar en lugar como le indicó la organización mística y rara al final del libro anterior. Sus viajes le llevan a conocer a personas curiosas, aprender más sobre el mundo en el que vive y escuchar historias aleatorias.
Con eso el libro pierde parte de su cohesión. Mientras que el libro anterior es una historia episódica, aún hay un hilo que une todo. Aquí, en muchas ocasiones la historia se interrumpe por completo para tocar otros temas que, aunque relacionados, no involucran a los personajes de la trama. Cuentos que alguien se pone a contar, poemas que alguien escribe e incluso en algún punto una serie de aforismos que son de forma muy transparente un modo de hacer el libro más largo. Los cuentos en sí tienen su gracia, pero hacen que parezca que la novela pierde todo el punto.
¿Hay una lección que sacar? Obvio que sí. De hecho, es claro que el autor quiere que aprendamos algo. Ésa es la otra parte que no me gustó: las novelas ‘educativas’ no me gustan mucho puesto que mi visión personal es que la lectura de este tipo debe ser sólo por placer estético, por apreciar la forma misma en que se escribe. ¿Y adivinen qué? Goethe piensa totalmente opuesto a mí: en una parte del libro, un personaje que está hablando (claramente las palabras del mismo Goethe en boca del personaje) entre las muchas cosas que menciona es que en su biblioteca no hay libros ‘inútiles’, es decir, que no enseñen nada. Apunta claramente a las ideas que Platón establece en La república pero no es de extrañar que la opinión de ambos sobre el libro sea tan distinta…
Profile Image for Czarny Pies.
2,844 reviews1 follower
November 22, 2014
Faute de pouvoir donner cinq etrons, je lui donne une étoile.

This is a God-awful mess thrown together very late in life at a time when the great master was obviously having trouble keeping body and soul together. I understand that it is hard to say no to a writer of Goethe's stature but this senile grab bag should never have seen the light of day.
May 4, 2016
Način slaganja teksta podsjeća na rečenice Dostojevskog. Naracija se uglavnom odvija kroz prizmu trećeg lica. Šesta knjiga prvog djela, naslovljena Ispovijest jedne lijepe duše, jedina je pisana prvim licem. Djelo je ukrašeno mnogobrojnim pjesmama od kojih je svakako najznamenitija ona; Poznaješ li zemlju gdjeno limun cvate. Pjesme nisu samo umetnute kao razdjelnice na početku poglavlja već se javljaju i unutar poglavlja kada ih sami likovi pjevaju. Romantiziranost same forme je očigledna. Pjesme utkane u prozu imaju svoj vrutak još u srednjovjekovnim viteškim, pikarskim i inim prozama te iskazuju time romantičarsku opsjednutost srednjovjekovnom književnošću. Na samom kraju djela javlja se u vezi forme i element dramskog teksta. Natruha dramskog teksta je izražena u vidu kora dječaka i likova koji odgovaraju tom koru. Radi se o trenutku Mignonina sprovoda.
Samo djelo je u hrvatskom izdanju, izdavač Naprijed-1960., objavljeno kao jedinstvena knjiga. Prvi dio je inače objavljen 1796. a drugi tek 1821.
Radnja prati središnjeg lika kroz njegov život. Wilhelm Meister je trgovac po zvanju no njegova svjetlost u životu jest gluma. Kroz veći dio knjige Wilhelm glumi u putujućim glumačkim družbama. U Wilhelmovoj fascinaciji djetinstvom, u vidu improvizacije kazališne pozornice te glumačke odjeće, kao dobom iskrene kreativnosti jasno se podastire topos djetinstva u romantizmu. U fusnotama se stalno javljaju spone između likova u djelu sa zbiljskim osobama onog vremena. Ivo Hergešić u svom pogovoru ističe autobiografične elemente ove knjige. Za samo čitanje takve fusnote nisu uopće potrebne. Radnja se u potpunosti može olako pratiti bez poznavanja možebitnih upliva stvarnosti. Hergešićev pogovor općenito izdiše pozitivističkim shvaćanjem ovog djela. Samim time je Hergešićev pogovor loš.
Zanimljivo je da se Wilhelm stalno zaljubljuje u muškobanjaste djevojke. Lik djevojčice Mignon je posebno zanimljiv. Mignon se kroz veći dio knjige oblači poput dječaka. Mignon se prikazuje kao divlja cura sklona penjanju. Likovi nisu psihološki produbljeni u punom smislu te riječi. Sapuničasto u ovom djelu jest svakako činjenica da se konstantno razotkrivaju skriveni rodbinski odnosi te se pokušava ostvariti napetost u vidu mijenjanja ljubavnih partnera. Navedeno podsjeća na Hoffmannove Đavolje eliksire ali je za razliku od tog romana ovaj roman daleko pristojniji te time bezvezniji.
Wilhelmova razmišljanja o kazalištu i o Shakespearu te posebice međusobni razgovori likova o tim temama doprinose filozofičnosti ovog štiva. Wilhelmova glumačka družba je primjerice izvela Hamleta.
Zaključno valja reći da je sama radnja zanimljivija od samog načina pisanja ovog djela.
Profile Image for Old-Fashioned Agnes.
88 reviews1 follower
August 13, 2021
“Wilhelm Meister's Journeyman Years” - the 2nd part of the book: Wilhelm is obliged to travel and he cannot stay in one place more than 3 days. He calls himself a Wandering Jew.

