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Garten, Baby!
»Da denkst du, du weißt, was du tust. Denkst: ich grabe den Boden um. Dabei ist es das Leben, das dich umgräbt. Und zwar gründlich. Alles neu.«
Doro und ihr Freund Rob haben, wovon andere träumen: ein Stück Natur mitten in der Großstadt. Dass die beiden Mittdreißiger im Hinterhof ihres Mietshauses Zucchini ernten können, verdanken sie Fred, Texaner, Ex-GI, leidenschaftlicher Hobbygärtner. Alle Hausbewohner sind Teil seines Projekts. Es wird geliebt und gestritten in der Drübkestraße 13, jemand stirbt und ein neuer Mieter zieht ein, es gibt einen Ehekrach und einen kuriosen Fund zwischen den Rosen, und auch Cousine Pippa aus Berlin kommt zu Besuch und erklärt, warum der Stadtgarten kein »Urban Garden« ist (zu ordentlich und »nicht vertikal genug«).
So unterschiedlich die Hausbewohner sind, in ihrem Garten fühlen sie sich mit der Natur und miteinander verbunden, ihr »Urban Garden«-Manifest passt in einen einzigen Satz: Wachsen und wachsen lassen.
Ein kluger, humorvoller Roman über bereichernde Vielfalt, Gemeinschaft und das Glück, etwas mit eigenen Händen zu schaffen.
172 pages, Hardcover
First published February 23, 2018
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Community Reviews
Displaying 1 - 4 of 4 reviews
April 6, 2023
Christine Zureich erzählt in ihrem 2017 erschienen Roman episodenhaft von
einer bunt zusammengewürfelten Hausgemeinschaft, die sich gemeinsam einen Urban Garden anlegt - im Hof, mitten in Frankfurt, die Skyline der Mainhattan-Hochhäuser im Hintergrund.
Erzählt werden die kurzen Geschichten aus der Perspektive Doros, einer Übersetzerin, die mit ihrem Mann Rob, einem Architekten, unter dem Dach des Hauses Drübkestraße 13 zwischen den hellgrünen Wänden in ihrem "Baumhaus" wohnt.
Zusammen mit ihrem Hausmitbewohner und bestem Freund Fred, einem Ex-Texaner, der verzweifelt aufhören will zu rauchen und seinem Freund René, der sich bei einem Unfall beide Arme bricht und seine zwei Dutzend Katzen + Gordon Gecko versorgt wissen will und Sibel, die sich ihre Nase operieren lässt und eigentlich nie mitgärtnert, sondern ausschließlich raucht - startet sie das Projekt 'Garten'. Immer mittendrin die alte Nachbarin Lore Dittrich, die mit ihrem Mann im Parterre wohnt, schwer verliebt ist in Fred und dauernd mit Doro und ihrer Pflanzenpflege auf Kriegsfuß steht, aber doch ihre Tomaten klaut.
Und so handeln die kurzen Kapitel von
Hornissen, deren Stiche angeblich tötlich sind und vom Veganwerden, obwohl der texanische Nachbar überzeugter carnivore ist, von Problemen massigen Zucciniwachstums und der Vermutung, dass Nachbarin Dittrich tot in der Regentonne treibt, aber dann war es doch nur ein Eichhorn.
Zwischen "ledrigen Fledermausflügeln, trunkenen Stechmücken, späten Grillen und grunzenden Igeln" wächst über das Jahr ein neues Leben heran und zum Ende hin wird mir bewusst, wie schnell ich die Bewohner:innen und ihre alltäglichen Eskapaden über den schwindenden Sommer hin lieb gewonnen habe.
Ein amüsantes Buch über eine hippe Lebensweise. Warmherzige Charaktere und eine lustige, kurzweilige Lektüre!
Leseempfehlung nicht nur für Gartenfans!
einer bunt zusammengewürfelten Hausgemeinschaft, die sich gemeinsam einen Urban Garden anlegt - im Hof, mitten in Frankfurt, die Skyline der Mainhattan-Hochhäuser im Hintergrund.
Erzählt werden die kurzen Geschichten aus der Perspektive Doros, einer Übersetzerin, die mit ihrem Mann Rob, einem Architekten, unter dem Dach des Hauses Drübkestraße 13 zwischen den hellgrünen Wänden in ihrem "Baumhaus" wohnt.
