Als ich mit dem Lesen anfing, versprach ich mir sehr viel von diesem hochgelobten Werk. Ich wurde allerdings sehr schnell enttäuscht: Es entpuppte sich zwar durchaus als interessant und als Denkanstoß, ist allerdings für meinen Geschmack zu langstilig und enthält viele unnötige Wiederholungen. Die Informationen wären genauso verständlich gewesen, wären sie etwas kürzer und kompakter.
Bis ungefähr Seite 230 nur eine kritische Auseinandersetzung mit Hirn-/Gen-/Evolutionsforschung - wer's braucht. Danach eine mit Psychologie und Soziologie, schon interessanter. Wenig Eigenes zum Thema, das aber dann halbwegs gut. Besonders störend nur diese gequält "flotte Sprache" mit lauter "wir" und "unser" - muss man heute wohl für einen Bestseller so machen, ich find's aber nervig.
Δυνατό βιβλίο, όμως ταυτόχρονα και προβληματικό. Τόσο που θα του έβαζα τίτλο "Έρωτας - ένα απειθάρχητο βιβλίο". Αρκετά καλά σημεία, μερικά πολύ δυνατά και καλογραμμένα, ωστόσο και πολλή φλυαρία εκτός θέματος που θα μπορούσε να λείπει, εκτός αν άλλαζε ο τίτλος ώστε να περιλαμβάνει και άλλα πράγματα. Τα δύο τρίτα του περιεχομένου του βιβλίου θα μπορούσαν να απουσιάζουν χωρίς να θιχτεί η ουσία και τα δυνατά σημεία. Επίσης η έκδηλη εμπάθεια με τον Ντόκινς (παρόλο που στηρίζεται σε λογικά επιχειρήματα, τα οποία χάνονται όμως με τον τρόπο που αναπτύσσονται, παρουσιάζονται και κάποιες φορές ευτελίζονται) αλλά και απόψεις άλλων με τις οποίες ο συγγραφέας δεν συμφωνεί αφαιρεί πόντους σε ένα βιβλίο τέτοιου είδους. Τέτοιου είδους εμπάθεια μπορεί να ταιριάζει π.χ. στον Ονφρέ, αλλά όχι στον Πρεχτ (και δεν είμαι προκατειλημμένος υπέρ των μοντέρνων Γάλλων φιλοσόφων ή εναντίον των Γερμανών). Συνιστώ το βιβλίο σε όσους αναζητούν σύγχρονες απόψεις και θεωρήσεις σχετικά με τον έρωτα και πώς λειτουργεί, από περιέργεια ή για να αποκτήσουν αυτογνωσία, αλλά μην παίρνετε όλα όσα γράφει τις μετρητοίς...
der fernseh- und podcastphilosoph rdp holt gern weit aus. in seinem werk über die liebe widmet er 2/3 des papiers den biologischen und psychologischen erklärungen dessen, was liebe NICHT ist. und wenn rdp ausholt, zieht er sein neunereisen gerne einmal quer durch alle möglichen wissenschaften und verklärt ihre erkenntnisse zu altem wein in neuen schläuchen (schöne formulierung, danke). richard, da geh ich gar nicht mit. trotz dieser umständlichkeiten scheint er letztlich immer wieder hole-in-ones zu schlagen, aber das könnte, nach meiner bescheidenen meinung, etwas schlanker und ergebnisorientierter geschehen. Es grüßt Darvin Opernflügel
Das Buch erklärt Liebe durch verschiedene Perspektiven und Theorien näher. Liebe - als Handlung, Verhalten, Phänomen, Verlauf, biologischer und historischer Hintergrund, Idee, (...). Es hilft den Anderen und sich selbst in diesem Kontext besser zu verstehen.
Für mich persönlich ist das Buch einerseits sehr informativ, andererseits empfinde ich das Buch in seinem Schreibstil zu langatmig.
Seine Vorträge zum Buch und auch das Buch selbst haben meinen Kenntnisstand bereichert und verhelfen zu mehr Selbst-Verständnis und Selbstreflexion.
