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Primerljivi hektarji

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Medtem ko se mladi v iskanju boljših priložnosti izseljujejo, se pripovedovalka Primerljivih hektarjev – tudi sama pisateljica – po več desetletjih bivanja v tujini vrača domov. Na vrat na nos se je odločila sprejeti priložnost in postati mlada prevzemnica kmetije, ki jo namerava rešiti po starih metodah. Razpeta med navidez svetovljansko velemesto in navidez zaplankano podeželje začenja odkrivati, kako se oba svetova prepletata, in spoznavati zgrešenost svojih predstav. Ko si v mestu prizadeva za ohranitev dreves, jo označijo za provincialno, na vasi pa znanci iz mladosti njenega namena, da bo postala kmetica, ne jemljejo resno. Celo njena babica dvomi, da je za to sploh sposobna. In kot da to še ni dovolj, se mora namesto s starimi sortami jabolk ukvarjati z raznimi nadlogami od birokracije do nakupa mehanizacije. Toda njena prava zgodba ima še globlje korenine, ki v tej poetični pripovedi segajo do družinskih skrivnosti več generacij in sedanjost neločljivo povezujejo s preteklostjo.

Paperback

First published January 1, 2018

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About the author

Nataša Kramberger

12 books5 followers

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Displaying 1 - 7 of 7 reviews
Profile Image for Elena.
1,034 reviews417 followers
October 28, 2023
"Das Leben ist ein streunender Hund, den man immer wieder einfangen muss, aber dass dir die eigene Sprache so entwischt, das geht auf keine Kuhhaut." - Nataša Kramberger, "Verfluchte Misteln"

Die Erzählerin ist eigentlich Schriftstellerin, wohnt in Berlin, entscheidet sich aber sehr plötzlich dafür, den Hof ihrer Mutter in Slowenien zu übernehmen. Es zieht sie von der Stadt aufs Land, in der U-Bahn hat sie das Gefühl, nicht atmen zu können, auf dem landwirtschaftlichen Betrieb warten neben klimatischen Katastrophen auch bürokratische Hindernisse auf sie. Die Idylle findet sie nirgendwo, vor allem, als in Berlin nahe ihrer Wohnung ein Park für das neue Suhrkamp-Verlagsgebäude weichen soll, und doch gibt sie nicht auf.

Nataša Kramberger hat mich mit ihrem Roman "Verfluchte Misteln", aus dem Slowenischen übersetzt von Liza Linde, zugegebenermaßen an vielen Stellen verwirrt. Die Autorin schreibt sehr unstet, sie springt zwischen den Schauplätzen Berlin und dem slowenischen Bauernhof hin und her, ohne viel zu erklären, berichtet hier ein bisschen, dann wieder von etwas ganz anderem, als Struktur dienen lediglich die Monate eines Jahres. Was mich bei anderen Büchern schnell hätte aufgeben lassen, hat mich hier aber trotzdem nicht zum Zuklappen bewegt, denn zwischendrin gibt es so viele kluge Gedanken und tolle Sätze Nataša Krambergers, dass ich einfach dranbleiben musste. Es hat sich gelohnt, gerade das letzte Kapitel hat für mich den Roman rund gemacht. Klimakrise, Profitgier, Landflucht, Sprachverlust, bürokratische Untiefen - all das verpackt die Autorin in einen Roman, der sich nicht leicht erschließt, der für mich auch oft zu schwer zu durchschauen war, den ich aber trotzdem irgendwie mochte. Ich denke, "Verfluchte Misteln" wird seine Leser*innenschaft finden!
Profile Image for Mina.
190 reviews22 followers
February 8, 2022
Der Rückschluss liegt nahe, dass Natasa Kramberger in "Verfluchte Misteln" eigene Erfahrungen mit dem slowenischen Landleben und der Öko-Landwirtschaft verarbeitet, wird sie doch in der Autorinnenvorstellung bereits als "Öko-Landwirtin" bezeichnet, die einen biodynamischen Bauernhof betreibt.

Der aus dem slowenischen von Liza Linde übersetzte Roman ist in 12 Kapitel für 12 Monate aufgeteilt. Wir begleiten die Ich-Erzählerin über ein Jahr, wie sie gemeinsam mit ihrer Familie einen Biobauernhof in der slowenischen Heimat aufbaut und gleichzeitig den Spagat zu ihrem Leben in Berlin zu vollführen versucht. Ihren Antrieb schöpft sie zu großen Teilen aus liebevollen Erinnerungen an die Großeltern und entwickelt einen bemerkenswerten Biss über die Zweifel der Dorfbewohner, die kritischen Anmerkungen der Großmutter und die zahlreichen Rückschläge hinweg.

Der Roman bleibt fragmentarisch, wir springen zwischen Berlin und Slowenien, zwischen Gegenwart, Kindheitserinnerungen und weiteren, schwer verortbaren Rückblenden. Teilweise wusste ich seitenlang nicht mehr, wo und wann wir uns gerade befinden - zusammen mit einer manchmal überbordend metaphorischen Sprache verlor ich auf der Strecke immer wieder den Faden. Charaktere wie die Eltern der Protagonistin und der Bruder tauchen ab und zu auf - Einzelheiten, sozusagen die "hard facts", werden aber nie vermittelt. So bleibt zum Beispiel unklar, welche Rolle die einzelnen Familienmitglieder für den Betrieb des Bauernhofs spielen.