Zusammen mit ihrem Hausmitbewohner und bestem Freund Fred, einem Ex-Texaner, der verzweifelt aufhören will zu rauchen und seinem Freund René, der sich bei einem Unfall beide Arme bricht und seine zwei Dutzend Katzen + Gordon Gecko versorgt wissen will und Sibel, die sich ihre Nase operieren lässt und eigentlich nie mitgärtnert, sondern ausschließlich raucht - startet sie das Projekt 'Garten'. Immer mittendrin die alte Nachbarin Lore Dittrich, die mit ihrem Mann im Parterre wohnt, schwer verliebt ist in Fred und dauernd mit Doro und ihrer Pflanzenpflege auf Kriegsfuß steht, aber doch ihre Tomaten klaut.
Und so handeln die kurzen Kapitel von
Hornissen, deren Stiche angeblich tötlich sind und vom Veganwerden, obwohl der texanische Nachbar überzeugter carnivore ist, von Problemen massigen Zucciniwachstums und der Vermutung, dass Nachbarin Dittrich tot in der Regentonne treibt, aber dann war es doch nur ein Eichhorn.
Zwischen "ledrigen Fledermausflügeln, trunkenen Stechmücken, späten Grillen und grunzenden Igeln" wächst über das Jahr ein neues Leben heran und zum Ende hin wird mir bewusst, wie schnell ich die Bewohner:innen und ihre alltäglichen Eskapaden über den schwindenden Sommer hin lieb gewonnen habe.
Ein amüsantes Buch über eine hippe Lebensweise. Warmherzige Charaktere und eine lustige, kurzweilige Lektüre!
Leseempfehlung nicht nur für Gartenfans!
This entire review has been hidden because of spoilers.
May 9, 2022
Ein sehr erfrischender Roman, der mir wirklich gut gefallen hat. Sehr nah am Leben.
Lieblingsstellen:
„Unter uns stöhnt Erika, wegen des Fliegers oder wegen Heidi, ihrer inkontinenten Katze. Nachts hören wir sie schnarchen. Beide.“
„Wer weiß, wie lang sie schon gestritten haben, oben in der Wohnung. Im Winter, wenn wir drinnen sind, hören wir jedes Wort, die Wand zwischen unseren Wohnzimmern ist dünn. Pergamentpapier. Verstärkt Stimmen noch, statt zu dämpfen. Eine Membran, osmotischer Austausch zwischen den Zellräumen. Das Leben lässt sich nicht sauber einhausen.“
Lieblingsstellen:
„Unter uns stöhnt Erika, wegen des Fliegers oder wegen Heidi, ihrer inkontinenten Katze. Nachts hören wir sie schnarchen. Beide.“
„Wer weiß, wie lang sie schon gestritten haben, oben in der Wohnung. Im Winter, wenn wir drinnen sind, hören wir jedes Wort, die Wand zwischen unseren Wohnzimmern ist dünn. Pergamentpapier. Verstärkt Stimmen noch, statt zu dämpfen. Eine Membran, osmotischer Austausch zwischen den Zellräumen. Das Leben lässt sich nicht sauber einhausen.“
May 28, 2018
Buch ohne große literarische Ansprüche, aber es hat mir sehr gefallen und dauerte das Recht vor, jetzt habe ich auch Lust auf einen Garten!
Libro senza grosse pretese letterarie che però mi é piaciuto ed é durato il giusto, inoltre mi ha anche fatto venire voglia di avere un giardino!
Libro senza grosse pretese letterarie che però mi é piaciuto ed é durato il giusto, inoltre mi ha anche fatto venire voglia di avere un giardino!
July 17, 2018
Doro führt zusammen mit ihren Mitbewohnern einen „Stadtgarten“. Dabei stolpert sie über ihre eigenen Vorstellungen, über die Eigenheiten der Mitbewohner und über die zu großen Zucchetti. Christine Zureich erzählt die humorvollen und zugleich tiefgehenden Anekdoten in einer wunderbar direkten und verknappten Sprache, dass man zwischendurch laut loslachen muss. Ein Buch, aus dem ich mehrmals spontan einige Ausschnitte meinem Mann vorlesen musste. Empfehlenswert.
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