Die USA sind uns fremd geworden. Zwar waren sie immer schon ein Land der Widersprüche, doch mit Donald Trumps Präsidentschaft wurde Fundamentales verschiebt sich, was gerade noch verlässlich schien, bricht entzwei. Auch nach Donald Trump wird es nicht wieder so werden wie zuvor.Warum das so ist, zeigt uns Klaus Brinkbäumer in seinem großen Buch über Amerika. Als Chefredakteur und langjähriger USA-Korrespondent des Nachrichtenmagazins »Der Spiegel« kennt er das Land wie wenige andere. Er hat über die Jahre mit Barack Obama, Dick Cheney oder Hillary Clinton, mit George Clooney oder Bruce Springsteen, mit zahlreichen Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Wirtschaft gesprochen und mit Donald Trump ein etwas anstrengendes Telefongespräch geführt. In seiner so leidenschaftlichen wie analytischen Schilderung von Menschen, Orten, Stimmungen, Geschichte und Geschichten zeichnet er das faszinierende Porträt einer Nation, die für Jahrzehnte wegweisend für uns war und nun im Begriff ist, sich selbst zu verlieren. Das Ende dieser einst so verlässlichen Beziehung wird unsere Zukunft wesentlich bestimmen.
Innenansichten eines Aussenstehenden auf das, was einstmals nicht nur die stärkste Weltmacht (politisch, wirtschaftlich, militärisch) war, sondern auch als "Wiege der Demokratie" bezeichnet wurde.
Brinkbäumer, der ausreichend lange ausreichend tief "embedded" in den USA gelebt hat, um die Dinge nüchtern so zu beurteilen, wie sie nun mal sind, seziert diese ehemals demokratische Nation, die nur noch die Hülle ihres einstigen Selbst ist, messerscharf und auf den Punkt - dabei immer mit Unterhaltungsfaktor auf höchstem journalistischem Niveau, wie man es von seinen SPIEGEL-Texten kennt.
Wer meint, die USA zu kennen und zu verstehen, sollte dieses Buch unbedingt lesen. Wer die USA (schon lange) nicht (mehr) versteht, auch.