Chester Harris will mehr davon. Er ist Horrorautor und es stellt ihn nicht länger zufrieden, die Leser mit seinen Gruselgeschichten zu erschrecken. Daher lädt er zu einem Horrorabend ein, der seinen ahnungslosen Gästen alles abverlangt. Sie müssen ein Spiel um Leben und Tod überstehen, indem sie die eigenen Grenzen überschreiten. Angst, Blut und Schmerz stehen auf Chesters Speiseplan und er wird viel davon bekommen.
Warnung: Der Horrorroman enthält explizite Gewaltdarstellungen und abstoßende Details.
Dieses Buch erhielt ich direkt von der Autorin, welche mich ansprach, nachdem mir ein Buch aus dem Horrorgenre nicht so ganz zusagte. Nachdem ich dann die Kurzbeschreibung zum Buch erlesen hatte, konnte ich einfach nicht "Nein" sagen und erhielt das Buch, welches die Autorin sogar signiert hatte.
Da ich mein Leben mit einigen Ängsten beschreiten muss, sorgte dieses Buch, bei mir, für ordentlich Neugier. Müsste ich mich meinen Ängsten stellen? Würde ich meinen persönlichen Horror erleben? Am Ende kann ich sagen, nein. Denn so extrem war es dann doch nicht, aber eine Nacht im Buch würde ich trotzdem ablehnen.
Die Story an sich war clever durchdacht und punktete mit so manchen überraschenden Moment. Auch die Idee des Buches habe ich vorher noch nie erlesen können. Hier war es auch hilfreich mit der Autorin Kontakt zu haben, da sie mich darüber aufklärte, das sie bewusst Klischees des Genre, versuchte zu vermeiden.
An was es mir fehlte war die Atmosphäre. Wo im Film ein Jumpscare schon für ordentlichen Angst sorgen kann, so sind es in Büchern die Beschreibungen. Auch eine schnelle Abfolge von Geschehnissen kann dies versuchen, aber beides war im Buch nicht zu finden. Dunkle Gänge wurden mit wenigen Worten abgetan, wobei eine genauere Beschreibung mit Spinnenetzen, Spinnen, hallenden Geräuschen und schattenerzeugenden Lampen, so mancher Frau die Schweißperlen auf die Stirn gebracht hätte.
Ich hatte zudem nur das Gefühl, das es um die Todesangst geht, obwohl es um alle Ängste gehen sollte. Wo blieb die Angst vor dem Ersticken oder die sich nicht mehr bewegen zu können? Ein wenig mehr Vielfalt und hätte mich mehr zum Buch hingezogen gefühlt.
Wenn ich eines kam, dann sehr flink durch das Buch. Die Wortwahl war sehr klar und beherbergte fast keine Fremdwörter, die dem Leseverlauf Einhalt gebieten konnten. Allerdings sollte man sich darauf gefasst machen, das die Autorin so einige ungeheuerliche Momente ins Buch eingebaut hat, welche mich zum Teil schon sehr schockierten, denn an Blut wird nicht gespart.
Die Geschichte dreht sich um Chester Harris, welcher Horrorbuch-Autor ist und dem so langsam das Publikum abhanden kommt. Er will es jedoch nochmal allen zeigen und veranstaltet ein Abendessen, welches seinen Gästen lehren soll, was es heißt Horror und Angst zu spüren.
Chester macht im Buch einen erstaunlichen Wandel durch, da er anfangs sehr harmlos wirkt, aber schließlich immer mehr in den Wahnsinn abdriftet. Dieser Wandel machte mir wohl am meisten Angst, da er zeigte wie viel man für etwas opfern kann.
Seine Idee und seine Gäste ergeben eine interessante Mischung, da die geladenen Personen wohl nicht gerade Fans davon sind, sich ihren Ängsten zu stellen. Als sie es jedoch müssen, hatte ich manchmal das Gefühl, das sie viel zu leicht aufgaben. Wo blieb ihr Überlebenswille? Hatten sie keinen?
