Freundlich und respektlos begegnet Wladimir Kaminer dem Thema Flüchtlinge, im Gegensatz zu den meisten Deutschen, die damit viel zu verkrampft umgehen. Also wieder ein echter Kaminer, Spitze!
"Ausgerechnet Deutschland: Geschichten unserer neuen Nachbarn" pode traduzir-se como "A Alemanha tal como é: histórias dos nossos novos vizinhos" e trata-se de um livro de crónicas da autoria de Wladimir Kaminer, um escritor russo vindo de Moscovo a viver na Alemanha desde os anos noventa. O livro aborda sobretudo o modo como os alemães têm recebido os sírios (que perguntam, assim que chegam a terra, qual a melhor parte da Europa porque é para aí que querem ir) e como tem sido a adaptação de uns aos outros, dadas as diferenças culturais - substanciais - existentes entre estes. Desenganem-se, contudo, se pensam que este livro se limita apenas a sírios e a alemães porque, sendo russo, o autor acaba por falar igualmente da relação entre russos e alemães e entre russos e sírios. Destaco, por exemplo, uma crónica na qual Kaminer conta que se sentiu mais alemão quando, a caminho da Alemanha, comprou uma cerveja e estava com ela na mão, bebericando-a tal e qual como um alemão... Num sinal de (desejo de) integração. Ou outra crónica em que ele discute com um cabeleireiro sírio o porquê dele ter barba; o sírio responde-lhe que a barba é o seu passado, experiência e sentido de orientação (ao mesmo tempo que critica os ocidentais por tirarem a barba e, deste modo, viverem num mundo "desarranjado"), pelo que não a pode tirar, mantendo-a desde criança. Gostei do livro, escrito com um certo humor, mas foi sobretudo a temática que mais me fascinou!
Irgendwie habe ich in diesem Band die Leichtigkeit von Kaminer vermisst, die seine anderen Bücher auszeichnet. Liegt es am Thema? Muss man vielleicht doch irgendwie politisch korrekt sein? Aber das ist Kaminer ja eigentlich nicht. Schonungslos deckt er Zustände und Umstände syrischer Familien auf, die sich plötzlich im Brandenburgischen wiederfinden. Eigentlich witzig, wie Kaminer ihren Alltag beschreibt, aber so wirklich lustige Stimmung kommt dann doch nicht auf.
Dass ich nur zwei Sterne vergebe, liegt wahrscheinlich einerseits an meinen zu hohen Erwartungen und andererseits an meinen vielen Kontakten zu Syrern (und Irakern und Iranern...). Das Bild des faulen Flüchtlings, der nicht Deutsch lernen will, erst um 12 aufsteht, Shisha-paffend auf der Straße sitzt während eine seiner 3 Frauen in der Küche steht, ist nicht nur überzogen und soll wohl lustig sein, es ist menschenverachtend. Eine solche Oberflächlichkeit hätte ich von jemandem, der in zweifacher Hinsicht ebenfalls einer Minderheit angehört, nicht erwartet.
In „Ausgerechnet Deutschland“ erzählt Wladimir Kaminer Geschichten von „unseren neuen Nachbarn“, überwiegend syrische Flüchtlinge auf der Flucht vor dem Krieg in ihrem Heimatland und auf der Suche nach einer neuen Heimat. Und so sind sie auf der Suche nach dem „Paradies“ in einem kleinen brandenburgischen Ort gelandet. Ich mag Kaminers Erzählstil schon seit „Russendisco“ und auch „Ausgerechnet Deutschland“ hat mich nicht enttäuscht. Selbst aus Russland geflohen, kann er die Sicht der Geflüchteten und die Schwierigkeiten im Umgang mit der deutschen Mentalität sicher besser nachvollziehen als der durchschnittliche deutsche Bürger. Entstanden ist ein Buch mit skurrilen, komischen, manchmal auch bissigen Kurzgeschichten, die mich zum Schmunzeln gebracht haben. Der Humor, aber auch die Herzenswärme Kaminers sind großartig. Und eine Prise Humor tut auch der Flüchtlingsdebatte gut – auf jeden Fall besser, als ständig zu lamentieren und Flüchtlingen die Schuld an allem zu geben, was in Deutschland schief läuft. Die unterschiedlichen Mentalitäten und auch Sprachprobleme führen natürlich zu Missverständnissen, etwas mehr Toleranz und Offenheit für andere Lebenswelten könnte da durchaus hilfreich sein. Das Buch liefert hoffentlich dem einen oder anderen ein paar Denkanstöße – absolut lesenswert!
Kurzweiliges Buch zum Thema „Flüchtlinge in Deutschland“, das Kaminer anhand eigener Beobachtungen episodenhaft bearbeitet, wodurch der Charakter einer Kurzgeschichtensammlung entsteht. Ich hatte meinen Spaß, weil Kaminer es schafft, den Clash der Kulturen, aber auch die verschiedenen Erwartungshaltungen herauszuarbeiten, ohne dabei den Moralapostel zu spielen. Mir hat auch der Ansatz gut gefallen, Bezüge zu seiner eigenen Flüchtlingsgeschichte herzustellen, wodurch er es schafft, die Distanz zu durchbrechen, die sonst ein echtes Manko der Geschichtensammlung wäre.
Alles in allem habe ich mich gut unterhalten gefühlt, habe einen Spiegel vorgehalten bekommen, habe tatsächlich auch neue Erkenntnisse gewonnen, habe gelacht, geschmunzelt, fassungslos den Kopf geschüttelt und war am Ende ein wenig melancholisch.
Für ein humorvolles Buch fand ich dieses Buch manchmal sehr ernst - nichtsdestotrotz gab es viele Schmunzler.
Kaminer erzählt von der syrischen Familie in seinem kleinen Dorfe in Brandenburg während der Flüchtlingskrise 2015-2016. Es geht nicht in jedem Kapitel um sie, häufig geht es auch um andere Mitakteure aus der Zeit oder um Kaminers eigene Flucht aus Russland in den 90ern.
Ich habe einiges dazugelernt und empfehle das Buch weiter - wenn auch mehr als formlose informative Quelle als ein Band voller Humor.
Gelesen für die Bibliotheks-Challenge Mahlow für den Monat Januar: Kategorie Humor.
Nicht wirklich geistreich, nicht wirklich lustig! Habe das Buch gekauft, weil "Goodbye, Moskau" eben diese Kriterien erfüllt hat. Das Buch wirkt irgendwie gezwungen nach dem Motto "Auch ich muss etwas zur Flüchtlingspolitik schreiben". Wer etwas von Wladimir Kaminer lesen möchte, der findet sicherlich bessere Bücher von ihm.
Wirklich echt aus dem Leben geschnitten; leider faellt es am Ende ein bisschen ab. Die letzten drei Kapitel haette Kaminer sein lassen koennen. Sonst sehr lesenswert.
I missed Kaminer's funny stories, this time about the refugees in Germany and their experiences. The author didn't lose his unique style, humour and realistic notes from his writing style.