Kramberger bedient sich einer sehr aufgeladenen Sprache. Eine Panikattacke, ein Ausflug in den Wald, der Tod des Großvaters - alles wird sehr ausufernd und dabei unglaublich originell erzählt. Als Leserin schwankte ich dabei zwischen Verzückung und Stirnrunzeln, wenn sich mir die Bedeutung nach mehrmaligem Lesen immer noch nicht erschlossen hatte. Im Gegensatz dazu werden ganz umgangssprachliche, kurze Dialoge und Szenen eingestreut, die das Ganze wieder auflockern und mich mit ihrer etwas komödiantisch überspitzten Art für sich gewinnen konnten.

Insgesamt hat die Autorin bei mir allein mit dem Thema einen Nerv getroffen und schon für die ungeschönten Einblicke in die landwirtschaftliche Knochenarbeit lohnt sich dieses Buch allemal. Bei jedem Rückschlag, den die Erzählerin erleben muss, will man sich selbst die Haare raufen - aber es bringt ja alles nichts. Einfach weitermachen: "Buddeln! Schaufeln! Festdrücken!"

Eine Erzählung zwischen ländlicher Romantik, harter Arbeit und Naturgewalten - für Menschen, sie sich für diese Themen interessieren eine Empfehlung mit der Einschränkung, zuvor mal in die Leseprobe zu sehen - ich kann mir vorstellen, dass die Sprache nicht jedermanns Sache ist.

Unbezahlte Werbung / selbstgekauftes Exemplar / @verbrecherverlag
Profile Image for Lena 🎠.
14 reviews
February 14, 2024
Eigentümliche, nicht-chronologische Erzählung einer Frau, die von Berlin auf einen Bauernhof nach Slowenien zieht, um dort ohne landwirtschaftliche Kenntnisse einen Biohof aufzubauen- ein Buch wie ein Fiebertraum. Krambergers Beschreibungen widriger Feldarbeit geraten zu rhythmischer Poesie - leider zuweilen schwer konsumierbar in der Form des Romans. Das mag auch an einer sprachlich ungenauen und zu Floskeln neigenden Übersetzung liegen - so erklärt die Protagonistin einmal: "ich wurde im Keim erstickt", um zu beschreiben, wie jemand unterbrochen und zum Schweigen gebracht wurde.
Profile Image for André Bernhardt.
306 reviews12 followers
March 5, 2022
Tecketecketecketecketecketecketecke - Klapotetz!
Ich fands erst sperrig, aber am Ende war ich traurig, als Schluss war!
Profile Image for Alec.
420 reviews10 followers
December 21, 2022
This is a selection of essays unified by the topic of transformation that the author, a Berlin-based Slovenian writer, undergoes to become a farmer when some neglected farmland comes down to her from her mother. This is not an easy move, and if the book is written to inspire respect to its author, it has achieved its aim.

The internal form of the essays is difficult and rewarding: they are characteristically woven from several threads, and the reader is encouraged to stay concentrated, because losing a thread may end in discombobulation. Which is exacerbated by an impressive mastery of the metaphor that colours and unifies the text. Thus, there might be a sort of treatise on handling seedlings, with a pervasive theme of roots and juices of the soil, incorporating an exposition of claustrophobic fears that the author discovers and experiences in different situations, both topics steeped in physiology, and on top of that there are, as everywhere else, memories of grandparents, dialogues, death and burial. All that usually presented in a circle dance with a (disparaging or cryptic) quotation from the grandmother on every turn.

Though the book contains twelve such essays and thus means to be structured like a year starting in October, very symbolically for a farming context, I had the feeling that somewhere around May the pragmatics of publishing sets in, and June through September, while still impressively crafted, lose the high ambitions of late autumn and stream away contentedly gurgling with foreigner-in-Berlin kind of humour, persistent-beginner-doomed-to-success self-mockery and a hint of sickening traditional sweetness. This note feeds nausea after some circling.

Even the blandly mundane story that explains how putting plum seedlings in zigzags gets them murdered by a grass cutter that prefers moving in straight lines (man and machine), or a description of a livestock house wall covered with calving reports (both introduced in late essays, to be fair) are valuable, insightful, inspiring pieces. The latter is then turned into an anecdote for a newspaper column when students from the city come to learn clay construction and cover the rough, century-old birth register with smooth clay, meaning to ingratiate the farmer. It is a mildly amusing stock narrative from the culture/literature/events insert of an Abendblatt, full of stylistic double-takes, light-hearted jokes and a veneer of gravity.

What we have learned (we decide, as we leave the book on the doorstep of a charity shop) is: nature is tough on us, and while we think we are fighting back, we are disrupting things making it tougher and uglier (the beauties it offers are not only lost on city dwellers, but on the farmer as well, because she cannot succeed if she stops to admire the daisies or goes around twittering with the birdies), farming is a constant struggle that includes not only physical exertions, injury and devastating ailments (man, plant and animal) but politics, bureaucracy, fraud and fighting vicious mockery that experienced bumpkins cannot hold back (also, it might contain some valuable advice). Clean, ecological farming is good, but very hard, but rewarding, and brings back birds and divers critters and joys of nature, but working with obsolete methods and prehistoric tools is silly and leaves you tired, angry and hungry. Professional writing is also tough because everyone thinks that's the only thing you are capable of.

You have missed the most important stuff, the message, the caring attitude, love for the land and all that, will the attentive reader say. No, I haven't - I took it all in from the first pages and found no contradictions.
Displaying 1 - 7 of 7 reviews

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