Der vorbereitete Abend hatte fast etwas von Gangster-Spielchen, in denen die Bosse ihren Untergebenen oder Komplizen zeigten, wer hier die Macht hat. Blut durfte hierfür ordentlich fließen, immerhin wollte man einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
Das Ende, war dann etwas mit dem ich mich nicht so ganz anfreunden konnte, da er meiner Meinung nach zu voraussehbar war. Der große Showdown hätte für mich ruhig noch etwas blutiger und ausgefallener sein können, aber hier spalten sich die Meinungen und das ist auch gut so.
Ein besonderes Highlight war jedoch die Entwicklung so mancher Personen, welche erst in der Todesangst, ihren Gefühlen freien Lauf ließen. Lang verheiratete Paare, die vielleicht kaum noch ein Wort wechseln, stehen sich plötzlich gegenüber und zeigen, das ihre Liebe immer noch existiert. Dies ist vielleicht nicht gerade Angst fördernd, aber man fiebert mit, ob dieses Paar, sich vielleicht doch bald wieder in den Armen hält.
Wenn dieses Cover eines kann, dann überzeugen. Besonders die Schreibweise des Buchtitels hat es mir angetan, da die zerkratzt wirkende Schrift einfach zum Buch passt.
Auch wenn es schon genug Bücher in den Farben rot, schwarz, weiß gibt, springt dieses einfach aus der Menge heraus. Hierfür sorgt der rote Hintergrund mit der weißen Schrift. Aber auch die männliche Silhouette hat etwas, da man sie gut mit dem Hauptcharakter in Verbindung bringen kann.
Für einige der blanke Horror, für mich eine interessante und gut durchdachte Story, welche vor guten Einfallen gerade zu strotzt. Allerdings fehlte es mir ein wenig an Atmosphäre und Tiefgang.
Letztes Jahr habe ich Scream Run Die von Tanja Hanika gelesen und durch ihre Statusmeldungen bei Twitter war ich neugierig auf ihren neuen Horrorroman "Der Angstfresser", den ich mir direkt zum Erscheinungstag gekauft habe.
Der Angstfresser im Roman - soviel sei verraten - ist Cheser Harris: Seines Zeichens Autor von Horrorromanen, die sehr erfolgreich verkauft werden. Allerdings ist Chester ziemlich unzufrieden. Er hat das Gefühl, er macht den Menschen keine Angst mehr mit seinen Werken. Mithilfe des durch den Verkauf seiner Bücher angesparten Vermögens will er ein paar ausgewählten Gästen in einer Villa das Gruseln neu lehren. Der Prolog steigt direkt in die Handlung ein. Beim Dinner wird den Anwesenden ziemlich schnell klar, was sich Chester unter einem "spaßigen" Abend vorstellt...
Mehr will ich zum Inhalt gar nicht verraten. Insgesamt ist es gerade bei diesem Buch gut, möglichst wenig vorab zu wissen. Mir ist bei Geschichten mit Horror und Thrill vorallem ein guter Plot am wichtigsten. Dieser hielt im Roman einige Überraschungen bereit, die ich so nicht erwartet hätte. Auch das Setting hat mir sehr gefallen. Innerhalb der Villa gibt es mehrere Stationen, die Chesters Gästen und uns Lesern an ihre Grenzen bringen sollen (und das gelang in meinem Fall sehr gut!). Alle Stationen / Räume waren sehr gut gewählt: Unheimlich und wie aus einem Albtraum entsprungen.
Sprachlich hat mich der Angstfresser auch überzeugt. Die Autorin findet schöne Metaphern beispielsweise für den von einer Existenzkrise gebeutelten angehenden Autoren und Chester-Harris-Fan Ethan:
"Irgendwann war er eingeschlafen, während das Licht seiner Schreibtischlampe weiterbrannte wie ein Leuchtturm, der ihm den richtigen Weg weisen wollte." (S. 26)
Neben Chester ist Ethan der Protagonist in dem Buch und interessant ist bei ihm, dass er neben dem ganzen Grauen einen sehr widerwärtigen Voyeurismus entwickelt, vor allem bei der Szene, die mich am meisten an meine Grenzen gebracht hat (ich sag nur: "Operation"). Ich sehe zwar Serien wie „The Walking Dead“ oder „Dexter“, aber in „Der Angstfresser“ war für mich insbesondere diese Szene besonders schwer auszuhalten.
Aber vielleicht ist Ethan nur eine Spiegelung von uns Lesern, denn spätestens an dieser Stelle musste ich unbedingt wissen wie das Buch endet.