In the beginning he travels with his (and Marianne’s) son Phillip. He learns about her death and seem to be sad about that. However, even in his dream he choose Natalie, an aristocrat who saved and helped him after he was attacked by the robbers.

As Marianne is a symbol of bourgeois lifestyle (in my opinion) so Natalie is a symbol of aristocratic one. Obviously Wilhelm chose the second option. Many times in the novel it was suggested that Wilhelm was supposed to be born in the upper class, and that he does not approve of the middle class values.

Wilhelm realises that theatre was not his vocation but something else.

This book would be interesting to those who enjoyed reading the first part and would like to know what later happens to the characters.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for Tikali.
115 reviews6 followers
December 6, 2017
Mein traumatisiertes Ich hat sich schon lange auf diese Rezi gefreut.
Ich habe „Wilhelm Meisters Wanderjahre“ innerhalb eines Goethe-Seminars gelesen. Das Positive vorweg: Der Roman eignet wunderbar, um ihn zu sezieren, stundenlang darüber zu debattieren und ihn durch verschiedene Brillen zu analysieren. Warum? Weil sich die Ereignisse scheinbar unzusammenhängend aneinanderreihen, weil es nicht um das „was passiert“ sondern um die Symbolik dahinter geht. 

Meiner Meinung nach hat der alternde Goethe den Roman als Gerüst für seine unveröffentlichten Novellen und seiner Meinung zu philosophischen Themen missbraucht und sich über 500 Seiten darübergehend ergossen. Wer Goethe lesen will, der lese Faust oder Die Leiden des jungen W. oder sonstwas- wer einen dicken Klassiker lesen will, der wende sich Anna Karenina oder der Bibel oder dem Ikea-Katalog zu, aber BITTE versaut euch Goethe nicht, indem ihr zuerst nach diesem Roman greift! Ich habe mich tapfer hindurchgekämpft, für mich sind viele Kapitel jedoch lieblos dahingehustet.

Goethe selbst sagte über diesen Roman: „Er eignet sich nicht für die Masse.“ Und ja… das kann man gut so stehen lassen! Für mich ist’s die fünfstündige Wagneroper der Literatur. Ich lese wirklich gerne, auch Klassiker. Aber das hier ist ein echt harter Brocken!
Profile Image for Libia Fibilo.
237 reviews11 followers
March 25, 2022
L'idea centrale di questo libro è quella di strumentalizzare una certa regola letteraria per formare il carattere.

Prendere degli elementi, quindi rimescolarli, quindi ripresentarli uniti, e così via, fino a quando l'uomo capisse che per definirsi ed essere completo deve rinunciare a pretese universali su se stesso, cedere l'enciclopedia, abdicare dalla possibilità che gli ribolle nello spirito, e definirsi, rinunciare al ruolo attivo in certe cose e imparare ad apprezzare la contemplazione della libertà di altri che si manifesta viva e bella.

E sarebbe fantastico.

Ma questo libro non ha trama. I personaggi sono piatti, abbozzato, fanno persino delle cose assurde. Dialoghi fuori dal mondo. Scrittura pesante, ingarbugliata e del tutto senza sbocchi.

Inspiegabile che Goethe abbia pubblicato questo mucchio di paccottiglia.
Profile Image for Werther.
28 reviews2 followers
May 26, 2023
Even more convoluted than the Lehrjahre, a large part of the Wanderjahre is spent on telling the stories of minor characters. While both the travels of Wilhelm and Felix and the many stories they encounter are on their own well written and interesting, the way both parts are fused together makes a taxing read. I still liked the story itself more than I hated reading the book, but compared to Goethe's other works, the Wanderjahre falls drastically short of the standard he sat himself.
Profile Image for Virginia.
104 reviews5 followers
March 6, 2024
ERA ORA. Confermo che i Bildungsroman non sono il mio genere preferito. Per carità, belle frasi e riflessioni interessanti sulla vita eh ma ho fatto un po’ fatica.
Profile Image for Markus.
661 reviews108 followers
April 5, 2016
Not as brilliant as Wilhelm Meisters Lehrjahre. We read some of Wilhelm's adventures in his years of travelling, but the link to his previous life and love life is somehow unclear. Several other stories are intertwined, other heroes appear and disappear. There is a lot of Goethes philosophy on teaching and education of the young artisan generation, as well as on astronomy and mysticism. A long list of "Maximes" of little interest but also a nice, though unfinished poem on human after life reliques.
88 reviews
April 10, 2021
Impresionante libro donde se narra la historia de Wilhelm dentro de una sociedad muy curiosa y que intercala relatos que se relacionan con la novela así como aforismos en dos partes del libro. A pesar de que me desenganché un poco al final de la misma, es un libro excelente.
Displaying 1 - 14 of 14 reviews

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