Der Neoliberalismus beeinflusst unser Leben stärker, als es auf den ersten Blick scheint: Marktgläubigkeit, Konkurrenzdenken und Selbst-Bezogenheit prägen längst auch so Alltägliches wie Fernsehen und Sport, Konsum und Lifestyle, Beziehungen und Soziale Netzwerke, Coachings und Bildung. Patrick Schreiner nimmt diesen Zeitgeist kritisch unter die Lupe. Dazu zieht er klassische und aktuelle Denkerinnen und Denker heran: Was können wir etwa von Karl Marx, Michel Foucault, Max Weber, Naomi Klein und selbst von Friedrich August von Hayek über den Neoliberalismus in unserem Leben und Alltag lernen? Was sagen sie uns darüber? Welche ihrer Überlegungen lassen sich auf die heutige Gesellschaft übertragen? Anhand zahlreicher Beispiele macht Patrick Schreiner diese Denkansätze verständlich. Er zeigt: Der Neoliberalismus ist mehr als eine bloße politische Überzeugung - und es braucht mehr als eine einzige Perspektive, um ihn zu verstehen und seiner Ideologie nicht aufzusitzen. Ein anschauliches Buch über das Denken unserer Zeit und seine Hintergründe.
Ist es DAS theoretische Meisterwerk? Nein. Ist es etwas reduktionistisch? Ja. Das ist aber nicht so wichtig, denn dieses Buch erfüllt eine sinnvolle Funktion: Der Autor hat es geschafft in wenigen Seiten einige Ideen verschiedener Denker_Innen so zu erklären und auf die Gegenwart anzuwenden, dass sie für Personen, die nicht viel Zeit für tonnenweise komplizierte Theorie haben, verständlich sein werden. Damit ist bietet es sowohl für einen selbst eine Ressource, wenn man mit Personen spricht, die in dem ganzen Thema Politik "nicht so drin sind" und zum anderen bietet es sich für andere gut als Einstieg an. Außerdem lädt es durch die große Auswahl für Einsteiger_Innen direkt zum weiteren Nachlesen ein.