***Fazit***
Wenn ihr Horror mögt, solltet ihr den "Angstfresser" von Tanja Hanika lesen. Super Plot, tolles Setting, unerwartete Wendungen und was den Horror betrifft „kranker Scheiss“ (war für mich schon grenzwertig, aber ich wollte wissen wie es ausgeht).
Chester Harris will mehr davon. Er ist Horrorautor und es stellt ihn nicht länger zufrieden, die Leser mit seinen Gruselgeschichten zu erschrecken. Daher lädt er zu einem Horrorabend ein, der seinen ahnungslosen Gästen alles abverlangt. Sie müssen ein Spiel um Leben und Tod überstehen, indem sie die eigenen Grenzen überschreiten. Angst, Blut und Schmerz stehen auf Chesters Speiseplan und er wird viel davon bekommen.
Warnung: Der Horrorroman enthält explizite Gewaltdarstellungen und abstoßende Details...(Klappentext)
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"Dies hier war echt und nichts schmeckte ihm besser als wahre Angst" (S. 63)
Hier wird nicht lange gefackelt - kein langsames Herantasten, keine gemütliche Vorbereitung auf das Grauen. Schon im Prolog wird verstümmelt und gefoltert, gedroht und gemordet - DAS ist die Vorbereitung des Lesers auf den Horror und DAS ist auch noch harmlos im Gegensatz zu dem was noch folgen wird.
"Die Augenhöhle schien das Brenneisen einzusaugen, doch Chester entriss es ihr und versenkte es anschließend im rechten Auge. Der Qualm kratzte in seiner Kehle, aber nichts hatte jemals für ihn so gut geduftet wie der Geruch nach verbranntem Menschenfleisch." (S. 8)
Obwohl es nach dem Prolog ruhiger wird, dauert es nicht lange, bis das Grauen wieder einsetzt. Trotzdem kann man ab Beginn das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Mit Chester Harris blickt man in das Innerste einer kranken Seele, aus was diese erwuchs und ihn zu dem machte was er nun ist - ein Psychopath der Angst riechen, Schmerz zufügen und Blut fließen sehen will und das nicht nur noch auf Papier seiner Horrorbücher, sondern in der Realität. Dafür hat sich Chester etwas ganz besonderes ausgedacht, nämlich einen Horrorabend in der Abgeschiedenheit mit einem von ihm ausgewählten Publikum. Zumindest lässt er seine Gäste im Glauben, sie wären die Zuschauer. Doch es dauert nicht lange und ihnen wird klar - sie sind die Hauptattraktion und allein für die Unterhaltung von Chester bestimmt. Angefangen bei seiner Mutter, über seinen ehemaligen Verleger bis hin zu einem Fan und einer Bloggerin. Hier geht es um Leben und Tod, ok...eigentlich nur um den Tod, um die verschiedenen Gesichter des Todes, der damit verbundenen Ängste und wie man diesen entgegentritt, denn Chester hat nicht vor sich an seine eigenen Regeln zu halten oder jemanden entkommen zu lassen.
Als Leser erhält man jedoch nicht nur Einblick in Chesters kranke Sichtweise, sondern auch in die der Betroffenen, in die Gedanken desjenigen, der gerade für "Unterhaltung" sorgt. Man ist also mitten drin, statt nur dabei, wenn hier jemand am lebendigen Leibe operiert oder zerfleischt wird.
Die Autorin, Tanja Hanika, hat sich hier so einiges für Chester und seine Gäste einfallen lassen und das ist wirklich nicht von schlechten Eltern. Hier werden die Urängste des Menschen neu entfacht, aber auch die Neugierde und der Voyeurismus angestachelt. Dies alles erfolgt in einem flüssigen und verdammt bildhaftem Schreibstil, der einem die Gänsehaut rauf und runter laufen lässt. So sehr es auch einem ekelt, so sehr man die Augen schließen möchte - man wird gepackt, die Klauen der Spannung graben sich tief in des Lesers Fleisch und die Augen huschen, vor Entsetzen weit aufgerissen, über die Seiten. Für schwache Nerven und einen empfindlichen Magen ist dieser Roman definitiv nichts.
