Auserwählte oder Gefangene? Die Besatzung des Polizeikreuzers Scythe, gefangen in einer rätselhaften Raumsphäre, muss herausfinden, welche Rolle sie in dem Drama spielt, in das sie geworfen wurde. Innerhalb des Gefängnisses, zusammengepfercht mit Hunderten anderer Zivilisationen, stehen die Zeichen auf Sturm. Ein wahnsinniger Potentat will den erlösenden Krieg, um Lebensraum zu schaffen; der mysteriöse Zentralkern beginnt erstmals seit Jahrtausenden eigene Aktivitäten zu entfalten – und es gilt, Menschen zu helfen, die sich selbst nicht mehr helfen können.
Als die Sphäre auch noch mit einem äußeren Gegner konfrontiert wird, der dem Raubzug durch die Galaxis Einhalt gebieten möchte, wird die Situation unkontrollierbar und bedrohlich. Captain Lyma Apostol und ihre Gefährten wissen nur eins: wenn sie untätig bleiben, wird der Sturm von Gewalt und Tod, der sich zusammenbraut, sie gnadenlos zur Seite fegen. Die Frage bleibt, wie viel Varianz die Sphäre ertragen kann, ohne dass sie alle zusammen in den Abgrund gerissen werden.
Dirk Andreas van den Boom is a German political scientist, science fiction writer and translator. He Professor Political Sciences at the University of Münster, Germany since 2012.
He published both reference books in the field of political science and SF books.
Der 2. Teil der Scythe-Trilogie bringt den Leser wieder, wie bereits beim 1. Teil, an Wendungen, an die zuvor nicht zu denken war. Nachdem die "Licht" und der Polizeikreuzer "Scythe" im Inneren der Sphäre gefangen und eingeschlossen wurden, den Gewalten darin ausgeliefert, geht die Handlung in diesem Band ohne Bruch weiter. Die "Licht" ist in die Fänge des Ratsvorsitzenden Saim geraten, dessen Schergen haben die Besatzung danach separiert, nur 15 Leute haben überlebt, unter ihnen der Kommandant und die Anwältin. Währenddessen hat die Scythe unter dem Kommando von Captain Apostol im Kern der Sphäre Kontakt mit den, dem Rat gegenüber feindselig gestimmten Mächten, aufgenommen und verbündet, Sie beteiligen sich daraufhin an der Erforschung des Sphärenkerns. Jordon und Elissi, die beiden Studenten konnten in ihren Fluchtkapseln gerettet werden, die Autistin Elissi hat offenbar eine besondere Beziehung zum Sphärenkern aufgenommen, der offenbar eng mit den Erbauern der Sphäre in Verbindung steht. Die ganze Geschichte gewinnt an Dynamik, als außerhalb der Spähre ein Flüchtling aus der Sphäre von Kräften des Konkurdats aufgegriffen wird und der die Informationen über die Sphäre und deren Verhältnisse darin weitergibt. Als ein Schiff der An'sa, einem geheimnisvollen Volk, das auch in der Sphäre gefangen war, außerhalb der Sphäre Kontakt zum Konkurdat aufnimmt, nimmt die Geschichte abermals eine Wendung. Dieses Schiff ist auf Verfolgungskurs der Sphäre und folgt zu einem seltsamen Sonnensystem auf dessen Zentralgestirn ein künstliches Objekt steht, in dieses System sollte die Sphäre offenbar in kurzer Zeit eintreffen. Auch innerhalb der Sphäre kommt es zu Konfrontationen mit dem Rat, der seine Expansionspolitik weiter verfolgt und Ressourcen der anderen an sich nimmt und "unnütze Esser" einfach auslöscht, die Scythe und deren Verbündete machen Front, während Elissi dem Geheimnis des Kerns auf der Spur ist. Am Ende kulminiert alles, die Sphäre wird von Außen aufgebrochen, im Inneren des Kerns werden neue Rätsel entdeckt, die die Existenz der Scythe in einem anderen Licht erscheinen lassen... Wieder ein sehr kurzweiliger, spannender und dicht geschriebener Roman, der wieder atemberaubende Blicke in ein Space Opera Scenario bietet, das mit den Werken eines Peter F. Hamilton mithalten kann. Denn Dirk van den Boom hat den Dreh inzwischen raus, wie das geht. Übersprudelnde Ideen, verbunden mit einem guten und mitreißenden Schreibstil, der auch dieses Buch wieder zu einem Page-Turner macht. Einziger Nachteil ist, dass die, im ersten Teil geschilderten, wunderbaren Beziehungen zwischen Jordan und seiner autistischen Kommolitonin Elisse, in diesem Band auf Sparflamme gekocht werden. Dem nächsten Band sehe ich mit Freude und Erwartungen entgegen...
Ein spannender, unterhaltsamer zweiter Teil mit überraschenden Wendungen. Mich stört ein wenig, dass Dirk van den Boom wenig beschreibt. So bleibt das Aussehen der Raumschiffe und der vielen verschiedenen Völker in der Sphäre für mich zu unbestimmt. Dafür treibt er die Handlung auf vielen Ebenen in kleinen Kapiteln durch gute Dialoge schnell voran. Ich habe bei ihm immer das Gefühl, dass die verschiedenen Völker sich doch im Kern ähnlich sind und (fast) alle mit rationalen Argumente überzeugt werden können. So finden z.B. die Menschen und die Skendi eine Basis für gemeinsames Handeln. (Ein Weltbild, das mir im Angesicht der Irrationalität allein auf der Erde doch etwas zu optimistisch erscheint.)
Ich werde auch den dritten Teil der Skythe-Geschichte lesen, wahrscheinlich hat bis dahin Dirk van den Boom schon wieder die nächste Trilogie abgeschlossen...
Die Besatzung der Scythe hat sich auf ein Bündnis mit dem Schiff der Fruchtmutter eingelassen. Der Ratsvorsitzende hat nichts Gutes im Sinn. Und in der Zwischenzeit versuchen Jordan und Elissi herauszufinden, was im Kern vor sich geht. Ein spannender zweiter Teil, der weitere Fragen aufgeworfen hat. Mir hat dieser Band gefallen und ich bin neugierig auf das Ende der Trilogie. Natürlich wurde es wieder sehr gut aufgelesen. Im Großen und Ganzen: ein Band, der mich in seinen Bann gezogen hat. Ich kann dieses Buch auch empfehlen. :)