Leider eine sehr diffuese Zusammentragung von wissenschaftlichen Fakten, wahrscheinlich mit der Intention interessante Gedanken anzuregen, aber im Endeffekt eher bar jeder Aussage und Philosophie. Vielleicht spricht das Buch andere mehr an, ich war leider echt enttäuscht.
Este é um livro interessante sobre sexualidade em uma perspectiva filosófica. Eu gostei muito de o ler e fui capaz de capturar algumas pedras preciosas.
"liegen, bei dir ich liege bei dir. deine arme halten mich. deine arme halten mehr als ich bin. deine arme halten, was ich bin wenn ich bei dir liege und deine arme mich halten."
-Ernst Jandl
Was mir zuerst zu diesem Buch einfällt sind die viele Parallelen zu "Wer bin ich und wenn ja wie viele?". Gerade der Aufbau ist nahezu Identisch. Wie so häufig beginnt Precht jeden Abschnitt und jedes Kapitel mit einer Anekdote oder einer Theorie. In der ersten Häftle geht Precht dabei immer gleich vor. Es wird eine Theorie dargelegt, als wäre es beinahe seine eigene, und dann wird sie kurz und knapp auseinander genommen und teilweise sehr herablassend entkräftet.
Das ganze zieht sich ganz genau bis zur Seite 170 so hin. Denn erst hier beginnt Precht damit eigene Ideen und Ansichten zu offenbaren. Leider macht Precht das aber nur viel zu selten und geht dann irgendwie doch wieder über in sein gewohntes Feld um sich hinter Gedanken anderer zu verstecken und dabei war er hier doch eigentlich am stärksten und interessantesten.
Das genau diese Seite der beginn war, war wohl das einzige worauf wir uns in illustrer runde einigen konnten. Sonst aber schieden sich die Geister so weit, dass einige sich sogar geweigert hatten, das Buch nach den ersten Seiten überhaupt noch zu ende zu lesen.
Im Großen und Ganzen bleibt nur wieder das Übliche zu Precht zu sagen. Es ist sehr unterhaltsam und leicht zu lesen, populistisch und versucht teilweise zu viel abzuarbeiten und lässt somit viel offen.
Trotzdem liefert es viele Spannende Ansätze wie zB die Theorie von La Rochefoucauld der sagte:
"Wenige Leute würden sich verlieben, wenn sie nicht davon gehört hätten."
Eine Ansatz dem ich mich verweigere und deshalb schließe ich dieses kleine review auch lieber mit einem letzten Zitat von Paul Simon:
"And I may be obliged to defend Every love,every ending Or maybe I´ve a reason to believe We all will be received in Graceland"
Dieses Buch hatten mir meine Eltern zum Geburtstag geschenkt und ich bin endlich einmal dazu gekommen, es zu lesen. Es hat mich nämlich unheimlich interessiert, was Herr Precht so über die Liebe schreibt. Es ist erstaunlich zu sehen, wie viele verschiedene Theorien, die dieses wirklich unordentliche Gefühl (da sich die Liebe nicht in irgendein Schema stecken lässt) zu erklären. Eine davon ist, dass die geschlechtliche Liebe sozusagen die "Nachfolge" der Liebe des Kindes zu den Eltern antritt. Die Frage ist auch - was wollen wir, wenn wir lieben? Einige sind der Meinung, man wolle sich an erster Stelle selbst verwirklichen, indem man mit jemandem eine Beziehung eingeht. Denn man sehe sich selbt in dem Bild, das der andere von einem hat. Jedenfalls funkt die Liebe den Evolutionspsychologen dazwischen, die behaupten, der Mann wolle sich einfach nur so oft wie es geht vermehren, um seine Gene so gut es geht zu verbreiten und fortleben zu lassen. Den Evolutionspsychologen zerstört natürlich noch mehr als nur die Liebe ihre schöne Theorie - denn wie ist das mit Menschen, die homosexuell sind? Ihnen kann ganz gewiss nicht daran gelegen sein, ihre Gene zu verbreiten.