Ein kleiner Tipp am Rande: achtet auf die Namen des ein oder anderen Protagonisten. So mancher ließ mich durchaus schmunzeln.
Fazit: Dieser Roman ist ein absolut spannendes und morbides Horrorspektakel, welches Bilder im Kopf entstehen lässt, die man so schnell nicht mehr los wird. Und trotzdem, so schräg es vielleicht für manche klingen mag, aber ich hätte mir gewünscht noch einige Seiten länger mit Chester und seinen "Gästen" verbringen zu dürfen. So ekelhaft und abartig so manche Szenen auch waren, so packend und fesselnd waren sie auch, sodass meine Augen manchmal nicht so schnell lesen konnten, wie ich gerne gewollt hätte. Dies war mit Sicherheit nicht mein letztes Buch von dieser Autorin!
Ich bin begeistert! Ein wahrer Pageturner und Genuss der schaurigen Art. Gut ausgearbeitete Charaktere, ein fesselnder Schreibstil und eine bildhafte Sprache, die die eigene Vorstellung geradezu springen und das Kopfkino zum Glühen bringt. Für Horrorfans eine klare Leseempfehlung.
Wow, das war heftig. Aber gut! Lange habe ich mich getraut, dieses Buch überhaupt zu kaufen. Daher erstmal danke an die Autorin Tanja Hanika, die den Angstfresser als Preisaktion angeboten hat, das war ein sehr guter Anreiz. ;-) Inhaltlich mag ich gar nicht zu sehr ins Detail gehen, da das viel spoilern würde. Aber nicht nur einmal habe ich beim Lesen gedacht: "Nicht wirklich jetzt?!" oder "Oje, bitte lass ihn/sie das überleben." Und nicht nur einmal habe ich mich gefragt, ob ich weiterlesen möchte, aber obwohl vieles extrem und stellenweise echt eklig ist, hat dieses Buch eine regelrechte Sogwirkung auf mich ausgeübt. "Hilfreich" ist, dass der Prolog gleich schon anzeigt, in welche Richtung dieses Buch geht. Wer nach dem Prolog weiterliest, wird das Buch auch zu Ende lesen! Interessant fand ich auch, aus wie vielen Perspektiven wir Chester Harris' Horrorabend erleben - sie werden geschickt eingesetzt und auch wenn wir gerade mit dieser Person erleben, ist es nicht gewiss, ob sie das Ganze überleben wird. Einziger Kritikpunkt: Am Ende ging es mir etwas zu schnell und im Vergleich zu den vorherigen Kapiteln etwas zu einfach. Dennoch gefällt es mir, es ist ein guter Abschluss.
Insgesamt ist das wohl das heftigste Buch, das ich je gelesen habe und empfehle es allen, die gerne Horror lesen oder sich etwas trauen möchten. Mich hat die Lektüre jedenfalls wirklich gefordert und ich habe es nicht bereut!
Zusammengefasst Chester Harris ist ein erfolgreicher Horrorautor er hat bereits einige Bücher veröffentlicht und liebt es seinen Lesern Angst und Schrecken einzujagen. Doch es läuft nicht mehr so gut wie noch zu Anfangs und er beschliesst mit Hilfe eines Teams ein Haus nach seinen Vorstellungen zu renovieren und dieses für einen Horrorabend herzurichten. Für diesen besonderen Abend lädt er eine Handvoll Menschen ein und noch ehe sie sich versehen, landen sie im Albtraum ihres Lebens. Darüber Gedanken gemacht Bevor ich das Buch las, grübelte ich über die Warnung des Buches nach und war mir sicher, dass mich diese abstossenden Details bestimmt nicht so abschrecken würden. Doch da hatte ich mich gewaltig getäuscht! Bereits im Prolog wurde mir beinahe übel und ich war geschockt und fasziniert zu gleich. Es ist erstaunlich, wie viel man sich tatsächlich vorstellen kann und dies macht sich Tanja zu nutze und treibt den Leser so immer weiter an den Rand des Erträglichen. Ich empfehle euch das Buch nicht beim Frühstück zu lesen 😉 und am besten auch nicht im Bett, denn die einzelnen Szenen sind wirklich sehr detailliert und verursachten mir hin und wieder leichte