Erstmalig in der Geschichte der Menschheit übernehmen „Roboter“ Aufgaben, die zuvor dem menschlichen Verstand vorbehalten waren. Innerhalb der nächsten zwei Jahrzehnte werden praktisch alle höheren Berufe von Robotern übernommen: Arzt, Jurist, Journalist, Controller, Manager, um nur einige zu nennen. Wir haben gesellschaftlich bei weitem noch nicht verstanden, welch tiefgreifenden Auswirkungen das auf unser Wirtschaftsleben haben wird.
Dieses Buch vertritt die These, dass das bedingungslose Grundeinkommen keine Lösung ist, sondern ein Trick der Superreichen, um die Massen ruhigzustellen. Die Grundrente ist von ihrem Ansatz her fehlerhaft, weil sie ein Problem von Morgen mit den Mitteln von Gestern lösen will. Um die Auswirkungen der Digitalisierung in positive Bahnen zu lenken, müssen wir die Möglichkeiten der Digitalisierung nutzen.
Dieses Buch macht einen konkreten Vorschlag, wie das möglich ist: Wir brauchen ein digitales Geld, durch das die Menschen Eigentümer der Roboter werden. Die derzeitigen Digitalwährungen haben die erforderliche Technologie dafür geschaffen, sind aber selbst noch ungeeignet, weil sie auf einer unproduktiven Geldbasis aufbauen. Erst wenn wir die technischen Möglichkeiten der Digitalwährungen nutzen und sie mit Eigentum an Robotern verbinden, können wir wirklichen Wohlstand für die Massen schaffen.
Diese Lösung heißt Digni-Geld. Der Begriff ist abgeleitet aus digital, dignus (wert) und dignitas (Würde).
Meiner Meinung nach, das beste Buch, welches das Thema Geldtheorie in einfachen Beispielen, sowohl für Ökonomen als auch nicht-Ökonomen aufarbeitet. Auch wenn ich der persönlichen Meinung bin, dass das Digni-Geld niemals kommen wird, bin ich dankbar für die hier vorgestellte originelle Idee.
Ein sher gutes Buch, dass allgemeinverständlich versucht die verschiedenen Probleme unseres momentanen Geldsystems zu beleuchten und gleichzeitig einen besseren Weg für die Zukunft vorzuschlagen. Die Ideen sind noch recht grob, jedoch sicherlich ausbaufähig und die Probleme, welche in dem Stadium der Idee stecken scheinen lösbar.
Eibe Frage bleibt jedoch. Wie das ganze realistischer Weise eingeführt werden kann. Da weder die großen Kapitalbesitzer noch die Politiker/Zentralbankpolitoker übermäßig großes Interesse daran haben ihre Vorteile in diesem Geldsystem einfach aufzugeben.
Trotzdem ein sehr verständlich und gut geschriebenes Buch. Die Analogie, die sich durchs Buch zieht ist gut gewählt und wirkt nicht überstrapaziert auch in späteren Kapiteln.