Nicht einverstanden war ich mit der These, dass Kinder in modernen Patchworkfamilien ein weitaus besseres Sozialverhalten an den Tag legen als Kinder aus "Mann-Frau-ein Kind"-Familien. Das ist eine ziemlich gewagte Theorie, denn ich denke, dass Einzelkinder durchaus zu Rücksichtnahme, Mitgefühl und Konfliktlösung in der Lage sind.
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Wenn nichts schief gehen kann, kann auch nichts gut gehen......
Die Liebe von verschiedenen Perspektiven aus be- und durchleuchtet. Empfehlenswert für alle Menschen, die etwas über Verliebtsein und die Liebe erfahren wollen. Im Idealfall sollten es Paare (auch in spe) hören - getrennt voneinander ;o)
Sehr schön ist das Demontieren der unzähligen Beziehungsratgeber - unschön die (zum Glück) kurzen Musikeinspieler. Wissen unterhaltsam und verständlich näher gebracht über ein Thema, das jeden Menschen betrifft und angeht. Das Lesen hätte mich vielleicht etwas ermüdet- das Hören ganz und gar nicht.
Werde es auf jeden Fall nochmals hören - die vielen Informationen kann man nicht so einfach verarbeiten (ich zumindest nicht).
Sehr wechselhafte Leseerfahrung. Mal interessant, mal belanglos, häufig sehr ausschweifend, fast durchgehend anspruchsvoll geschrieben und dadurch anstrengend zu lesen. Bietet viele interessante Denkansätze und Richtungsweiser, aber alles in allem zu überladen und komplex. Und wie Precht schon in der Einleitung erkennt, "ein Buch über Liebe kann man nicht schreiben."
Ich habe vor diesem Buch "Wer bin ich, und wenn ja wie viele?" gelesen. Das war der absolute Knaller. Auch dieses ist spannend, informativ und gut geschrieben. Das einzige, was mich ein wenig gestört hat, ist dass er manchmal von Sex spricht und manchmal von Liebe und auch ziemlich oft hin und her switcht. Aber insgesamt sehr empfehlenswert.
Ich bin ehrlich, ich habe viele Seiten übersprungen, weil sich der liebe Herr Precht oft wiederholt hat und irgendwie nicht zum Punkt kam. Hat mir wirklich nicht so gut gefallen. Man kann die enthaltene Information auch viel kürzer niederschreiben. Philosophie muss nicht immer im heißen Brei rühren.
Usor de citit, inspira la gandire critica, observatii bune, merita. Discuta teorii pe care le consideram „adevarate” (Helen Fisher, R. Dawkins etc ), fara sa le desfiinteze cu tot dinadinsul, apreciaza si partile bune. Multe referinte si teorii analizate, introduse intr-un mod placut.
Ganz nett geschrieben, tatsächlich. Er versucht ein bisschen viel abzuarbeiten, und die Liebe ist wohl eher Kaufreiz für den Leser als wirkliches Interesse des Autors. Und mit Dawkins geht er viel zu hochnäsig um. So geht das nun nicht.
It's not what you expect! Richard David Precht takes apart all our preconceptions about love and challenges us to question our understanding of love and relationships. I listened to the audiobook and it was very well done.
I don't understand the negative feedback.. I mean you definitely hear a lot of stuff you have already heard in other books but it's still very interesting. I really enjoyed the audiobook and the topic is something interesting for everyone.
Herr Precht scheint von vieles eine Ahnung zu haben (wie zum Beispiel über Lebensgeschichten vieler Philosophen oder Wissenschaftler) aber er hat keine Ahnung von der Liebe.
Das Buch hat gefühlt aus viel Philosophie bestanden, ich habe wenig konkret mitnehmen können. Kann es nicht unbedingt weiter empfehlen, obwohl die Beschreibung echt spannend klang.
Etwa die ersten 150 Seiten geht es hin und her. Teils ulkige, teils aber auch zumindest naiv gesehen wahr klingende Theorien werden vorgestellt und ich wusste teils nicht mehr, was letztlich nun richtig und was Quatsch war. Hier muss man sehr aufmerksam lesen.