Übelkeit. Obwohl das buch nur knapp 200 Seiten umfasst, haben es genau diese ganz schön in Sich, hier trifft das Sprichwort „In der Kürze liegt die Würze“ wie die Faust aufs Auge. Man ist innerhalb von ein paar Seiten mitten in der Geschichte und kommt nur schwer wieder raus! Das Tempo ist rasant und brutal. Ich war doch ein wenig erleichtert, als ich die letzte Seite umgeblättert habe und den Angstfresser überlebt habe 😉 Gefiel mir sehr Bis dato war mir nicht bewusst, wie sehr einen ein Buch mitreissen und beeinflussen kann. Die Geschichte ist durchaus spannend geschrieben und man fiebert von der ersten Seite an mit den „Opfern“ mit und wünscht sich doch sehr, dass dieses Buch gut enden möge. Doch der Weg dorthin ist erstaunlich hart und ich war selbst überrascht, wie oft ich das Buch zur Seite legen musste, um kurz durchzuatmen. Das spricht auf jeden Fall für Tanja Hanika, die es hier geschafft hat den Leser vollkommen zu fesseln und die Geschehnisse so detailliert beschrieb, dass man gar nicht anders konnte, als Kopfkino zu haben. Gefiel mir nicht Ich selbst habe nicht viele Horrorromane gelesen und bin mir deshalb nicht sicher, was dieses Genre ausmacht. Persönlich fand ich, dass ich mich bei einem Horrorroman vor allem gruseln müsste, doch bei Der Angstfresser war für mich weniger der Gruselfaktor im Fokus, als viel mehr der Ekel und die Grausamkeit des Geschriebenen / der Story. Somit hat das Buch nicht ganz meine Vorstellungen von einem Horrorroman erfüllt. Schreibstil & Cover Der Schreibstil ist sehr detailliert und lässt einen so vollkommen in die Geschichte eintauchen. Obwohl der Schreibstil bewusst abstossend gewählt wurde, konnte ich das Buch doch zu Ende lesen, sage aber klar; ihr solltet die Warnung im Klappentext ernst nehmen! Das Cover ist toll genau so wie das Format das Buches! Fazit Auf jeden Fall ein Buch, das es ganz schön in sich hat und dass man meiden sollte, falls man schwache Nerven oder einen empfindlichen Magen hat 😉 von mir eine Leseempfehlung an alle mutigen und furchtlosen unter euch! Bewertung Buchlänge ♥♥♥♥♥ (5/5) Schreibstil ♥♥♥♥ (4/5) Botschaft ♥♥♥ (3/5) Lesevergnügen ♥♥♥♥ (4/5)
Als mich Tanja Hanika fragte, ob ich gerne ihren neusten Horrorroman lesen und rezensieren möchte, war ich sofort dabei, denn ich hatte ihre Bücher ja schon in der Vergangenheit immer verschlungen. „Der Angstfresser“ – so warnte sie mich – sei allerdings krasser als alles, was sie bisher geschrieben habe. Mit hohen Erwartungen ging ich an das Buch heran und wurde nicht enttäuscht.
Das Cover zeigt einen schwarzen Umriss eines Mannes auf rotem Hintergrund. Ich finde das Cover sehr gelungen und ansprechend. Auch wenn es mich zunächst eher an einen Thriller, als an ein Horrorbuch erinnerte. Auch den Titel fand ich klasse und sehr vielversprechend.
Das Buch startet mit einem gepfefferten Prolog, der es in sich hat. Man kann fast sagen, der Prolog ist eines der schlimmsten Teile des Buches. Feinfühlige Menschen seien hier gewarnt: „Der Angstfresser“ ist blutig und brutal. Doch wer sich auf eine angstvolle Reise begeben möchte, der macht mit dem Buch sicher nichts falsch.
Die Geschichte wird von Kapitel zu Kapitel aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Mal aus der Sicht des „Angstfressers“ Chester Harris, mal aus der von Ethan, einem Nachwuchsschriftsteller und großen Chester-Harris-Fan, mal aus der von dessen Freundin June oder den anderen Gästen des „Horrorabends“. Diese wechselnden Perspektiven brachten eine abwechslungsreiche Dynamik und gewisse Tiefe in die Geschichte. Das hat mir sehr gut gefallen.
Was mir positiv aufgefallen ist, dass Tanja Hanikas Schreibstil sich im Laufe der Jahre sehr verbessert hat. Waren in ihren früheren Büchern hier und da noch holprige Formulierungen, so war dieser Roman nahezu perfekt geschrieben. Ich liebte ihre Metaphern und klischeelosen Vergleiche. Außerdem beschrieb sie selbst grässliche Details so genau, dass man es sich bildhaft vor dem inneren Auge vorstellen konnte.
Und grässlich wird es in dem Buch mehrmals. Wer Geschichten über wahnsinnige Charaktere mit einer ordentlichen Portion Blut und Schmerz mag, der kommt hier ganz auf seine Kosten.
Ich habe es schon einmal gesagt und ich kann es nur noch einmal wiederholen: Tanja Hanika schreibt Horror mit Leib und Seele – und das merkt man. Ich bewundere sie um ihre (krassen) Ideen und ihren bildhaften Schreibstil. Ich fand diesen Horrorroman besser, als so einiges anderes, was ich in diesem Genre gelesen habe. Ja, sogar besser als manche Geschichten von Stephen King. Und das will was heißen.
Ich kann ihr nur wünschen, dass sie den Erfolg bekommt, den sie sich redlich verdient hat. Das Buch gehört definitiv zu meinen Favoriten von 2018.
Der Angstfresser ist wirklich nichts für schwache Nerven. Nein, wirklich nicht. Das sage ich übrigens als Horror-Fan. Da geht's einfach richtig ab. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Ich wage es jetzt einfach mal zu sagen, dass Tanja Hanika vielleicht schon die deutsche Horror-Queen ist, denn etwas vergleichbares habe ich aus deutschen Landen bisher noch nicht gelesen. Viele Horrorbücher ja, aber sprachlich ist das dann doch schon eine ganz andere Geschichte. Der Angstfresser ist spannend geschrieben, als Leser wurde ich sogar noch an der Nase herumgeführt und fühlte mich 200 Seiten lang gut unterhalten.
Mein Fazit
Wer derben Horror sucht, der auch gerne Splatter beinhalten darf, der hole sich den Angstfresser ins Haus. Einfach gut.
Beschreibung: Der Horrorautor Chester Harris hat eingeladen. Seine Gäste wissen nicht, was sie erwartet. Erst, als es fast schon zu spät ist, erkennen sie den Ernst der Lage. Sie werden festgehalten und müssen sich Chesters Aufgaben stellen. Der Horrorabend wird zu einem Spiel um Leben und Tod. Angst, Blut und Schmerz werden serviert und jeder bekommt mehr als genug davon…
(Warnung: Der Horrorroman enthält explizite Gewaltdarstellung und abstoßende Details.)
Kurzkritik: Der Prolog hat es schon in sich. Wer von der Grausamkeit und Gewalt dieses Einstiegs nicht angewidert das Buch weglegt, der ist bereit für mehr. Und das ist auch genau das, was der Leser bekommt. Mehr detailverliebte Gewalt- und Ekelorgie – eiskalt serviert und nicht für Jedermann immer so bekömmlich.
Tanja Hanika kann spannend schreiben. Keine Frage. Szenisch spannend, brutal und blutig. Ihr Schreibstil ist einfach und klar. Sie blickt immer auf das grausig, eklige und steigert sich im Verlauf der Geschichte weiter in eine Folterorgie ohne Gnade. Leider kommen ihre Figuren dabei etwas zu kurz. Es ist schwer für den Lesern eine Beziehung zu den handelten Figuren aufzubauen. Ich hätte mir fünfzig oder hundert Seiten mehr gewünscht, um näher bei den Figuren sein zu können. Auch wenn dies, dem Buch ein wenig an Erzähltempo genommen hätte.
Ein schnelles, spannendes Buch, dem es ein wenig an Tiefe fehlt. Aber wer auf Splatter steht, wird hier sicherlich auf seine Kosten kommen.
Tanja Hanika beherrscht das Handwerk der Horrorliteratur meisterlich und lehrt ihren Lesern das Fürchten. Wer bei Blut, Gewalt, Ekel und Folter gerne genau hinsieht, wird dieses Buch lieben. Viel Spaß beim Menü, es wurde speziell für euch eiskalt zubereitet.