Was ich insgesamt schwer ausmachen konnte: Wann sprich / schreibt nun Precht, wann zitiert er quasi jemand anderen und schreibt sinngemäß in dessen Worten? Letztlich ist es dann doch ein sehr langes, worteiches Buch und ich wusste streckenweise nicht, was Precht selbst sagt.
Am Ende gebe ich dennoch volle Punktzahl, weil:
1. ich viele Bücher von Richard Dawkins gelesen und für gut befunden habe, hier aber gerade nochmal auf Selfish Gene und God Delusion ein anderer kritischer Blickwinkel gezeigt wird. Fand ich gut.
2. ich die Art wie Egoismus, Patchwork-Familien, Selbstbestimmung, Verwirklichung, etc. dekonstruiert wurden, so passend zu dem finde, wie ich es selbst schon beobachtet habe. Kinder traumatisiert, aber eigenes Ich am besten maximal optimiert.
3. ich die Referenz auf das Krokodil, das im Aquarium so lange wächst, bis es selbst quadratisch innerhalb des Glases ist. Wenn eine Beziehung nicht mehr passt: Lag's am Aquarium oder einem selbst? Warum nicht das Aquarium vergrößern anstatt sich zu trennen?
Und last but not least: Man fühlt sich bei der schieren Menge an zusammengetragenem Wissen, das strukturiert Stück für Stück auseinander genommen wird, immer so schön einfältig und dumm. Wenn ich nach einem Buch richtig was gelernt oder andere Sichtweisen bekommen habe, dann war es wohl gut (für mich).
"Liebe: Ein unordentliches Gefühl" von Richard David Precht 4/5☆
In "Liebe" nähert sich der Philosoph Richard David Precht auf anthropologische, theoretische und biologische Weise der Liebe zwischen zwei Menschen. Dabei greift er das alte Problem Frauen und Männer auf, geht auf die Liebe im historischen Kontext ein, schildert aber auch moderne Liebe, die durch Phänomene wie Konsum, Feminismus und Familie beeinflusst wird.
Mir hat besonders gefallen, dass das Buch nicht nur philosophisch aufgebaut war - was ich ganz anders von Richard David Precht erwartet hatte, den ich zuvor noch nie gelesen habe. Mich hat besonders der biologisch-historische Abriss begeistert, der durch viele Theorien und Quellen belegt war.
Ich konnte durch dieses Buch viel lernen und vor allem ermöglichte es mir, andere Blickwinkel einzunehmen und eigene Erfahrungen zu hinterfragen. Teilweise hätte ich jedoch eine zu bildliche und allgemeinverständliche Sprache gemieden und mehr Wert auf Wissenschaftlichkeit gelegt.
"Liebe" ist ein großartiges Buch, wenn man sich für dieses spezielle Thema interessiert. Außerdem kann es auch alle "Ratgeber" zur Thematik ersetzen. Das Werk ist sehr interessant und informativ!
Wie immer bei Precht eine ganz eigene Rangehensweise an das große Thema der Themen: Liebe! Was ist sie, wo kommt sie her, wozu brauchen wir sie und ist sie gar nur ein Konstrukt der Moderne? All diese Fragen werden akribisch aufgegriffen und von allen (philosophisch, soziologisch, kulturellen und gar biologischen) Seiten sehr amüsant und verdammt scharf beobachtet aufgegriffen . Natürlich kommt die eindeutige Stellung des Autors zum Thema zum Ausdruck. Warum auch nicht. Teilweise überwältigt einen die schiere Argumentationskraft Prechts. Trotzdem sehr angenehm zu lesen. Für jedem empfehlenswert, der es mal genau wissen will mit dem Thema, um dass sich dieser Tage schier alles zu drehen scheint.
Das Buch geht nicht tief ins Detail, gibt aber einen soliden Überblick darüber, was die Wissenschaften Biologie, Psychologie, Soziologie und Philosophie zur geschlechtlichen Liebe zu sagen haben.
In Audible hatte ich es mit 2,5x Geschwindigkeit in etwas mehr als 2h durch und bekam ein paar interessante Fakten und Denkanstöße plus eine neue Perspektive auf das Thema - also für mich keine Zeitverschwendung.